4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Infos für den richtigen Kauf, Anleitungen usw.

Moderatoren: Beda, Crazy.max

Benutzeravatar
motorang
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 2091
Registriert: 02.04.2007 - 18:51
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon motorang » 31.05.2017 - 19:15

Hallo
Soweit ich das gesehen habe, gibt es beim Transit Allrad serienmäßig ab Werk, aber für Geländetauglichkeit muss doch einiges mehr gemacht werden.
Bodenfreiheit, Böschungswinkel etc.
Selten gebraucht zu finden sind wohl die Kombiversionen (9-Sitzer) und Schlafdach gibt es nur über Drittanbieter (Reimo, SCA).

Gryße!
Andreas, der motorang
L300 4WD Technik-FAQ unter motorang.com/L300
Benutzeravatar
Beda
Werkstatt-Mod
Werkstatt-Mod
Beiträge: 11646
Registriert: 19.08.2002 - 21:58
Wohnort: Lalo (Langenlonsheim)
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Beda » 31.05.2017 - 21:09

Hi,
Geländefahrzeug ist sicher das falsche Wort.

Bild
So sieht der Transit 4x4 z.B. aus. Vermutlich hat er eine ganz normale Straßenübersetzung.
Dieser wird irgendwie "aufgebockt" und mit größeren Reifen bestückt: 235/85R16 statt 235/65R16.
Das ist alles.
Ich nenne das vom Winterallrad zum Schlechtwegefahrzeug.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Benutzeravatar
terriblue
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1522
Registriert: 04.01.2008 - 19:05
Wohnort: Wolfenbüttel NDS

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon terriblue » 31.05.2017 - 21:39

Hallo,

wenn schon Kasten, dann den hier

Bild

Mit Untersetzung, 3 Sperren, entsprechender Bereifung,
genug Bodenfreiheit und noch ausreichenden Karosseriewinkeln.
Weit mehr als Schlechtwegetauglich.

Gruß Arno
Slow Underpowered Vehicle und ein ProjeGt
Benutzeravatar
Joe
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 1895
Registriert: 24.10.2005 - 09:52
Wohnort: Am Sachsenwald (bei Hamburg)

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Joe » 02.06.2017 - 14:45

Moin,

terriblue hat geschrieben:wenn schon Kasten, dann den hier


oder doch lieber 2 bis 3 Transen von Extreme fürs gleiche Geld? Die starten nämlich MIT Höherlegung und anständigen Schuhen bereits bei 27.000,-- € :wink:

Und aus genau diesem Grund finde ich den Transit mit dem Extrem-Kit ebenfalls sehr interessant und das seit inzwischen fast 2 Jahren, seit ich den das erste Mal auf deren Seite gesehen hatte - sowohl als Fensterbus, Kasten in L2 H2 als auch als Fahrgestell mit der von Extrem angebotenen Box, aber natürlich nur inkl. Durchgang von vorn nach hinten.

Klar ist das kein Hardcore Offroader, aber für die allermeisten doch zumindest ausreichend, um ein abgelegenes Übernachtungsplätzchen am nächsten Morgen auch aus eigener Kraft wieder verlassen zu können :wink: Nur hat man halt leider auch noch unendlich viel unnötiges Hightech-Gerödel an Board, was auf Reisen gern mal zu Problemen führen kann und was doch ehrlich gesagt niemand so wirklich braucht. Und dann kommt auch noch ein nicht unerheblicher Aufwand an Rostvorsorgemaßnahmen hinzu, damit einem die Kiste nicht bereits in den ertsen 10 Jahren unterm A*** weggammelt. Diese Probleme haben aber grundsätzlich alle Fahrzeuge, die auf (moderner) Transporterbasis aufbauen, denn die Entwicklungs- und Produktionsvorgaben aller dieser Basisfahrzeuge lautet leider i.d.R.: darf nichts kosten und sollte die durchschnittliche Leasingdauer überleben ...

