Beschreibung Pajero V20

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tinker20
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Beschreibung Pajero V20

Beitragvon tinker20 » 20.11.2006 - 14:38

Einleitung:

Der Pajero V20 ist das Nachfolgemodell des "Ur-" Pajeros mit dem Modellcode L040.
Das V20 Modell wurde 10 Jahre lang gebaut, mit Diesel und Benzin Motoren, mit langem und kurzem
Radstand, sowie als Cabrio.
Es gab ihn mit manuellem Schaltgetriebe und Automatik-Getriebe.
Zudem gibt es 3 Ausstattungsvarianten.
Wir kennen die "Tupperware" Pajeros, sowie die "Facelift" Modelle.

Nähere Infos zu allen aufgezählten Punkten werde ich im Detail besprechen.



Baujahre
Gebaut wurde der V20 von1990 bis 1999, dadurch resultieren Erstzulassungen von 1990 bis 2000.
Im Jahr 2003 wurde das V20 Modell erneut aufgelegt, und zwar unter dem Namen "Pajero Classic".
Mitsubishi entschied sich dazu aus folgendem Grund: Der Nachfolger des V20 war der im Jahr 2000 eingeführte Pajero V60. Da nun jedoch ein günstiger Geländewagen in der Mitsubishi-Produktpalette fehlte, mußte man sich irgendwas überlegen um auch ein "günstiges" Modell anbieten zu können.
Also nicht verwechseln: Es gibt einen V20 Classic, sowie den erst vor kurzem erschienenen V60 Classic. Beide haben eines gemeinsam: Durch magere Ausstattung wird der Preis reduziert.
Fazit: Optimale Arbeitstiere für wenig Geld.


Erläuterung zu den Begriffen: Tupperware Pajero, Plastikbomber, Plastikmonster, Facelift Pajero
Das ist ganz einfach erklärt:

Es gab während der 10jährigen Bauzeit des V20 eigentlich nur 2 "Facelifts", wo kleine Details verändert wurden. Die Fahrzeuge blieben jedoch im großen und ganzen fast identisch. Man fühlt sich also in einem Pajero jeden Baujahrs heimisch, wenn man den Pajero V20 an sich von innen und außen kennt. Mitsubishi ist seinem Konzept immer treu geblieben. Wer zwei Pajero V20 nebeneinander stellen würde, sagen wir mal einen Baujahr 1990 und einen aus dem Jahr 2000, dann würden die von innen fast identisch aussehen, und von außen ebenfalls.

1. Im Jahr 1994:

- 2,8 Liter Diesel Motor wurde eingeführt.
- Innenbeleuchtung umgestellt von Gelb auf Weiß
- Skalen bekamen ein anderes Design
- Fahrerairbag war ab sofort beim GLS serienmäßig
- GLS war nicht mehr als 2,5 TD erhältlich
- serienmäßige 100% Sperre hinten beim GL fiel weg
- vordere manuelle Freilaufnaben durch automatische Freilaufnaben ersetzt

2. Im Jahr 1997

- Plastik-Kotflügelverbreiterungen aus Plastik fielen komplett weg. Die Verbreiterung wurde ab diesem
Jahr durch einen verbreiterten Kotflügel selbst bewerkstelligt (Änderung der Form)
- Durch die geänderte Kotflügelform mußte auch die Form der Blinker geändert werden.
Es handelt sich jetzt um Klarglasblinker, deren Wölbung auch anders ist als bei den Baujahren 90 bis 96.

Deswegen:
- Beim Kauf von EGR Scheinwerferprotektoren --> auf das Baujahr achten!
- Bei den Baujahren bis 97: unter dem Plastik können teilweise vollkommen versteckte Durchrostungen vorhanden sein. [/b]

Info am Rande:
Es gab zwischen 1998 und 2000 auch ein Facelift beim Pajero GL: ("Pajero Classic Line")
- ohne Verbreiterungen
- Motor: 99 PS 2.5 Diesel und 125 PS 2.8 Diesel
- mit Klarglas-Scheinwerfern ausgestattet
- erkennbar an einer Plakette unter den Seitenblinkern


Die Motoren:

1. Diesel: (alle mit Turbolader)

- 2.5 Liter (2477 cm³), 4 Zylinder, Motorcode 4D56, 99 PS/73 kW
Baujahre 1990 bis 1999, 240 Nm bei 2000/min

- 2.5 Liter, 4 Zylinder, Motorcode 4D56, 115 PS
Baujahre ??????

