George Orwell "Über Nationalismus"

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George Orwell "Über Nationalismus"

Beitragvon Beda » 22.01.2020 - 09:06

Guten Morgen Gemeinde,
keine Spaßliteratur.
Mir wird etwas schlecht beim lesen.
https://www.zeit.de/2020/04/ueber-nationalismus-george-orwell-essay/komplettansicht hat geschrieben:
"Über Nationalismus": Verheerende Lügen

Im Mai 1945 rechnete George Orwell in seinem Essay "Über Nationalismus" mit seiner Zeit ab. Nun erscheint der Text erstmals auf Deutsch – ein Vorabdruck
Von George Orwell
15. Januar 2020, 16:44 Uhr Editiert am 20. Januar 2020, 17:25 Uhr DIE ZEIT Nr. 4/2020, 16. Januar 2020

Mit "Nationalismus" meine ich zunächst einmal die verbreitete Annahme, dass sich Menschen wie Insekten klassifizieren lassen und ganze Gruppen von Millionen oder Abermillionen Menschen mit dem Etikett "gut" oder "böse" belegt werden können. Zweitens aber – und das ist deutlich wichtiger – meine ich damit die Angewohnheit, sich mit einer einzigen Nation oder einer anderen Einheit zu identifizieren, diese jenseits von Gut und Böse zu verorten und keine andere Pflicht anzuerkennen als die, deren Interessen zu befördern.

Nationalismus ist nicht zu verwechseln mit Patriotismus. Beide Wörter werden in der Regel so vage verwendet, dass jede Definition leicht kritisiert werden kann, aber man muss zwischen beidem unterscheiden, da sich dahinter zwei verschiedene, ja sogar gegensätzliche Vorstellungen verbergen. Mit "Patriotismus" meine ich die Verbundenheit mit einem bestimmten Ort und einer bestimmten Lebensweise, die man für die beste auf der Welt hält, aber anderen Menschen nicht aufzwingen möchte. Patriotismus ist von Natur aus defensiv, militärisch wie kulturell. Der Nationalismus hingegen ist untrennbar mit dem Streben nach Macht verbunden. [...]

Sofern es um die bekannteren und deutlich erkennbaren nationalistischen Bewegungen in Deutschland, Japan und anderen Ländern geht, ist all das vollkommen evident. [...] Es würde die Sache [jedoch] allzu sehr vereinfachen, würde man behaupten, dass alle Formen von Nationalismus gleich sind, und sei es nur im Hinblick auf ihr geistiges Klima, aber es gibt bestimmte Grundsätze, die in allen Fällen gelten. [...]

Obsession. Ein Nationalist grübelt, redet oder schreibt so gut wie nie über etwas anderes als die Überlegenheit seiner eigenen Machteinheit. Für einen Nationalisten ist es schwer, wenn nicht sogar unmöglich, sein Zugehörigkeitsgefühl zu verbergen. Die geringste Beleidigung der eigenen Einheit oder jedes implizite Lob einer konkurrierenden Organisation erfüllt ihn mit Unbehagen, das er nur durch eine scharfe Erwiderung lindern kann. Handelt es sich bei der gewählten Einheit um ein tatsächliches Land wie Irland oder Indien, wird er im Allgemeinen nicht nur hinsichtlich der militärischen Macht und politischen Tugend für dieses Land Überlegenheit beanspruchen, sondern auch in Bezug auf Kunst, Literatur, Sport, Sprachstruktur, physische Schönheit seiner Bewohner und vielleicht gar auf Klima, Landschaft und Küche. Er wird eine enorme Sensibilität etwa für das korrekte Hissen der Flagge, die relative Größe von Schlagzeilen und die Reihenfolge, in der verschiedene Länder genannt werden, an den Tag legen.

[...] Alle Nationalisten betrachten es als ihre Pflicht, die eigene Sprache zum Nachteil anderer Sprachen zu verbreiten [...]. Anglophobe Amerikaner werden sich weigern, eine umgangssprachliche Wendung zu gebrauchen, wenn sie wissen, dass sie aus Großbritannien stammt, und auch hinter dem Konflikt zwischen Latinisatoren und Germanisatoren stehen häufig nationalistische Motive. Schottische Nationalisten beharren auf der Überlegenheit des Lowland Scots, und Sozialisten, deren Nationalismus die Form des Klassenhasses annimmt, reiten wütende Tiraden gegen den BBC-Dialekt und sogar gegen das breite A.

