Warum gibt es Rahmenbrüche bei Pickups mit Wohnkabine?

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Zapatero
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Warum gibt es Rahmenbrüche bei Pickups mit Wohnkabine?

Beitragvon Zapatero » 12.02.2013 - 11:29

Hallo zusammen,

Nach der letzten Reise mit dem selbstgebauten 4 Runner (http://www.trans-amerika.net) war klar wir brauchen was größeres - aber nichts zu großes. Also kam nur eine Aufbauverlängerung oder Wohnkabine in Frage. Die Reise wird richtung Indien / Südostasien gehen und das Fahrzeug soll containerfahig sein!

Ich möchte mal eine kleine Fotostory von der Wohnkabine vorstellen die ich gerade baue:

Virtuelle Vorschau
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Radlauf in Google Sketchup (Importiert aus Mega CAD - Sketchup dateien sind unbrauchbar zum abwickeln)
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Radlauf frisch von der Lasermaschine und von der Kantbank
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Der Hilfsrahmen
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Die Einzelteile
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Alle Teile Ausgebreitet
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Die Anordnung auf dem Dach wird sich ändern, da noch Dachfenster eingebaut werden
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Das Aufstelldach wird gehalten von 4 Dämpfern und je eine Stütze vorne und hinten die in den Innenraum klappt bei geschlossenem Dach
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Sven » 14.02.2013 - 19:26

Stefan hat geschrieben:Weiter so - ein spannedes Projekt


welches hoffentlich nicht so wie manch anderes Pickupaufbauprojekt endet

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Das Drehmoment und die Kräfte, die da auf den Rahmen wirken sind meiner Meinung nach leider auch nicht durch eine Rahmenverstärkung o.ä. in den Griff zu bekommen. Deshalb bevorzuge ich einen durchgehenden Aufbau.

Grüße
sven
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Stefan » 14.02.2013 - 22:07

Hallo Sven,


alle samt Dokas mit Kabinen, die ein Eigengewicht jenseits von gut und böse haben. Das Schwerpunktlot liegt ja meist schon hinter der Hinterachse...



Gruß Stefan
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Sven » 14.02.2013 - 22:32

Hallo Stefan,

die obigen Bilder hatte ich gerade zur Hand (aktueller Fred im Wüstenschiff), es gibt auber auch abgebrochene HZJ79 mit "leichter" Kabine. Die Frage ist wann brichts, bei welchen Belastungen, Piste oder Strasse, nach wieviel km, nicht so sehr ob es bricht.

Grüßle
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon unbemerkt » 15.02.2013 - 12:03

Hallo Sven,
und einen Dank für die "schönen" abschreckenden Bilder. :hammerschlag:
Ich gebe Dir völlig Recht, daß speziell in Sachen Wohnkabinen von der Stange in Deutschland übles Schindluder getrieben wird. Wahrscheinlich darf kaum ein Pickup mit einer der am Markt erhältlichen Kabinen, urlaubsfertig bepackt, mit allen aufgefüllten Medien und zwei normalgewichtigen Personen entsprechend der Zulassung überhaupt betrieben werden.

So müssen sich die manche Besitzer nicht wundern, wenn Sie z.B. auf einer Wellblechpiste liegen bleiben. Gerade das sind aber die Gründe, daß einige Pickupbesitzer anfangen selbst zu bauen oder sich mit einer entsprechend "ungewöhnlich" leichtgewichtigen Variante auszustatten.

Die Frage ist wann brichts, bei welchen Belastungen, Piste oder Strasse, nach wieviel km, nicht so sehr ob es bricht.


Deinen o.g. Satz würde ich also, nicht ganz unwidersprochen stehen lassen.

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Bei z.B. diesem Fahrzeug hat der Rahmen, ein übliches Autoleben gehalten und das KFZ wurde wegen nur allgemeinem Rost und Verschleiß gegen eines neues unter die gleiche Kabine geschoben. Speziell zu Ladung und Überladung im Zusammenhang mit Wohnkabinen hat sich das Explorermagazin jedoch so einige Gedanken gemacht.

Auch ich nutze seit einigen Jahren eine 350 kg Kabine und hoffe, daß ich bei überlegte Beladung (schweres Gut kommt tief auf oder vor die Achse) und etwaige Einhaltung der zulässigen Gesamtmasse noch lange Freude am Trägerfahrzeug und dessen Rahmen habe.

Trotzdem, beängstigt es auch mich, wie unverantwortlich viele Besitzer ihre KFZ völlig überladen.
Auch die Hersteller gewisser KFZ tendieren dazu, die Rahmen in letzter Zeit einfach dünner und dafür entsprechend höher ausbilden und Traglasten der Fahrzeuge weiter herab zu setzen.

Ein besonderes Augenmerk ist also im Bereich der "nicht durchgehenden Aufbauten" auf Gewicht und Verteilung dessen, wie Du schon richtig formulierst, zu richten.

Ich habe jedoch das unbedingte Gefühl, das Philipp recht erfahren ist und sich sein Projekt gut überlegt hat. Auch ist sein momentanes Trägerfahrzeug nach meinem Wissen noch eines der Gattung des "dickeren Rahmens" mit einer originalen Nutzlast von knapp unter 1000 kg.

Gruß Kay
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Stefan » 15.02.2013 - 19:59

Moin.

Da werfe ich doch gleich mal die Frage an Phillip in den Raum, welches Kabinen-Leergewicht denn der PC ausspuckt.
Sollte doch so ein modernes Programm können ? :super:


Gruß Stefan
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Sven » 15.02.2013 - 20:58

Hallo,

einfach mal vereinfacht, wie die Kräfte wirken:

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Grüße
sven
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon 4x4tourer » 17.02.2013 - 16:10

Moin werte Rahmenbelastungstestgruppe :wink:

hier kommt mal ein augenzwinkernd, konstruktiver Lösungsansatz für die Rahmenproblematik:

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Busfahrende Grüße
Dirk
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Stefan » 18.02.2013 - 09:49

Moin.

