L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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motorang
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon motorang » 30.12.2017 - 13:48

Servus ihr beiden,
irgendwie hindert mich das Vorhandensein zweier L300 mit Motorschaden daran, ein zusätzliches Fahrzeug anzuschaffen.
Vor der Entsorgung eines Wagens müsste man vernünftigerweise nachsehen wie groß der Schaden ist.

  • Beim Diesel weiß ich es inzwischen, da ist der Motorblock leider auch betroffen - und der Wagen ist in schlechterem Zustand als der Benziner.
    Ich hab ein Schlachtfahrzeug mit dem gleichen Motor und einen Tauschkopf vom Beda, aber dann kam der Benziner dazwischen, der eigentlich alles besser kann.
  • Beim Benziner muss ich es rausfinden.

Ich hatte dazu bisher entweder keine Lust (auch weil keine Notwendigkeit und genug andere Baustellen) oder keine Möglichkeit (weil der Wagen halt im Freien steht).

Da der Motor beim Durchdrehen üble Geräusche macht, muss er sowieso aufgemacht werden. Ich wollte ihm ein weiteres motorisches Durchdrehen ersparen um nicht noch mehr kaputtzumachen (also kein klassischer Kompressionstest).

Mein Plan ist:

1) Mit Endoskop in die Brennräume schauen. Dazu muss ich die Kurbelwelle drehen. Also
  • Kühler und Lüfter weg um zur Kurbelwellenmutter zu kommen, oder
  • den Wagen mit eingelegtem Gang bewegen, oder
  • 4WD reinlegen, beide Freilaufnaben manuell sperren, ein Vorderrad anheben, Wagen handbremsen und am angehobenen Vorderrad drehen.
2) Druckverlustprüfung. Kriege wahrscheinlich von einem Arbeitskollegen ein entsprechendes Set ausgeliehen.
3) Ölwanne (Brockenschau, Lager)

Die Entscheidung ist dann zu treffen ob der Motor raus muss (dazu würde ich ihn zu lassen) oder nur der Kopf runter (weil Ventilschaden).

Beda, würdest Du den Motor zwecks Kompressionstest laufen lassen, trotz harter mechanischer Geräusche? Es ist mein einziger ...

Gryße!
Andreas, der motorang
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Beda » 30.12.2017 - 15:39

Hallo Andreas,
ich würde ihn nicht noch einmal starten.
Ein Kompressionstest ist auch bei eiskaltem Motor aussagekräftig.
Sollte ein Zylinder -was ich in deinem Fall nicht erwarte- eine nur etwas geringere Verdichtung zeigen als der Rest,
kannst Du in alle Zylinder einen Spritzer Öl geben und eine 2. Messreihe durchführen.
Durch das Drehen mit Anlasserdrehzahl befürchte ich keine weiteren Schäden.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 30.12.2017 - 16:42

Hallo Andreas!

Also deiner Beschreibung nach bringt dir ein Kompressionsbild keine großen neuen Erkenntnisse über den Schaden. Ich finde so wie Du vorgehen willst, den vernünftigen Weg. Mit einem gekröpften 19er Ringschlüssel, solltest Du den Motor auch ohne Kühler Ausbau drehen können.

Es grüßt Volker, der gerne hilft wenn er kann und selbst eine lange Reise mit dem 4G64 hinter sich hat.

Nachtrag: Habe gerade mal geschaut, sollte auch mit Knarre und Langnuss gehen.
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon motorang » 30.12.2017 - 17:04

Hallo Leute
Am 2.1. erfahren wir mehr.

Gryße!
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon motorang » 02.01.2018 - 19:09

Hallo
hab doch kein Druckverlust-Prüfset bekommen, ein normaler Kompressionsprüfer musste reichen.
Keine Kompression in Zylinder 3 und 4
Normale Kompression in Zylinder 1 und 2
Bei Anlasserdrehzahl geht die Öldrucklampe aus.
Keine Lecks nach außen, weder Wasser noch Öl.
Der Kollege meint, mit Glück ist es nur die Kopfdichtung zwischen den beiden Zylindern.
Seltsamerweise war das bei der Mitsubishiwerkstatt in Bologna, wo der Motor zuletzt lief, kein Thema.
Der Motor hatte laut Vorbesitzer bei etwa km 185.000 eine neue Kopfdichtung bekommen.
Aktuell hat er etwa 215.000 km drauf.

