unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Borsty » 15.01.2018 - 09:17

Hi Kay
Wieso die Pumpe wieder in den Tank? Aus meinen Erfahrungen wenn man einen Innenausbau hat muss man Sorge tragen das man dazu zum Deckel kommt.
Gruss Uwe
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 15.01.2018 - 10:51

Moin Uwe,

eine wirklich gute Frage, und ich habe auch ausgiebig darüber nachgedacht.

Eigentlich ist der Grund aber ganz simpel der Gleiche, aus welchem ich mir keine verstärkten Heavy Duty Antriebe mit spezieller Oberflächenvergütung einbaue.

Seit dem 03.07.1990 fahre ich nahezu ausschließlich Mitsubishis und benötigte noch nie Stechachsen oder Benzinpumpen. Das rostige Benzinrohr der Tankdeckel war jedoch, zugegebener Maßen... :kopfgegenmauer:

Mit dem Unterbodendeckel über dem Tank bin ich jedoch auch noch sehr unentschlossen. Bisher konnte ich bei keinem der Mitsus über solch einen Wartungsdeckel - was auch immer. Vielleicht baue ich ein Geheimfach daraus, denn zukünftig sollte ich ihn noch weniger benötigen, wenn ich nur noch Schläuche verlege. Der Tank selbst hängt ja nur an vier Schrauben, wie beim L200, Sport, Colt.

Ich will den gesamten Raum zwischen den beiden letzten Querträgern über die Zeit frei räumen, so daß, wenn der Tank einmal zu alt wird, ein größerer Standarttank eingefügt werden kann. Dann wäre eine Leitungspumpe evtl. wieder ein Thema. Aber zuerst müsste einmal der Auspuff weg, etc.

Der Innenausbau soll wieder sehr variabel bleiben, daß ich im Alltag den gesamten hinteren Raum nutzen kann. Die Schublade bzw. der Auszugboden wird jedoch in irgend einer Form wieder kehren.

mit Grüßen von Kay
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Borsty » 19.01.2018 - 14:18

Hi Kay
Bei mir tat sich das eben mit dem Umbau damals auf und würde Heute auch nie mehr einen Vorfilter im Tank verbauen sondern ausserhalb.
Apropos schlummert auch bei mir ein Delphi Filter vor dem eigentlichen Filter. Eben einer der wirklich das letzte Wasser aus dem Diesel zieht bevor er im normalen Filter nochmals durch muss. Schauglas inklusive, das gehört sich bei denen so. Bei Racord hatte ich mich nur über die unsinnigen Preise und den erhältlichen Filtern gefragt. Unter 6my scheint es nix zu geben und Wasser holt man erst richtig unter 5 my raus. Ich habe einen glaube 2my drin und der ist erstaunlicherweise seit 80'000km drin. Wasser einmal entfernen müssen. Zulauf ist ziemlich gross mit 14mm Durchmesser. Aber Original ist es auch so ziemlich bei 14mm.
Viel Spass weiterhin beim Verbessern und Neubau.
Gruss Uwe
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon terriblue » 19.01.2018 - 17:50

Hallo Uwe,

da hast du jetzt aber etwas angerichtet ... Trotz umfangreicher Suche konnte ich nicht
rausfinden wie gut meine Filter filtern. Aaaber, wenn MB die für ihre CDIs, als SA für
minderwertigen Kraftstoff nimmt, werden sie für meinen Vorkammerdiesel bestimmt
ausreichen.

@Kay, weitermachen !

Gruß Arno
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 20.01.2018 - 13:23

Moin allerseits,

@ Uwe, die Vorfilter an den Mistubishipumpen haben eigentlich nichts mit Filtern zu tun. Ich würde sie eher Grobsieb nennen und vermute eine Siebdichte von ca. 400 μm. Damit können gewiß nur Rostklumpen, Kleineisenwaren, ertrunkene Tiere und ähnliches von der Pumpe fern gehalten werden. Ein Strömungswiderstand ist dort nicht zu erwarten und wenn er doch einmal entsteht, ist anderweitig Gefahr schwer im Verzug.

Bei meinen Suchen ist mir auch aufgefallen, daß die Filterdichte bei den Patronen oft nicht genannt wird. Wieder ein typisches Zeichen unserer Zeit. Du sollst nur Deine HSN/TSN Nummern noch kennen und brav kaufen was Dir untergejubelt wird. Da ist es kein Wunder, daß die Menschen immer weniger von z.B. Filtration und Technik ganz allgemein verstehen.