Es ließen sich noch viele weitere Beispiele nennen. Nationalistisches Denken vermittelt oft den Eindruck, als wäre es vom Glauben an einen Analogiezauber durchdrungen – einem Glauben, der sich vermutlich in der weit verbreiteten Gewohnheit zeigt, Puppen politischer Gegner zu verbrennen oder in Schießbuden Bilder von ihnen als Zielscheiben aufzuhängen.

Instabilität. Die Intensität, mit der nationalistische Loyalitäten vertreten werden, verhindert nicht, dass sie sich übertragen lassen. Zunächst einmal können sie an einem beliebigen fremden Land festgemacht werden. Es ist ganz normal, dass bedeutende nationale Führer oder die Begründer nationalistischer Bewegungen dem Land, das sie glorifizieren, gar nicht angehören. Mitunter sind sie echte Ausländer, häufiger aber stammen sie aus Regionen an der Peripherie, wo die Nationalität eine unsichere Sache ist. Beispiele dafür sind Stalin, Hitler, Napoleon, de Valera, Disraeli, Poincaré oder Beaverbrook. Die pangermanische Bewegung war teilweise das Geschöpf eines Engländers, nämlich Houston Chamberlains.

In den letzten fünfzig oder hundert Jahren war der übertragene Nationalismus vor allem bei literarischen Intellektuellen ein gängiges Phänomen. Bei Lafcadio Hearn betraf die Übertragung Japan, bei Carlyle und vielen seiner Zeitgenossen galt sie Deutschland, und in unserer Zeit richtet sie sich üblicherweise auf Russland. Besonders interessant ist allerdings die Tatsache, dass auch eine Rückübertragung möglich ist. Ein Land oder eine andere Einheit, die jahrelang verehrt wurden, werden plötzlich verabscheuungswürdig, und irgendein anderes Objekt der Zuneigung tritt fast übergangslos an ihre Stelle. In der ersten Fassung von H. G. Wells’ Outline of History und in anderen seiner Schriften erfahren die Vereinigten Staaten eine fast so opulente Verehrung, wie sie heute Russland durch Kommunisten zuteilwird; doch innerhalb weniger Jahre war aus dieser unkritischen Bewunderung Feindseligkeit geworden. [...] Konstant bleibt beim Nationalisten sein eigener Geisteszustand: Das Objekt seiner Gefühle ist austauschbar und kann sogar rein imaginärer Art sein.
Gleichgültigkeit gegenüber der Realität

Für einen Intellektuellen hat die Übertragung eine wichtige Funktion [...]. Sie ermöglicht es ihm, deutlich nationalistischer zu sein – vulgärer, törichter, bösartiger, verlogener –, als er das mit Blick auf sein Herkunftsland oder irgendeine Einheit, die er wirklich kennt, je sein könnte. Betrachtet man den unterwürfigen oder prahlerischen Unsinn, der von durchaus intelligenten und feinfühligen Menschen über Stalin, die Rote Armee etc. geschrieben wird, erkennt man, dass derartige Aussagen nur möglich sind, weil eine Art Verlagerung stattgefunden hat.

In Gesellschaften wie der unsrigen ist es für jemanden, der sich als Intellektueller bezeichnen lässt, nicht üblich, eine sehr tiefe Bindung an das eigene Land zu empfinden. Die öffentliche Meinung – das heißt der Teil der öffentlichen Meinung, dessen er sich als Intellektueller bewusst ist – wird ihm das nicht gestatten. Die meisten Menschen um ihn herum sind skeptisch und unzufrieden, und aus Nachahmungseifer oder aus Feigheit übernimmt er womöglich diese Haltung. In diesem Fall wird er sich von der Form von Nationalismus, die am einfachsten zur Hand ist, verabschiedet haben, ohne einer wahrhaft internationalistischen Einstellung wirklich näher gekommen zu sein. Er verspürt nach wie vor das Bedürfnis nach einem Vaterland, und es ist ganz natürlich, irgendwo im Ausland danach zu suchen. Hat er eines gefunden, kann er hemmungslos in genau den Emotionen schwelgen, von denen er sich emanzipiert zu haben glaubt. Gott, der König, das Empire, der Union Jack – all die gestürzten Götzen können unter anderem Namen wiederkehren, und weil sie nicht als solche erkannt werden, lassen sie sich guten Gewissens verehren und anbeten. [...]