- 2.8 Liter (2835 cm³), 4 Zylinder, Motorcode 4M40, 125 PS/92 kW (mit Steuerkette)
Baujahre 1994 bis 1999, 292 Nm bei 2000/min


2. Benziner: (alle ohne Turbolader, alle mit Zahnriemen)

- 3.0 Liter (2972 cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G72, 12 Ventile, 150 PS/110 kW
Baujahre 1990 bis 1995, 236 Nm bei 4000/min

- 3.0 Liter (2972 cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G72, 24 Ventile, 181 PS/133 kW
Baujahre 1996 bis 1997, 255 Nm bei 5500/min

- 3.0 Liter (2972 cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G72, 24 Ventile, 170 PS, SOHC
Baujahre 1995 bis 1996, 247 Nm bei 5500/min

- 3.5 Liter (3479 cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G74, DOHC, 208 PS/153 kW
Baujahre 1994 bis 1997, 300 Nm bei 3000/min

- 3.5 Liter (3479 cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G74, SOHC, 194 PS/143 kW
Baujahre 1997 bis 1999, 313 Nm bei 3500/min

- 3.5 Liter MIVEC (3479 cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G74, DOHC, 263 PS/194 kW
Baujahre 1992 bis , 324 Nm bei 4500/min Motoren der Evolutionserie


Nur über dem Teich (USA) erhältlich:
- 3.8 Liter ( 3828cm³), 6 Zylinder, Motorcode 6G75, DOHC und variable Nockenwellen, 230- 263PS/172-197 kW
Baujahre 1994 bis 1997 dann ab 2004, 339-353 Nm bei 5000/min



Zur Bremsanlage:
- Betriebsbremsanlage besteht aus Scheibenbremsen an Vorder- und Hinterachse
- ABS vorhanden (automatische Abschaltung bei frühen Baujahren beim Einlegen der Geländereduktion)
- Trommelbremse an der Hinterachse als Feststellbremse


Radäufhängung
- Vorderachse: (Einzelradaufhängung)
Obere und untere Dreiecksquerlenker mit hydraulischen Teleskop Stoßdämper, Drehstabfedern
- Hinterachse: (Starrachse)
Starre Achse mit Schraubenfedern, unteren Längslenkern, einem Panhardstab und einem Querstabilisator.


Zur Lenkung:
Kugelumlauflenkung mit serienmäßiger hydraulischer Servounterstützung incl. Lenkungsdämpfer.


Karosserieformen:
Langer Radstand wird auch als LWB (Long wheel based) bezeichnet.
Kurzer Radstand wird auch als SWB (Short wheel based) bezeichnet.

Es gibt davon folgende:
1. Cabrio (mit wahlweise Hardtop oder Stoffdach)
- nur SWB, Fahrzeuglänge ca. 4,1 Meter
2. Wagon (komplett geschlossene Karosserie)
- SWB, Fahrzeuglänge ca. 4,1 Meter
- LWB, Fahrzeuglänge ca. 4,7 Meter


Automatik (A/T) oder Schaltgetriebe (M/T) in Bezug auf Motorvarianten:
Es gelten beim V20 folgende Grundsätze:
1. Alle Benzinmotoren gibt es sowohl als (A/T) als auch als (M/T), sowie beides als SWB und LWB.
2. Alle Dieselmotoren sowohl mit (A/T) oder (M/T) (kurze 2.8 mit Automatik sind sehr selten)
3. Den 2,5 Turbo Diesel gab es mit Automatik, aber nur zwischen 1991 und Ende 1993 in den frühen Versionen des GLS mit langem Radstand. Heute sehr selten.


Grundsätzliches zu den Getriebearten:
1. Automatik Getriebe (3-Gang mit Overdrive, also 4 Gänge):
Vorteile:
- Perfekt für das Gelände fahren
- Für das Hänger-Ziehen sehr gut geeignet
- prinzipiell entspannender auf langen Fahrten, speziell im Stau
Nachteile:
- Ca. 5% Verlust durch Drehmomentwandler

2. Schaltgetriebe (5 Gänge):
Vorteile:

- Geringerer Verbrauch als beim Automatik
- Durch andere Getriebeübersetzung bessere Motorbremse im Gelände
Nachteile:
- Für ungeübte Fahrer weniger geeignet im Gelände

Mitsubishi´s Allrad Konzepte beim V20
Hier unterscheidet man zwei Varianten, auf die detaillierten technischen Unterschiede gehe ich nicht ein,
da das für den Otto-Normalverbraucher eher uninteressant ist.
1. Easy Select:
Vorteile:

- keine mir bekannten
Nachteile:
- es ist nicht möglich, mit Allrad auf geschlossenem Untergrund zu fahren (Straße naß und trocken)
- Wenn man den Allrad einlegen möchte (4H), dann muß man stehenbleiben
- um den Allrad (4H) komplett rauszuschalten muß man ein paar Meter rückwärts fahren

