Snatch Strap

Fahrzeugausrüstung, Zubehör

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freaky930
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Snatch Strap

Beitragvon freaky930 » 06.12.2014 - 13:03

Moin!

Ich habe über Facebook einige 4x4 Gruppen abboniert, da kam heute die Meldung, dass es endlich auch von einem deutschen Hersteller Kinetikseile gibt.
Das wollte ich euch nicht vorenthalten.

Hier der Link dazu;
Bild
http://www.explorer-magazin.com/2014/12 ... lflechter/

Diese Snatchstraps sind zum Beispiel in Australien weit verbreitet.
Der Preis ist recht stolz aber dafür fallen Kosten für Import weg.
Des weiteren gibts dazu deutsche Gewährleistung und Produkthaftung...


Viele Grüße

Willi

Edit: Danke fürs lööschen des Dreichfachposts - Mein Telefon hat sich gedacht, dass einmal nicht genug sei...

EditII: Ich habe gerade eine 12t Bruchlast - Version des gleichen Herstellers für 140€ entdeckt - für viele hier sollte das ausreichen, bei vierfacher Sicherheit.
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MF
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Re: Snatch Strap

Beitragvon MF » 06.12.2014 - 17:38

Moin

Danke für den Hinweis.

Die Kinetikseile im Allgemeinen haben einen guten Ruf.

Bei der Ralliart-Trophy wurden oft die Hashilen Gurte genommen,
ähnliches Prinzip, nur nicht ganz so lang.



Gruß Mario
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Re: Snatch Strap

Beitragvon freaky930 » 06.12.2014 - 17:53

Die flachen Gurte kenne ich auch, gibts un Australien ab 40$
Leider sind dort die softschäkel noch nicht so verbreitet, so dass es immer wieder tote und verletzte dabei gibt.
Aber auch fliegende Fahrzeugteile, wie Anhängerkupplungen, sind saugefährlich...
Deshalb niemals zwischen den Fahrzeugen oder in der potentiellen Flugbahn stehen....
Die Ösen an den Blattfederaufnahmen am Elch eignen sich nur mit Ausgleichsgurt zum herausziehen, sonst kann die Karosserie verzogen werden.
An der Front soll es schwierig sein, ohne größeren Aufwand gute Ankerpunkte anzubringen..

Viele Grüße
Willi
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unbemerkt
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Re: Snatch Strap, Expandergummis und Schlaufenseil

Beitragvon unbemerkt » 20.12.2017 - 17:27

Moin allerseits,

ich habe hier einmal drei Artikel zusammen geführt um nicht mehrere Beiträge zu starten, bzw. ist die Thematik ähnlich.

Eigentlich geht es mir um Schlaufen- oder Ösenseile und -Gummis. Das System basiert immer darauf zwei Zugstränge, welche miteinander in bestimmten Abständen verbunden sind und damit Eingriff-, Einhänge- oder Fädelpunkte haben.
Der Vorteil liegt auf der Hand, Knoten sind nicht nötig, die Abspannung ist immer so lang wie nötig, Gepäckspinnen entstehen nebenbei. Als Wäschleine oder Universalhalter bleiben angehängte Teile, Kleiderbügel o.ä. am Ort.

Bild

Seit Jahren verwende ich mit großer Freude die Loadfix - Expandergummis mit Schlaufen (oder integrierten Ösen) und damit wunderbarer Längenverstellung von Mamutec. Einer der wenigen sicheren Anbieter ist hier der Hornbach Baumarkt.

Wer der ansonsten oft hoch gefährlichen Haken der Spanngummis überdrüssig ist, hat mit den in fünf Zentimeter Abständen einhängbaren Haken des Herstellers die pure Freude, denn diese sind dick, fest und voll gummiert. Die Haken gibt scheinbar nur preiswert bei Hornbach....

Das Spannseil gibt es nach meiner Übersicht am preiswertesten bei der Amazone.