Gruß Rolf
Galloper 2,5 TCI Exceed kurz, Bj. 2001
Benutzeravatar
Crazy.max
Moderator
Moderator
Beiträge: 4729
Registriert: 15.02.2003 - 17:42
Wohnort: Tief im Westen, wo die Sonne verstaubt

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Crazy.max » 02.06.2017 - 14:56

Hallo zusammen,

Beda hat geschrieben:Ich nenne das vom Winterallrad zum Schlechtwegefahrzeug.


ein Subaru unter den Kastenwagen...ich nenne ihn mal "Transit Outback"

Joe hat geschrieben:Und dann kommt auch noch ein nicht unerheblicher Aufwand an Rostvorsorgemaßnahmen hinzu, damit einem die Kiste nicht bereits in den ertsen 10 Jahren unterm A*** weggammelt. Diese Probleme haben aber grundsätzlich alle Fahrzeuge, die auf (moderner) Transporterbasis aufbauen, denn die Entwicklungs- und Produktionsvorgaben aller dieser Basisfahrzeuge lautet leider i.d.R.: darf nichts kosten und sollte die durchschnittliche Leasingdauer überleben ...


nicht Leasingdauer sondern Abschreibungsdauer, würde er länger halten könnte weder der Hersteller noch der Staat was daran verdienen..und sollten die doch länger als erwartet auf den Straßen bleiben gibts ja immer noch die Möglichkeit eine weitere Plakette einzuführen die die Notwendigkeit nach einem neuen Auto erzwingt. Grade Handwerker fahren ja diese Wagen und die können sich nicht aussuchen wo Ihre Kunden zuhause sind.

Olaf - denkt das man mit "ganz neu" mehr Verluste machen kann als mit "ganz alt"...
ich bin Olaf und ich mag Umarmungen
Benutzeravatar
Beda
Werkstatt-Mod
Werkstatt-Mod
Beiträge: 11646
Registriert: 19.08.2002 - 21:58
Wohnort: Lalo (Langenlonsheim)
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Beda » 02.06.2017 - 16:21

Hallo zusammen,
auch wenn wir hier ja 4x4travel.org sind, stelle ich für mich den Allradantrieb zunehmend in Frage.

Bild
Um solche Ergebnisse zu erzielen, braucht es zwingend Allrad. http://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?f=36&t=4919&p=49493&hilit=rum%C3%A4nien&sid=e552847e8e76f95430ecb3b86e4325c6&sid=e552847e8e76f95430ecb3b86e4325c6#p49493
Muß ich aber nicht mehr haben.

Bild
Auch hierfür: http://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?t=6524
Aber wenn ich mir die Weltlage so betrachte, sehe ich keine Reise nach Nordafrika in überschaubarer Zukunft.

Bild
Hier brauchte es Geduld, große Räder und ein robustes Fahrwerk: http://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?f=33&t=9801
Das Wissen um den Allrad war beruhigend, mehr aber nicht.

An unserem Syncro teste ich regelmässig, ob alle Stellmotoren sich normal bewegen. Aber im Einsatz war der Allrad noch nie.
Zusätzlich mache ich mir zunehmend Sorgen, daß der Syncro zu einer immer heißer begehrten Kapitalanlage mutiert.

Vor meinem inneren Auge entsteht so folgendes Traumauto:
Viel Wohn, große Räder, HA-Sperre, große Bodenfreiheit, gerne extravagant, völlig unattraktiv als Handelware/Diebesgut.
Das heißt dann z.B. Rüdel Panther.

Bild

Der allerdings ist doch extrem häßlich und nicht aufzutreiben. Etwas zu groß vielleicht auch.
Alle diese Kriterien kann der Transit in entsprechender Konfiguration abdecken. Inklusive Hässlichkeit.
Aber was kann einen Galloperflüsterer schon erschrecken.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Benutzeravatar
unbemerkt
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 3236
Registriert: 08.06.2012 - 01:15
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon unbemerkt » 02.06.2017 - 16:40

Moin allerseits,

für ca. 15 Jahre hatten wir einen ladenneu angeschafften Ford Transit der dritten Generation mit 5 Meter Pritsche, Plane, Spriegel mit Zimmereigepäckträger und Zwillingsreifen in der Firma.
Der war mit seinem 2,5er Turbodiesel so langweilig unauffällig, daß er sich noch nicht einmal gewagt hat richtig zu rosten.

