unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Borsty » 28.03.2017 - 06:23

Hi Kay
Sieht ja gar nicht schlecht aus die Lagerschale. Wenn Alle so aussehen gibts ja nichts daran auszusetzen. Spülen würde ich mir sparen, ansonsten so wie Beda schreibt habe ich auch schon vollzogen.
Je nach Motoröl wird es eh Ablagerungen lösen. Ich würde höchstens den ersten Wechsel vorziehen wie Du es eh schon planst. Sind die Lagerdeckel eigentlich schon gekennzeichnet ab Werk damit Verwechslungen untereinander nicht möglich sind? Selber hatte ich schon einige Motörchen offen wo es nicht so war. Da bin ich gespannt auf den geplanten Bericht über näheres zu den Lagern.
Gruss Uwe
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 31.03.2017 - 12:57

Moin Ihr Lieben,

und verzeiht mir bitte, daß ich mich noch nicht gemeldet habe. Gemeiner Weise habe ich doch tatsächlich momentan noch lauter andere Sachen zu tun, welche mein Vorankommen behindern.

Nach einem Telefonat mit einem sehr Motorweisen (einer der auch schon Kurbelgehäusetüren durchschritten hat), bin ich wieder etwas verunsichert, denn dieser meinte ich könne die weiteren Pleuel in Ruhe lassen, wenn ich denn eines gesehen und für gut befunden hätte.
Vielleicht besucht mich der "Vollprofi" aber in den nächsten Tagen und ich kann noch solange drum herum bauen, wenn ich denn überhaupt zu etwas komme.

Beda hat geschrieben:ich sehe da nichts, was durch Spülen besser würde. Ansonsten bevorzuge ich die harte Tour.


Das ist sicher auch ein wenig meine Schuld, das ich noch nicht die "besten" Bilder ausgewählt habe, aber an den nächsten Stellen zu den Auspuffkrümmern sind schon auch zum Teil dickere Ablagerungen in den Zylinderköpfen bei den Nockenwellen.

Hier noch einmal das Bild von der Nockenwellenabteilung - unten erkennt man, neben den allgemeinen braunen Färbungen auch die stärkeren Ablagerungen (der Pfeil zum reingerutschten Dichtring gilt hier einmal nicht)

Bild

Solche Ablagerungen gibt es auch z.T. an den Ölwannenwänden und den Blockwänden zur Auspuffanlage.

Ich habe viel zu den Reinigungsmitteln gelesen und glaube gern, das die wohl überlegte Dieselzusatzmethode funktioniert, tendiere aber ein wenig zu teureren Liqui-Moly-Version.

Ich bin mir nur noch nicht sicher, ob eine länger wirkende Liqui Moly Öl-Schlamm-Spülung (200 Km vor dem Ölwechsel) oder die Schnellmethode von Liqui Moly Pro-Line Motorspülung (10 Minuten im Standgas vor dem Ölwechsel) vorziehen sollte.
Gefühlt hat die erste Methode mehr Zeit alles zu erreichen und entsprechend zu wirken. Wahrscheinlich bin ich aber schon langer wieder in der Rubrik fadenzählender Altherrenübervorsichtigkeitspaniker angelangt. :hammerschlag:

mit Grinsegrüßen von Kay, welcher wieder an die "normale" Arbeit muß.

PS: Heute kommt der bisher fehlende Stecker zum 4in1 Motor-wohlfühl-kontrollgerät, dann muß ich nur noch Sensoren platzieren und habe zukünftig die volle Überwachung, hoffentlich sogar ohne nötige Ansichtskontrolle.
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Hirvi » 31.03.2017 - 14:17

Hallo Kay!