Gleichgültigkeit gegenüber der Realität. Alle Nationalisten verfügen über die Fähigkeit, Ähnlichkeiten zwischen ähnlichen Tatsachengefügen nicht zu erkennen. Ein britischer Tory wird die Selbstbestimmung in Europa verteidigen und sie in Indien ablehnen, ohne den Widerspruch zu bemerken. Aktionen werden entweder als gut oder als schlecht erachtet, nicht aufgrund ihrer selbst, sondern je nachdem, wer sie ausführt. Es gibt so gut wie keine Untat – Folter, Geiselnahme, Zwangsarbeit, Massendeportation, Inhaftierung ohne Gerichtsverfahren, Fälschung, Mord, die Bombardierung von Zivilisten –, die ihre moralische Färbung nicht ändert, wenn sie von "unserer" Seite begangen wird. So veröffentlichte die liberale Tageszeitung News Chronicle als Beispiel für schockierende Barbarei Fotos von Russen, die von Deutschen gehenkt worden waren, und publizierte ein oder zwei Jahre später mit wohliger Zustimmung fast identische Fotos von Deutschen, die von Russen gehenkt worden waren. Gleiches gilt für historische Ereignisse. Geschichte wird überwiegend in nationalistischen Kategorien gedacht, und solche Dinge wie die Inquisition, die Foltermethoden der Star Chamber, die Heldentaten der englischen Seeräuber (etwa von Sir Francis Drake, der mit Vorliebe spanische Gefangene lebend im Meer versenkte), der Terreur, die Helden des Sepoyaufstands, die Hunderte von Indern vor die Kanonen banden und mit einem Schuss zerfetzten, oder Cromwells Soldaten, die irischen Frauen mit Rasierklingen das Gesicht aufschlitzten, werden moralisch neutral oder sogar verdienstvoll, wenn man das Gefühl hat, sei seien für die "richtige" Sache getan worden.

Blickt man auf das letzte Vierteljahrhundert zurück, findet man kaum ein Jahr, in dem nicht aus irgendeinem Teil der Welt von Gräueltaten berichtet wurde; und doch wurden diese Geschichten in keinem einzigen Fall – ob in Spanien, Russland, China, Ungarn, Mexiko, Amritsar oder Smyrna – von der gesamten englischen Intelligenzija geglaubt und missbilligt. Ob solche Taten verwerflich waren oder ob sie sich überhaupt zugetragen hatten, wurde stets anhand der jeweiligen politischen Vorlieben entschieden.

Der Nationalist besitzt die bemerkenswerte Fähigkeit, jene Gräueltaten, die von der eigenen Seite begangen wurden, nicht nur nicht zu missbilligen, sondern sie zudem zu überhören. Gut sechs Jahre lang schafften es die englischen Bewunderer Hitlers, nichts von der Existenz von Dachau und Buchenwald zu erfahren. Und diejenigen, die sich am lautesten über die deutschen Konzentrationslager empören, sind sich oft gar nicht oder nur sehr schwach bewusst, dass es auch in Russland Konzentrationslager gibt. Ungeheure Ereignisse wie die Hungersnot in der Ukraine 1933, bei der Millionen Menschen zu Tode kamen, sind doch tatsächlich der Aufmerksamkeit der Mehrheit englischer Russlandfreunde entgangen. Viele Menschen in England haben so gut wie nichts von der Vernichtung deutscher und polnischer Juden während des gegenwärtigen Krieges gehört. Ihr eigener Antisemitismus hat dafür gesorgt, dass dieses ungeheure Verbrechen nicht in ihr Bewusstsein dringt.

