4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

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4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon friesenknust » 11.09.2020 - 11:56

Moin Allerseits,

ich habe mich im Forum angemeldet, da ich mittelfristig Besitzer eines 4 x 4 Mitsubishi werden möchte :)

Mit dem Fahrzeug plane ich ca. 1 Jahr die Seidenstraße und Mittel/-Südamerika zu bereisen.

Bevorzugt soll es ein Mitsubishi Delica 4 x 4 werden. Für mich der beste Kompromiss zwischen dem Raumkonzept eines Kleinbusses in Verbindung mich Fahreigenschaften und Fahrzeugalter. Die sind allerdings scheinbar äußerst schwer zu finden.

Da ich schon einmal 6 Monate mit einem Chevy Astro 4 x 4 durch Südamerika gereist bin, weiß ich wie nervig eine schlechte Ersatzteilversorgung sein kann. Deshalb soll es bevorzugt ein Mitsubishi Delica werden, da die Fahrzeuge ja in den meisten Teilen mit Pajero/L200 übereinstimmen, die wiederum weitgehend weltweit verbreitet sind.

Da der Delica 4 x 4 ja scheinbar sehr schwer zu bekommen ist, lautet meine Frage, ob ein ausweichen auf einen H1 Starex 4 x 4 im Hinblick auf die Ersatzteilversorgung auf der Reise vertretbar ist. Meistens sind ja nur die neueren mit 140 PS Motor auf dem Markt, die ja wiederum schon erhebliche Abweichungen zum Delica aufweisen?!

Als Alternative würde ja prinzipiell auch der L300 4WD in Betracht kommen. Allerdings bin ich kein Freund von sehr alten Fahrzeugen und den damit verbundenen Problemen (haben auch Vorteile, weiß ich ;))

Also lange Rede, kurzer Sinn.

Zu welchem Fahrzeug der drei Fahrzeuge würdet ihr mir raten, wenn es darum geht einigermaßen störungsfrei durch die Reise zu kommen? Ich mag es wirklich nicht, tage/wochenlang in meinem Urlaub in Werkstätten zu campieren und verzweifelt nach Ersatzteilen zu suchen oder diese teuer per Express zu importieren, da es einfach nichts gibt.
Zum Fahrprofil ist es schon so, dass wir auch einmal eine Route auslassen, wenn wir denken, dass der Materialverschleiß sehr hoch sein dürfte. Da wir aber oft Bergsteigen gehen (möglichst nah mit dem Fahrzeug an den Berg kommen) und allgemein sehr entlegene Gegenden schätzen, möchten wir schon einen "echten" 4 x 4 mit Untersetzung.
Geländewagen und Pickup fallen wegen des Raumkonzepts für uns weg.

Ergänzend noch die Frage, welches Budget wir ca. veranschlagen sollten. Kommt man mit 10.000€ hin? Gefühlt steigen die Preise immer weiter...
Resttüv ist Pflicht, damit ich Fahrzeugpapiere bekomme. TÜV + 1 Jahr wäre besser, damit ich das Fahrzeug am Ende der Reise im Ausland besser an Deutsche weiterverkaufen kann, die dann auch neue Papiere bekommen. Noch besser natürlich ein Fahrzeug in einem wirklich anständigen Zustand :grin:

Zeit haben wir noch genügend, wir wollen erst in mehr als einen Jahr losfahren.

Vielen Dank schonmal für eure Ratschläge!
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon Beda » 11.09.2020 - 13:36

Hallo Namenloser,
fast perfekt.
Bitte die Vorstellung noch nachholen!


Zum Thema:
Als allererstes rate ich Dir, zu klären, ob es ein LWD sein muß oder auch ein RWD sein darf.
Mit RWD kommen viele gepflegte japanische Japaner nach England.
Das lohnt sich.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon unbemerkt » 11.09.2020 - 13:38

Moin der Neue,

herzlichen Dank für Deine interessante Einführung und viel Freude im vermutlich passendsten Forum für Deine Frage. Deinen "echten" Vornamen mußt Du uns aber noch verraten, das die Hilfe etwas persönlicher werden kann.