2. Super Select:
Vorteile:

- Zentrales Differential mit Viscobremse
- Man kann auch mit Allrad auf trockener oder nasser Straße fahren (geschlossener Untergrund)
- Der normale Allrad (4H) kann bis 100 km/h während der Fahrt zu- und auch abgeschaltet werden - ohne daß man stehen bleiben oder rückwärts fahren muß.
Nachteile:
- keine mir bekannten

Es gibt folgende Schaltstufen:
2H = Heckantrieb
4H = permanenter 4x4 (Allrad) Antrieb mit offenem "Mitteldifferenzial" (nur beim Super Select)
4HLc = Allradantrieb mit geschlossenem "Mitteldifferenzial"
N = Leerlauf, Nebenabtrieb z.B. für mechanische Winde (nicht beim Automatik Getriebe)
4LLc = Allradantrieb in der Geländereduktion mit geschlossenem Mitteldifferenzial (offenes Mitteldifferenzial ist hier nicht möglich!). In dieser Stellung lässt sich zusätzlich durch einen Schalter am Armaturenbrett das Heckdifferenzial zu 100 % sperren.


Differenzialsperren:
Fast alle V20 Modelle haben eine serienmäßige 100% Heckdifferenzialsperre.
Ausnahme sind hier die Modelle in der Minimalausstattung GL.

Diese Sperre kann erst aktiviert werden, wenn man sich in der Geländereduktion befindet.
Die Sperre aktiviert sich sowohl im Stand, als auch beim Fahren (bitte nur bei langsamer Geradeausfahrt aktivieren, sonst krachts im Differenzial)
Anschließend kann die Sperre ebenfalls wieder rausgenommen werden, egal ob man fährt oder steht.
Sie schaltet sich jedoch oft erst komplett raus, wenn der Wagen ein paar Meter gefahren ist.

Fazit: Fast jeder V20 hat also in der Mitte und im Heck eine Sperre.
Wobei sich genaugenommen in der Mitte nur eine Viskobremse befindet, funktioniert aber sehr zufriedenstellend. Es gibt keinen V20, der serienmäßig vorne eine Sperre hat. Nachrüstung ist hier zwar möglich, aber sehr teuer und auch nicht von Mitsubishi selbst lieferbar.


Zur Fahrzeugidentifikationsnummer:
Beispiel: JMB0RV250XJ0xxxxx

J=Asien
M= Japan
B= Linkslenkung (A=Rechtslenkung)
0= 4 oder 2 Türer mit Heckklappe (A=2 Türer mit Stoffverdeck)
R= Automatisches 4-Gang Getriebe (N=Mechanisches 5- Gang Getriebe)
V= Fahrzeugmodell: Pajero
2= 2-Türer kurz (4=4-Türer,lang)
5= eingebauter Motor: (3= 3.0 Benziner V6; 4= 2.5 Diesel; 5= 3.5 Benziner V6; 6= 2.8 Diesel)
0= Fahrzeug mit Rahmen
X= Modelljahr des Wagens (M= 1991; N= 1992; P= 1993; R= 1994; S= 1995; T= 1996; U= 1997; V= 1998; W= 1999; x= 2000)
J= Code des Werks, vom dem das Fahrzeug vom Band lief
0= Katalysator (0= Modelle ohne Turbolader mit Kat; 3= Modelle mit Turbolader ohne Kat)
xxxxx= 5 Stellige Seriennummer des Fahrzeuges

V23 = 3,0 Benzin, 2 Türen
V24 = 2,5 Diesel, 2 Türen
V25 = 3,5 Benzin, 2 Türen
V26 = 2,8 Diesel, 2 Türen
V43 = 3,0 Benzin, 4 Türen
V44 = 2,5 Diesel, 4 Türen
V45 = 3,5 Benzin, 4 Türen
V46 = 2,8 Diesel, 4 Türen


Ausstattungsvarianten:
Beim Pajero gibt es besondere Kürzel, die genau aussagen über welche Ausstattung das Fahrzeug verfügt.

1. GL (Basisversion) hier fehlt im Vergleich zu GLS:
- Klimaanlage
- Tempomat
- Mäusekino (Zusatzinstrumente)
- elektrische Fensterheber
- Holzoptik im Innenraum
- Sitzheizung

2. GLX (keine Verbreiterungen, innen fast GLS-Niveau)
GLX Erweitert durch Fensterheber elektrisch, Schiebedach, mit oder ohne ABS, aber das nur gegen Aufpreis.