Das pro-line basiert zu 99,8% auf Petroleum. Das kannst Du problemlos auch durch Diesel ersetzen, wie vom Beda empfohlen. Das andere kenne ich jetzt nicht aus eigener Erfahrung, aber pro-line habe ich nach Bedas Info erfolgreich gegen Diesel getauscht.
Ich persönlich würde wenn schon denn schon alle Pleuellager betrachten aber ich bin auch Laie. Bei meinem neuen alten Motor habe ich aber ausser Zahnriehmen und Wapu alles unkontrolliert gelassen, weil er gut lief. Im Moment fehlt mir aber auch die Zeit zum spielen. :kopfgegenmauer:

Es grüßt

Volker
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon MF » 31.03.2017 - 15:33

Hallo


Beda hat geschrieben:Ansonsten bevorzuge ich die harte Tour.
Bei warmem Motor 0,5 -1l Liter Diesel zum Motoröl;
0,5-1h im Leerlauf laufen lassen;
Ölwechsel.


Ist bei dieser Methode vorher noch ein Liter Öl abzulassen?
Oder stört der Liter mehr nicht?

Gruß Mario
Galloper 2.5 Exceed
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 31.03.2017 - 15:44

Moin Mario,

Bedas Meinung interessiert mich dazu auch.

Die Moly-Spezies meinen, daß bei ihrem Mittelchen eine kleinere Überfüllung (ca. 300 ml) kein Problem darstellt, da der Motor ja nur im Standgas läuft (10 bis 15 Minuten) und es durch Wellenplanscherei auch nicht zur Schaumbildung kommen kann. Was drüber ist, empfehlen die Leute abzulassen. Wahrscheinlich ist etwas Überfüllung für die Reinigung sogar gut, denke ich.

mit Grüßen von Kay
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Beda » 31.03.2017 - 19:31

Hay Kay,
ein Problem durch viel zu hohen Ölstand habe ich ein einziges Mal erlebt.
Bei einem Golf Diesel mit 2 kompletten Ölfüllungen im Motor und kurz vor der Abregeldrehzahl.
Aber auch dieser hat es überlebt.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Borsty » 01.04.2017 - 08:18

Hi Kay
Ich kann mich der Meinung nicht ganz anschliessen was die Pleuellager betrifft. Auf dem neuen Bild sind ganz klar verbrannte Partikel zu sehen. Also was ist wenn sie sich bei einer Ölbohrung wo vielleicht die Lagerschale etwas schlechter auf der Grundbohrung liegt und nicht die volle Ölbohrung offen liess. Genau da würden sich auch Partikel festsetzen und bei Gelegenheit in die Lagerschale kommen. Der Aufwand mit Messung muss so wie das erste aussieht ja nicht wirklich passieren. Ansonsten wenn man 100% sicher sein will, dann muss der Pleuel raus, mit Lagerschalen zusammen gebaut werden und mittels Innenmessuhr ausgemessen werden und die Pleuelzapfen an der KW mit Mikrometer gemessen werden. Seitwärtsspiel ist nicht so massgebend wie die beschriebene Vorgehensweise. Die Innenmessuhr würde auf das genaue Mass eingestellt wie der Hersteller vorgibt, danach eben die Pleuelbohrungen. Da siehst Du dann effektive wieviel Abrieb oder eben nicht statt gefunden hat. Nach mir sieht diese Schale aber gut aus da wirklich keine nennenswerte Glanzstellen vorhanden sind. Für mich sieht es relativ matt aus bis eben auf feine Kratzer die aber eigentlich normal sind nach der Laufzeit.
Die krustigen Sachen kriegst Du erstmal soweit es geht mit eben Werkzeugen weg und ausspülen mit einer Spritzpistole. Danach wieder zusammenbauen und eben mit Diesel oder Mittelchen spülen.
Das einzige Mittel das ich mal verwendet habe war auch für im Standgas bevor man das Öl ablässt oder eben mit Diesel. Bis 2liter Überfüllung im Standgas ist kein Problem, mehr könnte den Dichtungen Schaden, muss aber nicht wie Bedas Beispiel es zeigt.
Ich würde mit einem Liter Diesel im Öl, diesen langsam einfüllen während er vorher schön warm gefahren wurde und im Standgas läuft starten. Da Du so oder so ein neues Motoröl einfüllen musst um überhaupt anzufangen, suche nach einem Motoröl das nicht zu teuer ist und die Eigenschaften zum Ablagerungen lösen hervorhebt. Nennen sich Detergent und Schwebehalter Dispersant. Dazu musst Du aber eben die Rezeptur kennen. Ich weiss das synthetische Öle diese Additive meist mit 1% oder darüber mit drin haben und diese Ablagerungen helfen zu lösen. Ich kenne nur Eines von früher, aber das finde ich Sauteuer für eine Spülung Shell Helix Ultra 5W30. Das weiss ich aus Erfahrung das es wirklich hilft. Ich habe dies am 8 Jahre gestandenen Harley benutzt und was da nach 1000km an Dreck rauskam war erstaunlich. Klar, der Motor ist ja absolut ungeeignet für solches Öl da er danach fast aus jeder Ecke siffte, aber ich denke es hatte gut getan da später nach dem Abdichten überall und dem neuen SAE 50 Alles wieder im Lot war und der nächste Wechsel kaum mehr Ablagerungen zum Vorschein brachte.
Ich denke bei Dir sind die meisten Ablagerungen im unteren Teil des Motors, daher kann eine Handentfernung und eben Spülung mit Spritzpistole und Druck schon viel helfen bevor Du die Wanne wieder anbaust. Diese kleinen Ölkohlestücke kannst Du ja ein bisschen Untersuchen ob Du sie zwischen den Finger zerreiben kannst. Geht das, dann kriegst Du es mit Spülen locker raus. Hast Du ein sandiges Gefühl zwischen den Fingern, dann musst Du erst eben mechanisch Reinigen.
Wünsche Dir nicht zu ölige Finger und das es sauberer wird.
Gruss Uwe
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Beda » 01.04.2017 - 09:34