Für die von Beda angesprochenen runden Schlüssel brauchte es jedoch keine abrasiven Stoffe in den Hosentaschen. Nach etwa zehn Jahren mussten diese durch neue Runde ersetzt werden (eine völlig blödsinnige Erfindung).

Auf halber Strecke zu den ca. 300 Tkm haben wir ihm die zweite Batterie ausgebaut und er musste mit einer weiter arbeiten.
An mehr "Reparaturen" kann ich mich nicht erinnern - langweilig eben.

Das die, wie ich glaube teuer zugekaufte, Differentialbremse an den Zwillingsreifen nichts brachte, habe ich schon oft erwähnt.

Zumindest für die damalige Zeit war dies ein wunderbares Handwerkerauto und allzeit bereit für jede Überladung und Streckenlänge.

Mein Lackiererchef von Porsche beteuerte übrigens auch, daß sie nicht mehr wissen, was sie für Wundermixturen in die Farben packen sollen, da die Bleche der Autos immer dünner und einfacher werden. Auf dem Bau haben wir es da besser, da übernimmt jeder Maler gern einen Stützanstrich für sonst zu schwache Konstruktionen..... :mrgreen:

Zu den Downsizing-Motoren der Nachfolger halte ich mich lieber zurück, zum Glück musste ich nie darunter leiden und inzwischen scheinen Motoren ja ganz allgemein wieder größer werden zu dürfen.

mit Grüßen von Kay, der über Olafs Schlussatz noch etwas grinsen muß (ersetze "mehr" durch "vielfach")

PS: Wenn ich jedoch die zarte Unteransicht der ca. 90er Transit mit dem Iveco vergleiche, bleibt mir der Mund offen stehen, aber mit Zuverlässigkeit hat dies ja offensichtlich nichts zu tun. :achselzuck:

PPS: In den momentanen Mobile-Womo-Angeboten finden sich einige feine Allradler mit Untersetzung, wie auch ein schweizer Sprinter

PPPS: Im Anschluss an Bedas Beitrag: Du magst da völlig recht haben, gerade die Untersetzung (oder ein Kriechgang) fehlte Dir aber doch auch schon öfter.
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6
Andreas Possenig
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 516
Registriert: 16.07.2008 - 15:32
Wohnort: Graz

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Andreas Possenig » 02.06.2017 - 16:53

Hallo,
Beda hat geschrieben:Vor meinem inneren Auge entsteht so folgendes Traumauto:
Viel Wohn, große Räder, HA-Sperre, große Bodenfreiheit, gerne extravagant, völlig unattraktiv als Handelware/Diebesgut.
Das heißt dann z.B. Rüdel Panther.



oder Nissan Cabstar? :lol: :grin:

Etwas ernsthafter, in AT scheinen die Ford Transit mit Allrad (also der Große) empfindlich teurer zu sein!? Der Billigste in den üblichen Börsen steht bei 35tsd Euro (Doka lang mit Pritsche). Mit dem Extremumbau ist das schon nicht mehr wenig für die Schlechtwegetauglichkeit (Untersetzung gibts ja keine).

lg Andreas
Benutzeravatar
Beda
Werkstatt-Mod
Werkstatt-Mod
Beiträge: 11646
Registriert: 19.08.2002 - 21:58
Wohnort: Lalo (Langenlonsheim)
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Beda » 03.06.2017 - 16:30

Hallo zusammen,

Ford Transit 4x4 2.2 TDCi Großraum-Offroader mit Allradantrieb

Ford bietet den Transit auch mit vier angetriebenen Rädern an. Wir haben den Kraxler mit dem kleinen 125-PS-Motor unter die Lupe genommen.

Wer größere Lasten in entlegene Winkel der Erde bringen will, kommt an einem Allrad-Transporter nicht vorbei. Deshalb hat Ford auch dem aktuellen Transit vier angetriebene Räder, auf Wunsch auch permanent, an die Hand gegeben. Allzu entlegen sollte das Reiseziel zwar naturgemäß nicht sein, nicht zuletzt wegen der relativ langen Überhänge – Gift für ausladende Böschungswinkel – und des hohen Schwerpunkts.
Bei der von uns getesteten Transit-Variante mit 125 PS (92 kW) kommt noch ein weiterer Faktor hinzu. Schon unbeladen wirkt die Maschine des Transporters an größeren Steigungen im Gelände überfordert und verlangt entweder nach Drehzahl oder einem ständig regelnden Kupplungsfuß. Letzterer produziert recht schnell üble Gerüche. Etwas mehr Leistung, wie sie beispielsweise das Aggregat mit 155 PS böte, wäre wünschenswert.