Borsty hat geschrieben:Apropos schlummert auch bei mir ein Delphi Filter vor dem eigentlichen Filter.


Du hast zwei Feinfilter in Reihe verbaut und davon einen sehr Feinen und einen Gröberen? Hier hätte ich eher schon Bedenken bezüglich der Kraftstoffördermenge bzw. der Pumpen. Welche Reihenfolge haben Pumpen und Filter? Nicht das an der ESP einmal zu wenig ankommt.

Borsty hat geschrieben:Unter 6my scheint es nix zu geben und Wasser holt man erst richtig unter 5 my raus.


Hast Du da Lesestoff für mich? Ich ging bisher davon aus, daß nicht in Emulsion vorliegendes Wasser ganz schnöde durch die Schwerkraft getrennt wird, aber echte Ahnung habe ich davon nicht.
Ein halbwegs brauchbares Dokument fand ich nach längerer Suche. Die einleitenden Seiten und später ab z.B. Seite 40 können Interesse wecken.

cjc.de hat geschrieben:Der MacPherson Test zeigt deutlich, dass die Entfernung der Partikel ≤ 10 μm die Lebensdauer von Kugellagern verdoppelt und die Entfernung der Partikel ≤ 3 μm die Lebensdauer sogar um das 6-fache verlängert. Je feiner filtriert wird, desto länger die Lebensdauer.


Ganz allgemein läuft man aber nach solcher Lektüre Gefahr, gleich wieder die Pflegemaßnahmen zu übertreiben. So könnte man auf eine Nebenstromfiltration des Motoröles kommen, und sich allemal fragen, was für Filter wir dort eigentlich anwenden.... :hammerschlag:

Weiterhin stört mich sehr, daß man zu den Druckfestigkeiten der Filter kaum Daten findet. Bei meinem Delphi-Kauf konnte ich nur mutmaßen, da dieser Filter teilweise bei Dieselfahrzeugen mit Förderpumpe erst vor der ESP eingebaut ist - hoffen wir das Beste. :idee03:

@ Arno, klar mache ich weiter, speziell nachdem nun die Werkstattheizung nach drei Tagen Bastelei endlich wieder geht.
Zum Thema Filtration:
Ein Freund hat seine Heizölheizung gegen Gas ersetzt und mir 40 Liter Heizöl geschenkt.
Sicherheitshalber habe ich das Heizöl noch einmal durch einen 100 µm Malerfilter geschüttet bevor es in den Tank kam. Lange Rede... Wasser und Sulz kam durch den Filter, blieb aber am eigentlich gröberen Ofenfilter hängen, Heizung lief zu niedrig und verruste bis zur Verstopfung und Kaminzugverlust. Ofen zerlegt und gereinigt, Kamin gekehrt und verlängert in mehreren Teilschritten und binnen drei Tagen - und das alles wegen Heizöl für ca. 20,- Euro. Irgendwie erinnert mich das an Deine Weihnachtsgeschichte....und gut, daß ich da nicht gelacht habe. :mrgreen:

mit weiter rätselnden Grüßen von Kay
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Borsty » 20.01.2018 - 16:41

Hi Kay
Das ist mir klar das es nur ein Grobsieb ist. Ich habe meine Sache aus Hühnerfedern und Holzpampe im Tank eben daraus gelernt. Seither im Ausland mit Damenstrümpfchen über der Zapfe am Tanken :mrgreen:
Beim Öl braucht es sowas eigentlich nicht. Das Motoröl wird ja ab und zu über 100°C und da verdampft das Wasser und andererseits bleibt es unten in der Wanne liegen sofern es sehr viel wäre.
Mein Gehäuse oder Filtertyp ist das M6002 soviel ich noch weiss mit M14 Anschlüssen. Filtertyp Ist der 296 und der ist auf Molekularsiebbasis aufgebaut zum Wasser entfernen ob gelöst oder vermischt.
Beide Filter sitzen vor der Dieselpumpe. Ich habe weil ich sicher sein wollte das genug ankommt eben entsprechend diese M14 Auswahl getroffen.
Du willst ja auch den 296 montieren. Dann kannste sorglos sein
Ich kann nur auf die Seite von Delphi verweisen. Steht zwar nicht explizit wieviele My ihre haben, aber was am Anfang steht sollte ja wach rütteln. https://www.delphipartsstore.co.uk/filt ... -elements/
Bei meinem wird 2-5 Micron angegeben. Ich weiss nur das die Delphi alle Filter mit 10 Microns(My) oder darunter hat. Apropos hat Racor 10my habe ich irgendwo gelesen. Ausser man nehme den Racor 500. Man hat auch da ziemliche Auswahl.
Ich schaue mal ob ich in meinen Shell Zeuchs noch Unterlagen habe über die Filtration wegen des Wassers. Aber das Doku in Deinem Link ist schonmal nicht schlecht. Neuerdings wird schon von Kleinstluftbläschenseperatoren gesprochen. Soll die Verbrennungseffizienz erhöhen da gar keine Luft mehr drin sein kann. Aber eben. Wieder anderes Thema wie auch das wo wir ein bisschen abschweifen :wink:
@Arno Vorkammerdiesel haben ja auch in der Regel Zapfendüsen wie man Ihnen sagt. Die sind in der Tat weniger heikel als dieses Hochpräzise Direkteinspritzerzeuchs und Commonrail. Tropft da mal eine ein bisschen gibts nicht gleich Löcher in die Kolben.
Gruss Uwe
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Tanksanierung und Überarbeitung an unbemerktem "Dornröschen" V43

