Der letzte Beduine

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Chris99

Der letzte Beduine

Beitragvon Chris99 » 05.02.2007 - 22:13

Hallo Bücherfreunde!

Kennt jemand das Buch "Der letzte Beduine" von Carlo Bergmann? Lesenswert? Könnte in Ergänzung zu Almasys "Schwimmer in der Wüste" bzw. "Unbekannte Sahara" durchaus interessant sein!

Kurzbeschreibung
Auf uralten Routen unterwegs durch die Wüste Sahara.
Carlo Bergmann hat in atemberaubenden Bildern die Wunder der Wüste eingefangen und nimmt uns mit auf seine Reisen in die Stille und Weite der Sandmeere. Seit achtzehn Jahren zieht Carlo Bergmann, ein Betriebswirt aus Köln, mit Kamelkarawanen auf den alten Routen durch den "Feuerozean", die menschenleeren und beeindruckenden Landschaften zwischen Ägypten, Libyen und dem Tschad. Die Wüstenbewohner nennen ihn, der in der Wüste seinen Lebensraum fand, den "letzten Beduinen". Anfangs als Aussteiger und Träumer belächelt, hat er mittlerweile Aufsehen erregende archäologische Funde gemacht. In diesem Band mit seinen einzigartigen Fotos nimmt er uns mit in die Welt der Wüste.

Quelle: http://www.amazon.de/gp/product/3499613794/ref=olp_product_details/302-4721057-0412840?ie=UTF8&seller=

LG
Christian
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Beitragvon Jürgen » 05.02.2007 - 23:00

Servus Christian

Ich habe das Buch vor einiger Zeit gelesen.

Es ist wirklich Interessant.

Vor allem,da es von einem "Reisenden" und nicht einem "Rasenden" Wüstenliebhaber geschrieben wurde. :wink:

Die Bewohner und Landschaften werden von ihm sehr gut beschrieben.

Allerdings ist es wie immer im Leben,dem einen gefällt sein Schreibstil und dem anderen eben nicht.

Mir hat es jedenfalls gefallen. :rtfm: :super:

Gruß,Jürgen
Viele Grüße aus dem Allgäu,
Jürgen
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Beitragvon Sven » 06.02.2007 - 08:50

Hallo,

hört sich ganz nett an, aber dürfte doch wohl deutlich anders sein als ein Almasy. Zwischen den Reisen liegen ja doch wesentliche 6 (?) Jahrzehnte in denen sich das Reisen stark verändert hat.

Grüße
sven
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Beitragvon Spati » 06.02.2007 - 09:51

Hi,

ich finde das Buch Klasse.

Es steht ziemlich in Reichweite meines Ruheplatzes und ab und zu schau ich mal rein.


Almasy`s und Bergmans "Reisen" sind ja total unterschiedlich. Carlo Bergman reist, eigentlich muss man sagen entdeckt, die Wüste mit Hilfe von Kamelen, Almasy ist ja mit Autos unterwegs.
Trotzdem ist es IMHO ein sehr schönes Buch, weil es auch sehr spannend geschrieben ist.
CBergman bewegt sich hauptsächlich auf den alten Esels bzw. Kamelpfaden der alten Ägypter und versucht herauszufinden, findet heraus, wie die Ägypter nach Schwarzafrika gelangt sind.
Dabei muss er sich viel mit den reisetypischen Problemen einer Kamelkaravane, eigentlich hat er nur drei Kamele und reist alleine, auseinandersetzten. Das macht das Buch auch sehr reizvoll.
Und dann navigiert er genauso wie Almasy mit Karte,Kompass und nicht mit GPS 8O


Die bereiste Gegend ist ja das heutige Grenzgebiet zwischen Lybien und Ägypten, leider ist das nur mit grösstem Aufwand zu entdecken, auch weil man nach Ägypten nur mit einem "grossen" carnet de passage kommt :cry: . Bis Kufra in Lybien könnte man man noch relativ problemlos kommen, wenn es auch sehr weit ist. Wenn man allerdings von da zum Gilf Kebir Plateou wollte oder zum Jebel Uweinat (Höhle der Schwimmer) wird es kurzreisetechnisch fast unmöglich :( .


Grüße
Spati
Chris99

Beitragvon Chris99 » 06.02.2007 - 10:23

Hallo!

...dürfte doch wohl deutlich anders sein als ein Almasy.


Ist sicher richtig. Trotz unterschiedlicher Verkehrsmittel beschreiben beide "Entdecker" den selben geografischen Bereich, nur wohl eben aus unterschiedlichen Perspektiven. Bis dato habe ich - die Antworten zu diesem Posting eingeschlossen - zu 100% nur positive Kritik über das Buch gehört. Dann werde ich es mir mal bestellen....

Wenn man allerdings von da zum Gilf Kebir Plateou wollte oder zum Jebel Uweinat (Höhle der Schwimmer) wird es kurzreisetechnisch fast unmöglich .


