GPS Navigation Grundsatzentscheidungen

Hilfsmittel mit und ohne Batterien

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hapaai
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GPS Navigation Grundsatzentscheidungen

Beitragvon hapaai » 30.05.2008 - 11:25

Hallo zusammen,
lange hab ich mich in das Thema Navigation eingelesen, kann mich aber einfach nicht entscheiden. Daher bitte ich um Euren wertvollen Rat.

Erstmal meine Bedürfnisse und mein Anwenderprofil:

Brauch' nicht unbedingt Straßen und Stadtrouting. Da wo ich hinkomm kenn ich mich aus oder nehme einfach Stadtplan zur Hand.

Mach ab und zu Geocaching und Bergwanderungen.

Will in Afrika und Mittelasien navigieren. Will wissen wo ich bin und kann Kartenlesen, damit ich weiß wie ich wohin komme. POIs uninteressant. Pisten will ich auch mal selber finden.


Jetzt hab ich mir drei Lösungen ausgedacht:

Laptop ins Auto, GPS Antenne, dig. Karten, Freeware/Shareware

Handheld Outdoor GPS (Garminlike) evtl. an Laptop zur Darstellung

PDA oder GSM mit GPS und Windows Mobile. Dig Karten, Freeware/Shareware

Bare Bone PC ins Auto mit Touchscreen. Selbstgebastelt mit Dig Karten, Freeware/Shareware, GUI etc
Wobei ich noch keine Ahnung habe die GUI auf Touchscreen zu bekommen. Noch nicht eingelesen!

Danke für Eure Meinung.
Gruß, Walter
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Sven
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Re: GPS Navigation Grundsatzentscheidungen

Beitragvon Sven » 30.05.2008 - 12:47

hapaai hat geschrieben:Handheld Outdoor GPS (Garminlike) evtl. an Laptop zur Darstellung


reicht meines Erachtens für deine Bedürfnisse. So mach ich es auch, altes Garmin 12XL aus ebay und gut ist (ich hab 2, eines zur Reserve). Bisher bin ich noch überall dort angekommen, wo ich hinwollte.

Das selbst ich nun mit Läppi unterwegs bin, werde ich mir noch ein Progrämmchen suchen, welches Satbilder und eine eingegebene (z.B. aktuelle) Position darstellen kann (hatte ich schon mal, finds nur nicht mehr), das ist dann bei Navigation nach Satbildern sehr komfortabel. Eine Verbindung zwischen GPS und Läppi für Tracking etc. halte ich für überflüssige Spielerei. Bin ja auf Reise, nicht auf Rallye.

Das olle 12XL hat eine Backtrack-funktion, d.h. man wandert über den Gletscher, der Sturm und Nebel können kommen, man kann genau den Weg per GPS quasi blind zurücklaufen.

Es gibt dazu eine externe Antenne, ist gut bei Betrieb im Auto und bei sehr niedrigen Temperaturen, dann kann die Antenne auf den Rucksack, und das Garmin unter die Jacke. So ein Ding ist flexibel, sowohl für Auto, wie für Wandern.

Und beim Verlassen des Autos immer die Position abspeichern, so kann man völlig entspannt fremde Städte und Wälder erkunden und findet immer wieder zurück.

Und wozu man für "Afrika und Mittelasien" mehr Hightech braucht, verschließt sich meinem kleinen Hirn.

Grüße
sven
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Beitragvon hapaai » 30.05.2008 - 13:16

Danke Sven,
das war auch mein Favorit. Wegen der Flexibiliät.
Ich hatte mir ein neueres Garmin etrex kürzlich für zwei Wochen ausgeliehen. Die Menüführung war mehr als bescheiden. Das Display viel zu klein und pfrimelig für's Auto.
Da mach ich lieber Koordinatenbestimmung damit und trag's mit Hand in die Karte ein.
Dann noch das Kartenmaterial in Topos oder Satelit - unmöglich aufwändig oder teuer bei Garmin.
Deswegen doch sehr die Tendenz zum Laptop dran.

Wobei der BareBone mit Touchscreen halt schon was hätte und ich könnte mal wieder basteln. Das was ich gelernt habe und nicht Autoschrauben, dass ich nur aufgeschnappt habe....
...und a bisserl blind bin ich auch...


Gruß, Walter

Und wozu man für "Afrika und Mittelasien" mehr Hightech braucht, verschließt sich meinem kleinen Hirn
Wo denn überhaupt?
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Beitragvon Sven » 30.05.2008 - 13:22

Wer viel in Städten ohne Navigator unterwegs ist, für den ist so ein "richtiges" Navi sicher sehr hilfreich.
Ebenso ist eine Navigation auf einer Rallye, bei ders um Zeit geht, auch was anderes.
Tracks sind in Minenfeldern vielleicht wirklich sinnvoll, aber ich halte mich da halt einfach möglichst weit von entfernt.

