........und zurück über Astana.
Von Öskemen aus folgen wir dem Irtysch nach Norden.
Die nächsten beiden Städte sind weltberühmt: Semei (kasachisch Семей/Semeý; russisch Семипалатинск/Semipalatinsk) und Kurtschatow.
Hier war
das sowjetische Atomwaffentestgelände
Noch ein Nachtlager am Irtysch dann biegen wir nach Westen ab.
Genau auf 52° nördl. Breite folgen wir dem
Irtysch-Qaraghandy-Kanal einer weiteren ökologischen Altlast aus der Sowjetzeit.
Bis hierher mußten die Beifahrer ihren rechten Arm vor der Sonne schützen, jetzt sind die Fahrer dran.
Die nächste Station unserer Reise ist
Astana. Seit 1997 ist Astana die Hauptstadt von Kasachstan. Sie wächst mit rasender Geschwindigkeit zu einem Gesamtkunstwerk heran. Die Kasachen sind jedenfalls mächtig stolz auf ihre Hauptstadt.
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Nur ein paar Fahrstunden von Astana ist das
UNESCO-Weltnaturerbe Tengiz-Korgalzhyn entfernt. Hier haben wir und besonders Matthias ein Date mit dem seltensten Vogel Kasachstans dem
Steppenkiebitz. Es sollte mehrere Tage dauern, bis unsere Suche erfolgreich war. Er ist halt sehr dezent und zurückhaltend dieser Vogel.
Diesen Teil Kasachstans habe ich besonders in mein Herz geschlossen, auch wenn oder gerade weil er besonders karg und unzugänglich ist. Hier hätte ich gerne mehr Zeit gehabt.
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Endspurt
M&M werden langsam unruhig, denn zuhause warten die Freundinnen.
Außerdem haben wir von dem Konflikt im Kaukasus erfahren.
Ursprünglich hatten wir den Rückweg über Astrachan und Odessa geplant.
Wir verlegen die Route und planen auch, möglichst bald und möglichst zügig den Transit durch Russland hinter uns zu bringen. Hetzen lassen wir uns aber nicht.
Wir brechen in Richtung Arqaliq auf und enden nach einem ganzen Tag in einer Sackgasse.
Das ist spannend, schön, interessant, aber nicht so gedacht. Bis wir uns auf einer richtigen Hauptverkehrsader befinden und richtig km machen können, werden noch 2 Tage vergehen. Wege, die in allen Karten verzeichnet sind, existieren nicht. Und überhaupt scheint hier der Hinterhof von Kasachstan zu sein. Er ist riesig. Er enthält sehr viel Steppe, viele kollabierte Kolchosen mit riesigen Schrottplätzen und sehr wenig Straßen und Menschen.
Den wenigen Menschen, die wir treffen ist Arqaliq unbekannt.
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Wir weichen bis über den 52° Breitengrad nach Norden aus. Jetzt sind wir auf der Straße nach Jekaterinburg unterwegs. Ein paar 100km vor der Grenze verlassen wir die große Straße, um uns nach Süden zu wenden. Wieder ist es spannend, schön, interessant, aber nicht so gedacht, daß wir fast 2 Tage brauchen bis wir auf die große Straße nach Süden stoßen. Grobe Fehler in den Karten und im GPS, ein riesiger Tagebau mitten im Weg.......
Dafür haben wir es jetzt mit einer nagelneuen Edelstraße zu tun, die weder Karten noch GPS kennen.
Es geht flott voran bis Aqtöbe. Jetzt sind wir natürlich verwöhnt und empfinden den weiteren Verlauf nach Oral auf asphaltiertem Wellblech als Zumutung. In Ozinki verlassen wir Kasachstan. Die Schlamperei des Zolls bei der Einreise macht die Ausreise mühselig. Ein Billig-Leatherman, eine Tafel Schokolade und ein Bier wechseln den Besitzer. Zügig geht es weiter über Saratov, Voronez und Kursk. Wir bleiben völlig unbehelligt und sehen weniger Polizisten etc. als auf der Hinfahrt. Bei der Einreise in die Ukraine verliebt sich ein Zöllner in mein Notsignalgerät und die Leuchtkugeln dazu. Ich hoffe, er probiert sie bei Mami in der guten Stube aus.
Weiter geht es durch die Ukraine. Die Straßen werden schmaler und immer kurviger. Da muß man ja glatt den Reifendruck erhöhen. Die Flora leuchtet grellgrün. Daran muß ich mich erst wieder gewöhnen. Ab der Slovakei kommen noch riesige Reklametafeln rechts und links der Straße dazu. Die hohe Tatra steckt in feuchten Wolken. Hier wären wir gerne noch etwas gewandert. Die weiteren Grenzposten sind abgebaut. Sehr seltsam.
Und schwupps steht wir vor M&Ms Haus.
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Das war aber ein langer Endspurt.
Und jetzt die ganze Route auf einen Blick:
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