L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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freak-tom
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon freak-tom » 29.05.2018 - 10:45

Hallo Volker,

der Block wurde komplett gehont, da aber nur in Nr. 4 ein visueller minimaler feiner Abrieb feststellbar war, meinte mein kanadischer Freund das die Standardgröße reicht. Ich habe absolut keine praktische Erfahrung in einer Motoreninstandsetzung (bin Euch für alle Ratschläge dankbar) und wäre gerne vor Ort, um mir ein besseres Urteil bilden zu können, doch leider gibt es einen ernsthaften Krankheitsfall in meiner Familie. Da ich derzeit kurzfristig in Deutschland bin kann ich mich nur auf seine Aussagen verlassen ... was sehr unbefriedigend ist.

Dein Link bezieht sich auf einen Händler in den Emiraten (ich habe die Firma mal angeschrieben, Danke) ? Damals bestellte ich bei einem Händler aus den USA für nur 35€ ein ganzes Set für einen Mitsu Mighty pick up - davor für den Mitsu Van (L300 2WD):
https://www.rockauto.com/?carcode=1206997&parttype=5640
und es stellte sich heraus, dass die Ringe nicht passten. Wir hatten bereits 2x Ringe zu Hause, die alle abweichende Maße aufwiesen - obwohl es immer der 4G64 ist. Es scheint, als gäbe es verschiedene Größen für jedes Produktionsjahr. Mitlerweile bin ich etwas unruhig geworden und möchte ungern (Beda bitte nicht falsch verstehen) 300€ für Teile ausgeben, die event. auch nicht passen. Es ist echt zum verrückt werden! Hat denn niemand aus dem Forum eine 4G64 Revision durchgeführt?

"Die Repanleitung von Mitsu sagt dies zwar auch, Ringe tauschen bei Defekt, aber nach ü 300Tkm denke ich, dass ist riskant. " - Wir wollen die Ringe tauschen, was soll daran riskant sein?

Ja Volker, die Klebebandaktion werde ich nie vergessen :super: ... heute sorgt ein Stück Schaumstoff dort für Ruhe. Ich bin mir 100% sicher, dass die Ringe nicht so ein riesen Drama sein sollten ... ich bin ja nicht der erste , der eine Revision durchführt, aber ich komme da einfach kein Stück weiter und mit einem Klebestreifen ist mir wohl dieses mal leider nicht geholfen :-)

Liebe Grüße
Thomas
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 29.05.2018 - 12:50

Hallo Thomas!

Welches Maß weicht denn vom Standard ab, die Nut-Maße? Es ist ja normalerweise nicht so, dass Mitsu seine Kolben nur für sich produziert. Die haben auch immer Zulieferer und zuarbeitende Betriebe. Der 4G64 hat also im Neuzustand eine fest definierte Bohrung die als Referenz für Ringe und Kolben gilt. Darauf wird aufgebaut. Klar, gibt es unterschiedliche Kolben mit z.B. anderen Materialien, Kolbenböden und Nuten, aber Durchmesser für Standard kann ich mir jetzt nicht vorstellen. Wäre recht ungewöhnlich bei einem Volumen-Motor und ja auch nicht wirklich auf Dauer praktikabel für Reparaturen. Eventuell täusche ich mich da auch. :dreifragen:

freak-tom hat geschrieben:"Die Repanleitung von Mitsu sagt dies zwar auch, Ringe tauschen bei Defekt, aber nach ü 300Tkm denke ich, dass ist riskant. " - Wir wollen die Ringe tauschen, was soll daran riskant sein?


Kann natürlich gut gehen, aber nach 300Tkm hast Du keine gleichmäßig zylindrische Zylinder. :extremlached: Das ist meist eher kegelig-oval durch unterschiedliche Abnutzung. Darauf haben sich jetzt deine Ringe "eingespielt". Die hatten ja auch die Zeit dazu. Wenn Du jemanden hast der das sauber ausspindeln kann, wirst Du sehen was ich meine. Dies ist ja der Grund, warum man ein Übermaß bohrt. Es gibt auch Motoren die werden gebuchst, aber leider gehört unserer nicht dazu.
Wenn Du nach so einer langen Betriebszeit nur die Ringe wechselst, kann das gut gehen ich würde nur nicht darauf wetten. :achselzuck:
Wenn ihr sauber gehont habt, sollte es zumindest keine Grate (z.B. OT) geben. Die aber wahrscheinlich nicht mehr ganz exakte Zylinderform wird durch das Honen nicht nennenswert beeinflusst.