Am Sonntag hab ich wieder Zeit zum basteln.
Fahrersitz raus, Kühler leeren, Kopf abbauen
Motoröl ablassen, Ölwanne ab.

Gryße!
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Beda » 02.01.2018 - 19:21

Hallo Andreas,
das kann auch die Geräuschkulisse erklären.
Durchaus möglich, daß das Unterteil völlig intakt ist.
Der Kopf ist höchstwahrscheinlich zum wegschmeißen.
Der Wärmebelastung durch einen Abgasstrom zwischen den Zylindern ist er nicht gewachsen.
Er dürfte ein Delle zwischen den beiden Brennräumen haben. (Den Block auch prüfen!)
https://www.elring.de/fileadmin/Dateiab ... web_de.pdf
Seite 13

Wenn die Kolben alle exakt gleich stehen, würde ich das mit der Ölwanne verschieben.
Zusätzlich kannst Du das Spiel in den Pleuellagern testen, indem Du den Kolben über OT fährst, so daß das Pleuel gerade anfängt ihn nach unten zu ziehen.
Jetzt ohne Druck den Stand messen mit der Schieblehre, Tiefenmaß oder Messuhr.
Dann mit dem Daumen kurz auf den Kolben drücken und wieder das Maß nehmen.
Jetzt kannst Du das Pleuellagerspiel ausrechnen.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 02.01.2018 - 21:37

Servus Andreas!

Dann hättest Du ungefähr das gleiche Bild wie ich beim letzten Motor.

Bild

Nur nicht Zylinder 3 und 4 sondern 2 und 3.

Anders als Beda würde ich aber den Kopf noch nicht ganz abschreiben. Zwar hat Beda recht, dass es wahrscheinlich auch den Kopf stark in Mitleidenschaft gezogen hat, aber die Hoffnung stirbt zu letzt. Mein Kopf hatte sehr starke Vorschäden durch die Fremdkörper und hat bis zum Schaden trotzdem noch lange seinen Dienst getan. Dabei sahen die Stege zwischen den Zylindern schon lange nicht mehr gut aus. Jetzt nach der defekten Dichtung, konnte ich mit dem Haarlineal auch keine Auffälligkeiten am Kopf finden. Was ich sagen will, wenn Du keinen neuen Kopf hast oder bekommen kannst, ist der alte auf jeden Fall besser als keiner. Die Reparatur sollte für dich eigentlich nur zeitlich ein Aufwand sein, von der technischen Seite ist das relativ anspruchslos.

Ich hoffe das es das ist und ich erinnere mich, dass ich bei mir auch erst die Pleuellager in Verdacht hatte aufgrund der mechanischen Geräusche.

Es grüßt

Volker
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Beda » 02.01.2018 - 21:53

Hi,
meine Befürchtung ist,
daß die Kopfdichtung vor 30.000km wegen genau dem gleichen Schaden ersetzt wurde,
daß damals eine leichte Delle vorsätzlich oder warum auch immer übersehen wurde.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 02.01.2018 - 22:12

Hallo Beda!

Das halte ich auch für gut möglich, sogar für sehr wahrscheinlich, aber selbst dann, kann man mit 30Tkm wunderbare Urlaube erleben und ohne "neuen" Kopf ......... Okay, kommt man auch nach Kirgistan. :super:

Einen erholsamen Abend wünscht

Volker
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon motorang » 03.01.2018 - 09:25

Hallo Beda,
ja das hat mein mich gerade besuchender Kollege auch gemeint - er wird mir mir gemeinsam die Sache am Sonntag begutachten. Hauptberuflich baut und überholt er Motoren - leider in Nordirland :kopfgegenmauer:

@Hirvi: Ich erinnere mich, dass ich zur Zeit meines Motorschadens (2016) nirgends einen Ersatzkopf auftreiben konnte - jetzt aber ist das Netz voll davon. Seltsam.
Auch neue Chinaware ist erhältlich ...

Gesucht habe ich nach zylinderkopf 8v g64 - da sind auch einige Treffer wo explizit L300 dabeisteht :coolman:

Gibt es eine Empfehlung für den Kauf einer Kopfdichtung? Original MMC oder Aftermarket?

