einige Fragen zum Kauf eines L300!

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der_Don
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einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon der_Don » 31.01.2018 - 16:45

Grüße ins Forum,

ich bin blutjung (zumindest hier...) und habe nach meiner kurzen Vorstellung im Mitgliederbereich einige Fragen zum Kauf eines L300.
Im voraus bedanke ich mich über eure Antworten und bitte euch, mir meine teilweise ausgeprägte Unkenntnis nicht übel zu nehmen!

ich spekuliere mit dem Erwerb eines L300 Luxus bus 2WD mit ca. 200000km, da er im technisch und optisch sehr gepflegtem Zustand da steht. Zahnriemen, LM, Wasserpumpe wurden an dem 1994er Bus vor ca. 10000Km gemacht, es handelt sich um einen 2.4l Benziner. Das Fahrzeug wurde offensichtlich sehr gehegt und immer gewartet, deshalb schreckt mich die hohe Laufleistung nicht ab,
der Motor hat meines Wissens auch keinen Turbo, deshalb schätze ich ihn relativ Pflegeleicht ein, viel Hubraum, wenig PS hält ewig, und alle meine bisherigen Japaner (toyota, Honda, Subaru) haben mich noch nie im Stich gelassen.
Aus diesem Fahrzeug möchte ich wenn es technisch und preislich umsetzbar ist einen 4x4 machen - dahingehend meine Fragen:

1.)-ist ein 4x4 umbau beim Benziner möglich? (es gab das Fahrzeug in dieser Konfiguration, leider ist der Markt leergefegt)

2.)-wo bekomme ich Höherlegungskits, was beinhalten diese, zu welchem Preis?

3.)-welche Rad/Reifenkombination ist sinvoll für 90% Asphalt ,10% leichtes Gelände (Waldwege, vielleicht Schotter)? Welche Reifenhöhe? Was sagt der TÜV?

4.)-Stimmt es, das die Abnutzungsproblematik der Vorderreifen sich mit der Wahl von breiteren Schlappen (205-215mm) erledigt oder zumindest verbessert?

5.)-auf Welche grundsätzlichen Dinge sollte ich beim Kauf achten?
(ich schaue schon von selbst auf Radläufe, Rost am Rahmen/unterm Teppich, ölige Antriebe, Öl am Diff, Ölwanne und Motorunterseite allgemein, Rußverhalten beim Start des Motors, unter Last am Berg, Kupplung, Bremsen aus höherem Tempo, Lenkgeräusche, Antriebsgeräusche, Radlager, Motortemperatur bei Last, allgemeine Funktion aller technischen komponenten wie Licht etc.)
Wo stecken hier die Tücken?

6.)- sind die Einzelsitze in der Mitte (es sind 2 vollwertige) und die hintere Sitzbank einfach demontierbar?

7.)- hatte der Luxusbus (der mit dem Glasdach vorn und den seitlichen Dachfenstern) eine Klimaanlage?

8.)- gibt es allgemeine Probleme mit dieser Baureihe (wie gesagt EZ 1994, schon mit den moderneren Doppelscheinwerfern)?

nun, sicher fehlt die eine oder andere wichtige Frage oder ist falsch gestellt, und sicher schüttelt so mancher den Kopf, doch Bitte klärt mich bitte auf, denn ich habe in Kürze ein Date mit nem L300.

Viele Grüße, der Don

Hallo Don,
ich habe deine Fragen nummeriert, vielleicht hilft das.
Beda
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon Beda » 01.02.2018 - 11:05

Hallo und willkommen Don,

zu 1: Ohne Spender wird das sicher nichts. Spender mit Korrosionsschäden könnte es in der Schweiz und Österreich geben.
zu 2: Vielleicht in Japan. Aber ganz sicher nicht legalisierbar.
zu 3: 235/75R15 oder 245/75R16. Das Fahrzeug ist von Haus aus sehr kopflastig. Einfach mal unsere Suche bemühen! Bei Dir müßte DEKRA zuständig sein.
zu 4: Kenne ich nicht. Da braucht es mehr Worte deinerseits.
zu 5: Extrem tückisches Bremsverhalten bei leerem Fahrzeug. Je höher desto schlimmer. Wechsel der Scheinwerferbirnen ist eine echte Herausforderung. Z.B.