3. GLS (Topversion) hat folgende Ausstattung:
- 100% Heckdifferentialsperre
- Mitteldifferentialsperre
- ABS
- Tempomat (nicht alle)
- Holzoptik im Innenraum
- Echtholz- bzw. Lenkrad mit Leder, verstellbar
- elektrisch verstellbare und beheizbare Außenspiegel
- beheizbare Heckscheibe
- beheizbare Fläche auf der Frontscheibe, dort wo die Scheibenwischer aufliegen
- Memory Sitze, breitenverstellbar für Seitenhalt+ Lumbalverstellung (das ist eine Sonderausstattung)
- elektrische Fensterheber
- Klimaanlage
- Zentralveriegelung
- Mäusekino mit Außentemperaturanzeige, Neigungswinkel- und Höhenmesser
- 3 stufig elektrisch verstellbare Stoßdämpfer (Soft, Medium, Hart)
- dritte Bremsleuchte (ab 97)
- Power Sunroof: Elektrisches Glasdach bei langem Radstand
- Motorantenne


Kraftstoff Verbrauch:
Bei den Diesel Motoren:
- 2.8, langer Radstand: 10-13 l
- 2.5, Baujahr 2002, kurzer Radstand, manuelle Schaltung: 10 bis 11 l Autobahn, 13 l Stadt

Bei den Benzin Motoren:
- 3.5, Automatik, Baujahr 2000, kurzer Radstand: 13 l Autobahn, 16 l Stadt


Sondermodelle:
1. American Dream:
Die V20 Modelle ab Baujahr 1997 gibt es auch als Sondermodell "American Dream".
Hier handelt es sich um Fahrzeuge mit Lackierung in zwei Farben:
Silber bis auf höhe der Kotflügel (incl. der vorderen Stoßstange), der Rest ist in normaler Wagenfarbe lackiert (beispielsweise grün oder blau).
Zudem haben sie verchromte Außenspiegel, Türgriffe und Heckstoßstangen.

2. Trophy:
Hier handelt es sich um einen kurzen 2.8 Liter Diesel mit Schaltgetriebe, Baujahr ab 1997.
Farbe ist immer blau-metallic.
Der Unterschied zu normalen V20 Modellen:
Spezielle Alu Felgen (weiss hier jemand die Größe auswendig - das find ich nirgends....), Recaro Sportsitze,
Flankenschutzrohre, veränderter Spritzschutz.

3. Dakar:
Ähnliche Ausstattung wie beim Trohy Sondermodell, jedoch mit 3.5 Liter Benzinmotor.
(muß ich nochmal abklären ob das so korrekt ist)

4. Solitaire:
HELP ME
@Mario (MF), hier bist Du doch der Profi!


"Ich möchte mir einen Pajero kaufen, was muß ich dabei beachten?"
Zu dieser Frage sind natürlich mehrere Punkte zu beachten, die ich hier im einzelnen detalliert auführen möchte:


1. Die Entscheidung über den Motor, bzw "Was will ich mit dem Pajero machen?"

Die Diesel Modelle sind sehr gut für geeignet, um sie für die Arbeit einzusetzen. Außerdem sind sie besonders geeignet für Personen, die viele Km pro Jahr zurücklegen. Grund: Die Diesel haben einen wesentlich niedrigeren Verbrauch als die Benziner. Zudem sind sie als Arbeitstiere mit der Minimalausstattung erhältlich, dadurch beim Gebrauchtkauf auch relativ günstig zu bekommen (für einen Diesel versteht sich). Bitte beachtet, daß der 2.8 Liter deutlich mehr Sprit frisst, als der 2.5 Liter Diesel! Man bewegt sich hier schon annähernd im Bereich eines 3.0 Benziners (bitte sagt mir, ob diese Aussage korrekt ist!)

Wer dagegen von vornherein weiss, daß er entweder nur sehr wenig damit fährt, oder schlichtweg sehr viel Wert auf Laufruhe des Motors legt, dem rate ich zu einem Benziner. Wer den V20 auf Rallyes oder Trophys einsetzen will, der greift natürlich auch zum Benziner... das ist klar. Wobei man hierbei beachten sollte, daß die Einzelradaufhängung bei hohen Geschwindigkeiten zwar für Stabilität sorgt, aber gleichzeitig auch ein Hindernis ist (speziell in Bezug auf Höherlegung). Auch hier ist zu beachten, daß die 3.5 Liter Motoren gegenüber den 3.0 Liter Motoren deutlich mehr Sprit fressen. 15 bis 16 L/km in der Stadt ist hier schon fast der normale Wert bei "normaler" Fahrweise.
Das ist auch der Grund, warum die Benziner am Gebrauchtwagenmarkt entweder ins Ausland exportiert werden, oder für sehr wenig Geld zu haben sind.