Ich könnte mir jetzt noch vorstellen, Koben mit Ringen komplett zu besorgen, dies hat aber andere Problemstellen. Die Pleuel sind auf dem Bolzen verpresst. Der Bolzen ist also fest mit dem Pleuelauge verbunden. :kopfgegenmauer: Das kann eigentlich nur jemand, der das drauf hat mit der sauberen Montage von Kolben, Pleuel und Bolzen.

Eventuell findet man aber sowas ja ready to use, aber das wäre wohl ein echter Glücksfall.

Soweit grüßt mitfühlend der

Volker
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Beda » 29.05.2018 - 14:22

Hallo Thomas,
ich käme nie auf die Idee, einen 300.000km-Motor ohne Übermaß-kolben neu aufzubauen.
Das muß nicht bedeuten, daß euer Projekt scheitert.
Der Block wurde ja sicher fachmännisch ausgemessen.

Hier noch die letzte Idee:
4G64Kolbenringe.pdf
(108.82 KiB) 50-mal heruntergeladen

Das hätte ich gerne an die PN gehängt.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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motorang
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon motorang » 30.05.2018 - 07:04

Hi
vielleicht zum besseren Verständnis:

Die Kolben/Ring/Zylindercombo nützt sich an mehreren Stellen ab.

Kolben werden etwas oval, die Kolbenringnuten werden etwas weiter, die Ringe kriegen Höhenspiel.
Die Ringe nützen sich ab, dichten weniger gut ab und können immer weniger Wärme an die Zylinderwand übertragen und immer schlechter Öl abstreifen.
Die Zylinder schleifen sich an manchen Stellen mehr, an anderen Stellen weniger aus, werden also quasi "bauchig".

Mit dem Bohren aufs nächste Übermaß und Honen wird der Zylinder wieder exakt zylindrisch. Mit einem neuen Kolbensatz kommen auch die passenden Ringe und Kolbenbolzen mit. Der Motor ist wie neu, soweit es diesen Bereich betrifft.

Mit dem Honen alleine wird NUR der Zylinder neu aufgeraut (= dieses kreuzweise Muster im Zylinder), die Honsteine sind gelenkig gelagert und passen sich der Oberfläche an, ändern nichts an einer bauchigen (tonnigen) Geometrie. Durch die raue Oberfläche können sich neue (raue) Kolbenringe schneller anpassen und wieder dichten, und die raue Oberfläche hält den Schmierfilm besser.

Honen ohne Bohren (und damit ohne neue größere kolben) + alte Ringe ist nur die halbe Miete.
Die Ringe sind schon eingelaufen und werden sich nicht mehr so gut anpassen, weil sie keine Rauigkeit mehr haben. Speziell die Ölabstreifer machen den Job nicht mehr so toll im Alter, weil sie zusätzlich (Höhenspiel) klappern und pumpen können.

Neue Ringe in einen alten Zylinder braucht ewig zum Einfahren und bringt auch wenig er als Honen + neue Ringe gemeinsam. Sie haben lediglich mehr Spannkraft und dichten daher etwas besser ab und können die Wärme wieder besser übertragen, aber erst nach vielen 1000 km.

Neue Ringe, neue Standardkolben ohne Übermaß und nur Honen ist nochmal besser, aber die tonnige Geometrie des Zylinders wird dadurch nicht korrigiert. Das Zeug verschleißt entsprechend etwas schneller und liefert auch nicht die Leistung wie es könnte.

All das muss man eigentlich nicht aus dem Bauch raus entscheiden, im Zweifel konsultiere man das Werkstatthandbuch - für all das gibt es Verschleißmaße. Erlaubte Höhe der Kolbenringnut, Stoßspiel der Ringe, Tonnenverschleiß des Zylinders etc etc.
Dazu kommt die komplette Laufgarnitur (Zylinder Kolben Ringe Bolzen) auf den Tisch, und wird vermessen. Mit geeignetem Gerät (Innenmessuhr etc) und nicht nur mit der Schiebelehre. Ein Motorinstandsetzer weiß auch WO er messen muss und wo er die Teile herkriegt ...

