Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagswagen

Ausbau zu Schlaf-und Wohnmobil, Trailer

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unbemerkt
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Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagswagen

Beitragvon unbemerkt » 25.04.2015 - 11:40

Moin allerseits,

wie die Überschrift schon vermuten lässt, soll mein roher Fisch alias K96 eine Schublade hinter der Hecktür bekommen. Die Baustellenkisten und Einkäufe werden nicht leichter und die Nutzer des Herrn Sushi nicht mehr stärker und jünger.
Kisten und Kästen über einen Meter tief ins Fahrzeug zu hieven ist ja leider auch nicht wirklich ein Genuss.

Der werksseitige Plastekistenausbau, welcher immerhin schon einmal eine eben Liegefläche bei umgeklappten Rücksitzlehnen schaffte, musste schon vor langer Zeit zu Testzwecken weichen. Wer will aber auch in völlig leerem Auto liegen und wie sollten wir den hellen Plüsch bei täglicher Baustellennutzung erhalten?

Bild

In der leeren Zwischenstufe wurde der übermäßige Platz der Kotflügelhohlräume schon für einen Reservekanister sowie Unmengen Krimskrams genutzt (im folgenden Bild die 1) und zum vereinfachten Einschieben und Herausziehen der Kisten alte Ledersitzauflagen verwendet.

Hier wird auch schön ersichtlich, daß die Kabelführung zur Heckbeleuchtung (3) und der Tankdeckelöffner-Bowdenzug (2) zukünftig besser in den oberen Bereich der Innenkotflügel verlegt werden sollten um den Ausbau nicht zu behindern.

Bild

Geplant ist nunmehr eine Siebdruckplatte (9mm Platten liegen gerade im Lager) als Unterkonstruktion in die Vertiefung des Bodenbleches zum Ausgleich zu bauen und darauf die Schublade zu setzen. Um die Sache nicht zu leicht zu machen, will ich die Auszüge entgegen ihrer eigentlichen Konstruktion nicht seitlich sondern liegend unter der Platte führen. Offensichtlich funktionierende Ausführungen findet man bei der Buschtaxi-fraktion und man sollte vor allem auf Kugellagerung und nicht Rollen Wert legen, aber dazu später noch einmal.

Der Grund für die Drunter-Auszüge liegt wieder in der eierlegenden Wollmilchsau begründet. Im L200 haben mich die seitlich eingezogenen senkrechten Bretter der Radkastenverkleidung oft behindert und ich will diese im K96, wenn möglich einmal nur steckbar machen, wodurch die Auszüge natürlich nicht seitlich befestigt werden können.

Das erste echte Problem fängt nun mit der Unterkonstruktion an, da diese nicht eben ist, sondern Höhensprünge hat. Ein nivellierender und dabei dämmender Höhenausgleich wäre notwendig. Im folgenden Bild ist der "Knick" im Blech glaube ich gut sichtbar, zudem sind natürlich die breiten Wellen höher als die schmalen Wellen und der Hund liegt gern auf seinem Reiseplatz, weil ich so auch nicht heimlich wegfahren kann und er mich immer schön im Blick hat.
Natürlich muß so im Schlaf immer mal genervt geknurrt werden wenn Herrschen zu laut bastelt.

Bild

In diesem Zusammenhang muß beachtet werden, daß die Auszüge nur bei absoluter Ebenheit der Platte funktionieren werden können, da sie ja flach liegend verbaut werden sollen. Im nachfolgenden Bild kann man schon erkennen, daß ich mir Unebenheiten kaum leisten können werde. Auch erkennbar eine Messingteppichleiste welche momentan vorerst den unteren Türdichtgummi anpresst und schützt sowie die Last der Schublade zusätzlich bei "Überlastung" etwas abtragen kann.

Bild

Und damit wäre ich auch schon bei meiner Frage an Euch. Auf Baustellen verwenden wir oft Bauschaum zum Hinterfüllen von Hohlräumen und pressen diesen vor dem endgültigen Aushärten mit Lattenstücken an um hinterher nicht verschneiden zu müssen. Das klappt gut obwohl der Schaum ja eigentlich aufquellend und mit Vorsicht zu genießen ist.