Hmm. Zumindest 5 Wochen, besser 6, sollten es wohl sein. Auch ist im Bereich rund um den Gilf Kebir mit erhöhter mil. Präsenz zu rechnen. Meines Wissens nach ist derzeit auch eine eigene Sondergenehmigung erforderlich. Ich werde mich trotzdem mal in diese Richtung schlau machen. Es drängt ja nicht - Zeithorizont für eine geplante Reise: ca. 1-2 Jahre. Mal sehen, was bis dorthin überhaupt noch machbar ist.

Interessant wäre die Gegend auf alle Fälle.....

LG
Christian, der aber den Toyo anstelle der Camels wählen würde...
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Beitragvon Sven » 06.02.2007 - 10:41

Hallo,

für Kamele braucht man kein Carnet, hat also klare Vorteile.

Die Gegend ist Grenzgebiet und militärisch mehr oder weniger Sperrgebiet, ausserdem vermint.
Also eher was für Masochisten denn für Urlauber.

Schade, Grüße
sven
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Chris99

Beitragvon Chris99 » 06.02.2007 - 16:58

Die Gegend ist Grenzgebiet und militärisch mehr oder weniger Sperrgebiet, ausserdem vermint.


<Beginn_OT>
Ja, leider. Mir hat das Bild des gestrandeten Magirus-Womos (http://www.tlc-exped.de/R20RouteL6.html) auch einen Stich versetzt. Vermutlich ist dies auch mit ein Grund, warum man nur unter Führung des Militärs in dieses Gebiet einreisen darf.
Dies dämpft natürlich die Freude am Urlaub. Aber individuelle Nordafrika-Besucher mussten immer schon mehr oder weniger leidensfähig sein (ich meine jetzt in Bezug auf die Begleitung und den Formalismus, nicht auf die Minen!).

Aber wem erzähle ich das....

LG
Christian, der irgendwann in den nächsten 2 Jahren dennoch nach Libyen will, zumindest bis zum Wau en Namus.....
</Ende_OT>
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suche Mann mit 3 Kamele

Beitragvon lehencountry » 03.03.2009 - 20:28

der zieht seit 20 Jahren durch die Sahara.

Wer hat gestern Montag 2.3.09 um ca 22.00 die Doku gesehen, ich glaub es war auf ZDF-Doku.
ein faszinierender Bericht über diesen Mann der zu Fuss mit 3 Dromedaren die alten Karawanenwege begeht.
Er ist vermutlich Teil einer Forschungsgruppe aus Köln die ihn auch gelegentlich mit Proviant versorgen. Der Mann ist seit 20 Jahren auf den Spuren der alten Karawanen die von Ägypten südöstlich über Libyen, Chad und Niger zogen. Fundstücke an den damals angelegten Wasserstellen lieferten wertvolle Erkenntnisse über die Zeit und Gewohnheiten der Menschen.
Dieser Deutsche soll ein bekannter Wüstenkenner sein.
Ich möchte mehr über ihn wissen, wie ist sein Name ?
schöne Grüße
Werner
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Beitragvon Matthias » 03.03.2009 - 20:44

Salam!

Wie wär's hiermit?

Gruß: Matti (ohne Fernseher, dafür mit Such-und Fund-Instinkt)
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Beitragvon Matthias » 03.03.2009 - 21:04

Und noch ein paar Infos mehr:

http://www.carlo-bergmann.de/
http://www.geo.de/GEO/fotografie/fotosh ... &pageview=

Sollte für heute Nacht reichen.

Gruß: Matti
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Beitragvon lehencountry » 03.03.2009 - 21:11

ja, Carlo Bergmann war es.

Shukran
schöne Grüße
Werner
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Beitragvon Jürgen » 03.03.2009 - 21:13

Servus Werner

Dieses Buch von Carlo Bergmann habe ich:

http://www.amazon.de/letzte-Beduine-Car ... 3499613794

Es ist meiner Meinung nach sehr interessant zu lesen und hat einige tolle Bilder.
Viele Grüße aus dem Allgäu,
Jürgen
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Beitragvon Schlappohr » 03.03.2009 - 21:18

Servus Sandfreunde,
ich habe das mal mit dem dazugehörigen Beitrag fusioniert. Eine schöne Werbung dafür, öfter mal in unserer Bücherei vorbeizugucken :wink:

Herzlich
Florian
"Reisen ist tödlich für Vorurteile" (Mark Twain)
Pajero V20 3500 V6
EX: Pajero 3,2DID, T3 Syncro, Jeep Grand Cherokee, Chevy Trailblazer, Montero 3,5 GDI, Nissan Pathfinder R51
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Beitragvon lehencountry » 03.03.2009 - 21:33

Hallo Jürgen
hab soeben Rezensionen gelesen, ist ein Buch für mich.
Ich würde es dir abkaufen, falls du...
ansonsten bestell ich morgen das Buch.
schöne Grüße
Werner
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Beitragvon Jürgen » 03.03.2009 - 21:46

Servus Werner

Ich würde das Buch gerne behalten , da ich ab und zu wieder mal rein schaue. :wavey:
Viele Grüße aus dem Allgäu,
Jürgen

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