Gryße!
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 03.01.2018 - 10:08

Guten Morgen Andreas!

Ich habe bis jetzt auf Elring und Co. mit Erfolg gebaut. Ich habe schon lange nicht mehr nach Zyllinderköpfen gesucht, wenn es aber welche gibt am Markt, würde ich nicht lange zögern zuzugreifen.

Frohes Schaffen wünscht

Volker
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Beda » 03.01.2018 - 12:44

Hallo Andreas,

Bild
https://eet-engines.com/de/?___from_store=nl
dahinter steckt vermutlich Hans van Damme oder HVD-japanparts.
Mit dieser Firma habe ich gute Erfahrungen.
Allerdings nicht bei Dichtungen. Da kam nur Billigstschrott.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon motorang » 09.01.2018 - 08:29

Hallo,
kleine Schritte ...

Das abgelassene Kühlwasser (per Kühlerablasschraube) war sauber und schlierenfrei und ohne irgendwelche Fremdkörper.
Ich hab mit meinem Kollegen vorgestern einen Großteil der Peripherie abgebaut.

Bin grob nach L300-Werkshandbuch (WHB) Abschnitt 11-61 "Zylinderkopfausbau" vorgegangen. Zusätzlich habe ich Nebenarbeiten notiert, die nicht angegeben waren. Vielleicht hilft das ja mal jemandem - bis auf Halbzoll-Ratschenkasten, PH3-Kreuzschlitzdreher und Hammer/Kriechöl war bisher nichts nötig:

  • Beifahrersitz hoch, Ansauggummi weg
  • Batterie abklemmen, Fahrersitz weg
  • Motorabdeckung lösen und wegklappen
  • Tankdeckelhebel aushängen
  • Handbremshebelabdeckung weg, Seil aushängen
  • Kühlerverkleidung abschrauben und entfernen (4 Schrauben, davon eine von unten)
  • Überlaufschlauch vom Kühlerverschluss lösen
  • Obere Kühlerhalteschraube lösen um den Kühler anzuheben, Wanne unterstellen.
  • Jetzt zugängliche Kühler-Ablassschraube öffnen. Dazu aus einer Holzleiste ein Spezialwerkzeug für die Plastik-Stegschraube gebaut.
  • Oberen Kühlerschlauch entfernen
  • Lüfterrad an der Nabe abbauen 4x SW 10
  • Auspuffkrümmer Hitzeschild anbbauen
  • Servopumpe, Pumpenhalterung incl. Olmessstab lösen und Pumpe weghängen
  • Sauerstoffsensorstecker am Auspuffkrümmer
  • Auspuffkrümmer lösen, Auspuffdichtung entfernen
  • Kabelbaum abstecken
  • Blechbrücke über Ansaugstutzen lösen (3 Schrauben, die oberste hält auch eine Blechklammer für ein Relais)
  • Ansaugstutzen lösen: 2 Schrauben beifahrerseitig, ein kleiner Schlauch mittig, eine Schlauchklemme
  • Unterdruckleitung für bremskraftverstärker am Ansaugkrümmer abstecken
  • Gasseil aushängen und Augenschraube vom Gegenhalter lösen
  • Motor auf TDC, Nockenwellenzahnrad lösen (Schraube geklebt, Bilder wegen Position): Farbmarke rot am NW-Rad steht auf 3 Uhr (Gehäusenaht). Riemenradkerbe steht auf rechter Markierung.

Noch zu tun laut WHB:
11) Unterdruckleitungsverbindung (drei Schläuche in Richtung "hinten")
13) Kraftstoff-Hauptleitungsverbindung (langsam öffnen, Druck ablassen)
14) Kraftstoff-Rückleitungsverbindung
15) Heizungsschlauch (hinter dem Block, wahrscheinlich von unter dem Auto aus)
19) Ventildeckel
20) Halbmonddichtung
21) Zylinderkopfschrauben
22) Zylinderkopf
23) Zylinderkopfdichtung

Aufgefallen:
  • Eine Kreuzschlitz-Halteschraube von der Handbremshebel-Abdeckung kam nur per Schlagschrauber - ersetzen
  • Anschlüsse der Temperatursensoren am Zylinderkopf waren recht korrodiert (grün).
    Laut WHB 14-26 ist der obere der Wassertempertursensor, der untere der Wassertemperaturgeber. Hä?
    Es dürfte sich eher um den Wassertemperatursensor (zweipolig) und den Thermoschalter (einpolig) handeln.
    Der Wassertemperatursensor hat einen Prüfbereich von 20 - 80°C
    Der Thermoschalter soll bei 65° schalten