Beitragvon unbemerkt » 21.01.2018 - 13:23

Moin allerseits,

@ Uwe, die 296 und 796 Delphi-Filter sind im deutschen Shop mit 5 bis 7 µm angegeben, wobei ich ursprünglich den Größeren 796er nehmen wollte, welcher Durchflussmenge bzw. Wartungsintervall vergrößert. Der Verkäufer lieferte jedoch verkehrt, aber ich bin inzwischen froh, da der Kleine bei meiner Einbausituation besser passt.

Zur Tankbastelei:

Auch hier sieht man wieder deutlich, das wie am Rest des Unterbodens ab etwa Kardanausgang am Getriebe bis kurz hinter die Hinterachse der Rost vehement zugeschlagen hat, als würde man unter einem anderen Fahrzeug arbeiten. Der Tank ist vorne stark angegangen und im hinteren Bereich beinahe in Werkszustand. Ich werde mich in diesem Zusammenhang dem Spritzschutz bzw. der Abdichtung der Spritzbereiche der Räder entsprechend verstärkt widmen.

Bild

An dieser Stelle sei auch erwähnt, daß ich richtig sauer auf Mitsubishi bin und mich beschweren möchte. Entgegen meiner sonstigen Erfahrung habe die Leute doch glatt die Deckel von Galant und Pajero mit einem Zentimeter Abweichung unterschiedlich groß ausgeführt.... :(

Bild

Nun aber zur großen Angstschrauberei am Tank bzw. dem gefürchteten Pumpendeckel am Tank. Üblicherweise lassen sich die kleinen Schräubchen ja nach 20 Jahren nicht mehr schadfrei demontieren und ich verwendete deshalb ordentlich Aufwand und viel Liebe.

Bild

Alles wurde also gewissenhaft gebürstet, mit Rostlöser gebauchpinselt, die Mütterchen mit 4,5er Nuss und Hammer gestaucht, mit Schneideisen und Messer frei gekratzt, und wieder und wieder gebürstet und eingesprüht. Eine (nur sechseckige) Nuss zur Vollflächenpassung wurde unten glatt geschliffen und unter drehen und drücken schlußendlich mit Hammer aufgeklöpfelt. Zum besseren Gefühl und zur Ratschenschonung hängt die kleine Nuss im Ringschlüssel. Mit kleinen Fest- und Lockerrucken gelang es mir wie durch ein Wunder alle sechs Mütterchen zu lösen.

Na also, dann war der Rost ja doch nur oberflächlich und harmlos.... :mrgreen:

Die Pumpe sieht im Unterschied zum Galantteil doch schon ganz schön angegriffen aus, aber Rost ist trotzdem anders.

Bild

Nun aber zum größten Wunder, der Innenansicht eines nicht mehr so schönen zwanzigjährigen Tankes.

Bild

Was habe ich gestaunt, doch ich will Euch auch das Bild vom beginnenden Rost nicht vorenthalten. :extremlached:

Bild

Fein, dann werde ich den Tank also nur äußerlich für die nächsten Jahre anhübschen. Entsprechend Bedas und meiner These, habe ich mich inzwischen bei vielen Bauteilen gegen einen deckenden Farbanstrich entschieden und werde auch den Tank nur in Leinölfirnis ertränken und beim jährlichen Rostschutz grob überspritzen.