Keine Blöße gibt sich der Antrieb hingegen auf einer feuchten Wiese mit moderatem Anstieg. Hier kommt der permanente Allrad ins Spiel. Ein Druck auf die Taste links neben dem Kombiinstrument aktiviert ihn und legt der Allrad-Automatik einen Maulkorb um. Normalerweise entscheidet die Elektronik, ob zusätzlich die Vorderräder angetrieben werden sollen oder nicht. Auf Gras bedeutet dies erst einmal etwas Schlupf und unansehnliche Furchen.
Bedienungsanleitung warnt mit "ungewöhnlichem Fahrverhalten"

Beim "echten", also nach Knopfdruck permanenten Allrad stampft der Transit sofort und ohne Murren voran. Allerdings schaltet sich im selben Schritt auch die Traktionskontrolle ab. Ford warnt in der Bedienungsanleitung deshalb vor einem "ungewöhnlichen Fahrverhalten" auf der Straße. Eine Warnmeldung erscheint beim Tastendruck auch im Fahrzeugdisplay. Zunächst informiert es den Lenker, dass der permanente Allrad aktiv ist, und dann, dass ASR (Schlupfregelung) inaktiv ist. Ford nennt seinen Permanent-4x4 etwas irreführend "AWD-Sperre". Eine hemdsärmelige mechanische Differenzialsperre hat der Transit indes nicht an Bord. Dennoch dürften sich besonders Energieunternehmen oder kommunale Dienstleister für den Transit als Allrad-Kastenwagen interessieren. Zudem kostet unser Testwagen netto rund 42.500 Euro und bietet sich so als günstige Alternative beispielsweise zum Mercedes Sprinter an.

Der günstige Preis schlägt sich allerdings auch auf die Ausstattung und den Gesamteindruck nieder. Zwar hat das getestete Fahrzeug Sitzheizung, Park-Piepser, Rückfahrkamera und viele weitere Extras an Bord. Doch hier und da mangelt es an der Ausführung und auch oftmals an der Ergonomie. Der Schalter für die Sitzheizung beispielsweise versteckt sich an der Stirnseite des Sitzes weit abseits des Blickfelds. Das ist allerdings nicht so tragisch. Hat man ihn einmal gefunden, bietet er Fahrer und Beifahrer – nicht dem Fahrgast auf dem Mittelsitz – ohnehin nur zwei Möglichkeiten. Entweder heizt die Sitzheizung maximal oder gar nicht. Eine Stufenregelung, wie sie beispielsweise die Konkurrenz verbaut, bietet Ford nicht an.
Reflektierende Scheinwerfer sorgen für Verwirrung

Die Park-Piepser haben die Unart, auch dann lautstark auf Hindernisse vor dem Transporter hinzuweisen, wenn der Rückwärtsgang eingelegt ist. Etwas irritierend ist auch der Effekt, den das Fenster zwischen Fahrerkabine und Laderaum bei Dunkelheit zeigt. Dort und wiederum im Innenspiegel reflektieren die Scheinwerfer entgegenkommender Fahrzeuge. Dies sorgt während der Fahrt immer wieder für Verwirrung. Eine Entspiegelung oder ein anderes Material könnten hier Abhilfe schaffen.

Weniger belastend für die Augen als für die Ohren ist das Triebwerk des Testwagens. Die einhellige Meinung von Fahrern und Mitfahrern: "Unheimlich laut." Autobahnetappen mit Geschwindigkeiten um die 100 km/h sind akustisch kein Zuckerschlecken. Dies liegt aber nicht am leeren Resonanzraum hinter der Kabine. Das schreiende Dröhnen kommt von vorn. Doch der Motor ist auch durstig. Die Werksangabe von 9,7 Litern verfehlt der Ford Transit 4x4. Stattdessen stehen beim gemittelten Testverbrauch gut elf Liter auf der Uhr. Die Verbrauchsrunde absolviert der Kandidat mit 10,77 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Das mag auch an der Verbindung aus kleinem Dieselaggregat und kräftezehrendem Allradantrieb liegen, ist aber nur die halbe Wahrheit. Tatsächlich hat sich der hochbockige Transporter auf einer Autobahnetappe zwischen Stuttgart und München dank seiner großen Stirnfläche mit fast zwölf Litern den größten Schluck genehmigt.
Lauter Basis-Motor, der viel Benzin schluckt