Ich würd mit dem Zeug zu einem Instandsetzer gehen und dort richtig messen lassen. SO klingt es eher nach einer halben Sache, und das willst Du nicht. Du willst ja nach der ganzen Aktion erstmal Ruhe haben.

Glaskugel:

Vernünftige Optionen, abhängig vom Zylinderverschleiß wären:

Entweder Aufbohren + Komplettsatz Übermaßkolben,
oder
Nicht aufbohren, nur Honen, neuer Komplettsatz Standardmaß-Kolben

Der 4G53/64 Block wurde halt in vielen Evolutionsstufen gebaut und lebt in den Mitsubishi-Evo-Motoren, hochaufgeladen, hochverdichtet, 16V und mit ganz anderen Drehzahlen, weiter.

Such doch mal nach Piston 4G64 8V oder Piston 4G64 SOHC.

Ich finde gerade nur Sachen für Vierventiler.

Beim Satz ist üblicherweise alles dabei, und nachdem da ganz normale Kolbenbolzensicherungen drin sind, kann ich mir nicht vorstellen, dass man die nicht einfach auf dem Pleuel wechseln kann. Eventuell braucht man einen Austreiber/Treibdorn/Ausdrücker, aber so what? Geht üblicherweise auch mit Gewindestange, ein paar Rohrbeilagen und Scheiben ...

Traue keinem Instandsetzer, der keine Drehbank irgendwo stehen hat!

Gryße!
Andreas, der motorang
L300 4WD Technik-FAQ unter motorang.com/L300
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 31.05.2018 - 15:43

Servus!

Sorry Tablet, deshalb kurz.
Ich habe gerade zwei 4G64 Motoren vermessen. Beide sind aus 4WD Modellen.
Hier haben beide bei den Nutmaßen die Bestückung Nr. 2 Also 1,5. 1,5. 4,0
Ich habe noch einen 4G64 aus einem 2WD, der bleibt aber leider zu, bis ich den einbaue. Meiner bescheidenen Meinung nach, könnte der die Bestückung 1,2 1,5 3,0 haben, aber dies ist spekulativ.

Es grüßt

Volker

Nachtrag
Die Bolzen sind definitiv in den Pleueln verpresst. Fotos folgen, aber vorsicht mit anderen Kombinationen, denn die Kurbelwelle wäre nicht in der Lage, die Pleuel zu führen wenn ein anderes System, wie von Motorang angesprochen, zum Einsatz käme.
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 31.05.2018 - 20:16

Nabend zusammen!

Bild

Hier sieht man den Aufbau von Pleuel, Kolben und Bolzen inklusiv der Ölbohrungen.
Ich habe übrigens bei der Demontage, meine Presse (4 Tonnen ) an die Leistungsgrenze gebracht. Eine exakte Montage wäre für mich, mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln, nicht möglich.

Dass das Pleuel mit dem Bolzen verpresst ist, sieht man auch an diesen Aufnahmen.

Bild

Bild

Es geht um die grüne Markierung.
Falls also wirklich Kolben-Pleuel Kombinationen unterwegs sind, die mit der klassischen Bolzenverbindung angeboten werden, wäre ich sehr vorsichtig. Die Montage Pleuel-Bolzen-Kolben benötigt mit Sicherheit einiges an Spezialwerkzeug und ist evtl. nur mit kalt-heiß realisierbar. Dies ist aber jenseits meiner Fähigkeiten und Möglichkeiten. Bis jetzt hat jeder Instandsetzer bei der Erwähnung des 4G64 dankend abgelehnt.

Es grüßt

Volker
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Beda » 31.05.2018 - 21:04

Hallo zusammen,
hier die Bastelanleitung:
https://www.ms-motorservice.com/technip ... er-kolben/
Montage eines Klemmpleuels

Bild
Die Bohrung im Pleuelauge muss eine Überdeckung zum Bolzen aufweisen. Zur Montage ist der Pleuel auf 280 - 320 °C zu erwärmen (keine offene Flamme!). Anschließend den gut geölten und kalten Bolzen zügig in das Pleuelauge einführen. Um die richtige Lage des Bolzens im Pleuel zu gewährleisten, ist eine Vorrichtung mit Bolzenanschlag zu verwenden.