Zur Türrahmenhinterfüllung gibt es extra nicht "drückende" Schäume um verbogene Rahmen zu verhindern. Hat jemand von Euch Erfahrung damit? Ist der Schaum im Vergleich zum "Normalen" wesentlich weniger quellend?
Ob ich wohl mit dem Schäumen der Fläche eine Chance auf statisch tragenden und dämmenden Ausgleich habe? Was meint Ihr?

mit endlich wieder bastelnden Grüßen von Kay

PS: Die Schablone für die Grundplatte wurde vom Chefplaner Luca vorab in Pappe gefertigt und die Platte bisher Dank selbstgebauter Dübelanreißer bzw. Markierspitzen nur in bestehenden Gewinden des Bodens verschraubt. :super:
Selbstverständlich wurden die schrägen Übergänge zum Unterboden in der Platte mit 30 und 45 Grad Winkeln berücksichtigt und Pajero Sport Bastliche können die Schablone bei uns gegen Forenspende bestellen.

Bild
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon motorang » 25.04.2015 - 17:14

Servus,
ja der Zargenschaum quellt erstens weniger stark und ist zwotens haltbarer auf Dauer.
wenn es meiner wäre würd ich so vorgehen:

Sperrholzstreifen anpassen um eine Ebenheit für die Holzplatte herzustellen.
Diese entweder verschrauben (bin ein Fan von Nietmuttern) oder mit Sikaflex verkleben. Dafür würden sich allerdings eher die "Berge" des Blechs anbieten weil man die Latten später mal mit einem Draht wieder runterschneiden könnte ...

Dann Platte drauf verschrauben und gut. Falls es trotzdem noch Schaum braucht: ein paar passende Löcher bohren und reinschäumen. Dabei nicht übertreiben so dass der Schaum jedenfalls Raum zum Quellen hat, und trotzdem (wie auch bei Zargen) die Platte verspreizen, in diesem Fall entweder mit reichlich Gewicht beschweren oder gegen den Dachhimmel mit Latten abstützen. Sonst hebt der Schaum die Platte an. Er ist zwar weniger quellend, aber quellt trotzdem noch.

Falls Du die Platte lieber direkt verkleben magst würd ich eher zu Parkettkleber oder Baukleber greifen (beraten lassen, da gibt es auch welche die leicht aufschäumen). So Zeug mit dem beispielsweise Treppenstufen verklebt werden.

Aber wieder ausbauen möcht ICH das dann nicht mehr müssen ...

Gryße!
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valga
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon valga » 25.04.2015 - 19:08

Hallo Kai,
sind die Führungsschienen nich zu schwach dimensioniert? Nicht das die Schublade beim herausfahren nach unten wegknickt!

Gruss: Waldemar
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Joe
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon Joe » 25.04.2015 - 21:39

Moin Kay,

wenn Du Montageschaum verwenden willst, dann nimm lieber ein anständiges Markenprodukt, wo Du dich auf die Eigenschaften verlassen kannst und auch entsprechende Beratung bekommst. Ein Kollege hatte, allerdings vor gefühlten 25 Jahren, mit dem "nicht drückenden" Montageschaum von Würth beeindruckende Ergebnisse erziehlt. Er hatte damals einen ausgebauten Kellerraum, mit Kiefer-Panelen an den Wänden, damit sehr erfolgreich isoliert. Wir waren ja alle von schön bauchigen Kellerwänden ausgegangen, als er uns von seinem Vorhaben berichtete, einfach den Hohlraum zwischen Kiefervertäfelung und Wand auszuschämen - und wurden eines Besseren belehrt, denn der Würth-Schaum hatte nicht ein einziges Brett verbogen! Sicherlich eine sehr bequeme, wenn auch normaler Weise nicht gerade günstige Lösung, wenn man nicht, wie mein Kollege damals, das riesige Glück hat und von Cheffe kartonweise überlagerten Montageschaum zum Nulltarif mitnehmen kann :wink:

Wenn Du die zweite, ausziehbare, Platte bereits ebenfalls fertig zugeschnitten hast, solltest Du diese aber doch besser obenauf legen und mit ordentlich Gewicht belasten. Da der Raum unter der Bodenplatte ja doch recht begrenzt ist, weiß man nie, ob der Schaum evtl. doch zu stark drückt und es zum Anheben und Beulen kommen könnte. Und noch ein Tip: eine stabile Folie auf dem Fahrzeugboden macht einen eventuellen, späteren Rückbau, doch bedeutend einfacher - nur auf die Klebewirkung des Montageschaums am Fahrzeugboden, müsstest Du dann natürlich verzichten ...