Das hast Du sicher schon studiert: https://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?f=35&t=14115&hilit=pink
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon der_Don » 01.02.2018 - 15:09

Hallo Beda,

vielen Dank für deine Antworten, hier meine Kommentare dazu:

zu 1: Ohne Spender wird das sicher nichts. Spender mit Korrosionsschäden könnte es in der Schweiz und Österreich geben.

- das war auch mein erster Gedanke, jedoch ist die Vorderachse bei einem 4x4 mit einer 2. Antriebswelle, Diff und zwei Antrieben an einem Hilfsrahmen mit dem Hauptrahmen verbunden (Asche auf mein Haupt wenn dem nicht so ist), das sollte doch gehn, die Motoren
und Rahmen gab es ja in den Verschiedenen Konfigurationen aus Japan, und die werden nicht alles für jedes Modell anders konstruiert haben...


zu 2: Vielleicht in Japan. Aber ganz sicher nicht legalisierbar.

- wie schaut es denn mit höher Schrauben aus? Was ist von dem totalen Traum "Luftfahrwerkeinbau" zu halten? zu verrückt?

zu 3: 235/75R15 oder 245/75R16. Das Fahrzeug ist von Haus aus sehr kopflastig. Einfach mal unsere Suche bemühen! Bei Dir müßte DEKRA zuständig sein.

- 235 und 245er sind echte Walzen, die hab ich auf meinem Subi drauf. Da müsste ich sicher die Radhäuser erweitern beim L300?

zu 4: Kenne ich nicht. Da braucht es mehr Worte deinerseits.

- das einseitige Abfahren wurde der Vorderräder wurde auf mehreren Seiten im Netz erwähnt, es läge wohl an einer mehr oder weniger
verkorksten Vorderachsgeometrie, hier wurde die Empfehlung ausgesprochen die Reifen der Vorder- und hinterachse ggf. im Jahrestakt zu tauschen...


zu 5: Extrem tückisches Bremsverhalten bei leerem Fahrzeug. Je höher desto schlimmer. Wechsel der Scheinwerferbirnen ist eine echte Herausforderung. Z.B.

- das kann ich gar nicht glauben... sonst wäre das Teil doch nie auf unsere Straßen gekommen! das der hinten Recht Leicht wird beim Bremsen kann ich mir schon gut vorstellen, insgesamt eine eher üngunstige Antriebsvariante bei Schlecht- oder Schneewetter, wenn die
Hinterachse keine Last hat. Aber trocken? das wäre ein absolutes NoGo!


Das hast Du sicher schon studiert: https://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?f=35&t=14115&hilit=pink[/quote]

- Nein, noch nicht. aber ich mach das heut abend.

Danke noch mal an Dich, und all die anderen, bitte steigt mit ein wenn ihr Erfahrungen habt, am WE geht das Ding steil.

Viele Grüße. Don
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unbemerkt
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon unbemerkt » 02.02.2018 - 10:22

Moin Don,

und auch von mir ein Willkommen in unserer Runde.

Ich habe selbst keinen L300, war aber damit schon auf Reisen in größeren Dünen und habe ein wenig daran basteln können.

zu 1. schließe ich mich Beda an - nicht ohne Spender. An unseren Lagerfeuern wird aber auch immer öfter davon gesprochen, auch die Nichtallradvariante zu nutzen. Erfahrene Fahrer brauchen den 4x4 schon sehr selten.

zu 2. Die Gewinde an den Drehstabfedern sind zum Härte auf Gewicht einstellen gedacht. Schraubst Du das Fahrzeug damit höher verstellst Du die Geometrie (Reifen außen abgefahren) und die Federung wird bei stark erhöhtem Gummibuchsenverschleiß hart und kurzwegig. Reifen soll man immer rundum tauschen und auf breiteren Reifen verteilt sich Gewicht stärker als auf schmalen, was nicht nur Vorteile hat.

zu 3. zu passenden Radgrößen ohne Karossenschneiderei findest Du viel hier im Forum. Dazu bleibt aber auch Zeit für nach dem Kauf.

Die Problematik der Kopflastigkeit ist natürlich vorwiegend im Gelände und bei größerer Neigung nach vorn ein echtes Thema.