In der Ausstattungslinie Trend hat der Transit aber einige Extras serienmäßig an Bord, die man zu diesem Preis weniger vermutet, angefangen beim beinahe handschuhweichen Lederlenkrad über das Abbiegelicht bis zu Klimaanlage und Tempomat. Zwar nicht serienmäßig, dafür aber umso hilfreicher ist die Rückfahrkamera im Innenspiegel. Die Auflösung des Displays geht in Ordnung, wenn auch der Kontrast etwas schärfer sein dürfte. Die Routenführung folgt sklavisch dem Lenkeinschlag des Fahrzeugs und macht den sanften Riesen auch im Rückwärtsgang auf engen Höfen leicht beherrschbar. Direkt vor dem Kombiinstrument wartet Ford mit einer weiteren cleveren Lösung auf. Unter einer Klappe verbergen sich Anschlüsse für AUX-in, USB und eine zusätzliche Steckdose für 24 Volt. Zwischen den Sitzen bietet unser Testwagen gar eine 230-Volt-Dose. Fazit: Der Basis-Motor ist zu laut und etwas durstig. Wir empfehlen den stärkeren Motor. Damit tritt der Transit 4x4 dann aber als potenter Softroader mit großem Transportraum an.
Dieser Artikel stammt aus Heft lastauto omnibus 05/2015