2. Die Entscheidung in Bezug auf Automatik Getriebe, oder Handschaltung:

Dies ist grundsächlich erstmal eine Frage des Geschmacks des jeweiligen einzelnen. Der eine hasst Automatik, der andere liebt es - und umgekehrt. Ein kleines Fazit: Fürs Gelände und Hänger-Ziehen ist Automatik besser geeignet.


Literatur zum Pajero V20:
1. Reparaturanleitung Mitsubishi Pajero V20
Bucheli Verlang, Band 1256, ISBN 3-7168-2019-9, ca. 25 EUR
Amazon Link

2. Das neue große Mitsubishi-Pajero-Buch
Gebundene Ausgabe, Heel Verlag, ISBN 3898806855, 39,90 EUR.
Noch nicht erschienen.

3. Das große Mitsubishi Pajero-Buch
Gebundene Ausgabe, Offroad Verlag, ISBN 3930193019.
Nur noch gebraucht zu erwerben, z.b. auf ebay oder Amazon.





Galerie mit allen V20-Modellen:
Hier klicken :-)




Abschließend: Spezielle Themen hier im Forum, in Bezug auf den V20

Zubehör/Modifikation fürs Gelände:
Vorbereitung 2" Bodylift Pajero V20
Unterfahrschutz V20 Kurz AT
Mudflaps bzw. Spritzschutz
Schnorchelmontage
HiLift-Aufnahmen V20
Allrad: Vergleich der 4 Antriebsarten
Snorkel am Pajero
ARB Windenstoßstange - Montage


Reperaturhilfen:
Radiomotorantenne ersetzen V20
V20 untere Traggelenke und Radlager
Repanleitung Zwischengetriebe-Endlager und Schiebestück
V20 pre-Facelift lang - Verglasung demontieren
Benzinpumpe reparieren
Holter di polter - Stoßdämpfertausch V20 lang
Zahnriemenwechsel 6G72-Motor
Tacho Ausbau/Instandsetzung V20 93 Automatik
Verbreiterungen wieder fest


Sonstige Modifikationen:
Replace-Tankmontage V20 kurz
Motortuning V20
V20 Kurz Benziner Umbau auf externe Benzinpumpe


Generelle Infos:
Welche Lima in welchem Fahrzeug
Ausbau&Einbau Rückbank V20 93 lang
Karosseriedurchführungen am/im V20
Rücklichter Pajero V20
Spannrollen V20 V6 oder L040 V6 zum Selbermachen
Thermikprobleme V6
Zuletzt geändert von tinker20 am 20.11.2006 - 20:57, insgesamt 20-mal geändert.
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Jürgen
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Beitragvon Jürgen » 04.01.2009 - 19:19

Servus

Ich stelle mal die allgemeine Kaufberatung vom " Allradler " hier mit rein , obwohl Andreas ja eigentlich schon alles ganz toll beschrieben hat :super:

http://www.allrader.de/pajero.htm
Viele Grüße aus dem Allgäu,
Jürgen
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Re: Beschreibung Pajero V20

Beitragvon Bart » 03.01.2011 - 21:38

Grüß euch!

Stell mal die in Deutschland verkauften Achsübersetzungen rein:
4.875
4.636
4.625
4.272

Außerdem das Sondermodell Solitaire:
Der Solitaire hat folgende Veränderungen gegenüber einem GL:
- schmaler verchromter Edelstahlbügel
- Trittbretter
- Reibsperre an der Hinterachse
- 7x15er Alufelgen (anderes Design also die sonstigen Seriealus), darauf 235/75 R15 Reifen
- Heckspoiler mit dritter Bremsleuchte
- Body sitzt näher am Rahmen
- "Rallystreifen" als Aufkleber an den Seiten
- Schriftzug "Solitaire" an der B-Säule
Gruß Florian
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Pajeroteile vom V20 abzugeben!
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Beda
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Re: Beschreibung Pajero V20

Beitragvon Beda » 21.03.2011 - 09:33

Hallo zusammen,
Servicedaten für den 4M40-Motor und den V20 drumrum:
4M40_Servicedaten.pdf
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: Beschreibung Pajero V20

Beitragvon Andreas Possenig » 22.01.2012 - 15:04

So, es hat einige Monate gedauert aber jetzt gebe ich hier meinen Senf dazu.