:super:

Warum? Weil zwei drei Fahrzeuge aus mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen einen Bruch erlitten haben?

In meinen Augen wird das Thema nur hochgespielt. Sollte man sich halt überlegen, ob man 120% Last auf einen Doka stellt...
Bei 70% Last auf einem single od. extra sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Gibt es da Bilder von div. Haveristen?



Gruß Stefan
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Sven » 18.02.2013 - 11:19

Stefan hat geschrieben:Moin.

:super:

Warum? Weil zwei drei Fahrzeuge aus mehr oder weniger nachvollziehbaren Gründen einen Bruch erlitten haben?


Stefan, es gibt fast beliebig viele Berichte zum Thema in anderen Foren (z.B. Buschtaxi, da finden sich auch Beiträge von dir) und auf vielen Reiseseiten.

Bei der Konstruktion wundert es weniger:
Bild
http://www.thermikwolke.de/suedamerikar ... reise.html

Bei dem auch nicht:
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http://www.baikal2007.de/ , leider ist der Reisebericht nicht mehr verfügbar

Markenunabhängigkeit ist garantiert:
Bild
http://ufwiederguegs.ch/?cat=12

Aber selbst solche kleine Kabinen können zum Bruch führen:
Bild
http://www.toms-backup.de/The_Different ... erien.html

Bissl googeln und du bekommst beliebig viele Gruselbilder, so 2-3 pro Minute ...

Grüße
sven
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Zapatero » 19.02.2013 - 09:35

Hallo,

ich melde mich auch mal wieder zu Wort:

Zum Thema Überladung habe ich mir vorher ausführliche Gedanken gemacht und darauf geachtet, dass alles Schwere direkt AUF oder etwas VOR der Hinterachse sitzt. So ganz funktioniert das natürlich nicht immer. Der Zusatztank wird zwangsläufig hinter der Hinterachse sitzen. Das Ersatzrad ebenfalls. Am Heck der Kabine wird nichts unnötig schweres befestigt werden.

Die Kabine wiegt laut meiner Kalkulation:
Leerkabine: 281 Kg
Fertige Kabine mit Flüssigkeiten: 513 Kg
Reisegepäck schätze ich auf 150Kg



Dann habe ich erst gerade einen Reisebericht gelesen, dem ich diese Bilder entnommen habe - Das ist über was ihr Diskutiert:
Bild
Bild


Und zum Thema Überladung ein paar Impressionen von Fahrzeugen die ich Fotografiert habe als wir in Mittelamerika gefahren sind. Die Straßen eher... nicht vorhanden oder schlecht, die überladung jenseits von Gut und Böse:

Bild

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Bild


Also ich nehme das Problem bei meiner Kabine nicht all zu ernst - wenn er das nicht aushält, dann muss man leider sagen - Kabine auf Pick-Up geht gar nicht.
Denn bei einer Fest installierten Kabine wie meiner ist der Schwerpunkt besser als bei einer Absetzkabine UND das Gewicht noch dazu - wüsste wirklich nicht wie man das noch verbessern sollte ohne an "Wohnkomfort" einzubüßen. Der Alkoven wird übrigens auf dem Führerhaus noch "Abgestützt" - so macht das beispielsweise auch Alpha-Tec

Viele Grüße
Zuletzt geändert von Zapatero am 19.02.2013 - 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Zapatero » 19.02.2013 - 09:51

Ein Nachtrag:

Bei einem Single-Cab ist das sicher Ideal, bei einem 1 1/2 Kabiner noch im Rahmen ( ein Wortspiel :lachen: ) und beim Doka reichlich Schlecht.
Also ein Doka kam exakt aus diesem Grund nie in Frage für uns!
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Stefan » 19.02.2013 - 12:10

Moin.

Na klar habe ich diese Themen sicherlich schon irgendwie kommentiert als Nutzer einer geländetauglichen Kabine auf einem 1.5 Kabiner.
Solange mein Rahmen hält in meiner Kombination bin ich zufrieden. Was auch immer die anderen angestellt haben.

Nur bei einer Neukonstruktion kann man ja auf einige Details achten. Die orig Pritsche würde ich bei der nächsten Kabine auch wegrationalisieren...




Gruß Stefan
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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kabine

Beitragvon Beda » 19.02.2013 - 12:23

Hi,
die Hebel machen den Unterschied.

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Bei dieser Art Beladung gibt es keinen Hebel.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Mein neues Projekt: L200 mit Alu/Sandwich Festaufbau-Kab

Beitragvon Stefan » 19.02.2013 - 13:04

Zapatero hat geschrieben:
Dann habe ich erst gerade einen Reisebericht gelesen, dem ich diese Bilder entnommen habe - Das ist über was ihr Diskutiert:
Bild
Bild





:super:


Ja - der Fahrer des L ist ein wenig "Schmerzbefreit", was ich aber im positiven Sinne meine! Die Tanks, die sonst hinter der Hinterachse sind wurden extra abgebaut für die Reise.
Bei meinem vorletzten Wohnkabinentraining haben die ein wenig gestört, beim letzten ging es schon deutlich besser. Allerdings kann man das Wippen zwischen Kabine und Fahrerhaus bei dem Gespann besonders gut beobachten. Hebel halt...


So - nun wurde der Punkt auch durchdiskutiert und ich freue mich auf Bilder, wie es beim Projekt wohl weitergeht :coolman:


Gruß Stefan
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