Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon Crazy.max » 14.09.2009 - 18:50

Hallo Günther,

gboelter hat geschrieben:
Drehstäbe sind Federn. Ob das wirklich so intelligent ist, die Teile bis zum Anschlag vorzuspannen, muss jeder selbst entscheiden ... :?



Den federn / Drehstäben macht das nichts . Es ist zu vergleichen mit dem Unterlegen von Spacern unter eine Schraubenfeder. Beim hochdrehen verändert man keinesfalls die Vorspannung sondern ändert lediglich den Nullpunkt der Krafteinwirkung.

Das das Auto bei ganz hochgedrehtem Fahrzeug bockiger wirkt liegt an der veränderten Geometrie der vorderen Achslenker. Übertrieben dargestellt ist der lenker im Normalzustand waagerecht und beim hochgedrehten Auto steht der Lenker im 45° Winkel nach unten.

Und wenn nun das Rad einfedert beschreibt es dabei einen Radius und dabei wird das Rad stumpf nach aussen gedrückt , also quer zur Rollrichtung des Rades.

Einfach kann man es an einer Uhr ablesen:

Normal ist 3:00 Uhr und hochgedreht ist 5:00 Uhr . wenn nun der Zeiger von 5 nach 3 uhr geht wandert die Spitze des Zeigers nach aussen , wie es da Rad auch machen muß.

Olaf - denkt das eine moderate Höherlegung durchaus damit zu machen ist - und wenn nur der Platz für größere Reifen zur verfügung gestellt wird.
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon nottl2000 » 24.10.2009 - 21:01

Hallo zusammen,

hab heute meine linke Antriebswelle ausgebaut, da sie rausgerutscht war.
Grund war ein zu schlaffer Sicherungsring auf der Welle (war neu bei der zuvor gewechselten Achsmanschette dabei)
Also dieses Problem ist bereits behoben....

Aber: Weil ich schon den Achsschenkel runter hatte, kürzte ich auch gleich nochmal die Anschläge des oberen Dreiecklenkers.
Sind jetzt ca. 10mm oder ein Bisschen weniger hoch.

Problem: Durch die Stellung des unteren Dreiecklenkers (Schräg nach unten) Streift die Manschette, die die äußere Manschette vor Beschädigungen schützen soll (diese ragt über das äußere Spannband dieser Achsmanschette), an den Schrauben des Traggelenks und am Dreiecklenker selbst.

Kann man sich das so vorstellen?
Ist dieses Problem bekannt? Irgendwelche Vorschläge, ohne die Anschläge wieder zu verlängern?

Danke, Gernot
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon Crazy.max » 24.10.2009 - 22:42

Hallo Gernot ,

nottl2000 hat geschrieben:
Kann man sich das so vorstellen?



...nein ! .

Abhilfe : Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Also mach mal ein Foto davon und wir schauen was man machen kann. Ich kann mir aber vorstellen das du eine Schlauchschelle für die manschette genommen hast , die passen nicht weil der Verschluß zu groß ist.

Olaf - hatte an seinen hochgedrehten Mitsubishis diese Probleme nicht.
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon nottl2000 » 24.10.2009 - 23:02

Hallo Olaf,

ja ein Foto gibts morgen, heute nicht mehr!

Schlauchschelle ist keine montiert, sndern das orig Stahlband. Manschette ist auch ringsum rund, also das sollte nicht das Problem sein.

Dann bis morgen, Gernot
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon nottl2000 » 25.10.2009 - 09:00

Guten Morgen,

nun die Fotos:
Man kann dabei erkennen, dass diese Manschette bei Geradeausfahrt und vor Allem bei Volleinschlag nach rechts an der Schraube, die das Traggelenk hält, sowie am Dreieckslenker selbst streift. Voll ausgefedert.
Höhe der Ausfederanschläge beträgt 14mm, also nicht extrem wenig wie ich finde, wenn manche sogar nur ein Stück Gummi draufkleben.

Aber da der obere Lenker um einiges kürzer ist als der obere, neigt sich der Achsschenkel beim Ausfedern schon relativ stark nach innen.

Aber was tun? Schraubenkoppf mit der Flex anpassen, dürfte nicht so schlimm sein. Aber zuviel möchte ich da nicht rumschleifen.
Oder ich komme mit dem Gelenk ein Stück weiter rauf, aber dafür müsste ich etwas von der Auflagefläche des Gelenks wegnehmen.

Kennt dieses Problem niemand? Oder hat es noch keiner entdeckt (Wie gesagt, nur voll ausgefedert mit gekürzten Anschlägen...)

Danke, Gernot
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon OffRoad-Ranger » 25.10.2009 - 09:55

Servus Gernot,

diese Blechhülse hat nur der L040. Bei V20 und K60 ist dies nicht mehr dran. Kannst du das nicht entfernen?
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Gruß

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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon gboelter » 25.10.2009 - 10:03

Moin Gernot,

nottl2000 hat geschrieben:Höhe der Ausfederanschläge beträgt 14mm, also nicht extrem wenig wie ich finde ...

also beim V20 zum Beispiel sollen das so - hab das Hanbuch gerade nicht zu Hand - um die 22 mm sein. Da scheinen mir deine 14 mm im Vergleich schon arg wenig zu sein.

nottl2000 hat geschrieben:Aber was tun? Schraubenkoppf mit der Flex anpassen, dürfte nicht so schlimm sein. Aber zuviel möchte ich da nicht rumschleifen.