Ob ich das gebrochene Benzinrohr nur glatt schneide und eine kleine Bördelung zum Schlauchanschluss versuche, eine Schneidringverschraubung mit Schlauchanschlußrohr anbringe oder einen neuen Schottdurchgang verschraube, bin ich noch nicht sicher. Eine Neurohreinlötung werde ich aber vermutlich nicht versuchen.

Was sonst noch passierte:

Gestern habe ich die 2015er Optima aus dem Sport gegen die Neuere getauscht und will diese einmal in Ruhe laden und prüfen. Dazu hat ein neuer technischer Kollege die Arbeit aufgenommen.
Das CTEK MXS 5.0 soll später im Pajero fest verbaut bleiben, so daß ich zukünftig das Auto wieder einfach ans Netz anstöpseln kann und Batterieladung, Motorvorwärmung oder die Kühlschrankfunktion einfach zuschalten kann.

Bild

Das Preis - Leistungsverhältnis scheint überzeugend, zumal man für 58,30 Euro auch noch ein zusätzliches Steckerkabel mit Ringösen für den Festanschluss an der Batterie erhält. Lediglich den Gummirundumschutz für 5,- Euro habe ich gleich noch dazu geordert.

Im Vergleich zum Fritec-Werkstattladegerät fehlt mir aber irgendwie die Anzeige.

mit Grüßen von Kay, welcher gestern wieder angenehme 13 Grad Celsius in der Werkstatt genießen konnte. :mrgreen:
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon MF » 21.01.2018 - 13:28

Moin

Du machst ja wieder feine Sachen.

Ich muß mich mal durch deine Zeilen schmökern,
hab die Tage viel erldigt und wenig gelesen.

Gruß Mario
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Joe » 22.01.2018 - 12:03

Moin Kay,

unbemerkt hat geschrieben:Im Vergleich zum Fritec-Werkstattladegerät fehlt mir aber irgendwie die Anzeige.


frei nach dem Motto, wer viel misst misst Mist, haben die halt alles unnötige einfach weggelassen - wenn das grüne Lämpchen voll signalisiert, ist die Bakterie auch voll :mrgreen:

An meinem MXS 7.0 hatte ich anfangs auch eine detailliertere Anzeige vermisst. Nach inzwischen 5 Jahren Nutzung weiss ich aber, dass der Akku auch wirklich voll ist, wenn das Ladegerät dies anzeigt und ich messe nun auch schon ewig nicht mehr manuell nach, sodern glaube es einfach :extremlached:

keep things simple - auch wenn ich nur zu gut nachvollziehen kann, wie schwer Dir das manchmal fällt :wink:

Gruß Rolf
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Jero V6 » 22.01.2018 - 12:57

Hallo Kay,

die Tankplatte ist ja, wie du weißt, auch eine typische Pajeroschwäche. Ersatz habe ich einmal auf einer polnischen Pajeroteileseite gefunden, für bezahlbare 120€. Die tatsächliche Passgenauigkeit wäre interessant.

Ich habe bei meinem V20 bereits vor 3 Jahren damit begonnen die Tankplatte regelmäßig mit Fluidfilm zu tränken. Die Muttern sollten sich daher schon mal lösen. :super:

Gruß Justin
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 22.01.2018 - 14:39

Moin Rolf und inzwischen auch Justin,

und einen Dank für Rolfs immer hoch geschätzte Anmerkung.

Ja ohne Zweifel, sollte man immer sehen wozu man was nutzen will und kann.

Das Fritec geht deutlich in Richtung Werkstattgerät und da möchte ich es nicht mehr missen.
Womöglich leiste ich mir sogar eines Tages den 6-fach Verteiler um welchen ich meine Winterbatterien dann scharen kann.

Bezeichnend sind auch die negativen Bewertungen des Fritec bei Amazon. Da beschweren sich Kunden das sie zu viel einstellen müssen (6Volt oder 12V und 1 bis 3 Ampere :mrgreen: ) oder, daß das Gerät nicht zum Starten des Fahrzeuges gereicht hat.... :extremlached:

Zum schnell Anklemmen und Laden ist das CTEK ohne Frage einfacher. Der Kunde muß nicht erfahren, daß 10% der Batterieleistung für die Ladung etwa geeignet sind und drückt nur auf Moped oder Auto.

Es sind aber eben auch diese Kunden, welche dann die fehlende Startladerfunktion bemängeln bzw. solche Versuche machen, weil sie nie lernen mussten, was, wann und wie geschieht und wozu es da ist.