Gruß Rolf
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon freaky930 » 25.04.2015 - 23:05

Moin Ihr Schaumschläger!

Es gibt im Bootsbau 2K PU Schäume zum selber mischen mit definierten Eigenschaften, die auch Druckbelastungen aufnehmen können ohne zu bröseln.
Der Tip mit der Folie ist Gold wert, denn dann kann man das im Stück wieder heraus nehmen, zum Beispiel wenn man mal schweißen möchte.
1K Schäume, wie Fassadendämmstoffkleber, eignen sich nicht, die ziehen Wasser, ohne Ausnahme, das ist prinzipbedingt so, auch wenn manche manchmal das Gegenteil behaupten...
Anschließend dann mit wenigen!! Würstchen Sika verkleben oder direkt verschrauben...
Beim Verschrauben kannst Du das Blech noch mit Fluidfilm fluten und ggf. über entsprechende Löcher nachfüllen, sollte es mal nötig werden...

Viele Grüße

Willi
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unbemerkt
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon unbemerkt » 26.04.2015 - 11:05

Moin Ihr Lieben,

und einen lieben Dank für Eure Tipps. Ein 2K PU-Schaum könnte mich vielleicht tatsächlich glücklich machen. Versuche mit Verpackung von Stuck in ausgeschäumten Verpackungsbeuteln habe ich tatsächlich selbst schon machen können und der sich dort entwickelnde Druck ist bestimmt über Spreizen an der Decke händelbar, dabei könnte eher die Zeitspanne ein Problem werden, da ich die Platte nach dem Schäumen montieren und verpressen müsste.

Die Fläche über Bohrungen zu befüllen wird eher zu viele Löcher benötigen, das wird mir zu arg. Auch soll die ganze Sache demontierbar werden und ich möchte wenn irgend möglich keine zusätzlichen Bohrungen im Blech setzen, insgesamt 12 aufgesetzte Gewinde bzw. angeschweisste Muttern gibt es ja schon, wenngleich die Verteilung nicht ganz ideal ist.

Das Feuchtigkeits-, Kondesat- bzw. Rostproblem tendiere ich fast zu vernachlässigen. Für einen Luftdichter, welcher glaubt, die Metaphysik der Baufeuchte halbwegs verstanden zu haben, gehören die Dämm- und Dichtungsaufbauten an Fahrzeugen sowieso bestenfalls zu zufällig funktionierenden Systemen.

Für solche "Notfälle" rette ich mich dann gern über einen von mir verwendeten Hilfssatz, welcher besagt, daß wenn man ein eigentlich nicht funktionierendes System verbessert, die schlechte Sache nicht schlimmer werden sollte.

Waldemars Einwurf mit den zu schwach dimensionierten Schienen ist jedoch noch ein sehr berechtigter Einwurf. Meine Schienen tragen bei Vollauszug und vertikaler Montage nur je 80 kg, glaube ich, also 160 kg insgesamt und es gibt sehr wohl doppelt so stark zugelassene Schienen. Entgegen vieler Schubkastenschienen gibt es jedoch keine Rollen, sondern über etwa 10 bis 15 cm verteilte "Kugellager" welche die Last auf die Führung verteilen.

Auch muß man sich bewusst machen, daß die erste und letzte Schiene vollflächig verschraubt, also stabilisiert sind und die "Kugellager" der mittleren Schiene jeweils bis zur Hälfte in die fest verschraubten Schienen eingreifen.

