Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demontage

Rund ums Rad

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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon Crazy.max » 15.04.2015 - 19:29

Hallo zusammen,

ich hätte in den letzten Tagen wohl auch einen Korken brauchen können. Hab mich aber dann nach eingehender Begutachtung für 2 neue Reifen entschieden:
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War ärgerlich und hat mit für 2 neue Goddyear Testsieger in 195/60R15 knapp 125 Euro gekostet.

Olaf - war aber froh das er den Platten vor der Haustüre bemerkt hat :lol:
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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon unbemerkt » 16.04.2015 - 11:15

Moin Olaf,

gemein solche Schrauben im Verkehrsraum liegen zu lassen und die U-Scheibe macht das Aufsammeln besonders einfach.
Aber sag bitte, von wann war der Reifen, der Längsriss lässt nix Gutes erwarten. Fast möchte man sagen, es war Zeit für eine Schraube oder der Hersteller war ungeeignet.

mit lieben Grüßen von Kay
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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon Crazy.max » 16.04.2015 - 12:33

Hallo Kay,

der Reifen war ein Bridgestone Turanza und kam mit DOT 4810 daher. Also eigentlich noch nicht sooooooo alt. Die anderen Reifen aus der gleichen Charge hab ich natürlich auch gleich überprüft und nichts aussergewöhliches festgestellt. Mein Plan war eigentlich die Reifen diesen Sommer und eventuell noch nächsten Sommer soweit runterzufahren das ich dann die Reifen mit dem 6 Lebensjahr dem Recyling zuführen könnte...aber hätte, hätte, Fahradkette :rofl:

Aber ich hab daraus schon wieder gelernt:

1. Solange man ein Reserverad dabei hat passiert sowas eher nicht !
2. Nachdem der Gastank an die Stelle des Reserverades gerutscht ist wird bei jeder längeren Fahrt ein Winterrad als Reserverad mitgenommen.
3. Ein Auto ohne Reserverad kommt mir nicht auf den Hof, ggf wird der Golf oder Kia mit einem externen Reserveradhalter nachgerüstet :lachen:

Olaf - kommt also in KW20 mit einem Winterrad zum Kay.....
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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon unbemerkt » 17.04.2015 - 10:35

Moin Olaf,

das ist dann doch ein wenig erstaunlich, daß ein 5 Jahre alter Bridgestone solche Risse in der oberen Lauffläche zeigt.
Ein Dichtpilz im Schraubenloch hätte es jedoch mit Sicherheit getan.

Crazy.max hat geschrieben: Ein Auto ohne Reserverad kommt mir nicht auf den Hof

Dies sehe ich absolut genau so.

mit Grüßen von Kay, welcher sich wohl auch noch einmal mit dem Gedanken tragen wird, die alten 265/70 R16 Breitreifen noch einen weiteren Sommer zu quälen...
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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon Beda » 17.04.2015 - 11:37

Hallo Olaf,
an einem Kundenfahrerzeug hatten wir genau solche Risse an allen 4 Reifen.
Alle Reifen wurden über Vergölst reklamiert, mit einem hohen Prozentsatz von Bridgestone anerkannt und 215.-€ ausgezahlt.
Eine Verkaufsrechnung wurde nicht verlangt.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon unbemerkt » 06.05.2015 - 11:28

Hallo allerseits,

wie aus dem getrennten Beitrag zur automatischen Wuchtung ersichtlich, habe ich 25 Liter Linsi angeschafft und kann dies wie dort erklärt für die Abdichtung von "Grundstücksbereifungen" aller Art, nicht jedoch zur Wuchtung von Straßenfahrzeugen empfehlen.

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Rund 15 Liter des Dichtmittels stehen momentan noch für eventuelle Interessenten beim Treffen bereit und ich versuche im Vorfeld auch noch Flaschen mit Schlauch zur direkten Verfüllung aufzutreiben. Bitte gebt mir jedoch Bescheid, wenn Ihr noch Bedarf habt, daß ich nötigenfalls noch nachbestellen kann. In der Füllmengentabelle findet Ihr ziemlich viele Reifenvarianten zur Mengenermittlung.