Im nationalistischen Denken gibt es Fakten, die wahr und falsch, bekannt und unbekannt zugleich sind. Eine bekannte Tatsache kann so unerträglich sein, dass sie gewohnheitsmäßig beiseitegeschoben wird und keinen Eingang in logische Denkprozesse findet, oder sie fließt in jede Überlegung ein, wird allerdings nie als Tatsache anerkannt, nicht einmal im eigenen Kopf.
Man hat keine Möglichkeit, die Fakten zu verifizieren

Jeder Nationalist ist getrieben von der Überzeugung, dass sich die Vergangenheit ändern lässt. Er verbringt einen Teil seiner Zeit in einer Fantasiewelt, in der Dinge so passieren, wie sie geschehen sollten – in der beispielsweise die spanische Armada erfolgreich war oder die Russische Revolution 1918 niedergeschlagen wurde –, und er wird Teile dieser Welt, wenn möglich, in die Geschichtsbücher übertragen. Die propagandistischen Schriften unserer Zeit kommen großteils offenen Fälschungen gleich. Materielle Fakten werden unterdrückt, Daten abgeändert, Zitate aus dem Kontext gerissen und so bearbeitet, dass sich ihr Inhalt verändert. Ereignisse, die, so das Gefühl, nie hätten stattfinden sollen, bleiben unerwähnt und werden letztlich geleugnet. [...]

Das primäre Ziel von Propaganda besteht naturgemäß darin, die zeitgenössische Meinung zu beeinflussen, doch diejenigen, die die Geschichte umschreiben, glauben vermutlich in Teilen ihrer Gedankenwelt, sie würden tatsächlich Fakten in die Vergangenheit verschieben. Schaut man sich die ausgefeilten Fälschungen an, die erstellt wurden, um zu belegen, dass Trotzki im russischen Bürgerkrieg keine bedeutsame Rolle spielte, mag man nur schwer glauben, dass die dafür Verantwortlichen lediglich lügen. Viel eher haben sie wohl das Gefühl, dass es tatsächlich ihre eigene Version war, die sich wohlgefällig vor Gott ereignet hat, und dass sie berechtigt sind, die Geschichtsschreibung entsprechend abzuändern.

Befördert wird die Gleichgültigkeit gegenüber objektiver Wahrheit dadurch, dass ein Teil der Welt vom anderen abgeschottet ist, was es immer schwerer macht herauszufinden, was tatsächlich geschieht. Bei den größten Ereignissen können oft echte Zweifel bestehen. So ist es beispielsweise unmöglich, die Zahl der Todesfälle, die durch den gegenwärtigen Krieg verursacht wurden, auf die Million oder auch nur auf die zehn Millionen genau anzugeben. Die Katastrophen, von denen fortwährend berichtet wird – Schlachten, Massaker, Hungersnöte, Revolutionen –, vermitteln dem Durchschnittsmenschen tendenziell ein Gefühl der Unwirklichkeit. Man hat keine Möglichkeit, die Fakten zu verifizieren, man ist sich nicht einmal wirklich sicher, dass gewisse Dinge sich tatsächlich zugetragen haben, und man ist stets mit völlig unterschiedlichen Interpretationen aus unterschiedlichen Quellen konfrontiert. Was stimmt an der Berichterstattung zum Warschauer Aufstand vom August 1944 und was nicht? Gab es die deutschen Gaskammern in Polen wirklich? Wer war wirklich für die Hungersnot in Bengalen verantwortlich? Die Wahrheit lässt sich vermutlich herausfinden, aber die Tatsachen werden in fast jeder Tageszeitung so verlogen dargestellt, dass der gewöhnliche Leser gar nicht anders kann, als entweder die Lügen zu schlucken oder sich gar keine Meinung zu bilden.