Eine kleine Sache fällt mir jetzt aber trotzdem auf. In das Fritec Handbuch habe ich nie wieder geschaut, weil alle Funktionen am Display angezeigt werden.

Beim CTEK bin ich jetzt verunsichert weil die Anzeige in Stufe 6 (Rekonditionierung) an einer Batterie seit zwei Tagen fest hängt. Das Einüben der 8 Stufen und auch das im Buch eigentlich auf zwei bis sechs Stunden festgelegte Recond begeistert mich noch nicht so sehr.

@ Justin, ein Preis von 120,- Euro wegen einem abgebrochenen Röhrchen belustigt mich überhaupt nicht. Die Platten sind unten glatt und damit Größere immer anpassungsfreundlich. Lediglich die 6 Bohrungen müsste ich evtl. am Galantdeckel neu setzen, die Pumpenhalterung auf universell einstellbar umarbeiten und das zweiadrige Kabel passen anschließen. Das wäre die Schönlösung hin zum rostfreien Deckel.

An meinem Deckel die Benzinleitung abzuhacken, aufzubohren und eine Schottdurchführung zu setzen geht am schnellsten und preiswertesten. Der Deckel hält gewiss auch so noch solange, wie der Tank hält.

Beim polnischen Pumpendeckel scheint schon so eine neumodische Steckerverdickung an der Benzinleitung vorgesehen zu sein. So etwas möchte ich nicht für ein Ganzewelt-Auto.

Ich berichte vom weiteren Vorgehen.

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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Jero V6 » 22.01.2018 - 14:51

unbemerkt hat geschrieben:
@ Justin, ein Preis von 120,- Euro wegen einem abgebrochenen Röhrchen belustigt mich überhaupt nicht. Die Platten sind unten glatt und damit Größere immer anpassungsfreundlich. Lediglich die 6 Bohrungen müsste ich evtl. am Galantdeckel neu setzen, die Pumpenhalterung auf universell einstellbar umarbeiten und das zweiadrige Kabel passen anschließen. Das wäre die Schönlösung hin zum rostfreien Deckel.



Hallo Kay,

da habe ich vergessen zu erwähnen dass das Neuteil bei Mitsubishi um die 800€ kostet. :duck: Es gab schon jemand der sich eins nachgemacht hat, das lag aber auch bei circa 450€.

Für solch eine kleine Platte mit Schlauchanschlüssen.

Ich bleibe gespannt, gutes Gelingen!

Gruß Justin
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon Joe » 23.01.2018 - 13:56

Moin

unbemerkt hat geschrieben:Beim CTEK bin ich jetzt verunsichert weil die Anzeige in Stufe 6 (Rekonditionierung) an einer Batterie seit zwei Tagen fest hängt. Das Einüben der 8 Stufen und auch das im Buch eigentlich auf zwei bis sechs Stunden festgelegte Recond begeistert mich noch nicht so sehr.


sicher bin ich mir da nicht, aber ich vermute mal, dass diese Funktion bei einer Optima nicht angebracht ist und hoffentlich keinen Schaden an Deinem blauen Schätzchen verursacht hat. Bei herkömmlichen Blei-/Säurebatterien sollen damit ja Ablagerungen an den Bleiplatten gelöst werden (vereinfacht ausgedrückt). Wie eine Gel-/Fließbatterie darauf reagiert, kann ich Dir nicht sagen. Diese Funktion sollte aber auch bei normalen Batterien höchstens 1x im Jahr verwendet werden.

Die Tankteile bekommt man aber auch deutlich günstiger, z.B. hier für US $ 69,99 zzgl. 26,11 Versand nach D, oder auch die Pumpe, etc., solange Du mit ca. 1-2 Monaten Lieferzeit leben kannst - Achtung, habe nur die Partsnummern aus Jeros Link genommen, also bitte genau prüfen :wink:

Gruß Rolf - der an seinem CTEK MXS7.0 besonders schätzt, dass man daran nichts einstellen muss. Einfach anschließen und es verwendet immer automatisch die zuletzt eingestellte Funktion, so dass Frauchen und auch Töchterchen damit inzwischen selbstständig ihre Batterien regelmäßig pflegeladen können :grin:
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 24.01.2018 - 12:17

Moin Ihr Lieben,

und Dank für Euer Interesse.

@ Rolf, siehst Du, genau hier liegt der Hase im Pfeffer.