Morgen Kay,
es braucht etwas Seelenfrieden, aber ich würde alle erreichbaren Lager optisch prüfen.
Eins nach dem anderen.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 01.04.2017 - 17:52

Moin Ihr Lieben,

und einen herzlichen Dank, daß Ihr mir weiter so beisteht.

Beda hat geschrieben:es braucht etwas Seelenfrieden, aber ich würde alle erreichbaren Lager optisch prüfen.


Ein Satz, den ich mehrmals lesen und verdauen musste, ich komme später noch auf meine Interpretation.

Ein Telefonat mit Volker, welcher gerade einen (selbst in Betrieb gehörten) Ersatzmotor aus dem Regal genommen, und weitestgehend ohne Prüfungen in den Rusty eingebaut hat, lässt mich in diesem Zusammenhang ebenfalls überlegen.

Erst im Laufe meiner Basteleien am Dornröschen wurde mir deutlich bewusster, daß ich hier ein Hobby im wahrsten Sinn des Wortes betreibe.

Wikipedia hat geschrieben:Ein Hobby ist eine Freizeitbeschäftigung, die der Ausübende freiwillig und regelmäßig betreibt, die dem eigenen Vergnügen oder der Entspannung dient und zum eigenen Selbstbild beiträgt, also einen Teil seiner Identität darstellt.


Seelenfrieden - Vergnügen - Entspannung - Identität

Will sagen: Auch wenn mein Luca (noch) mehr an dem Ergebnis unseres gemeinsamen Hobbys Interesse hat, ist für mich der Weg zum Ziel von immer größerer Bedeutung. Ich will aus der Sache möglichst viel lernen und ein bestmögliches Ziel bei vertretbaren Aufwand erreichen.

Ich habe nicht die Not wie der arme Martin mit seinem Wohnmobil, welches endlich zur Reise fertig werden soll, oder Volker welcher den geplanten Urlaub im Hinterkopf behalten muß.

Ich hasse auch wenig mehr, als die Urlaubsplanungen meiner Jugendclique, welche mit Altfahrzeugen einfach losfuhr um im Urlaub die notwendigen Ausfallreparaturen zu bewerkstelligen und so mehr schraubte als fuhr.