Die allgemeine Unsicherheit darüber, was wirklich passiert, macht es leichter, an verrückten Überzeugungen festzuhalten. [...] Zudem grübelt der Nationalist zwar ständig über Macht, Sieg, Niederlage und Rache nach, doch an dem, was in der wirklichen Welt geschieht, ist er irgendwie nicht so recht interessiert. Er will das Gefühl haben, dass seine eigene Einheit die Oberhand über irgendeine andere Einheit gewinnt, und das gelingt ihm umso leichter, wenn er einen Widersacher aussticht, anstatt die Fakten dahingehend zu überprüfen, ob sie ihm recht geben. Alle nationalistischen Kontroversen bewegen sich auf dem Niveau eines Debattierklubs. Sie bleiben stets völlig ergebnislos, denn jede Streitpartei glaubt ausnahmslos, sie habe den Sieg davongetragen. Einige Nationalisten sind nicht weit von der Schizophrenie entfernt, denn sie leben recht glücklich inmitten ihrer Träume von Macht und Eroberung, die keinerlei Verbindung zur physischen Welt besitzen. [...]

Was die nationalistischen Liebes- und Hassgefühle angeht, von denen ich gesprochen habe, so gehören sie bei den meisten von uns zur Grundausstattung, ob wir wollen oder nicht. Ob man sie loswerden kann, weiß ich nicht, aber ich glaube, dass es möglich ist, sie zu bekämpfen, und dass das in erster Linie eine moralische Anstrengung ist. Es geht zuallererst darum herauszufinden, wer man wirklich ist, welche Gefühle man wirklich hegt, und dann die unvermeidliche Voreingenommenheit im Kopf zu behalten. Wer Russland hasst und fürchtet, wer auf den Reichtum und die Macht Amerikas eifersüchtig ist, wer Juden verachtet, wer sich gegenüber der herrschenden Klasse in Großbritannien minderwertig fühlt, der kann diese Gefühle nicht einfach loswerden, indem er seinen Verstand einschaltet. Aber man kann zumindest anerkennen, dass man diese Gefühle hat, und verhindern, dass sie die eigenen Denkprozesse kontaminieren. Der Gefühlsdrang, der unvermeidlich und für das politische Handeln vielleicht sogar nötig ist, sollte mit einer Anerkennung der Realität einhergehen. [...]

Aus dem Englischen von Andreas Wirthensohn

Bei dem Text handelt es sich um Auszüge aus: George Orwell: "Über Nationalismus". Mit einem Nachwort von Armin Nassehi; dtv, 64 S., 8,– € (ab 24. Januar im Buchhandel erhältlich)

https://www.dtv.de/buch/george-orwell-u ... mus-14737/
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: George Orwell "Über Nationalismus"

Beitragvon unbemerkt » 22.01.2020 - 10:32

So viele anstrengende Worte...

Moin allerseits,

wie einfach haben wir es doch da.

Um Florians wunderschönes Reisezitat Mark Twains nicht zu überanstrengen hier eins von Alexander von Humboldt.

„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“

mit Grüßen von Kay
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

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Re: George Orwell "Über Nationalismus"

Beitragvon Sven » 22.01.2020 - 17:12

Hallo,

sollte es nicht heißen, wie einfach machen wir es uns?
Orwell war seiner Zeit verdammt weit voraus.

Grüsse
Sven
Ist die Katze gesund,
freut sich der Mensch!
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Re: George Orwell "Über Nationalismus"

Beitragvon Schlappohr » 22.01.2020 - 20:46

Zuerst mal DANKE an Beda!

Dann guten Abend.
Kay, ich weiß nicht wo wir es gut haben? Ganz ehrlich: ich habe Angst, weil Dinge plötzlich wieder normal und gesellschaftsfähig werden, bei denen ich dachte dass sie zumindest in Europa und speziell Deutschland und Österreich für immer sicher weggesperrt seien. Ich bin durchschnittlich die Hälfte des Jahrs weltweit unterwegs - im vergangenen Jahr alleine schon über 170.000 Flugkilometer - und was ich spüre und sehe lässt bei mir alle Alarmglocken läuten..
Zu viel sehen und wissen kann ganz schön übel sein.

Sven hat völlig damit recht dass Orwell seiner Zeit weit voraus war. Und mir scheint er ist es noch immer...

Gruß, Florian
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Re: George Orwell "Über Nationalismus"

Beitragvon Matthias » 22.01.2020 - 21:08

Hi,

vielleicht ist die Zeit ja jetzt bei Orwell angekommen? Aber Florian, 170000 Flugkilometer machen [i]mir [/i]Angst!

Schöne Grüße
Matti
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