http://www.eurotransport.de/test/ford-t ... 72145.html

canoe hat geschrieben:Wir sind nunmehr in etwa 9 Monaten reiner Reisezeit mit unserem Ford Transit Allrad etwas über 30.000 km durch Südafrika, Namibia, Botswana, Zimbabwe und Mozambique gefahren. Wer Interesse an den Reiseberichten hat, findet die auf http://www.reisephant.blogspot.com. Einige Forumsmitglieder haben wir unterwegs getroffen.
Hier möchte ich mehr auf unsere Erfahrungen mit Auto und Komponenten eingehen. Die Erfahrungen sind in weiten Teilen auch auf Fahrzeuge ähnlicher Konzeption (Sprinter Allrad, VW Syncro) übertragbar.
Unser Transit hat eine Ormocar Kabine und wiegt mit allen Tanks voll und nachdem meine Frau den Supermarkt geplündert hat etwa 3.500-3.600 kg. Er hat Serienreifen und als einzige Modifikation einen selbstgebastelten Unterfahrschutz aus Baumarktteilen im Wert von etwa 35 €.
Gefahren sind wir durch Südafrika, Namibia (einschließlich Kaokoveld), Botswana (einschließlich Moremi und Chobe-NP und Kwai River Gebiet), Zimbabwe, Mozambique und Swaziland. Wir haben uns außer dem Van Zyls Pass in Namibia keine Pisten verkniffen aus Angst, es nicht zu schaffen. Das hat bei einigen Fahrern „echter“ Geländewagen schon gelegentlich Staunen ausgelöst, wenn wir mit unserem Womo z.B. im Moremi auf einer Weichsandpiste oder bei einer Flussdurchfahrt aufgetaucht sind. Wir sind 2 mal im Sand stecken geblieben (einmal davon, als der Allrad ausgefallen ist, dazu komme ich noch). Mit Sandblechen sind wir beide Male wieder in kurzer Zeit freigekommen.
Für Fahrer mit Rußpartikelfilter: Schwefelarmen Diesel gibt es nur in Südafrika, in anderen Länder wird der Schwefelgehalt erstaunlicherweise oft an der Zapfsäule angezeigt und variert danach zwischen 500-2.000 ppm. Fast alle neueren Fahrzeuge in Afrika haben CommonRail Motoren, so daß die Dieselqualität dafür ausreicht.
Schäden am Fahrzeug:
1 Reifen Totalschaden, einer beschädigt (beides auf Felspisten im Kaokoveld). Wir haben problemlos in Namibia in Oshakati 2 neue Reifen bekommen.
2 Stoßdämpfer an der Hinterachse. Die Serienstoßdämpfer sind für den Pisteneinsatz zu schwach. Ersatz gab es problemlos sogar in Zimbabwe, da die Fordstoßdämpfer offenbar eine gängige Größe haben.
1 ABS Radsensor , der nach einigen Flußdurchfahrten defekt wurde. Leider geht dann auch der Allradantrieb nicht mehr. Das ist offenbar ein Problem vieler moderner Allradfahrzeuge, da logischerweise die Achsen entkoppelt werden müssen, wenn das ABS anspricht. Offenbar haben die dann eine Schutzschaltung, die die Achsen bei einem Defekt im ABS permanent entsperren. Ich habe einige Leidensgenossen getroffen und ein Toyotafahrer hat mir dann empfohlen, einfach die Sicherung für die Radsensoren zu ziehen. Das hat auch funktioniert und ich hatte wieder Allradantrieb (allerdings ohne Traktionskontrolle, die die Differenzialsperren ersetzt) aber der Tacho hat dann auch nicht funktioniert, da der auch über die Radsensoren angesteuert wird. Ich habe die Sicherung daher immer nur dann gezogen, wenn ich Allradantrieb wirklich gebraucht habe, was erstaunlich selten ist. Ich habe dabei aber auch gemerkt, wie wirksam die Traktionskontrolle (die ich ja dann nicht mehr hatte) war.
1 Luftfilter, der bei einer sehr tiefen Flußdurchfahrt (etwa 70-80 cm) nass wurde (ich weiß, soll ich nicht machen, es gab aber keine Brücke).
Der selbstgebastelte Unterfahrschutz ist verbeult, hat aber gehalten, die ausfahrbare Trittstufe an der Aufbautür ist verbogen (Felsberührung) und muß ersetzt werden.
Der (serienmäßige) Dieselfilter mit Anzeige und Wasserabscheider ist etwa 1/3 voll und wid demnächst ersetzt.
Schäden am Aufbau:
Kissmann Kühlschrank: Wie bereits berichtet habe ich den ersetzt, da er dauernd vereist ist und bei großer Hitze nicht ausreichend gekühlt hat. Andere Reisende haben ähnliche Erfahrungen gemacht , allerdings nur, wenn sie (wie ich) den Kältespeicher hatten. Der Engelkühlschrank (ohne Kältespeicher), den wir jetzt haben ist zwar lauter aber er kühlt zuverlässig und mit weniger Stromverbrauch auch bei hohen Temperaturen. Gemessen habe ich bei Stufe 4 (von 6) – 10c im Gefrierfach und 8c im Kühlschrank bei 43c Temperatur im Fahrzeug.
Die Ormnistor Dachhauben sind nicht fernreisetauglich. Sie haben einen relativ komplizierten Kurbelmechanismus, der offenbar Rüttelpisten, Staub und Hitze nicht aushält. Bei allen 3 Dachhauben sind sie inzwischen defekt. Ich mußte den Kurbelmechanismus ausbauen und öffne die Hauben mit einer eingeklemmten Leite und Gummistrapsen. Nach robustem Ersatz suche ich noch.
Die Seitzfenster haben z.T. kleine Risse und die Moskitonetze sind ein Witz. Alle Reisenden, die wir getroffen haben, haben mit Klettband befestigte selbstgenähte Netze vor den Fenstern (wir auch)., etwas umständlich, aber wirksam.
Sonst hat Alles gehalten.
Verbesserungen:
Mit Allradantrieb ausgerüstete Klein-LKW (VW, Sprinter, Transit) sind erstaunlich geländegängig . Für mich waren das größte Problem die zu kleinen Reifen im Sand. Bei den Achslasten müßten es mindestens 245/75R16, besser 235/85 R16 oder gar 315/57R16 sein, um das Einsinken zu reduzieren. Das geht beim Transit wegen der zu kleinen Radkästen vorne nicht (beim VW vermutlich auch nicht). Beim Sprinter gehen offenbar zumindest die 245er, die noch den Vorteil haben, daß sie in Afrika überall verfügbar sind, da sie eine Standardbereifung für die Pick ups sind. Ich bin letztlich mit drastisch reduziertem Luftdruck mit meinen 215/5R16 (225/75 AT Reifen würden auch auf Felgen und Fahrzeug passen, sind aber nicht legal) durchgekommen, hatte aber wenig Reserven.
Nehmt die höchste verfügbare Traglast und sucht besonders robuste Reifen. Die in Namibia gekauften Goodyear sind mit den Pisten und Felsen deutlich besser fertig geworden, als die Bridgestone. Das ist allerdings Jammern auf hohem Niveau. An sich kann ich mit 2 Reifenpannen nicht meckern.
Die Federung und die Stoßdämpfer sind bei der Belastung von vielen tausend Pistenkm trotz theoretisch ausreichender Achslastreserven zu weich. Da werde ich aufrüsten. Ich bin noch verschiedene Konzepte am Prüfen.
Fazit:
Selbst für Reisen in Afrika sind moderne Klein LKW geländegängig und robust genug. Südamerika ist hier nach meiner Erfahrung deutlich weniger anspruchsvoll, so daß hier noch weniger Probleme zu erwarten sind. Ford-Werkstätten habe ich in fast allen wesentlichen Städten gesehen (VW und Mercedes natürlich auch) und sie waren auch vernünftig ausgestattet und kompetent. Die Diagnosegeräte (brauchte ich zur Diagnose des ABS Defektes) haben den Transit erkannt, obwohl er im südl. Afrika bisher nicht verkauft wird. Die Aussage von Ford, die Software würde immer alle Fordfahrzeuge kennen, es gäbe keine länderspezifische Einschränkung , stimmt also (bisher).
Also: Fahrt los und macht Euch weniger Gedanken über die Ausrüstung. Uns ist ein normaler uralter Mercedes 207 begegnet, der ohne technische Probleme (die politischen sind ein anderes Thema) über den Landweg (Ostroute) nach Südafrika gefahren ist.
Gruß Stefan