Also, dies ist mehr eine Ergänzung zu den Daten und Gedanken vom Tinker. Größtenteils handelt es sich um Erfahrungen die ich bei diversen Besichtigungen gemacht habe bzw. bei durch studieren hunderter Anzeigen, E-Mails und unzähligen Telefonaten. Leider sind mir dabei immer einige gute Fahrzeuge durch die Lappen gegangen, also wenn ihr ein gutes Angebot findet, verbeist euch!

Meine Erfahrungen sind alle auf dem österreichischen Markt gemacht, es mag Unterschiede zu dem deutschen und schweizer Markt geben bzw. manche Dinge dort weniger extrem sein.

Anzeigen

Das Problem ist der Unwillen gute Fotos bzw. genaue Auskunft zu geben. Telefonate sind meistens (es gibt wenige, ehrliche Ausnahmen!) nicht besser. Natürlich soll dies kein generelles Abraten sein, aber bleibt skeptisch ;).

Grundsätzlich kann man aber gewisse Sachen beim V20 auch auf mäßigen Außenfotos erkennen und daraus, und aus dem Anzeigentext, seine Schlüsse ziehn.

So sind:

-Rostige Karossen sitzen meist auf rostigen Rahmen, auch ein rostiger Abschlepphaken und/oder eine Stark verrostete Heckstoßstange verspricht meist nichts Gutes, ausgebleicht sind diese nur Wegen des Alters, dass ist nicht schlimm.
-Aussagen wie "Unterbodenschutz neu" sollten dazu veranlassen das Browserfenster zu schließen. Dabei handelt es sich, nach meinen Erfahrungen, ausnahmslos um auf Teufel komm raus geschönte und zugeschmierte Fahrzeuge. Nachfragen kann man aber trotzdem.
-Rostfrei steht oft für Fahrzeuge mit neuem Unterbodenschutz, vorwiegend bei Händlern, es kann sich dabei aber um gesuchte Schätze handeln!
-Das Angebot das Fahrzeug beim ÖAMTC oder ARBÖ überprüfen zu lassen würde ich nur in Anspruch nehmen wenn man selbst (bzw. mit einem eigenen Sachverständigen) zu gegen ist, da sich hier der Ein oder Andere mit dem Mech abspricht, ein Schelm wer Böses denkt.....
-Bei Zahnriemen bitte stets das Jahr des Wechsels erfragen, dabei nimmt man es nicht so genau und meist werden nur die KM angegeben.

So kann man schon einige Fahrzeuge aussortieren da sich nicht alles auf mäßigen Fotos verschleiern lässt. Damit lassen sich dann einige KM und viel Frust sparen. Vor allem sollte man sich nichts erzählen lassen, deshalb mag ich Telefonate nicht da dort immer alles super ist....


Karosse

Also Thema ist der Rost an folgenden Stellen:

-Radläufe (sehr oft billigst "lackiert" mit "Steinschlagschutzlack", zu erkennen an der unebenen Oberfläche bzw. einer kleinen Kante zur restlichen Lackierung), des Weiteren besonders unter den verbreiterten GLS-Modellen.
-Schweller (geschönte sind an der fehlenden Sicke in der Mitte der Vordertür erkennbar!!)
-Hecktür (um die Kennezeichenbeleuchtung und an der Unterseite)
-Schiebedachrahmen (zu sehen bei offenem Schiebedach)
-Türen (in den Ecken)
-Kotflügel vorne (Blinkereinheit rausschrauben und reinleuchten oder Kopf und Taschenlampe an die Vordertür anlegen und den Winkel so lang verändern bis man in den Kotflügel reinleuchten kann)
-Im Heck an sich (Gummistopfen in den Ecken, bei offener Hecktür, herausnehmen und reinleuchten)
-Unterm Teppich, vor allem in den Ecken, aufheben, in den Fussräumen,...
-In seltene Fällen auch an der A-Säule, Dachrinne, ein Blick auf Fälze und Sicken rund ums Auto ist nicht verkeht.

Allzuoft werden die Fahrzeuge auf Teufl komm raus geschönt, sei es durch den ominösen "Steinschlagschutzlack" oder Bitumenunterbodenschutz der gern bis auf die Kotflügel aufgetragen wird oder durch ein Verkaufslackierung.

Ersteres lässt sich an der den tiefschwarzen Kotflügeln/Radkästen/Kotflügelfalzen und der unebenen Oberflächen (wenn überlackiert) erkennen.

Letzteres meist an fehlenden Schriftzügen oder falschen Schriftzügen. Korrekte Schriftzüge sind "Intercooler Turbo" beim 2.5 TD, Intercooler Turbo 2800 beim 2.8 TD, SOHC V6 3000 usw. für die Benziner und Pajero auf den vorderen Kotflügeln. Bei Importen steht möglicherweise auch 24 Valve V6 3500 drauf.