Vergleichbare und auch nur vertikal bis 160 kg zugelassene Schienen kosten jedoch um bis zu 300,- Euro, ein Geld welches ich nicht bereit wäre, auszugeben. Dagegen haben mich meine beiden Schienen insgesamt 10 Euro gekostet und ich könnte für je 29,- Euro sofortigen Ersatz bekommen. Der Gedanke die Schienen gegen Aufbiegen des U zu sichern (Einfräsen oder Begleitleiste), treibt mich noch um, aber dann sammle ich keine Erfahrung zur tatsächlichen Belastbarkeit.... :mrgreen:

Die Hinterfüllung werde ich vorerst, bis zum sicher funktionierenden System noch aussparen und mein System damit weiterhin leicht demontierbar und reparabel halten. Zumindest haben einige Buschtaxifahrer ja offensichtlich gute Erfahrungen gemacht und es wird ja noch keine kippbare Auffahrplatte wie bei manchen Autotransportern :super: , zumindest noch nicht in dieser Ausbaustufe.... :extremlached:

mit weiter friggeligen Grüßen und Dank für Eure Ideen von Kay
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon terriblue » 26.04.2015 - 11:34

Hallo Friggler,

habe ich das jetzt richtig verstanden, du willst Auszüge, welche für stehende Montage kunstruiert
sind, waagerecht montieren und rechnest mit den angebenen Haltbarkeiten für stehende Montage :achselzuck:

Warum ? Möchtest du 2-3cm in Breite einsparen ? Wie kommst du anschliessend an das Kellerfach ?
Dann lieber ein umgekehrtes "U" und die Auszüge stehend, und geschützt unter die Plattform.
Vielleicht lässt sich darin auch noch eine Klappe integrieren - als Zugang zum Kellerabteil
Auf jeglichen Bauschaum würde ich verzichten und, die schon erwähnten, Einzieh/Nietmuttern
verwenden.

Gruß Arno
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon Crazy.max » 26.04.2015 - 11:47

Hallo Kay,

valga hat geschrieben:sind die Führungsschienen nich zu schwach dimensioniert? Nicht das die Schublade beim herausfahren nach unten wegknickt!


beim ersten mal habe ich das übersehen, die Züge sind falsch montiert. Um 90° drehen und schon wird alles funktionieren.

Olaf - schaut sich das demnächst mal genauer an :rofl:
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon 4x4tourer » 26.04.2015 - 12:21

Moinmoin mien Kay,

sage mal, wäre für dein Vorhaben da nicht in Punkto Schienen eher was in Richtung Gleitschienen besser geeignet? Mir schwebt da grob was in solcher Richtung vor:
http://www.directindustry.de/prod/tolom ... 03038.html

http://www.amazon.de/P-Franken-Genesis- ... B009W0W28M

http://www.idealo.de/preisvergleich/Off ... antec.html

Das sind jetzt noch keine optimalen Teile, aber ich will die hier auch nur als Funktionsmuster anführen.

Was hälste denn von sowas? Oder wenn du von deinen Schubladenschienen statt 2 Stück zur besseren Lastabfangung 4 oder gar 6 drunter schraubst?

friggelgedankliche Grüße Dirk
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon motorang » 26.04.2015 - 15:01

Hallo,
soweit ich mich zu erinnern glaube sind die genannten Vollauszüge bei liegender Montage mit der Hälfte des Gewichts belastbar.
Das Gewicht ist übrigens so gerechnet dass es in der MITTE der Fläche angreift, also nicht ganz hinten am Kragarm.

Wenn Deine Schienen 80 kg pro Paar stehend tragen, dann sollten Pi x Daumen 4 Schienen LIEGEND auch 80 kg tragen - aber wie gesagt in der Mitte der Schublade gerechnet. Ganz am Ende (auf der Kante sitzen) wären das dann bloße 40 kg.
Das scheint mir wenig ...

Gryße!
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon unbemerkt » 27.04.2015 - 13:00

Moin Ihr Lieben,

und wieder einen Dank für Eure Beiträge. Ich bin begeistert, daß Ihr so aktiv dabei seid und mir auch einmal die Flausen aus dem Kopf treibt.