http://www.allrad-lkw-gemeinschaft.de/p ... 18&t=43654
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Benutzeravatar
Beda
Werkstatt-Mod
Werkstatt-Mod
Beiträge: 11646
Registriert: 19.08.2002 - 21:58
Wohnort: Lalo (Langenlonsheim)
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon Beda » 02.07.2017 - 21:05

Hallo zusammen,
jetzt scheint es ihn tatsächlich zu geben:

Bild
Renault Master 4x4 Offroad-Transporter
Technische Daten Modelle und Varianten1
Renault Master-Modelle mit Heckantrieb als Basis verwendbar
Motoren / Nennleistung Euro 5
Diesel 92kW (125PS)
Diesel 100kW (135PS)
Diesel 120kW (165PS)
Motoren / Nennleistung Euro 6
Diesel 96kW (130PS)
Diesel 107kW (145PS)
Diesel 120kW (165PS)
Getriebe
6-Gang Schaltgetriebe
Radstände
3.682 mm oder 4.332 mm
Hinterachsübersetzung
Wie Basis Renault Master 4x2 mit Heckantrieb
Antrieb
zuschaltbarer Allradantrieb ohne Längsausgleich
Differentialsperren
Verteilergetriebe (starre Zuschaltung), Hinterachse: Differentialsperre wie beim 4x2-Antrieb
Geländeuntersetzung
Zuschaltbar i=1,42 (schaltbar im 4x2- und 4x4-Modus)
Tankinhalt
90 Liter
zul. Gesamtgewicht
3.500 kg (Einzel-/Zwillingsbereifung)
4.500 kg (Zwillingsbereifung)
Reifendimensionen
235/65 R16
195/75 R16
Wendekreis
Radstand 3.682 mm: 14,10 m, Radstand 4.332 mm: 16,15 m
Watttiefe (voll beladen)
300 mm bei einer max. Geschwindigkeit von 10 km/h
Mehrgewicht durch Allrad-System
2
195 kg (VA: 145 kg, HA: 50 kg)
zul. Achslasten in (kg)
1
Einzelbereifung VA/HA: 1.850/2.300
Zwillingsbereifung VA/HA: 1.850/2.800
Zwillingsbereifung VA/HA: 1.850/3.200
Niveauanhebung
VA: 65 mm; HA (Einzelbereifung): 58 mm; HA (Zwillingsbereifung): 45mm