Auch fürchte ich nichts mehr, als plötzlich auftretende Probleme. Das kann ich beruflich nicht brauchen und schon gar nicht bei den seltenen Reisen und Langstreckenfahrten.

Dazu kommt, daß mich Dinge, welche ich nicht verstehe, ganz kirre machen und ich mich schon deshalb damit beschäftigen muß, um meinen Seelenfrieden wieder zu finden und damit schließt sich der Kreis.

Ja, mein lieber Beda, auch wenn ich große Angst (oder Respekt) davor habe, bei meiner Schrauberei etwas kaputt zu bekommen, werde ich die Lagerschalen noch öffnen und kontrollieren bis sich in meinem Kopf der kleine Frieden einstellt. Hab Dank für den wohlüberlegten Satz.

@ Uwe, das Bild ist übrigens alt (vom Nockenwellendichtringwechsel ohne Gegenlager) aber ändert an der Tatsache der Ablagerungen nichts. Zu meinem Trost sind die, ich nenne sie einmal "dicken verbrannten Ablagerungen" nur an den Außenseiten der Gehäuse, vorzugsweise in Auspuffnähe. Weiter beruhigt mich, daß (egal was mir zur Nutzung versichert wurde) das letzte Motoröl nicht das Verbrannte gewesen sein kann, so etwas rieche ich. Der Motor muß nach dem "Kleinbrannt", vermutlich sogar mit mehreren Ölwechseln, noch gelaufen sein.

Ich habe selbst in den letzten Jahren einige "verbrannte" Motoren gesehen und konnte etwas mit eingelaufenen Nockenwellenschalen, Ölresten etc. experimentieren, dahingehend bleibe ich bei meinem "Brandenburger" noch recht beruhigt.

Die Ablagerungen mechanisch zu entfernen ist jedoch nur bei einer Komplettzerlegung wirklich effektiv und so weit bin ich mit meinem Hobby noch nicht. Denk nur an die vielen kleinen Ecken und Kanten an den Nockenwellen. Allein die Ablagerungen am Sitz der Nockenwellendichtungen auf der Welle weg zu putzen hat mich etwa eine halbe Stunde gekostet.

Im folgenden Bild (sehr schwer mit der Knipse einzufangen) sieht man das obere Pleuellagergleitstück mit der kleinen Ölbohrung (am Pfeil) aber auch die große Bohrung in der Welle bei angehobenen Kolben. Die Welle spiegelt vor Glätte sogar das Gewinde der Schraube. Links unten im Bild sind keine dicken Ölablagerungen sondern nur Verfärbungen auf rauhem Untergrund zu interpretieren.

Bild

Das man beim Anheben der Kolben, bei aufgetrennten Pleuellager wieder vorsichtig sein muß ist klar, denn oben steht jetzt garantiert ein Ventildeckel in den Brennraum. :haue02: Da das Pleuel schon etwas über UT steht, um an die Schrauben zu kommen, und oben ein Ventil einragt bleiben bei Weitem keine 76 mm üblicher Hub beim 6G72 mehr. (OT - der 6G74 hat bei gleicher Verdichtung nur 1,9 mm mehr Bohrung, aber 9,8 mm mehr Hub und damit Platz zum Basteln :mrgreen: )
Mein bisher ohne Kurbelwellenverbindung bewegter Kolben Nr. 5 lief jedoch leicht, satt, wackelfrei und sehr angenehm im Gefühl. :super:

Für die grobe Messung der Pleuellager habe ich einen 0,05 mm Messdraht von der Rolle verwendet, welcher klemmen bleiben wollte.
Das Sollspiel von 0,02 bis 0,05 mm (Grenzwert nach Spezial-Motoren-HB Seite 11A-14-4 ist 0,1 mm) ist also erreicht.
Für zukünftige Messungen würde ich mir aber für z.B. ca. 27 Euro Messstreifen für Gleitlager zulegen, mit welchen die Ovalität der Welle oder auch Unebenheiten in Zylinderdichtungen oder Flanschen ermittelbar sind.