Meine Spannbänder und Haken halten allesamt schon ewig, die Qualität würde ich mit typisch schweizerisch einstufen.
Zumeist haben meine Spanngurte nun 1,5 bis 2,5 Meter Länge und ich muß nur die Haken zusammen suchen.

In ähnlicher Form gibt es Seile, welche scheinbar weitestgehend von Vitlanda Gård aus Schweden unter dem Markennamen "RunLock" angeboten werden. Ein preiswerter Anbieter scheinbar auch hier wieder bei der Amazone.
Ich nutze die Seile beim Paddeln, Campen und auch als Schleppseil mit variablem Griff bzw. Nothalsband mit dem Hundchen bzw. überall dort wo die Dehnung einmal nicht so stark wie beim Gummiseil sein soll.

Am liebsten hätte ich nun noch ein Abschlepp bzw. Windenseil in der Art, aber mit 20 Meter Länge und wenigstens 700 Kilo Bruchlast habe ich noch nichts gefunden.

Wenn jemand günstigere oder bessere Angebote findet, würde ich mich sehr über Tipps freuen.

mit Grüßen von Kay
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Re: Snatch Strap

Beitragvon terriblue » 20.12.2017 - 17:50

Hallo,

also, wenn ich zum Seilflechter Outlett fahre, käme ich auch am Hornbach vobei ...

Gruß Arno

... der sich fragt, ob der Kay auch brav seine Mails checkt ...
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Re: Kinetische Bergeseile

Beitragvon Joe » 19.10.2018 - 16:16

Moin,

habe diesen alten Fred mal wieder hochgeholt - auch wenn der Kay den ja zwischenzeitlich in eine völlig andere Richtung abgewandelt hatte :grin:

Da ja bald schon wieder Weihnachten vor der Tür steht und alle immer nach Wünschen fragen, möchte ich mir ein kinetisches Bergeseil wünschen, oder ansonsten auch selber zulegen.

Da man sich mit dem Löppel ja eh nie festfährt :extremlached: und Liegengebliebene, mit Bergewunsch, ja schließlich selbst für die erforderlichen und geeigneten Hilfsmittel zu sorgen haben :mrgreen: , hatte ich mir da bisher nie größere Gedanken drüber gemacht. Außerdem hat der Löppel zum Bergen ja eine stabile AHK und man muss sich ggf. nur vor abreißenden Teilen Anderer und Schäkeln schützen - und ´ne schwere Decke, zum Einfangen fliegender Seile mit Anhang, liegt ja eh immer im Kofferraum.

Beim Outlander sieht das aber wohl etwas anders aus, denn den PKW ähnlichen Abschleppösen traue ich keine extremen Belastungen zu. Daher meine Überlegung, bei den Softschäkeln nur die unbedingt nötige Bruchlast zu wählen. Wie seht Ihr das?

Bei dem Seil selber habe ich inzwischen folgende Kandidaten in die nähere Wahl bezogen:
Black Mamba nylon66 kinetic recovery rope 24 mm x 8 m. – 12T
Fiber Beast® Kinetisches Bergeseil Ø19mm L:9m 8,2t

Hat hier vielleicht schon jemand Erfahrungen mit den genannten Produkten?

Alternativ wäre da noch LIROS, die mir aber von der Struktur her nicht so sehr gefallen, wenngleich die Qualität hier top sein soll. Ich hatte mir die Kinetikseile von LIROS auf der Adventure Northside angesehen und auch ein sehr nettes und informatives Gespräch mit Ralf darüber geführt. Was mir an den LIROS-Seilen nicht gefällt, ist die grobe, "offene" Flechtstruktur, vor allen an den Augen/Schlaufen. Außerdem befand mein Frauchen, dass Weiß eine absolut unpassende Farbe für ein Bergeseil wäre :rofl: Als Ralf daraufhin die Black Mamba Kinetikseile ins Gespräch brachte, von denen er aber leider keines dabei hatte und diese auch gar nicht in seinem Shop gelistet hat, waren die ansonsten sicherlich guten LIROS-Seile raus :wink:

Dass herkömmliche Stahl-Schäkel, allein schon aus Sicherheitsgründen, keine Option für mich darstellen, ist selbstverständlich. Es sollen also Softschäkel werden. Und hier komme ich dann wieder auf die Besonderheiten des Outlanders zurück, denn den vorhandenen Abschleppösen traue ich keine allzu großen Belastungen zu. Hier könnte man IMHO mit der Wahl der passenden Softschäkel eine Sollbruchstelle schaffen - so zumindest mein Plan, oder liege ich da falsch?