Lies die Kaufberatung, passende Beiträge hier und Andreas Homepage gewissenhaft vor dem Kauf, mach Dir evtl. eine Stichwortliste.
Achte beim Kauf auf die Schaltung bzw. das Getriebe - das ist der größte Problemposten am KFZ.

mit Grüßen von Kay
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6
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Joe
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon Joe » 02.02.2018 - 13:52

Moin Don,

auch von mir erst einmal ein herzliches Willkommen hier bei uns :grin:


der_Don hat geschrieben:1.)-ist ein 4x4 umbau beim Benziner möglich? (es gab das Fahrzeug in dieser Konfiguration, leider ist der Markt leergefegt)

2.)-wo bekomme ich Höherlegungskits, was beinhalten diese, zu welchem Preis?

3.)-welche Rad/Reifenkombination ist sinvoll für 90% Asphalt ,10% leichtes Gelände (Waldwege, vielleicht Schotter)? Welche Reifenhöhe? Was sagt der TÜV?


die Fragen 1 und 2 haben sich mit deiner dritten eigentlich schon erledigt, denn dazu brauchst Du kein 4x4 und schon gar keine Höherlegung und würdest damit schon einmal alle damit verbundenen Probleme umgehen, bzw. zumindest deutlich minimieren :wink:

Solltest Du trotzdem einen 4x4 Umbau vorhaben, solltest Du das vorab genau abklären! Ich kann Dir nicht sagen, ob dies überhaupt, und wenn ja, mit welchem Aufwand, möglich und vor allem auch legalisierbar ist. Ich meine mich zu entsinnen, dass der 4x4-Elch auf einem abgewandelten Leiterrahmen des L040 basiert und die 4x2-Verionen einen gänzlich anderen Rahmen haben - bin mir da aber nicht sicher.

Ob sich die Reifengrößen vom 4x4 auf den 4x2 übertragen lassen, möchte ich mal stark bezweifeln, aber mit der höchstmöglichen Größe, in größtmöglicher Breite (205er ?) solltest Du mit guten Reifen, wie dem BFG AT oder entsprechenden Nokian Reifen auch mit dem 4x2 schon recht weit kommen. Wenn ein Umbau tatsächlich und wirtschaftlich realisierbar wäre, könntest Du ja erst einmal mit einem 4x2 beginnen und dann später ggf. immer noch umbauen.

der_Don hat geschrieben:4.)-Stimmt es, das die Abnutzungsproblematik der Vorderreifen sich mit der Wahl von breiteren Schlappen (205-215mm) erledigt oder zumindest verbessert?


einen viel größeren Einfluss haben hier der richtige Luftdruck und vor allem Deine Fahrweise. Bauartbedingt schieben die Kisten in Kurven, vor allem bei zunehmender Geschwindigkeit, über die Vorderräder nach außen. Der richtige Luftdruck, passende Bereifung und eine korrekt eingestellte Vorderachse helfen bei zurückhaltender Fahrweise dabei, die Reifenlebensdauer zu vervielfachen :wink:

Auch hier wäre eine unnötige Höherlegung sehr kontraproduktiv und brächte höchstens Fahrern mit geringem Selbstwertgefühl vor der Eisdiele evtl. gewisse Vorteile :mrgreen:

der_Don hat geschrieben:6.)- sind die Einzelsitze in der Mitte (es sind 2 vollwertige) und die hintere Sitzbank einfach demontierbar?


Ob die beim Elch herausnehmbar oder fest verschraubt sind, kann ich Dir nicht sagen. Auf jeden Fall könnte man die vorhanden Bolzen gegebenfalls gegen bessere mit Innensechskant austauschen und dann wären die Sitze mit einer Akku-Ratsche sicherlich schnell ein- und ausbaubar. Evtl. müssten noch Muttern am Unterboden angepunktet werden (ich meine, am Pajero L040 waren die teilweise lose von unten angeschraubt), dann wäre der Aus- und Einbau aber sicherlich in einer 1/4 Std. machbar.

Gruß
Rolf - der Dir wünscht, dass das angepeilte Auto Deinen Vorstellungen entspricht, bzw. sich dann auch Deinen Anforderungen entsprechend anpassen lässt. Bin schon auf die anschließenden Berichte und Ergebnisse gespannt
Galloper 2,5 TCI Exceed kurz, Bj. 2001
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon der_Don » 02.02.2018 - 18:54

Joe hat geschrieben:Gruß
Rolf - der Dir wünscht, dass das angepeilte Auto Deinen Vorstellungen entspricht, bzw. sich dann auch Deinen Anforderungen entsprechend anpassen lässt. Bin schon auf die anschließenden Berichte und Ergebnisse gespannt


Hallo Rolf, danke für deine Einschätzung und Antworten. Wenn ich nicht diese vollkommen bekloppte Bildschirmtastur vor mir hätte würde ich jetzt mehr schreiben, aber ich bring das morgen erst einmal hinter mich und Berichte dann.