Natürlich putze, reinige, schabe, kratze und poliere ich den ganzen Kram soweit er erreichbar ist, die Erfolge sind aber eher deprimierend. Im nachfolgenden Bild ein Ventildeckel nach ewig gewissenhafter Zahnbürstenreinigung mit Motorreiniger, Benzin und Bremsenreiniger (in Reihenfolge). Nach Entfettung wird eine garstige kaum entfernbare braune Schicht deutlich, welche einmal nichts mit Rost zu tun hat sondern eine deutliche Ablagerung auf intaktem Lack darstellt.

Bild

Erträglich werden diese Bilder erst wenn man den Kram wieder einölt und damit alles unsichtbar macht. Im nächsten Bild ist der Ventildeckel noch dreckig und der Pfeil weist auf die wenig sichtbare aber deutliche fühlbare Stelle der dicksten Verkrustung hin.
Links im Bild alles ölig und Ablagerungen damit unsichtbar....

Bild

Gerade bemerke ich, die Bilder sind sogar vertauscht, das Zweite ist der "saubere" Zustand. Um so deutlicher wird aber die relative Nutzlosigkeit der Aktion. :kopfgegenmauer:
Ein sandiges Gefühl habe ich nie zwischen den Fingern da einfach kaum etwas ab geht.

Doch egal, mein Hobby ist schön, befriedigt mich und ich wollte es nicht anders. Manchmal habe ich aber auch gern frei davon.

mit eigentlich tapferen und kampflustigen Grüßen von Kay, welcher heute wohl trotzdem kein Hobby mehr betreibt.

PS:
Wikipedia hat geschrieben:Das Betreiben eines Hobbys hat oft entspannende oder sonstige nützliche therapeutische Nebenwirkungen. In einigen Fällen allerdings können die Grenzen zwischen Beruf, Hobby und Sucht zu verschwimmen beginnen.
:idee03:
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Borsty » 02.04.2017 - 07:56

Hi Kay
Doch schön zu hören das es trotzdem Spass macht auch wenn man dauernd dreckige Finger dabei kriegt. Wenn die Lagerdeckellager gut aussehen, dann sieht auch der andere Teil zu 99,9% genau gleich aus. Die Belastungen der Lagerschalen sind eher von oben und unten und nicht seitwärts der KW Zapfen.
Ne Komplettzerlegung wie Du andeutest wäre aus meiner Sicht auch übertrieben und wenn Du schreibst die Ablagerungen nichts sandiges aufweisen, dann ist auch nichts drin das die weichen Lagerschalen schädigen könnte. Ich finde die Plastigage Streifen ein wunderbares Werkzeug um eben genauso wie Du jetzt am arbeiten bist das Spiel zu ermitteln. Bei Komplettzerlegungen wird eben das von mir beschriebene Prozedere angewandt. Diese Art kam ja von den Amis da man bei praktisch jedem V8 super von unten an Alles kommt ohne den ganzen Motor zu demontieren. Ich habe auch schon Honarbeiten von unten beobachten können, Allerdings lässt mich die Art etwas zweifeln das die Bohrung dann wirklich rund und zylindrisch wird. Aber kurz zum Aufrauhen für neue Kolbenringe das Beste.
Jedenfalls ist 100% sicher das er eindeutig mal zu warm lief. Du hast ja noch einen anderen Motor, da kannste Dich dann komplett austoben :mrgreen: mit einer Komplettzerlegung.
Sobald ich irgendwie wieder etwas schrauben kann und darf, habe ich auch etliches zu kontrollieren. Mir fielen da ab und zu so leise Poltergeräusche von der Vorderachse her auf und habe festgestellt das ich bei den Stossdämpferaugen Gummiteile abreissen kann. Also die unteren Gummiblöcke durch schöne orange 2-teilige Gummibüchsen ersetzen. Habe keinen Bock die Stossdämpfer oben zu lösen und auszubauen da dann eine Entlüftung des kompletten Fahrwerks anstehen würde.
Viel Spass weiterhin
Gruss Uwe
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Matthias » 23.04.2017 - 12:39

Tachchen Kay!