Schon bei ungeschüttelter Betrachtung sieht man schön, daß die Flüssigkeit so zäh ist, daß sich die Füllstoffe (kleinste Gummischnipsel) nicht absetzen.

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Ein Befüllen von Rädern mit einem sich auf 4mm Innendurchmesser verjüngendem System kann nicht empfohlen werden. Offensichtlich dichten die Feststoffe hier schon beim Befüllvorgang im Schlauch hervorragend. :super:

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Nach Änderung der Einfüllverschlauchung auf 6 mm Innendurchmesser ohne Verjüngung bis zum Ventileinsatz funktioniert das Einfüllen auch mit geringem Druck unter 1 Bar im Airlessverfahren (Druckbecher) schnell und unkompliziert.

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Das Ventil muß vor dem Verfüllen natürlich heraus geschraubt werden und vor erneutem Einsetzen sollte der Einsatz mit dem Reifenfüllanschluss etwas angepustet werden um das Material aus dem Gewinde zu spülen. Ein Problem bei späterem Luft ablassen oder auffüllen von linsibefüllten Reifen habe ich noch nicht gehabt.

Die Ventileinsatzstellung beim Befüllen sollte so gewählt werden, das das Dichtmittel nach dem Einfüllen nicht zurück fluten kann (z.B. auf 3 oder 9 Uhr), mir fällt jedoch kein Rad ein, wo die Ventilhöhe auch bei 6 Uhr Stellung nicht hoch genug wäre.
Selbstverständlich wurde an einem Rasentraktor also auch vorsorglich die 6-Uhr Befüllung versucht und bestanden.
Am vorliegenden Faga wurde das Mähwerk zur Hochwiesenmaat mit Hilfe von schlauchlosen Hinterrädern eines Normalrasentraktors auf der Vorderachse höher gelegt.

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So konnte mein geliebter Faga-Relaxmäher mit seinen ständig schleichenden Plattfüßen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nunmehr ebenfalls abgedichtet werden und erhielt sein Prüfzeichen: Hatz-Diesel-Linsi-inside 2015

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mit Grüßen von Kay, welcher nun an die 10 cm Höhenbegradigungssaugung mit bienenfreundlichen Blümchenerhalt auf dem Campingplatz gehen kann
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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demonta

Beitragvon unbemerkt » 03.06.2016 - 09:34

Moin allerseits,

wie ärgerlich - meine "guten" Sommerreifen mümmeln noch auf den zu kleinen Stahlfelgen vom L200 und ich müsste sie auf Alufelgen umziehen. Mein lieber Freund und Autohausbesitzer, bei welchem ich selbstständig als "Fremdlehrling" an die Reifenmaschine darf, fährt jedoch am Wochenende nach Albanien, da wollte ich jetzt nicht nerven.

Kurzerhand habe ich die alten Breitschlappen auf Alufelgen noch einmal für "nur ganz kurz" aufgezogen, bemerkte jedoch schon am zweiten Tag ein rhythmisches Klacken während der Fahrt. Da Steine in den Intermediates eigentlich keinen dauerhaften Halt haben sollten, habe ich nachgesehen und eine ärgerliche Spenglerschraube entdeckt.

Glücklicherweise war der Luftverlust gering, so daß wir von der Baustelle noch mit über 1,5 bar heim gekommen sind. Der Kay ist ja nach vielen Jahren ohne Reifenschaden nachlässig bzw. schlampig geworden und hatte gerade kein Ersatzrad unter dem Auto hängen. Das Flickzeug lag natürlich im Autonotpack, aber seit dem Pickupverkauf gibt es noch keinen Bordkompressor wieder.

Daheim angekommen habe ich wieder einmal die schnelle Notreparatur geprobt. Notwagennichtheber unter das Auto:

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Luft raus, Schraubenrest mit der Zange aus dem Loch gepopelt, Sealastic-Aale ins Loch.
Bei den alten dünnwandigen Straßenreifen braucht man keinen Akkuschrauber mit Bohrer zum Loch aufweiten, hier hat die Aale gleich funktioniert. Ordentlich auffeilen - nicht geizen, sonst reißt der Pilz später aus der Aale.

Bild

Mit der Aale etwas Kleber ins Loch schmieren, dann den Pilz auf die Aale ziehen und im unteren Bereich ordentlich einstreichen (der obere Bereich wird ja sowieso nicht benötigt). Mein Klebezement war irgendwann in den Originaldosen eingetrocknet (Set von 1995) und ich habe mir später einige Tuben Gummikleber nachgekauft.

Bild

Aale mit Pilz und ohne Drehung einführen, das die vordere Verdickung im Reifen ankommen kann. Aale entfernen und dann den überstehenden Teil mit dem Messer abschneiden.
Jetzt könnte man die Aale und die Messerklinge gleich abwischen, später wird das schwerer....

Mit dem tollen neuen Bordkompressor den Reifen wieder aufpumpen - dann geht der Nichtwagenheber auch wieder unter dem Auto hervor.

Bild

Bedas Messung von vor einigen Jahren kann ich bestätigen. Nach ziemlich genau 4 Minuten (Apfel-stoppuhr vom Schwiegersohn geliehen) ist der Reifen voll und das Auto wieder betriebsbereit.

Bild

Die komplette Angelegenheit ist deutlich unter einer viertel Stunde lösbar, der Reifen hat nach einer Nacht noch den vollen Druck und ich werde das Loch hoffentlich wieder vergessen können. Was fahren wir aber auch ständig auf Baustellen herum... :kopfgegenmauer:

Das Sealastic-Set könnte besser sein, genügt jedoch bei ausreichendem Wissen um die Tücken und meine restlichen Pilze könnten wohl noch für den Rest meines und Lukas Leben ausreichen.... :extremlached:
Vulkanisierkleber muß hin und wieder nachgekauft werden, braucht man ja aber sowieso öfter für die Schuhreparatur.

mit zufriedenen Grüßen von Kay, welcher die Intermediates aber wirklich bei so extremen Regenfällen, wie zur Zeit, nicht mehr fahren sollte

PS: @ Florian, hier noch ein erklärendes Foto für die Sandra. Die 265/70er Breitreifen machen nicht nur einen schönen "schmalen" breiten Fuß - die Fuhre wankt dann auch nicht mehr in Kurven.

Bild

Nur ewiggestrige Geländetrolle fahren auf 235/85er Trennscheiben durch die Landschaft und auf der Autobahn.... :hammerschlag: An Höhe gewinnt der Sport nur etwa 1 bis 2 cm.

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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demontage

Beitragvon MF » 10.12.2017 - 18:18

Moin

Wieder mußten die "Reifenwürste" ran.

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Hat wieder gut geklappt und hält jetzt seit zwei Wochen.

Gruß Mario
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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demontage

Beitragvon Beda » 10.12.2017 - 18:56

Hallo Mario,
diesen "gewichtsoptimierten" Reifen und seine Brüder solltet ihr dringend ersetzen.
Die sind doch mindestens 20 Jahre alt. :haue:
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Sealastic, SafetySeal & Co. Reifenreparatur ohne Demontage

Beitragvon MF » 10.12.2017 - 20:29

Moin

Dem Fachmann entgeht auch nichts. :grin:

Da ist was neues in Auftrag.

Deshalb mußte auch erstmal der Flicken rein.

Ich will aber auch nicht verheimlichen das solche "Baustellen" bei meinem
Vater auch gerne auf die lange Bank geschoben werden. :oops:

Gruß Mario
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