Zum Schluss noch eines, lange Radstände sind meistens besser beisammen als kurze Radstände da letztere nur allzu gern von Förstern/Jägern/Bauern und Arbeitern runtergeritten werden.


Rahmen

Der Rahmen ist das Hauptproblem beim Rost, da er zum Teil nur schwer oder gar nicht (eingebaut) zu schweißen ist bzw. dies in AT nur bedingt legal ist. In DE ist die Lage naturgemäß anders. Leider waren die Rahmen ab Werk wenig bis gar nicht versiegelt und da sich frühe (oder alle) Besitzer, wie auch Autohäuser, wenig darum geschert haben, sind diese bei den allermeisten V20 stark angegriffn. Die meisten Händler begegnen diesem Problem durch zuschmieren mit Bitumenunterbodenschutz, Hammerite oder Ähnlichem. Die Hohlräume bleiben allzu oft unbeachtet und sind halb voll mit nassem Sand und Dreck weshalb der Rahmen von Innen durchfault. Aufgrund des Bitumenschutzes sieht man dies erst wenn es zu spät ist.

Wichtig ist beim Kauf das das Metall des Rahmen zu sehen und anfassbar ist. Flugrost ist normal und nicht besorgnisserregend, allerdings sollten die Löcher im Rahmen weder mit Dreck verstopft (unten am Rahmen) sein noch sich ausbrechen lassen (wegen Rost). Dazu einfach mal mit einem Schraubenzieher/Hammer nacharbeiten. Dann sollte man in jedes Loch das man findet mit den Fingern rumsuchen, wichtig wäre dort Wach/Hohlraumfett zu finden, Dreck ist nicht gut und Dreck mit Metallstücken ist letal. Das Alter ist dabei nebensächlich, ich habe schon 8jährige Pajeros mit großflächig durchgerosteten Rahmen gesehn.

Diese Probleme betreffen vor allem das hintere Drittel des Rahmens, ganz besonders die Querträger über dem Tank (ohne Hebebühne schwer zu überprüfen) und den Aufwärtsschwung im hinteren Radhaus (leicht zugänglich).



Motoren

Grundsätzlich ist es wohl egal welchen Motor man wählt auch wenn in Österreich die Wahl meist auf den 4d56 fällt weil der am billigsten in der Versicherung ist.

4D56, 2.5 TD

Am leichtesten zu bekommen ist dieser Motor, leider auch sehr gefragt (trotz des hohen Angebots), Preisniveau ist defacto auf dem Niveau des 2.8 TD (4M40). Er ist relativ günstig zu reparieren, durch die kurze Übersetzung wurden die oft auf der Bahn zu Tode getrieben. Warm- und Kaltfahren ist vielen Nutzern gänzlich unbekannt ("Gebrauchsauto") , ganz lustige stellen den Motor noch mit einem Gastoß ab.... :kopfgegenmauer: Die Einspritzpumpe zieht manchmal Luft, Überholungen sind teuer, zur Überbrückung kann einen Pumpe beim Tank eingebaut werden da die ESP wohl fast immer an der "Saugseite" undicht ist. Zylinderkopfschäden sind auch sehr oft der Fall, aber relativ günstig zu reparieren. Ölwechselintervalle werden auch oft nicht so genau genommen, wie generell die Pflege bei kurzen Radständen mit diesem Motor. Meist sieht man dies den Fahrzeugen auch an! Zahnriemen beachten, 90tkm oder 5-6 Jahre. Verbrauch ist beim kurzen Radstand von 10 Liter aufwärts, bei Serienbereifung.

4M40, 2.8 TD

Der größere Diesel ist weit weniger verbreitet, im Einkauf aber nicht unbedingt teurer. Die Ersatzteilpreise sind höher als beim 4D56. Zylinderköpfe sterben weit weniger oft sind allerdings erheblich teurer. Die Einspritzpumpe ist hier ab 150tkm fast Dauerthema, Schadensbild ist das Selbe wie beim 4D56, Überholungen sind teuer. Generell scheinen höhere Laufleistungen (400tkm und mehr) erheblich leichter möglich. Der Verbrauch ist etwas höher als beim 4D56.