http://www.oberaigner.com/uploads/tx_sb ... DE_ENG.pdf
http://www.oberaigner.com/fileadmin/use ... eitung.pdf
http://www.oberaigner.com/produkte/fahr ... estellung/
https://www.youtube.com/watch?v=dYMAIpf2Izg
Ich glaube den sehen wir uns genauer an.
Der Transit ist bei der Gattin wegen optischer Unverträglichkeit durchgefallen.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Benutzeravatar
motorang
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 2091
Registriert: 02.04.2007 - 18:51
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon motorang » 04.07.2017 - 06:16

Hallo Beda,
vielen Dank für die Links für den Transit!
Zum Master: Wattiefe 30 cm bei 10 km/h? Watt? Was passiert bei 40 cm und 15 km/h?

Gryße!
Andreas, der motorang
L300 4WD Technik-FAQ unter motorang.com/L300
Benutzeravatar
kasimodo
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 370
Registriert: 17.06.2014 - 23:28
Wohnort: Arnstadt

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon kasimodo » 04.07.2017 - 08:29

Was passiert bei 40 cm und 15 km/h?


Hi Andreas,

na ab da gibt der Kommandant die Befehle "Fluten" und "Tauchen" aus! :rofl:

nicht so ernst gemeint, aber dafür mit "allzeit trockenden" Grüßen
Gernot
L300 4WD / 2,5TD / lang+hoch+LSD / OME
--------------------------------------------
Allradantrieb bedeutet, daß man dort steckenbleibt, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt...
Benutzeravatar
unbemerkt
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 3236
Registriert: 08.06.2012 - 01:15
Wohnort: Sachsen-Anhalt
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon unbemerkt » 04.07.2017 - 08:35

Moin Andreas,

motorang hat geschrieben:Wattiefe 30 cm bei 10 km/h? Watt? Was passiert bei 40 cm und 15 km/h?


Was soll passieren?

Man nennt es dann Schaufelraddampfer und um die 15 Km/h zu halten mußt Du das zweite Schaufelpaar zu-, und einige Gänge hoch schalten. Auch hier sind MTs deutlich im Vorteil und machen beim Lenken in den Kurvenaußenseiten mächtige Fontänen.

mit Grüßen von Kay und "mann öh" an Gernot, welcher sich soeben vorgedrängelt hat.
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6
Benutzeravatar
motorang
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 2091
Registriert: 02.04.2007 - 18:51
Wohnort: Graz
Kontaktdaten:

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon motorang » 04.07.2017 - 09:02

Servus,
der L300 hat eine Serienwattiefe von 70 cm ...
Was passieren könnte?
Eben Lüfter verbogen, Differentialentlüftung abgesoffen, irgendwelche ABS-Sensoren kurzgeschlossen, was weiß ich.

Ich wüsste grad keine Furt, die ich so nennen würde, die SICHER nur 30 cm Tiefe an jeder Stelle hat- Wenn man da mit einem Rad in ein Loch fährt und legt damit irgendeine Elektronik lahm, dann aber oha.
Irgendwie passt diese Angabe nicht zum Rest des doch recht geländetauglich daherkommen wollenden Fahrzeuges. Find ich halt.

Gryße!
Andreas, der motorang
L300 4WD Technik-FAQ unter motorang.com/L300
Benutzeravatar
kasimodo
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 370
Registriert: 17.06.2014 - 23:28
Wohnort: Arnstadt

Re: 4x4 Busse, Vans + Lieferwagen bis 3.5 To Gesamtgewicht

Beitragvon kasimodo » 04.07.2017 - 09:10

Hallo Andreas,

wir hatten dich schon richtig verstanden! Genau die von dir geschilderten Punkte waren auch meine Gedanken!

Allzeit gute Fahrt (nicht nur beim Furten)

Gernot
L300 4WD / 2,5TD / lang+hoch+LSD / OME
--------------------------------------------
Allradantrieb bedeutet, daß man dort steckenbleibt, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt...

Zurück zu „Kaufberatung“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast