Ab 10.2009 müssen Reifen neue Geräuschgrenzwerte einhalten.

Rund ums Rad

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Beda
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Ab 10.2009 müssen Reifen neue Geräuschgrenzwerte einhalten.

Beitragvon Beda » 12.09.2008 - 08:24

www.kfz-betrieb.vogel.de hat geschrieben:10. Sep 08
Reifenkennzeichnung: Ab 2009 nur noch mit „S“
Ab Oktober 2009 müssen Reifen neue Geräuschgrenzwerte einhalten

Bild
Der Buchstabe „S“ (im Anschluss an die E-Genehmigungsnummer) zeigt: Der Reifen entspricht der ECE-R 117. Foto: Goodyear
In der Richtlinie ECE-R 117 hat die EU Grenzwerte für das Abrollgeräusch von Reifen festgelegt. Reifen, die diese Grenzwerte erfüllen, tragen als Kennzeichnung ein „S“ (für „Sound“) auf der Reifenflanke (im Anschluss an die Genehmigungsnummer).

Nach einer Meldung des Bundesverbandes Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk wird die Bundesregierung die ECE-R 117 ohne Abstriche umsetzen. Damit ist ab einem bestimmten Termin untersagt, Reifen ohne diese Kennzeichnung zu verkaufen. Diese Termine lauten im einzelnen:

*

für Pkw-Reifen (nach ECE-R 30) mit einer Querschnittsbereite bis 185 Millimeter: ab 1. Oktober 2009
*

für Pkw-Reifen (nach ECE-R 30) mit einer Querschnittsbreite von 185 bis 215 Millimeter: ab 1. Oktober 2010
*

für Pkw-Reifen (nach ECE-R 30) mit einer Querschnittsbreite über 215 Millimeter: ab 1. Oktober 2011

Der BRV weist darauf hin, dass diese Fristen Auswirkungen auf die Bestandshaltung haben. Betriebe sollten ihre Bestände an Pkw-Reifen (zuerst mit einer Querschnittsbereite unter 185 Millimeter) analysieren, da Reifen dieser Kategorien ohne S-Kennzeichnung nur noch bis 30. September 2009 verkauft werden können.


Jan Rosenow



Morgen Gemeinde,
das kann ja spannend werden.
Vermutlich fahren alle unsere Autos auf Pkw-Reifen nach ECE-R 30.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Beitragvon Sven » 12.09.2008 - 08:37

Heißt das, man sollte bis dahin noch MTs für den Rest des Lebens einlagern?

Grüße
sven
Ist die Katze gesund,
freut sich der Mensch!
Sabs

Beitragvon Sabs » 12.09.2008 - 08:54

OHA :evil:
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Beitragvon lotte » 12.09.2008 - 09:59

Ich plädiere für eine Geräuschemissionsgrenze für Freiluftmoscheen... vielleicht bekomm ich das sogar durch :twisted:

Ich würde vorschlagen, Reifen dann aus den USA zu beziehen. Da gibts auch exotischere Formate... der Versand dürfte sich auch in Grenzen halten, jetzt wo wir den 4x4travel-Außenposten strategisch günstig platziert haben :twisted:

Grüße,
Alex
lotte hat geschrieben:Manchmal wünsch ich mir so eine richtig simple ranzige Starrachs+Blattfeder-Kiste...
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Beitragvon berny » 12.09.2008 - 11:52

Hi,

vielleicht meinen die mit PKW diesmal ja wirklich PKW, keine Kleintransporter oder Geländewagen. Vielleicht gibt es unterschiedliche Grenzwerte für unterschiedliche Reifentypen. Vielleicht fallen Spezialreifen wie die MTs ja auch ganz raus.
Zumindest dürfte die Frist für die meisten von uns Oktober 2011 sein... :roll:

Gruß
Ingo
I wish I was where I was when I wished I was where I am now :-)
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Beitragvon AirForce » 12.09.2008 - 12:10

Moin,

also meine Silverstone MT 117 Xtreme hören sich ab 40km/h schon an wie Flugzeugpropeller.
Aber wir fahren ja auch keine PKW, sondern Mehrzweckfahrzeuge :wink:

MfG Steffen
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Beitragvon Schlappohr » 13.09.2008 - 14:46

Sehr geehrte Bundesverwirrung ääh Bundesregierung der Deutschrepublik Bundes...äääh

*räusper*

Oh Ihr großmächtigen Bewahrer von Geist und Verstand in deutschen Landen

Bild

Mein Aschenbecher - wegen mangelnder Nutzung als Exraucher - quitscht und erhält somit nicht das Prädikat "S" bei der "SAU" (silent Aschenbecheruntersuchung).
Fürderhin erzeugt mein Eiskratzer bei fachgerechtem Wintereinsatz ebenfalls erhebliche Geräuschemissionen - keine Chance beim SEKT (silent Eiskratzertest).

Ich bitte daher mich bei Rückkehr in die wunderschöne Bundesrepublik umgehend zu enteignen und als Lärmsünder für 20 Jahre wegzusperren.

Herzlichen Dank
Florian

Wie groß ist eigentlich das Ozonloch über Brüssel und Berlin?

Und jetzt eine ernsthafte Frage:
Leisere Reifen geht doch über weichere Gummimischung? Das bedeutet mehr Abrieb und höhere Feinstaubbelastung????
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Beitragvon Beda » 13.09.2008 - 16:47

Hallo Florian,
eins ist sicher: Je breiter desto laut.
Am wichtigsten ist natürlich die Profilgestaltung.
Insgesamt ein sehr komplexes Thema.

Wir wohnen ca. 300m neben dem Mainzer Ring. Und was hört man? Egal ob Wochenende oder nicht man hört Rollgeräusche und auch mal ein einzelnes Motorrad. Das darf gerne leiser werden.

Es hat etwas Sucherei erfordert. Aber:
http://www.bmvbs.de/static/ECE/R-30-Luf ... aenger.pdf
Diese Regelung gilt für neue Luftreifen, die hauptsächlich, aber nicht ausschließlich für Fahrzeuge der Klassen M1, O1 und O2.

Schöner Satz :lol:
http://www.bmvbs.de/static/ECE/R-117-Re ... eusche.pdf
Interessant ist hier z.B. Punkt 6.
Es wird unterschieden zwischen normalen Reifen, M+S-Reifen und Spezialreifen.
ATs und MTs fallen eindeutig unter Spezialreifen und dürfen etwas lauter sein.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Beitragvon Bart » 14.09.2008 - 13:26

Schlappohr hat geschrieben:Und jetzt eine ernsthafte Frage:
Leisere Reifen geht doch über weichere Gummimischung? Das bedeutet mehr Abrieb und höhere Feinstaubbelastung????


Ja da hast recht, außerdem verursacht ein weicherer Reifen auch nen höheren Kraftsoffverbrauch...

Ich reg mich da schon gar nimma auf, die machen ja eh was SIE wollen und der gemeine Deutsche hat da sowieso nichts mitzureden so ist das halt in ner Demokratie :kopfgegenmauer:

Gruß Florian
texaner

Beitragvon texaner » 14.09.2008 - 17:06

Moin zusammen,

oh man, bin ich aber froh, daß nun die Reifen nicht mehr so laut sind, dann kann ich endlich in ungestört schlafen :lol:

und der gemeine Deutsche hat da sowieso nichts mitzureden so ist das halt in ner Demokratie

...geht in DE auch gar nicht, Volksentscheide sind DE im Gesetz und in der "sogenannten" Verfassung nicht vorgesehen.

Nach zu lesen in "Die Deutschlandakte" von Herbert von Arnim

Schönen Sonntag

Andreas
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Beitragvon Schlappohr » 14.09.2008 - 21:48

Servus

texaner hat geschrieben:der "sogenannten" Verfassung


Haben wir nicht - es gibt nur ein Grundgesetz. Eine "Verfassung" hat der Freistaat Bayern :wink:
Gruß
Florian, der denkt dass es letztlich schei**egal ist ob es nicht in der Verfassung steht oder nicht im Grundgesetz
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Beitragvon texaner » 15.09.2008 - 06:02

Moin zusammen,

Eine "Verfassung" hat der Freistaat Bayern


Kann man in Bayern eigentlich politisches Asyl beantragen? 8O

Gruß
Andreas
Rob

Beitragvon Rob » 15.09.2008 - 14:48

Grüss Gott!
texaner hat geschrieben:Kann man in Bayern eigentlich politisches Asyl beantragen? 8O
Gruß
Andreas


Kommt wahrscheinlich drauf an, wers ist :lol: :lol: :lol: !