6G7x, V6 3.0 12V/24V, V6 3.5 24V

Sind in Österreich grundsätzlich recht selten, wegen der PS-Besteuerung auch teuer in der Versicherung. Alles in allem scheinen sie sehr stabil und für viel KM gut. Arbeiten sind aber meist zeitaufwändig und deshalb in der Werkstatt teuer. Auch die Ersatzteile (wenn nicht aus den USA bestellt, dabei Zoll beachten) sind teuer. Zündkerzen müssen nur mit dem Zahnriemen (90tkm 5-6 Jahre) raus, sind als Platinkerzen aber sauteuer. Die Verbräuche unterscheiden sich wohl sehr stark, wenige sind im Stand (mit "schleichen") auf Verbräuche um die 12 Liter zu kommen, allerdings würde ich bei 15 Liter mit der Rechnung beginnen.



Getriebe

Ob Handschaltung oder Automatik ist wohl Geschmackssache und eine Frage der Verfügbarkeit. Zu bemerken ist dass der 2.8 TD und der 3.5 V6, als Handschalter, ein verstärktes Getriebe gegenüber dem jeweils kleineren Motoren haben. Haltbar sind alle Handschalter, defekte haben öfter ein Ausrückelager als Grund, man hört dann im Stand, ausgekuppelt, ein Rasseln, es verschwindet bei getretener Kupplung, allerdings ist dann wohl meist schon ein Lager der Eingangswelle zu hören, sprich eine Getriebeöffnung notwendig. Totaldefekt sind vor 200tkm bzw. überhaupt relativ selten.

Selbiges gilt für Automatikgetriebe, dabei ist auf einen sauberen Schaltvorgang zu achten bzw. wenn nicht das Automatiköl zu wechseln/kontrollieren. Verbrannter Geruch deutet auf eine Vorschädigung bzw. "zerstörtes" Öl hin, die Farbe sollte rot (je nach Typ auch anders) sein. Beim Wechsel unbedingt an Mitsubishis Vorgaben halten!!! Ansonsten ist das Getriebe binnen Kilometern kaputt.

Verteilergetriebe, Achsen, Freilaufnaben, Differentialsperre

Scheinen sehr stabil, genauso wie Steckachsen, Hecksperre und Differentiale. Defekte sind äußerst selten. Sollte bei den Superselectmodellen die Vorderachse nicht einrücken liegt das meist an alten, porösen Unterdruckschläuchen, ein blickende Anzeige muss kein Indikator sein da diese öfter "spinnt" aber keinen Einfluss auf den Antrieb an sich! Beim Easyselect liegt es meist an defekten Freilaufnaben. Grundsätzlich sollte man alles regelmäßig benützen, dies verhindert festgammeln was vor allem bei Hecksperren passiert. Wichtig ist bei der Probefahrt alles zu überprüfen bzw. sich das vom Besitzer zeigen zu lassen, manchmal ist hier durch Unwissen schon vorgeschädigt worden.

Weiter Kleinigkeiten

-Umlenkhebel (besonders bei größeren Rädern)
-Vordere Aufhängung generell (bei einer Probefahrt schwer zu testen, im Zweifelsfall eine fähige Werkstatt, ÖAMTC oder ähnliche hinzuziehn) Stichwort Traggelenke
-abgerissene Stoßdämpfer und gebrochene Federn
-festgehende Bremsen, vor allem hinten (wird heiß)
-kaputte Komfortausstattungen (dilletantisch zugeklebte Schiebedächer, totgelegte Klimaanlagen, kaputte Motorantennen)

Dies war jetzt der 1. Anlauf eine Kaufberatung zu schreiben, sie ist sicher nicht vollständig oder fertig, für Anregungen bin ich offen (bitte per PN), dies gilt auch für Fehler. Ich werde Sie in Zukunft noch weiter vervollständigen.

Des Weiteren ist diese Kaufberatung nicht als nonplusultra zu verstehen, sie dient lediglich als Überblick bzw. Ergänzung zu Tinkers Arbeit, weiterlesen, Nutzung der Suchmaschine und Durchstöbern alter Threads (bes. Technikabteilung sind wichtig) ist empfehlenswert.

Auf bald.

Andreas
Zuletzt geändert von Andreas Possenig am 29.01.2012 - 21:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Matthias
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Re: Beschreibung Pajero V20

Beitragvon Matthias » 22.01.2012 - 16:36

Vielen Dank für diese gute Beschreibung, Andreas!

Ich möchte nur ergänzen, daß auch ein V20, der alle von Dir geschilderten Mängel und Schäden hat, noch lange fahren kann. Meiner ist dafür das beste Beispiel. Diese Autos sind sehr sehr stabil. Aber natürlich haben auch sie eine begrenzte Lebensdauer.

Wenn meiner 2013 nicht mehr durch den TÜV kommt (was wahrscheinlich ist), werde ich ihn wohl mit dem Ziel Totalzerlegung und Irgendwannwiederaufbau einmotten...

Nochmals Dank!
Matti
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