An L300 und L400 habe ich schon etwas geschraubt und fahre momentan einen L400 mit Heckantrieb.
Nach aktuellen Bildern der Straßen in der Gegend "Seidenstraße" dürfte der L400 und seine asiatischen Derivate momentan die größte Verbreitung haben.
Die Ersatzteilversorgung scheint beim L300 doch inzwischen drastisch geringer zu werden.
In Sachen Motor sehe ich bei keiner Konfiguration (Diesel oder Benziner) große Probleme. Preiswerte Fahrzeuge sind jedoch fast immer "verrostet" und damit nicht mehr ohne Weiteres TÜV-fähig.

Hin und wieder tauchen 4x4 um 6000 bis 10000 Euro bei Mobile oder in Ebay-Kleinanzeigen auf, doch der Interessentenkreis ist groß (mich eingeschlossen) und Du mußt dann sehr schnell sein. Am besten läuft eine Suche mit Mailbenachrichtigung auf beiden Plattformen.

Der britische 2,8er sieht halbwegs rostfrei aus. Für die Zulassung braucht er aber mindestens deutsche Scheinwerfer und eine Nebelschlussleuchte. Einige Prüfniederlassungen scheinen mir recht entspannt, wenn man dort mit COC-Papieren und den erforderlichen Umbauten auftaucht. Mir ist das mit einem L200 einmal für etwa 250,-Euro incl. Umbauten gelungen, nur die Frau wollte nicht am rechten Lenkrad sitzen.

mit Grüßen von Kay
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon friesenknust » 11.09.2020 - 15:30

Hallo liebe Mitforisten.

Die Frage nach dem Namen ist natürlich berechtigt. Ich höre auf den Namen Tammo.

Also die RHD-Frage wurde schon bearbeitet, aber nicht abschließend geklärt. Wir sind da schmerzfrei, da wir ohnehin zu 99,9% zu zweit unterwegs sein werden und somit aufeinander aufpassen beim fahren. Den Markt in GB und JPN habe ich mal gecheckt, viele Fahrzeuge scheinbar in einem Traumzustand. Allerdings ist die Frage ja auch eine ökonomische, da ein anschließender Verkauf auf dem deutschen Markt sehr schwierig wird. Und bei einem Verkauf in Südamerika wird RHD sicherlich auch nicht verkaufsfördert sein, somit wollen wir uns nicht von einem geringeren Anschaffungspreis der RHD blenden lasst. Der 3.0l Benziner wäre auch kein Problem, da die Fahrkosten für Benziner in 80% der Länder nicht allzuviel höher sind als beim Diesel...muss halt viel von der Suppe tanken/mitschleppen, hat dafür keine dieselspezifischen Probleme....

Gibt es eigentlich relevante technische Unterschiede zwischen RHD und LHD, außer Beleuchtung?

Rost ist für mich perse nicht so schlimm, solange noch Rest-TÜV drauf ist. Ich plane keine anschließende Weiternutzung in Europa, und wenn es ganz arg ist könnte man das auch in Ländern mit geringeren Lohnkosten ausbessern lassen. Allerdings ist Rost ja meistens auch ein Indikator für eine mangelhafte Fahrzeugpflege und einen schlechten Zustand des restlichen Fahrzeugs, insofern doch wieder von Relevanz :mrgreen:

Grüße
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon Beda » 11.09.2020 - 16:32

Hallo Tammo,
der Spender in diesem Thema war komplett rostfrei und technisch einwandfrei.
Mein Eindruck ist, daß die angebotenen LWD oft verschlissene Gebrauchsgegenstände mit Minimalaustattung sind.
Obiger Spender hatte einfach alles.
https://www.dasparking.de/#!/gebrauchtwagen/delica.html
In der Schweiz finden sich noch geeignete:
https://www.dasparking.de/#!/gebrauchtwagen/l400.html

Bild
https://www.tutti.ch/fr/vi/fribourg/veh ... 0000122714
https://www.anibis.ch/fr/automobiles-vo ... 38582.aspx

oder Hyundai Starex:

Bild
https://www.dasparking.de/gebrauchtwagen/starex.html
https://www.anibis.ch/fr/automobiles-vo ... 02758.aspx
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon friesenknust » 11.09.2020 - 22:48

Danke für den Input @Beda.

Wie ist denn so die Ersatzteilversorgung beim Starex? Auch im Hinblick auf meine geplante Reiseroute?

Meine Erfahrung ist einfach, dass es die Geländewagen und Pickups der großen Hersteller fast überall auf der Welt gibt, deswegen finde ich es sehr charmant, dass der L400 im Wesentlichen mit dem Pajero übereinstimmt. Beim Starex ist das ja nicht der Fall. Wer möchte schon mit einem exotischen Allradbus irgendwo im Nirgendwo festhängen, weil es keine Ersatzteile gibt...

BTW: Wofür steht eigentlich eigentlich LWD/RWD? Ich kenne nur LHD/RHD...

Kann jemand was zu den Motor/Getriebekombinationen sagen?

Also in UK 2,8d/3.0i mit Automatik und in DE 2,5d Schalter?

Grüße
Tammo
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon friesenknust » 11.09.2020 - 23:49

Eine weitere Frage habe ich noch.

Angenommen man würde einen Rechtslenker in GB oder gar JPN kaufen.
Wie läuft es mit der Zulassung in DE? Hat da schon jemand Erfahrungen gemacht? EG-Typengenehmigung wird es ja für solche Fahrzeuge nicht geben. Gibt es ein TÜV-Datenblatt? Welche Kosten sind da zu erwarten?

Grüße
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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon Beda » 12.09.2020 - 13:03

Hallo Tammo,
mein Englisch war noch nie gut :duck:

Ich persönlich würde den 4M40 also 2,8l Diesel bevorzugen.
Der Grund ist, daß ich diesen Motor -sachgerecht behandelt- für unkaputtbar halte.
Nachteil: Weltweit ist er überhaupt nicht verbreitet.

Zur Zulassung kann ich wenig beitragen.
Das erste Problem dürfte sein, einen Prüfer zu finden, der Lust hat, sich mit diesem Thema zu befassen.
Die Kosten halte ich für ein eher kleines Problem.
Es gibt aber auch Profis: https://kfzone.de/
http://auc.kfzone.de/aj-JKoacq8EzV2MI.htm
Bild
http://auc.kfzone.de/aj-dzHWjcfSz0gEo.htm
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: 4 x 4 Delica Space Gear/L400 vs. L300 vs. H1 Starex

Beitragvon unbemerkt » 12.09.2020 - 14:13

Moin Tammo,

unbemerkt hat geschrieben:Für die Zulassung braucht er aber mindestens deutsche Scheinwerfer und eine Nebelschlussleuchte. Einige Prüfniederlassungen scheinen mir recht entspannt, wenn man dort mit COC-Papieren und den erforderlichen Umbauten auftaucht. Mir ist das mit einem L200 einmal für etwa 250,-Euro incl. Umbauten gelungen, nur die Frau wollte nicht am rechten Lenkrad sitzen.


Ich habe den britischen L200 in Deutschland von einem Händler gekauft, habe die deutschen Scheinwerfer und eine Nebelschlussleuchte nachgerüstet und bin mit dem Fahrzeug auf dem Anhänger und den COC-Papieren zur DEKRA in Halle gefahren um zu Fragen was ich noch machen muß.

Antwort dort - nichts.
Das KFZ wurde sofort (Vollabnahme) HU und AU geprüft und für ca. 150,- Euro hätte ich die Plakette bekommen, wenn man die Rahmennummer hinten hätte lesen können. Dieses Problem ist jedoch bei den Mitsus nicht ungewöhnlich.

Das der britische Endschalldämpfer des 3.0 Liter V6 (vermutlich leer) beim AU-Test ohrenbetäubend in der Halle röhrte, empfand man zu meinem Entsetzen nicht als Mangel.

Beim Übertragen der Daten aus den COC-Papieren half sehr gut, daß ich noch die Papiere eines baugleichen deutschen Fahrzeuges (zum Abschreiben) dabei hatte.
Nur die deutsche Zuglast von 2,5 Tonnen bekam ich nicht - wurde leider mit weniger Tonnage aus der COC übernommen.

Aus meiner Sicht gibt es kein Problem ein KFZ aus Europa mit COC-Papieren zuzulassen und bei Fahrzeugen von der Insel scheinen diese immer dabei zu sein. Mein Verkäufer brachte öfter Autos mit und erklärte mir auch, das ich mit der britischen Zulassung noch 4 Wochen fahren dürfte - ob es stimmt? :achselzuck:

Auch einem Delica mit dem großen Benziner dürfte damit wenig im Weg stehen. Ich würde aber zusätzlich die Papiere eines deutschen V6 (wie vom Sport) einpacken um Zweifel zu zerstreuen.

Das man so eine Geschichte vorab mit dem Prüfer absprechen sollte versteht sich.

mit Grüßen von Kay
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