Bei Bergegurten gilt ja als Faustregel, in etwa die 3-fache Last zu wählen, also Fahrzeuggewicht (des zu begenden KFZ) mal 3. Beim Outi wären zwischen 1.665 - 2.260 Kg, das heisst, ich bräuchte ein Seil mit mindestens ca. 5 - 7 Tonnen Last. Wenn ich nun ein Bergeseil mit etwa 8 bis 12t Bruchlast wähle, weil ich dieses ja vielleicht auch für andere Fahrzeuge nutzen möchte, könnte ich mit der Wahl von entsprechend etwas "schwächeren" Soft-Schäkeln vielleicht die maximale Belastung auf die Abschleppösen des Outis etwas beschränken, zumindest wenn ich hier keinem Denkfehler unterliege. Das die angegebene Bruchlast keine Garantie darstellt, dass das Material bei dieser Belastung tatsächlich nachgibt, sondern diese mindestens verkraften sollte, ist mir natürlich klar.

Kinetikseile sollen ja ruckartige Belastungen vermeiden, wodurch die Abschleppösen sicherlich deutlich weniger belastet würden, als wenn mit einem statischen Seil daran geruckt wird und ich will mit dem Outi auch sicher kein Bergeunternehmen aufmachen. Aber ob die Ösen die auftretenden Kräfte beim Bergen eines festgefahrenen Fahrzeugs überhaupt aushalten, oder ob diese nur gerade mal so für die Befestigung rollender Lasen taugen, mag ich nicht beurteilen. Eine Anfrage an Mitsubishi diesbezüglich kann man sich sicherlich schenken, aber vielleicht (wahrscheinlich) kennt sich hier ja jemand besser mit der Materie, Belastbarkeit normaler Abschleppösen und den auftretenden Kräften aus.

P.S. Mir ist natürlich völlig klar, dass die Belastung bei einem, mit allen Vieren bis zum Bodenblech eingegrabenen Fahrzeug, garantiert deutlich zu groß für die Abschleppösen wäre :wink:

Verunsicherte Grüße aus dem Norden

Rolf - der meint, dass kein Seil aber auch keine Lösung sein kann und sich vielleicht auch einfach nur zu viele Gedanken darüber macht
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Re: Snatch Strap

Beitragvon MF » 24.10.2018 - 20:56

Moin

Ich denke, dass das mit der Sollbruchstelle nicht klappt.

Die Softschäkel die ich bisher in der Hand hatte , sahen für mich sehr haltbar aus,
bevor die reissen hats dem Outlander wahrscheinlich schon den Schloßträger rausgerissen.

Softschäkel ansich, ist für deinen Plan schon gut.

Zum Seil.

Da ich am Wochenende gesehen was das Liros Seil in 9m so an Gewicht mit sich bringt
und es auch nicht gerade ein kleines Packmass hat,
würde ich zum Black Mamba raten.

Das wird tun was ein Seil tun soll und hat den Anschein das man es auch in einem normalen Auto verstauen kann.

Gruß Mario
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Re: Snatch Strap

Beitragvon unbemerkt » 25.10.2018 - 12:41

Hallo Rolf,

und noch eine Bitte um Entschuldigung, wegen der Beitragsabwandlung vorweg.

Ich würde an Deiner Stelle auch zu einem Seil ähnlich der Mamba mit Softschäkeln tendieren, dort fehlt mir jedoch der Schutzschlauch. Sollbruchstellen würde ich jedoch ausschließen und immer versuchen einen Bruch völlig ausschließen zu können. Ich bin da lieber selbst die Angstbremse - habe aber auch lebenslang den Freund vor Augen, welcher von der fliegenden Anhängerkupplung fast erschlagen worden wäre.