Grüße
sven
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Beitragvon Spati » 30.05.2008 - 15:54

Hallo Walter,

prinziepiell reicht natürlich das von Sven angesprochene Gerät/Gerätelösung aber

bei dem heutigen Angebot an Geräten und was diese leisten + kosten lohnt sich meiner Meinung nach nicht mehr ein Gerät der aller ersten Generation.
Die kosten für die Garmin Geräte sind im letzten Jahr gewaltig gefallen für 270E bekommst Du schon ein Garmin handheld der neuesten Generation mit Karten! http://www.jedermann-gps.info/gpsgeraet ... stahcx.php
Nur mal als Beispiel.

Mit der allerersten Gerätegeneration hab ich mit dem 45xl vor 10 Jahren angefangen. Sicher kannst Du die Grundfunktionen nutzen aber Du wirst sehr schnell mehr sehen/abspeichern/übertragen/tracken wollen und da ist dann Ruck zuck Schluss... IMHO
So ist zb. bei der "alten" Gerätegeneration ohne Sirf III Empfangschipsatz im normalen Mischwald schnell Schluss mit Empfang. Gerade gestern wieder passsiert....

Schönes Wochende
Spati
Zuletzt geändert von Spati am 02.06.2008 - 13:05, insgesamt 1-mal geändert.
Chris99

Beitragvon Chris99 » 30.05.2008 - 18:59

Hallo Walter!

Bare Bone PC ins Auto mit Touchscreen. Selbstgebastelt mit Dig Karten, Freeware/Shareware, GUI etc
Wobei ich noch keine Ahnung habe die GUI auf Touchscreen zu bekommen.

Die aktuelle TTQV-Version hätte das Touchscreen- GUI bereits integriert....und zum Kartenbasteln (georeferenzieren gescannter Karten, Satbilder aus GE inkl. Kalibrierung importieren etc.) eignet es sich auch ganz gut. Is aber leider keine Free- od. Shareware.

LG
Christian
Ingo-K

Beitragvon Ingo-K » 30.05.2008 - 20:47

Moin!
Ich bin mit PDA/Laptop und externer BT-Maus unterwegs.

Zugegeben, etliche Geräte mit etlichen Ladegeräten. :roll: Aber im Gegenzug habe ich immer das Progremm zur Hand, das in dem Moment ideal ist.
Die Maus ist mit einem Datenlogger, so kann ich zum Beispiel Fotos leicht georeferenzieren (geotagging) und mir abends angucken, wo ich wirklich war. Auf dem PDA habe ich dann Tomtom für die Stadt und Oziexplorer für Wald und Flur.

Der Ozi auf dem Läppi kann einiges mehr, dient aber eher zum Wandeln der Daten, zum Geotagging, Hochladen, Surfen, etc.
Ein einfacher PDA mit GPS onboard wäre zwar auch nett, aber ich "brauche" den Logger. Habe mich in den letzten Jahren einfach zu sehr daran gewöhnt. :wink:
Gruß Ingo
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Alf
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Beitragvon Alf » 01.06.2008 - 18:28

Für mich ist die beste Kombination zur Zeit folgende:

Europa / On+ Off-Road:

PDA mit BT GPS Maus und TomTom 6 und/oder Garmin MobileXT.

Afrika:

PDA mit Garmin 60C und Afrika Karten (Garmin) und RasterKarten (auch Sat.-Karten) unter OziExplorerCE.

Der Vorteil des Garmin 60C, ich kann diesen auch für andere Dinge gebrauchen (Töff, Velo und Wandern).

Happy navigating ;)

Ciao,
Alf
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mike124

Beitragvon mike124 » 02.06.2008 - 10:19

Moin moin!

Ich weis ja nicht, aber die Alternativen sind m.E. nicht wirklich mit einander vergleichbar. In zivilisierten Gegenden mit Stromanschluss, Telefon und Co mögen technische Spielereien wie Barebone/Touchscreen, Laptop usw. vertretbar sein. Ein weinig abseits würd ich mich darauf verlassen wollen.
Ein vernünftiges Garmin mit Topo (selbst die Basiskarte ist so schlecht nicht) ist da sicherer, als so eine Hightech-Kombination, deren Akku/OS/HD oder was auch immer gerade mal nicht so mag, wie ich...

Zugegeben war ich noch nicht im afrikanischen Hinterland, aber schon bei den Abseitstouren in Italien oder Frankreich war ich ganz froh über mein GPS 3plus mit seiner einfachen Karte. Die funktionierte immer.

Mein must have wäre ein 60csx (SIRF III, dazu ne aktuelle Topo) und als backup das 3plus. Alles andere ist Spielerei - als addon aber sicher witzig.

Sonnige Grüße, Mike
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Beitragvon Schlappohr » 02.06.2008 - 12:04

Servus
Ich schliesse mich Sven, Mike und Alf an - stay basic! Je weniger Einzelgeräte umso weniger Gefahren von Defekten, kaputten Steckern usw. UND...umso weniger Begehrlichkeiten bei eventuellen Beobachtern.

Gruß
Florian
"Reisen ist tödlich für Vorurteile" (Mark Twain)
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EX: Pajero 3,2DID, T3 Syncro, Jeep Grand Cherokee, Chevy Trailblazer, Montero 3,5 GDI, Nissan Pathfinder R51
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Garmin oder hightech per Notebook/car-PC plus TTQV?