Aber mich haben sie ja auch reingelassen :roll: ....

Gruß vom Rob
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Beitragvon Schlappohr » 15.09.2008 - 19:33

Zumindest scheint man an das Thema nicht nur von der einen Seite ranzugehen, was mich doch irgendwie wieder versöhnt...

rundschauonline.de hat geschrieben:Neues Verfahren
Asphalt schluckt Lärm und Wasser
VON NICOLE STÖTZEL, 21.07.08, 19:23h

Auf der A 3 bei Köln ist ein neuartiger Straßenbelag versuchsweise verlegt worden. Der offenporige Asphalt hat gleich mehrere Vorzüge. So können sich die Anwohner über weniger Verkehrslärm freuen. Auch die Autofahrer haben etwas von der innovativen Technik.
KÖLN - Wasser marsch, der Versuch läuft. Uwe Dewes öffnet den Hahn, und literweise Flüssigkeit sprudelt auf den neuen Belag der A 3 in Höhe der Ausfahrt Köln-Zentrum. Eine Pfütze bildet sich jedoch nicht. Schnell verschwindet das Wasser im neuen offenporigen Asphalt und fließt seitlich ab in die Rinne. Ein angenehmer Nebeneffekt, denn eigentlich wird die weiterentwickelte Oberfläche aus einem anderen Grund aufgetragen. „Wir bekommen so einen guten Lärmschutz hin. Viele Anlieger haben uns schon gesagt, dass sie zufrieden sind“, erklärte der Regionalniederlassungsleiter von Straßen NRW.
In wenigen Wochen werden acht Fahrstreifen zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und Dellbrück für den Verkehr freigegeben. Mit 160 000 Fahrzeugen pro Tag ist die A 3 in diesem Bereich die am höchsten belastete Autobahn Nordrhein-Westfalens. Der offenporige Asphalt zeichnet sich durch einen höheren Anteil von Hohlraum aus, fast 25 Prozent besteht aus Luft. „Der Schall verliert sich im Belag“, betonte Straßenbautechniker Stefan Ehlert. Die Geräuschbelastung reduziert sich um fünf Dezibel, das entspricht rund einem Viertel. Erstmalig wurde bundesweit statt 3,5 Zentimeter nun eine Einbaudicke von fünf Zentimetern gewählt. Die Rollgeräusche werden für einen längeren Zeitraum gemindert. Nach zehn Jahren muss die Fahrbahndecke aber erneuert werden, sie hält nur halb so lange wie bisher verwendeter Asphalt.

Es gibt noch weitere Nachteile: Im Winter muss öfter gestreut werden, damit sich in den Löchern ein Reservoir bildet und es nicht zu überfrierender Nässe kommt. Außerdem ist die dritte Generation des offenporigen Asphalts doppelt so teuer wie herkömmlicher: 220 Euro pro Quadratmeter. Das liegt an den Mehrkosten für die Regenrinne, die wasserundurchlässige Guss-Asphaltunterlage und die dickere Oberfläche.

Die Vorteile überwiegen allerdings. Die Gefahr des Aquaplanings wird deutlich verringert. „Ohne dieses System hätten wir Längsrillen einbauen müssen“, sagte Dewes, denn die Fahrbahn ist teilweise 26 Meter breit. Sind die 2,1 Kilometer zwischen Köln-Ost und Dellbrück freigegeben, wenden sich die Straßenbautechniker dem Teilstück zwischen Dellbrück und Mülheim zu.



Quelle

Wenn die das mit dem Salzen jetzt noch hinbekommen wäre es ja fast klasse...

Grüße
Florian
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Beitragvon Sven » 16.09.2008 - 08:48

Oh je, mit dam Asfalt gabs hier im Süden auch schon Experimente, A8 oder A5. Aus dem Flüsterasfalt wurde bald der Schleuderasfalt, ein ewiges Theater und x-mal neu asfaltiert ... aus Steuergeldern ...

Grüße
sven
Ist die Katze gesund,
freut sich der Mensch!

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