Alles ganz einfach :duck:
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: L300 mit 2.4 Liter Benzinmotor: Motorschaden

Beitragvon Hirvi » 31.05.2018 - 21:07

Hallo Beda!

Danke :super: Das scheint ja nun doch, bei entsprechender Sorgfalt, machbar.

Es grüßt

Volker
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"Bierschaum" aus dem Kühlsystem

Beitragvon freak-tom » 13.03.2019 - 21:08

Moin,
ich weiß nicht, ob ich mich Freuen sollte aber zumindest fühle ich mich in Anbetracht der beschriebenen Probleme hier nicht alleine.

Rückblick: Mein Motor (L300 2.4 Benzin, 4WD) wurde komplett überholt, nachdem die ZKD zw 3 und 4 gerissen war. Hatte nie Temperaturprobleme. Trotzdem neuer dickerer Alu-Kühler. Kühlflüssigkeit, ein biologisch besser abbaubares grünes Produkt, Hersteller unbekannt.

Das ist nun 7000km her. Vor 150km habe ich die Halbmond Dichtung erneuert. Ansonsten wurde, aufgrund von keinen Auffälligkeiten (bis auf ein sehr kleines bisschen Wasserverlust im Kühler), nichts am Motor gemacht.

Aktuell: Ich startete die letzten 150km mit einer langen steilen Bergfahrt. Ruhige Fahrt aber lange bergauf. Erstmals kletterte die Temperatur leicht auf 1/3. Überlauf container hatte daraufhin, auch nach Abkühlen, deutlich mehr Wasser. Ich stellte ebenfalls fest, dass der Kühlerdeckel sich in die Halte-Lippe des Einfüllstutzens eingearbeitet hatte und somit lose saß. Im Abkühlenden Zustand konnte ich die Luft-Ansaugung hören.

Gestern dann der Supergau. Nach 40km und 80kmh grader Straße lief es nur so aus dem Überlaufcontainer. Großartig.

1. Lasse ich den Motor im Kaltstart laufen, sieht es so aus
https://vimeo.com/user96177398/review/323546001/df0f2d6c3b

2. Im warmen Zustand läuft der Bierschaum nur so heraus
Bierschaum

Versuche ohne Veränderung:
- Motor nochmals auf einer Steigung versucht zu entlüften
- minimal erhöhte Temp bei 80kmh/ Bergen
- Alle Zündkerzenstecker einzeln abgezogen
- Kühlerschläuche sind nicht aufgeblasen
- sofern sichtbar keine Lecks an der Wapu

Ich möchte nicht ausschliessen, dass ich vlt das falsche trinkWasser zum auffüllen verwendet habe. Werde demnächst das System einmal durchspülen.
Mich würde interessieren was aus den anderen Mitglieder-Problemen geworden ist.
UND NATÜRLICH FREUE ICH MICH AUF EURE HINWEISE, IDEEN, ETC.

Lieben Dank
Thomas
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Re: V20 2,8er kocht?!

Beitragvon Matthias » 13.03.2019 - 21:31

Hallo Tom,

hört sich unschön an. Beide Links gehen nicht, jedenfalls bei mir.

Viel Glück
Matti
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Re: V20 2,8er kocht?!

Beitragvon Beda » 13.03.2019 - 21:48

Hallo Thomas,

ich sehe keine Videos.
Was Du beschreibst, klingt nach einem defekten Deckel bzw. einer Undichtigkeit, die den Druckaufbau verhindert.
Daß der unter Last offen also ohne Überdruck kocht, ist völlig normal.
https://blog.febi.com/kuehlerfrostschut ... ierschutz/
Wenn es Dir nicht gelingt, den Druckaufbau zu gewährleisten, kannst Du versuchen mit 100% Frostschutz fahren.
Über den Siedepunkt schweigen sich die Hersteller aus. Vermutlich über 135°C.
Aber purer Frostschutz ist ein relativ schlechter Wärmeleiter.
https://www.sandtler24.de/news/evans-kuehlmittel
Das wäre auch ein Denkmodell, gibt es aber nicht an jeder Ecke.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: V20 2,8er kocht?!