Zum aktuellen Stand. Eine Schublade von 94,5 cm Breite, 99 cm Tiefe und 9 mm Dicke bei rund 75 cm Auszug ist testweise auf den Schienen eingebaut und genügt meinem Gefühl nach Statik noch nicht.
Wie im Bild sichtbar sollen seitlich und vor den Auszugschienen noch Zurrschienen montiert werden. Hier will ich evtl. erste Nurklebetests mit MS-Polymer Kleber von BTI machen.
Die senkrechten 33 cm Bretter sind mir zu hoch für die tägliche Anwendung wären aber für die passenden Verstaukisten notwendig - dieses System wird wohl verworfen werden.

Bild

Also noch einmal zur Problemstellung. Ich will mich auf die Seitenplatten an den Innenkotflügeln nicht festlegen, da sie mich im "Kofferaum" des L200 auch oft bezüglich der Packmaße behindert haben, dem gemäß spukt mir dafür eine Steckvariante an Zurrschienensteckstöpseln durch den Kopf, zu deren Befestigungsideen später mehr. Diese Variante schließt natürlich eine seitliche Befestigung weitestgehend aus und das kann ja auch jeder..... :mrgreen:

Zu Arnos Anmerkung: Mit der gleichen Traglast kann ich natürlich nicht rechnen, ich habe doch auch schon einmal an einem Sylvester im Statikhandbuch studiert. :extremlached: In den Keller des Schubfaches komme ich durch Auszug des Schubfaches bzw. wird der Kellerplatz nur für zwei bekrümelte Plasteplatten benötigt, welche ich auch nach hinten ausziehen kann, die dann aber auch in schmutzigem Zustand in ihren Hohlraum eingepackt werden können ohne etwas anderes zu verdrecken.

Da die Schubladenplatte mit 9 mm recht dünn und biegsam ist, ich aber auch wegen der möglichst niedrigen Gewichte und den entsprechenden Lagerkapazitäten weiter mit dem Material bauen möchte, werde ich wohl eine dritte (Mittel) Schiene einfügen und schiele momentan nach 3 Auszugschienen für insgesamt 75,- Euro mit 85 cm Auszug und 275 kg Lastabtragung bei seitlicher Montage für zwei Schienen. Näheres dazu aber später - die Horizontaltraglast der Schienen wird beim Hersteller angefragt, wir werden jetzt also langsam wissenschaftlicher.

Da ich hin und wieder Probleme mit Dreck in den Zurrschienen auf der L200 Ladefläche hatte, spiele ich zudem mit dem Gedanken die Schublade nur an vier Stellen zu durchbohren um Fittinge zum Verzurren nach unten setzen zu können und die Bohrungen mit bisher noch nicht gefundenen Plastedeckeln ansonsten abzudecken. Eventuell bekommt die Schublade auch noch Dichtprofile zu den Steckwänden um seitlichen Schmutzeintrag etwas zu begrenzen.

Die seitlichen Steckplatten könnten im vorderen Bereich durch, noch fertig zu erfindenden Längsstöpselfittinge verbunden werden, indem ein Loch in den Platten passend gebohrt wird und der Stöpselfitting seitlich eingeschoben wird (siehe geflexte Double-Studs an der mittleren Zurrschiene im Bild)

Bild

Querstöpselfittinge einfacher und universeller Bauart sind mir bisher leider noch nicht eingefallen, aber ich bin fest überzeugt der Dirk hat dann gleich eine tolle Idee dazu.... :mrgreen:

soweit erst einmal mit friggeligen Grüßen von Kay

PS: Der Andreas hat ganz recht, die Auszugschienen haben eine durchschnittliche Unterbautraglast von nur 15 bis 50 % der Normaltraglast, dies macht aber auch Sinn, wenn man die Konstruktionen einmal betrachtet.