Joe hat geschrieben:Einfach anschließen und es verwendet immer automatisch die zuletzt eingestellte Funktion, so dass Frauchen und auch Töchterchen damit inzwischen selbstständig ihre Batterien regelmäßig pflegeladen können


Im ersten Moment pflichte ich Dir bei, und auch für Luca und mich erscheint dies anwendungsfreundlich. Genau betrachtet kommt es aber so zu den Fehlanwendungen, weil niemand sich mehr mit der Materie beschäftigt.

Man kann Auto, AGM und recond am Gerät einstellen - alles richtig. Prompt lädt man aber mit 15,8 Volt und 1,8 Ampere an einer Optima herum und weil die Abschaltung nicht in 2 bis 6 Stunden funktioniert scheinbar auch deutlich länger.

Die fehlende Anzeige hat mich vertrauensselig werden lassen, ich schätze jedoch bei Optima fände man dies nicht so dolle.

Du hast also Recht - die vereinfachten Systeme helfen uns, aber wir denken eben sofort nicht mehr mit und schon kommen neue Fehler ins Spiel.

Das beste Beispiel ist wieder mein Freund, welcher mich Nachts anrief und mir sagte, daß seine Kühlmittelwarnlampe im Armaturenbrett jetzt leuchtet. Als ich ihm sagte, daß er auffüllen sollte, wusste er noch nicht einmal wo der Behälter sein könnte. Sein KFZ ist so mit Sensoren überfüllt und mit Plaste im Motorraum verbastelt, das kein Nutzer sich mehr um irgend eine Kontrolle kümmern will.

Wer hebt schon beim Tanken noch die Haube hoch und kontrolliert einmal die Füllstände während der Sprit einläuft? Ich sehe das so gut wie nie. Wir machen uns mit den ganzen Automaten, Reifendrucksensoren und Gedöns immer abhängiger, fauler und dümmer.

Am Ende können wir dann auf der Autobahn im Winter keine CD mehr abspielen, weil sonst der Klimaautomatensensor spinnt und die Heizung abdreht.

Aber genau deshalb kommen wir ja wieder zu den guten alten Autos wie dem V20, Galloper oder L300 wo man ohne zu denken am Regler noch schnell viel heiß, kalt oder halbwarm vorwählen kann.

mit Grüßen von Kay, welcher deshalb auch Benzinpumpendeckelkombinationen nicht einfach tauschen wird
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Re: unbemerktes "Dornröschen" V43 - Jungbrunnen für Zwanzigjährige

Beitragvon unbemerkt » 24.01.2018 - 13:05

Hallo noch einmal,

welch wunderbare defekte Benzinpumpe habe ich doch?

Erinnert Ihr Euch noch, daß ich den V20 geliefert bekam und der Verkäufer den Preis von 2200,- noch selbst herunter handeln wollte?

Offensichtlich war er froh einen "Kunden" gefunden zu haben, der seine Karre nimmt, welche noch nicht einmal mehr anspringt.

Nun ist klar geworden, daß die Benzinpumpe nach 6 Jahren in der Scheune, mit einem jährlichem Start, keine Lust mehr auf den alten Sprit hatte - sie ist fest.

Genau genommen habe ich also eine defekte 20-Euro-Pumpe, welche mir gut und gerne 2000,- Euro und einen aufregenden Autotransport gespart hat. Eigentlich gehört das Teil in ein Ehrenregal, denn das Auto hätte ich ohne ihr Versagen wahrscheinlich nie bekommen. :super:

Bild

Beim Anhalten der Pumpen an den Strom machte die vom Pajero keinen Mucks während die Galantpumpe munter los schnurrte. Die Pumpem sind jedoch annähernd bau- und leistungsgleich, nur am Stromstecker muß ich eine kleine Phase abknipsen und am Gummilager zwei winzige Stege abschneiden. Wenn das Filtersieb zu lang ist kann ich es noch tauschen.

Der Tankdeckel des Pajeros, an welchem ja nur das eine rostige Rohr stört, wird also ein neues Loch und eine geschraubte Schottdurchführung bekommen (ähnlich wie im nächstes Bild angehalten). So bin ich zukünftig auch für Änderungen, wie außen liegende Pumpen offen.

Bild

Da das alte Benzinrohr an der Pumpenhalterung angeschweißt ist, und somit statische Funktionen übernimmt, bleibt es in Teilen drin und wird nur abgedichtet.

Selten habe ich mich über ein defektes Gerät so gefreut. :huepfen:

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