Lass die Flex im Schrank, an den Schrauben haengt Dein Leben. Die sind nicht umsonst Festigkeitsklasse 12.

Zieh die Drehstaebe an, dann loest sich dein Problem vermutlich von alleine.

Gruss

Guenther
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Ich weiss auch nicht woher der Motorschaden kam, aber am Oel kann es nicht gelegen haben, Oel war da kein's drin!
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon Crazy.max » 25.10.2009 - 11:54

Hallo Gernot,

OffRoad-Ranger hat geschrieben:diese Blechhülse hat nur der L040. Bei V20 und K60 ist dies nicht mehr dran. Kannst du das nicht entfernen?


Das sollte möglich sein, ich kann mich nicht entsinnen das so an meinem L040 oder L300 gesehen zu haben. Deswegen auch meine gestrige Einlassung bezüglich der Schlauchschellen. Das du da noch extra Blech hast wäre mir im leben nicht in den Sinn gekommen.

Entferne das Blech einfach mit der Blechschere so weit wie möglich und bördel den Rest in Richtung Rad um bis du das nächste mal daran musst.

Olaf - denkt das so manche Sache am Auto nur zur Beruhigung der Ingenieure dient.
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon nottl2000 » 27.10.2009 - 08:31

Hallo,

danke für eure Antworten, Problem hat sich erledigt.
Hab einfach den Gummi weggeschnitten, die Metallmanschette hab ich gelassen.

Nun läuft wieder alles, alle 4 Achsmanschetten und die Stabi-Buchsen neu.

Schönen Tag noch, Gernot
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon gboelter » 27.10.2009 - 16:09

Sorry Gernot,
nottl2000 hat geschrieben:danke für eure Antworten, Problem hat sich erledigt.
....
Hab einfach den Gummi weggeschnitten, die Metallmanschette hab ich gelassen.

aber das kommentiere ich hier jetzt besser nicht im Detail ...

Erst die Schrauben vom Achsschenkelbolzen abschleifen wollen, und jetzt das hier ...

Und ich dachte immer, nur Filipinos wuerden so ihre Autos reparieren ... :(


Gruss Guenther
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Zuletzt geändert von gboelter am 28.10.2009 - 08:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon nottl2000 » 27.10.2009 - 16:32

Hallo Guenther,

ich versteh leider das Problem nicht.
Was bitte ist denn so schlimm, wenn ich eine Gummimanschette wegschneide, die bei den meisten anderen Pajeros garnicht vorhanden ist?

Auch im Werkstatthandbuch steht "Bei Fahrzeugen mit Staubschutzmanschette....", also kann das echt nicht so schlimm sein, wenn davon nur noch die Hälfte dran ist!
Und was sollten durch Entfernen der Manschette die schlimmsten Konsequenzen sein?

Schöne Grüße
Gernot
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon gboelter » 27.10.2009 - 16:45

nottl2000 hat geschrieben:Was bitte ist denn so schlimm, wenn ich eine Gummimanschette wegschneide, die bei den meisten anderen Pajeros garnicht vorhanden ist?

Auch im Werkstatthandbuch steht "Bei Fahrzeugen mit Staubschutzmanschette....", also kann das echt nicht so schlimm sein, wenn davon nur noch die Hälfte dran ist!

Dann haben wir uns vielleicht falsch verstanden, aber Du schreibst "Hab einfach den Gummi weggeschnitten, die Metallmanschette hab ich gelassen.".

Das habe ich so verstanden, dass du die Gummipuffer, bei denen Du ja wohl nur ca. 10 mm Luft bis zum Anschlag hattest, nun gaenzlich weggeschnitten hast. Das wuerde aber bedeuten, dass beim Durchfedern die gesamte Energie 'mit voller Wucht' ind ungebremst auf die Schrauben gehen wuerde. Und wenn sich besagte Schrauben deshalb wahrend der Fahrt verabschieden, dann 'Gute Nacht'!

Aber wie gesagt, vielleicht habe ich Dich auch falsch verstanden ....

Gruss Guenther
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon gboelter » 27.10.2009 - 17:35

Hallo Gernot,

ich habe mir noch mal Deine Bilder angesehen.

Ich denke, Deine Drehstaebe sind einfach nur ein wenig 'ausgeleiert', deshalb kommt die Radaufhaengung ueberhaupt nur in diese Position.

Also dreh die Drehstaebe hoch, bis Du zwischen Gummipuffer und Anschlag wieder den richtigen Abstand hast. Das genaue Mass fuer Dein Auto weiss ich jetzt nicht, aber Du scheinst ja ein Werkstatthandbuch zu haben.

Dein Problem sollte danach automatisch geloest sein, weil die Radaufhaengung dann ueberhaupt nicht mehr in diese kritische Position kommen kann.

Gruss Guenther
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon nottl2000 » 27.10.2009 - 22:51

Hallo Günther,

schau dir die Bilder noch mal an, du denkst genau in die falsche Richtung!
Sind auch verstärkte Drehstäbe, also keineswegs ausgeleiert.

Gernot
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Re: Drehstäbe anziehen, die Feinheiten...

Beitragvon OffRoad-Ranger » 28.10.2009 - 10:49

Servus Gernot,

welchen Gummi hast du weggeschnitten :?:

Das Blech drangelassen, das verstehe ich nicht :roll:

Hast du ein Foto.
Gruß

OffRoad-Ranger

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