Was macht eigentlich Euer Korndöschen so? Ist es wieder in den hundertjährigen Schlaf gefallen und Luca hat sich längst einen Golf zugelegt? Oder sehe ich in meiner Glaskugel richtig, dass Ihr gerade dabei seid, die Räder anzuschrauben und alles für die Jungfernfahrt fertig zu machen?

Schöne Grüße
Matti
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon terriblue » 23.04.2017 - 13:01

Mensch Matti,

der Kay litt doch an der schlimmsten aller Krankheiten, der Männergrippe, da dauert die
Genesung wohl noch etwas ... .
@Kay, lass dich nicht hetzen, wenn wir zum Forentreffen alle mal 'ne Runde mitfahren dürfen,
reicht das schon ...

Gruß Arno
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 24.04.2017 - 11:11

Moin allerseits,

nein, mein lieber Matti, Deine Glaskugel schwindelt oder Du musst noch üben und der Arno wird wohl keine Proberunde fahren können.

Fürwahr, die Prinzessin schläft und verstopft mir dabei noch die Werkstatt, ein ziemlicher Nachteil unserer gewählten Lebensart tritt zu Tage - es gibt keine geregelte Arbeitszeit mit anschließend planbaren Freistunden.

Wir können uns nicht schön aussuchen, wann wir was machen und momentan stehen auf der Dringlichkeitsliste viele andere Arbeiten vor der Schrauberei. Eine Woche Mäh- und Gartenarbeit auf zwei Grundstücken nebst Mähwerksreparatur, Schreibkrams für eine Lohnsteuerprüfung, die Gießerei von Gipsteilen und Plasteplattenbauerei sind vordringlich und werden die nächste Zeit anfüllen.

Der Luca hat keinen Golf aber eine größere Kawasaki genommen, da ihm die 125er Suzi DR nicht mehr genügte. Ich kann es ihm nicht verdenken, befürchte aber, daß die wunderbare Suzi das Oldtimeralter nicht mehr bei uns erlangen und er selbst über die Schönwetterzeit ein etwas geringeres Autointeresse haben wird.

Doch, ich habe mich jahrelang vor dem "Luxus" eines V20, dem Zweitwagenbesitz als solches, sowie dem dazugehörigen Aufwand gedrückt und konnte mir den Ausflug nun durch den Werkstattaufbau und meine "Fortbildungsmaßnahmen" annähernd leisten, das macht mich schon recht glücklich. Zu einem guten Teil ist nun auch der Weg das Ziel.

mit Grüßen von Kay, welcher auch fleißig arbeiten muß, daß es eines Tages zum Bau der großen Werkstatt mit erhofften drei Stellplätzen reicht.... :mrgreen:
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon MF » 24.04.2017 - 11:17

Moin

@Kay: In der Ruhe liegt die Kraft.
Du machst das schon.

Und falls die Grundfläche der neuen Halle nicht reicht,
wir kennen ja jemanden der die Auto's elegat für dich stapeln würde. :wink:

Ich, und ganz sicher alle anderen auch, kann dich sehr gut verstehen.

Gruß Mario
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 24.04.2017 - 11:49

Moin Mario,

und einen Dank für Deinen Zuspruch.

Das Gute an der neuen Halle ist ja, daß ich in der Planungsphase einfach noch etwas dran basteln kann. Bestenfalls bilden übliche Holzmaße kleinere Beschränkungen bei meinem ersten größeren Holzständerbau.

Mit der Autosammelei will ich es jedoch nicht so übertreiben, daß ich irgendwann Regale brauche, und so viele Mitsu-allradler gibt es ja auch nicht, daß bei ca. drei Stück pro Modell .... :mrgreen:

mit Grinsegrüßen von Kay
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