Meine Idealvorstellungen für den Outländer wären ein längeres kinetisches Seil z.B. 12 oder mehr Meter mit ca. 10 Tonnen Bruchlast, aber mit Seilschonern in den Ösen. Softschäkel mit gleicher oder mehr Bruchlast, aber immer mit Schutzschlauch.

Die Länge eines Bergeseils ist mir immer wichtiger gewesen als alles andere. Lieber nehme ich meinen alten 18 Meter Gurt einmal doppelt wenn nicht mehr gebraucht wird.

Zum Abschleppen (klar unterschieden zum Bergen) verwende ich eine Schleppstange oder ein hochelastisches Schleppseil welches den Boden kaum berühren kann.

mit Grüßen von Kay
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Re: Snatch Strap

Beitragvon ralf.becker » 29.10.2018 - 16:22

Moin!

Dann melde ich mich auch mal zu Wort: Ralf mit dem Joe auf der Adventure Northside gesprochen hat.

Die Liros-Seile sind nur anfangs weiß :wink:

Rein farblich würde mir eine Black Mamba ebenfalls mehr zu sagen und ich hatte mir das Seil auch mal zu Testzwecken bestellt (das von Nakatanenga, von Powerline gibt es auch ein Black Mamba), nachdem ich allerdings den u. a. Test gesehen habe, habe ich davon wieder Abstand genommen und das Seil auch nicht in unser Sortiment aufgenommen.


Hier die Ergebnisse des Tests aus dem Explorer 3-17

Explorer-Test-Kinetik-Bergeseile-2017.PNG
Explorer-Test-Kinetik-Bergeseile-2017.PNG (299.84 KiB) 189 mal betrachtet


Die kinetischen Gurte von ARB und T-Max haben ebenfalls gute Testergebnisse, mir persönlich ist aber die Dehnung mit ~ 20 % etwas zu gering.
Ich bin und bleibe begeistert von den Liros Seilen und habe auch noch nichts Besseres gefunden. Wäre der Verschleiß ein Bewertungskriterium gewesen, hätte das Liros Offroad Kinetic sogar den ersten Platz belegt.
Woher die VK-Preise beim Explorer kommen, kann ich nicht nachvollziehen. Je nach Länge (5 m bis 15 m) kosten die Liros kinetic zwischen ~ 80 € und ~ 140 €. Damit sind die Liros-Seile zwar etwas teurer als die RawRope- und PowerLine-Produkte, werden dafür aber in Deutschland und nicht von HYropes o. a. in China hergestellt. Nichts gegen chinesische Hersteller, auch viele "Marken" lassen in China fertigen bzw. haben sich wie T-Max selbst einen Namen gemacht, aber ich wähle bei gleicher Qualität und ähnlichem Preis immer den deutschen Hersteller und für bessere Qualität gebe ich auch lieber etwas mehr aus.


Grundsätzlich würde ich niemals eine herkömmliche Schleppöse (ist wirklich nur zum Abschleppen im Straßenverkehr ohne zusätzliche Last geeignet) oder eine Hängerkupplung für die kinetische Bergung verwenden. Wenn keine geeigneten = fest mit dem Rahmen verbundene Ankerpunkte mit ausreichender Bruchlast für eine Offroad-Bergung vorhanden sind, würde ich kein kinetisches Seil einsetzen, sondern immer eine andere Bergemethode wählen.

Auch wenn man die Bergung mit einem kinetischen Seil sehr sanft erlebt - egal ob ziehendes oder gezogenes Fahrzeug - die Kräfte die dabei entstehen sind nicht geringer als bei der Bergung mit einem starren Gurt, im Gegenteil!