Einkaufsliste (vorläufig):

Auspuffdichtung
Kopfdichtung original MMC oder Elring
Zahnriemen und Spanner, da Alter unbekannt
Wasserpumpe (gleich wie beim Diesel? So eine hätte ich noch liegen)
Streckung der Zylinderkopfschrauben prüfen, gegebenenfalls nachkaufen
Heizungsschlauch hinter dem Motor (an dessen Versagen starb mein Dieselmotor)

Fragen:
  • Es handelt sich um den 2,4-Liter Benziner. Ich habe sämtliches Kühlwasser aus dem Kühler abgelassen, den oberen Kühlerschlauch entfernt und der Heizungsschlauch kommt auch noch weg. Soll ich vor Abnehmen des Kopfes auch das Kühlwasser aus dem Block ablassen, bzw gibt es da eine Ablassschraube wie am Diesel? Ich finde auf den Zeichnungen keine.
  • Laut WHB wird Ansaugkrümmer, Einspritzpumpe und der Verteiler NICHT abgebaut? Muss mir das mal anschauen wo die befestigt sind, kommen die mitsamt dem Kopf runter?

Gryße!
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 09.01.2018 - 09:22

Guten Morgen Andreas!

Ansaugkrümmer und Co. können am Kopf verbleiben. Wenn kein Zahnriemenwechsel nötig ist, kann man auch den Zahnriemen auf dem Nockenwellenzahnrad mit zwei Kabelbindern fixieren und das Zahnrad so demontieren. Ich habe dies mal so gemacht und das spart viel Zeit. Den Kühler baue ich immer mit der Abdeckung aus und das Wasser lasse ich immer am unteren Schlauch ab. Es verbleibt eh sehr viel Kühlwasser im Block, dies stört aber bei der Arbeit nicht.

Viel Erfolg wünscht

Volker
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon unbemerkt » 09.01.2018 - 11:31

Moin Andreas,

zwei Kleinigkeiten fallen mir ein.
Lasse das Kühlwasser immer (evtl. zusätzlich) über die Ablasschraube am Motor ab. Bei mir sind das einige zusätzliche und schmuddelige Liter. Spülen schadet nie.

Wechsle die Wellendichtringe hinter den Zahnriemen immer mit, denn diese halten zumeist keine 200.000 Km und schaffen bei geringem Eigenpreis hohe Zusatzkosten bei Defekten. Wer Kurbelwellendichtringe wechselt kann auch Ölpumpen vermessen.

motorang hat geschrieben:Laut WHB wird Ansaugkrümmer, Einspritzpumpe und der Verteiler NICHT abgebaut? Muss mir das mal anschauen wo die befestigt sind, kommen die mitsamt dem Kopf runter?


Mach mir doch bitte einmal ein Bild von Deiner Einspritzpumpe...
Ich glaube Du solltest jetzt, wenn noch nicht erfolgt, ins reine Motorenhandbuch Pweg9040-C verzweigen, sonst fehlen Dir viele Dinge. Die Ansaugung wirst Du vor dem Ventildeckel abnehmen müssen, worunter ja erst die Zylinderkopfschrauben sein dürften - aber siehe lieber immer erst einmal HB.

Die Kühlmittelablasschraube habe ich in allen Handbüchern und in der ASA auch erfolglos gesucht.
Beinahe befürchte ich, daß es bei diesem Motor der Temperatursensor oder -geber ist.
In der ASA gibt es aber am Block noch zwei Blindstopfen als Bezeichnung von denen mindestens einer das Objekt der Begierde sein könnte. Mir ist beim Schrauben an 4D56 und 6G72 nur aufgefallen, daß die Köpfe der konischen Schrauben immer kleiner sind als erwartet - ist wohl SW14. Seltsam jedenfalls, daß man so gar nichts findet. Die Handbücher von Space Wagon etc. habe ich leider nicht hier.

Ich drücke dem L300-Guru die Daumen.

mit Grüßen von Kay
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6

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