Dank und Gruß,
DON
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Dominik82
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon Dominik82 » 03.02.2018 - 10:26

Hallo Don,

Martin hat mit seinem Herrn Lehmann (L300 2wd) die Welt umrundet, auch mit einigen deftigen Offroadpassagen. Momentan ist er mit Mr. Pink (Umgebaute L300-Pritsche zum Allradwohnmobil) in Asien unterwegs. Also gehen tut alles irgendwie :mrgreen: allerdings glaube ich mich daran zu erinnern, dass Martin da sehr viel Zeit und einiges an Geld investiert hat, um sein Projekt zum Laufen zu bringen.

Hier der Link zu seiner Homepage, da kann man sich gut einlesen, was die Erfahrungen Offroad mit dem 2wd und den Umbau zum 4wd betrifft. Am meisten fehlte ihm beim 2wd wohl die Untersetzung, da Kriechpassagen im steilen Gelände nur mit hoher Motordrehzahl und Kupplungseinsatz zu meistern waren.

http://herrlehmanns-weltreise.de/2017-2/mr-pink-v2/

Ich hab auf meinem L300 4wd übrigens 225 75 r16 Nokian Rotiiva montiert. Die passen gut in die Radkästen, streifen nirgends beim Einfedern und ich bin mit Grip, Rollwiderstand und Abnutzung absolut zufrieden.

Grüße,
Dominik
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon Crazy.max » 06.02.2018 - 12:20

Hallo zusammen,

um hier nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen und Ratschläge vom Kartoffelbauern auf Spargel anzuwenden mus ich hier mal eingreifen.

Der Luxuxsbus hat ein kleines Hochdach mit Fenstern, es gab ihn in Deutschland nur mit 2wd und dem 2,4Ltr Benziner mit 114Ps. Desweiteren ist die Innenausstattung nicht mit der unserer Elche zu vergleichen, denn die haben Bänke und der Luxusbus drehbare Einzelsitze. Ebenfalls sind die Reifengrößen nicht kompatibel und schon gar nicht vergleichbar, hier ist also Vorsicht geboten.

Wenn man aber gar nicht auf auf Allrad verzichten will und dabei den Luxusbus haben will muss man in England schauen, da gabs sowas... zwar rar, aber sogar mit nem Automatikgetriebe....allerdings als Rechtslenker.

Olaf - findet die Reifen vom 2WD zu totlachen...optisch passen die nicht zum L300
ich bin Olaf und ich mag Umarmungen
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon Dominik82 » 06.02.2018 - 14:15

Hallo Olaf,

ich hab ja nicht gesagt, dass meine Reifen aufn 2wd drauf passen :hammerschlag: aber dass man, wenn man sich den Herrn Lehmann ansieht, beim 2wd doch einiges machen kann (Höherlegung, größere Räder etc.).

Grüße,
Dominik
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Re: einige Fragen zum Kauf eines L300!

Beitragvon motorang » 07.02.2018 - 18:02

Servus
bin wieder da

1.)-ist ein 4x4 umbau beim Benziner möglich? (es gab das Fahrzeug in dieser Konfiguration, leider ist der Markt leergefegt)
Mit Spenderfahrzeug möglicherweise, aber ob das zulassungsfähig ist? Mit Spenderfahrzeug. Aber es ist eben auch der Rahmen anders, an dem die ganzen Fahrwerkskomponenten befestigt sind. Und der Rahmen ist bei den späten L300 nunmal mit der Karosse verschweißt, und an der hängt die VIN, also die Fahrzeugidentität ...
wegen dem anderen Platzangebot hat der 4WD einen anderen Tank, die Räder sind anders (4-Loch statt 5-Loch), etc

2.)-wo bekomme ich Höherlegungskits, was beinhalten diese, zu welchem Preis?
Für vorne meist gelaserte Distanzböcke, Kleinserie von Privatanbietern, aus Canada oder Australien. Plus längere Dämpfer.
Hinten ist es einfacher: ein verstärktes Blattfederkit (die sind eh meist zu weich im Alter und müssen neu, da der Wagen schon auf den Gummiböcken daherkommt) mit längeren Dämpfern und längeren Schäkeln.

3.)-welche Rad/Reifenkombination ist sinvoll für 90% Asphalt ,10% leichtes Gelände (Waldwege, vielleicht Schotter)? Welche Reifenhöhe? Was sagt der TÜV?
MEIN TÜV sagt: Originalgröße. Andere TÜVs mögen da toleranter sein. Umbau auf die gebräuchlicheren 235er wäre anzustreben und dafür gibt es auch ein deutsches Gutachten.

4.)-Stimmt es, das die Abnutzungsproblematik der Vorderreifen sich mit der Wahl von breiteren Schlappen (205-215mm) erledigt oder zumindest verbessert?
Weiß nicht.

5.)-auf Welche grundsätzlichen Dinge sollte ich beim Kauf achten?
(ich schaue schon von selbst auf Radläufe, Rost am Rahmen/unterm Teppich, ölige Antriebe, Öl am Diff, Ölwanne und Motorunterseite allgemein, Rußverhalten beim Start des Motors, unter Last am Berg, Kupplung, Bremsen aus höherem Tempo, Lenkgeräusche, Antriebsgeräusche, Radlager, Motortemperatur bei Last, allgemeine Funktion aller technischen komponenten wie Licht etc.)
Wo stecken hier die Tücken?

Ich würde auf die hintere Federung achten, da sollten unbeladen noch einige Finger zwischen Anschlag und Gummidämpfer passen.
Ich kann Dir die technischen Daten schicken wo die fahrzeughöhen drinstehen bei neuer Federung ... meist werden gleichzeitig auch die vorderen Drehstäbe weich, so dass der Wagen wieder gerade dasteht ... Der Bremskraftverteiler an der Hinterachse sollte möglichst noch funktionieren, würd ich chekcne dass der vorhanden und beweglich ist.
Die Bremsen, sowohl hinten als auch vorne, haben wenig Reserven und brauchen öfter mal Pflege, oder man hat ständig Ärger damit. Das ist (meine) Hauptbaustelle beim TÜV-Termin.

6.)- sind die Einzelsitze in der Mitte (es sind 2 vollwertige) und die hintere Sitzbank einfach demontierbar?
Die sind in Mitteleuropa unüblich bis selten. Im englischen Forum schauen, da sollten sich Infos finden (Stichwort pilot chairs)

7.)- hatte der Luxusbus (der mit dem Glasdach vorn und den seitlichen Dachfenstern) eine Klimaanlage?
Manche ja manche nein.

8.)- gibt es allgemeine Probleme mit dieser Baureihe (wie gesagt EZ 1994, schon mit den moderneren Doppelscheinwerfern)?
Die üblichen aller Baureihen: Rost, Rost, eventuell Getriebe. Die Scheinwerfereinstellung oder den Scheinwerfertausch macht man nicht so oft, ich finde das akzeptabel (und habe es schon gemacht).

Ich finde den Wagen gut fahrbar, wenn auch nicht gerade rassig (hab den 2,4 Benziner als Allrad). Durstig ist er, mit 13 Litern 95 Oktan auf 100 km solltest Du auch ohne flotte Fahrerei jedenfalls rechnen wenn ein bisserl stolligere Reifen drauf sind. Mit Dachlast auch mal 14 Liter. Ich fahr den Wagen nur beladen, also ist er hinten schon mal nicht zu leicht :D - trotzdem fahre ich bei nasser Straße oder bei Schnee lieber mit einem niedrigeren Wagen mit sensiblerer Federung und besseren Bremsen. Auch ist der Wagen nix für richtig große Menschen, ich bin mit 1,80 mit den Originalsitzen an der Grenze (die Kante der Windschutzscheibe liegt recht tief).
Eine bereits vorhandene Anhängerkupplung wäre gut, Nachrüstung wird wahrscheinlich teuer - ist halt ein (alter) Exot für den es kaum mal zugelassene Nachrüstsachen gibt.

Gryße!
Andreas, der motorang
L300 4WD Technik-FAQ unter motorang.com/L300

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