Von der Verwendung der Softschäkel als Sollbruchstelle rate ich ebenfalls dringend ab. Auch wenn es sicherlich besser ist, dass einem ein Softschäkel statt ein Metallteil um die Ohren fliegt, auch ein Softschäkel kann an einem kinetischen Seil hängend genügend Schaden verursachen.
Zuletzt habe ich im Mai 2018 gesehen, was ein Softschäkel an einem kinetischen Seil anrichten kann: bei einem Defender die große und eine kleine Heckscheibe zerstört und eine kräftige Beule in der Hecktür hinterlassen. Was ein Stahlschäkel angerichtet hätte möchte ich mir gar nicht vorstellen...
Das Problem war, dass das kinetische Seil (Bruchlast 9,5 t) mit einem starren Gurt (Bruchlast 8 t) verlängert wurde, verbunden mit einem Softschäkel (Bruchlast 12 t) und durch die enorme Belastung eine Schlaufe des starren Gurtes gerissen ist.

=> Alle bei der kinetischen Bergung verwendeten Bestandteile sollten eine deutlich höhere Bruchlast als das kinetische Seil haben. Im schlimmsten Fall würde dann das Seil selbst reißen was die geringste Verletzungs- oder Beschädigungsgefahr mit sich bringt.

Wenn man sich nicht sicher ist, ob vorhandene Bergeösen ausreichende Bruchlast haben, dann bitte bis zur zweifelsfreien Klärung keine kinetische Bergung durchführen! Das Winchen mit Stahlseil ohne Sicherung und die Bergung mit kinetischen Seilen und Gurten bergen das größte Verletzungs- und Beschädigungsrisiko!

Viele Grüße aus AC

Ralf
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Re: Snatch Strap

Beitragvon Joe » 30.10.2018 - 11:37

Moin,

zuerst einmal Euch allen besten Dank für Eure Einschätzungen und Hinweise :wink:

Und dann an dieser Stelle dem Ralf erst einmal ein herzliches Willkommen hier bei uns :grin:

Genau die Befürchtungen habe ich nämlich auch, dass man mit einem kinetischen Seil zwar die ruckartigen Belastungsspitzen etwas "abfedern" kann, letztendlich dabei aber noch deutlich höhere Kräfte auftreten können, als bei statischen Seilen oder Gurten. Und vor allem die Gefahr, dass wenn etwas abreißt, schnell jedes noch so kleine Gewicht zum echten Geschoss wird.

Dadurch ergibt sich für mich vorläufig erst einmal der Entschluss, dass sich mit dem Outi erst einmal nicht festgefahren werden darf :rofl: Und wenn ich mal genauer so darüber nachdenke, hat es die letzten 35 Jahre eigentlich ja auch immer ohne Bergegurte und Co. funktioniert. Bisher habe ich mich nämlich tatsächlich nur ein einziges Mal richtig festgefahren, und zwar mit meinem allerersten Auto, einem Ford Knudsen Taunus. Und selbst den hatten wir damals, ohne jede Fremdhilfe, nur durch Schieben und zur Hilfenahme des seligen Handgashebels, aus eigener Kraft zu zweit wieder von der Weide bekommen - ok, der Klappspaten und die Gummimatten waren auch im Einsatz ...

Vielleicht sollte ich tatsächlich einmal eine schriftliche Anfrage an Mitsubishi stellen, was die Belastungsmöglichkeiten der serienmäßigen Abschleppösen anbelangt. Vielleicht können die ja doch wesentlich höhere Kräfte vertragen, als man dieser Fahrzeuggattung im Allgemeinen zutrauen würde. Außerdem werde ich die Befestigung dieser Ösen bei Gelegenheit mal genauer inspizieren, bevor ich mir dann weitere Gedanken über in Frage kommende Gurte und Seile machen werde.

Grüße aus dem Norden

Rolf - der sich wohl erst einmal auf die Suche nach dem guten alten Klappspaten machen wird und vorerst einmal bei dem alten 2,5t PKW-Abschleppseil bleibt.
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Re: Snatch Strap

Beitragvon terriblue » 03.11.2018 - 19:32

Hallo,

der Mario hatte es ja schon in der Hand

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Gruß Arno
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