Beitragvon Volker » 03.06.2008 - 11:17

Hallo!

Dann will ich auch mal meinen Senf dazu geben.

Garmingeräte:

Die aktuellen Geräte sind ja schon recht komfortabel und bieten auch eine Reihe sinnvoller Funktionen. Allerdings sind die Karten ziemlich teuer und auch nicht immer das, was man abseits der Straße wirklich braucht. Macht meiner Meinung nur Sinn als Zweitgerät wenn man sich mal vom Auto entfernen will. Kann aber auch als Empfänger für ein Notebook oder car-PC eingesetzt werden.

Notebook oder car-PC in Verbindung mit TTQV:

Die einzig wahre Lösung wenn man sinnvoll mit topo-Karten arbeiten will! Nur wer schon mal länger damit gearbeitet hat kann den Mehrwert auch einschätzen, auch wenn das alle Garminfreaks nicht wahr haben wollen und mir jetzt böse sind. :haue02:

Als Hardware empfehle ich ein kleines Notebook mit 8 oder 10 Zoll Bildschirm. So etwas gibt es günstig gebraucht. Oder - wenn die Kasse es hergibt - einen car-PC, die sind inzwischen auch zu vernünftigen Preisen zu haben. Beide Lösungen haben ihr Vor- und Nachteile (fest eingebaut oder transportabel, Touchscreen oder nicht). TTQV funktioniert mit beiden Geräten hervorragend, man braucht allerdings eine Weile, um sich einzuarbeiten und alle Funktionsmöglichkeiten zu durchschauen.

Ich möchte es auf jeden Fall nicht mehr missen, während der Fahrt eine möglichst detailreiche Karte auf dem Bildschirm zu haben und immer zu sehen, wo ich gerade genau bin. Und die Möglichkeit der unbegrenzten Trackaufzeichnung ist nur hier möglich.

Volker
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Beitragvon motorang » 03.06.2008 - 13:41

Mein System:

* Palm-basierter Handheld mit GPS-Maus und Windschutzscheiben-Halterung, Software Pathaway4. Hat bis jetzt auch mehrere Motorrad- und Autoreisen klaglos überstanden. Software stellt aktuelle Position auf beliebiger Rasterkarte dar, die man von TTQV aus konvertiert hat, ebenso Routen, Wegpunkte etc. Auch selbst gescannte Karten gut möglich. System kann abgenommen und mobil verwendet werden, Laufzeit einige Stunden ohne Kabel.

* Altes Garmin GPS12 + mitgeführte Papierkarten (Ausdrucke) als Backup.

* Optional: Toshiba Subnotebook mit TTQV4 zur Datensicherung, Routenbetrachtung etc. Das Ding ist mir während der Fahrt aber zu groß (wohin damit) und unhandlich weil nicht per Touchscreen bedienbar.
Dient auch der Beruhigung, vom Notebook aus den Handheld neu aufsetzen zu können (Einspielen des Backups von der Speicherkarte hat schon mal nicht geklappt ...)

Hier meine GPS-Seite dazu:
http://motorang.com/sonstiges/clie-garmin.htm

Gryße!
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Beitragvon Volker » 03.06.2008 - 16:57

motorang hat geschrieben:
* Optional: Toshiba Subnotebook mit TTQV4 zur Datensicherung, Routenbetrachtung etc. Das Ding ist mir während der Fahrt aber zu groß (wohin damit) und unhandlich weil nicht per Touchscreen bedienbar.



Ich will ja nicht streiten, weil das in diesem Zusammenhang auch keinen Sinn macht, schließlich hat jeder so seine eigenen Vorstellungen, aber was bitte schön ist an einem Subnotebook (Libretto) zu groß??? Der passt selbst im Suzuki Samurai noch an´s Armaturenbrett. Oder meinst du Notebook = 10 Zoll-Bildschirm?

Volker
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Beitragvon motorang » 03.06.2008 - 17:23

MEIN Subnotebook hat Zwölfkommairgendwas Zoll, und dort wo mans logischerweise hinbauen würde sitzt mangels Klimaanlage schon ein Schwenkventilator ...

Gryße!
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Beitragvon Volker » 03.06.2008 - 21:59

motorang hat geschrieben:MEIN Subnotebook hat Zwölfkommairgendwas Zoll, und dort wo mans logischerweise hinbauen würde sitzt mangels Klimaanlage schon ein Schwenkventilator ...

Gryße!
Andreas, der motorang


Und da haben wir wieder das Problem, das gewisse Begriffe nicht genau definiert sind. Ein Subnotebook ist bei mir unter 8 Zoll, ein Laptop fängt bei über 12 Zoll an, alles dazwischen ist für mich ein Notebook. Aber so ist das nun mal wenn zwei vom gleichen reden aber was anderes meinen :wink:

Volker

PS: Meine Klimaanlage heißt Fenster auf oder Glasdach auf oder beides

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