Beitragvon kasimodo » 13.03.2019 - 23:13

Hallo,

einen Link von Tom habe ich hier gefunden:
https://vimeo.com/323546001

Gruß Gernot
L300 4WD / 2,5TD / lang+hoch+LSD / OME
--------------------------------------------
Allradantrieb bedeutet, daß man dort steckenbleibt, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt...
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Re: V20 2,8er kocht?!

Beitragvon freak-tom » 13.03.2019 - 23:56

Moin aus Mexiko,
Danke Gernot und Entschludigung Beda.
Da hat wohl das Hochladen nicht geklappt.

1. Lasse ich den Motor im Kaltstart laufen, sieht es so aus
https://vimeo.com/323546001

2. Im warmen Zustand läuft der Bierschaum nur so heraus
https://vimeo.com/323575861

Gerade war ein Kanadischer, da ich den Mexikanern nichts mehr anvertrauen möchte, Mechaniker bei mir.
1. Druck auf den Kühler mit der Handpumpe um Lecks festzustellen, Kerzen raus, alles trocken
2. Beim Start dann ein stotternder Motor und leichter weißer Rauch - ist wohl eindeutig. Wasser im Zylinder.
3. Mehrfach das System unter Druck gesetzt, gleiches Phänomen

Sobald das Wasser in Sekunden im Zylinder verbrannt ist, läuft das Auto absolut normal. Der Mechaniker war ganz hin und weg wie ruhig er ist. Naja.

Er möchte die ZKD noch nicht erneuern, da er meinte die genaue Position des Lecks nicht genau orten zu können. Er möchte sich sicher sein, dass wir das richtige Problem angehen. Laut seiner Meinung könnte es nur die ZKD sein aber eben auch schlimmer. Er bat mich noch ein paar Tage im 30km Umkreis herumzufahren, dabei genau die Menge an Wasser und die Temp zu beobachten. Er hofft auf bessere Merkmale bzw. eine Verschlechterung des Wasserverbrauchs um das Problem, wenn der Kopf runter kommt, exakter lokalisieren zu können.
Zudem wollen wir Jemanden zeitnah finden, der mir eine neue dichtlippe für den Kühler bauen kann, damit das System zumindest den Druck hält. Die Feder im Deckel funktioniert und lässt den Druck in den Überlauf-Container ab. Dadurch läuft der immer über. Nur die Dichtlippe ist nicht dicht und saugt beim Abkühlen Luft an!

Was meint ihr zu der "machen wir es schlimmer" Theorie?

Bis demnächst
thomas
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Re: V20 2,8er kocht?!

Beitragvon unbemerkt » 14.03.2019 - 07:43

Moin Thomas,

freak-tom hat geschrieben:1. Druck auf den Kühler mit der Handpumpe um Lecks festzustellen, Kerzen raus, alles trocken


Hier hätte man auf Druckstabilität prüfen sollen, aber schlechter Start und Wasserdampf danach aus dem Auspuff sagt nun schon alles.

Wie Beda schon schreibt darf das System nicht kochen. Damit ist auch keine gleichmäßige Kühlung (Schaum kühlt nicht recht) gewährleistet und es könnten Schäden wie undichte Zylinderkopfdichtungen und schlimmer entstehen.

Fährst Du so weiter, wird sich gewiß ein weiterer "neuer" Kühlproblemschaden (Lager, Kolben, Zylinder) manifestieren, aber das wirst Du nicht wollen.

Es ist nun müßig zu ergründen was, wie, wann passiert ist. Der Kühlkreis muß abgedichtet werden, die Zylinderkopfdichtung muß ersetzt werden. Danach umfangreiche Über- und Unterdrucktests am Kühlsystem mit der Handpumpe, sowie Kontrolle des Ventils zum Ausgleichsbehälter im Betrieb.

Ein Kompressionstest könnte vorab noch etwas mehr Gewissheit zum momentanen Zustand der Zylinder geben.

Beda fällt bestimmt noch etwas ein, ich bin kein Profi.

mit Grüßen von Kay, drückt die Daumen
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6
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Re: V20 2,8er kocht?!

Beitragvon Beda » 14.03.2019 - 08:01

Morgen Thomas,
fast alles ist gesagt.
Dein Bierschaum deutet für mich auf Scheibenwaschanlagenfrostschutz statt Kühlerfrostschutz hin.
Dann passt auch die Aussage mit der biologischen Abbaubarkeit.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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