PPS: Die Kugeltragfläche der Schienenkonstruktionen beträgt übrigens zumeist etwa die Hälfte der Schienenlänge und auch bei meinen Schienen sind es ca. 33 cm und nicht wie ich erst mutmaßte 10 bis 15 cm.
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon 4x4tourer » 27.04.2015 - 14:23

Ach meen lieben Kay,

unbemerkt hat geschrieben:Querstöpselfittinge einfacher und universeller Bauart sind mir bisher leider noch nicht eingefallen, aber ich bin fest überzeugt der Dirk hat dann gleich eine tolle Idee dazu.... :mrgreen:


wenn ich dich recht verstehe, entsinnst du dich da, der gesuchten Lösung der Dachkistenbefestigung, die wir mal im Anriss hatten :idee03: :discuss: .....und ich muß dir leider sagen, mir ist da schlicht rein jar nüschts Zufriedenstellendes einjefallen, ik hab det einfach ma so wieda uffjeschraubt, wie üblich...Jaja....Asche über mein Haupt. Manche Ideen brauchen eben länger und manche auch mal gaaaaaanz laaang.... :roll: :? . Ich hab aber immer wieder mal brav die Schienenstücke und die dran bammselnden Befestigungsteile in der Hand und sinniere dann andächtig im Bastelbüdchen stehend nach einer schicken Lösung. Aber ich glaub wir kommen da einfach nicht umhin, mal einen entsprechenden Einsatz komplett und richtig zu entwerfen. :achselzuck:

geständige Grüße Dirk
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon unbemerkt » 30.04.2015 - 12:59

Moin allerseits,

hier nun wieder ein Update zu meiner momentan etwas stagnierenden Bastelei, denn die o.g. bestellten Auszugschienen werden laut Verkäufer erst morgen geliefert (tut mir Leid, Andreas).

Bild

Wie oben zu sehen verformte sich der Auszug bei einer Belastung von rund 36 kg im hintersten Teil (Schienen enden 12 cm vor Plattenende) nur elastisch. Das heißt, sie stellen sich nach Entlastung noch zurück, es gibt noch keine Kaltverformung.

Alles in allem ist mir die Konstruktion aber noch zu windig, aber das hatten wir ja schon.

Ein weiteres Problem, welches sich mir stellt, ist der hintere Abschluss der Auszugplatte. Die originale Plasteverkleidung der Hecktür steht sehr weit ins Fahrzeug und soll wegen der Nutzlosigkeit bzw. Platzverschwendung eigentlich sowieso entfernt bzw. gegen eine Holzplatte getauscht werden.
Den Eingriff an der Kofferraumklappe wollte ich mir zwar eigentlich noch ersparen, aber dieses scheint nunmehr nicht mehr möglich, denn die Baustellen Innenausbau, Reserveradhalterung und Heckstoßstange greifen zu sehr ineinander.

Zudem ärgert mich an der Konstruktion noch zu sehr, daß eigentlich mehr als 50 cm des Auszuges freitragend noch vor der hinteren Fahrzeugkante eigentlich "verpuffen". Wenigstens schreit das System im Prinzip nach Gleitstücken auf der Stoßstange um das System zu unterstützen, aber da wäre ich ja dann wieder auf einer anderen Baustelle.... :kopfgegenmauer:

Bild

@ Andreas, hier liegen wahrscheinlich dann auch noch große Hilfen für Dein bisher noch so geheimes Projekt, welches ich ja zu gern hier schon einmal erwähnen würde, aber doch nicht wage.

Ein Anruf beim Hersteller der Titanschienen in Holland hat mich, ob der luschtigen Sprache, zwar wieder einmal sehr erfreut, brachte aber bezüglich der Traglasten der Schienen bei horizontaler Montage nicht viel Nützliches.

Sie können nur zusichern das eine flachere Schiene in Normal-Stahl 50 kg bei kürzerem Auszug tragen könne, welche einmal horizontal getestet wurde. Wir kommen also um eigene Versuche nicht herum, aber dies hatte ich sowieso vor.

Den Anbieter meiner Schienen habe ich angefragt wieviele er noch vorrätig hat und werde wieder berichten.

mit Grüßen von Kay, welcher jetzt einen anderen Beitrag bearbeiten muß.

PS: Für den 14.05.2015 behauptet Wetter.de bei uns null Prozent Regenwahrscheinlichkeit bei tagsüber 17 Grad Celsius und nächtens ebenfalls zweistellige Temperaturen voraus zu ahnen, also ich freu mich drauf... :huepfen:
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon unbemerkt » 02.05.2015 - 15:13

Hallo Andreas,

die Schienen sind da und machen, mindestens für Dein Projekt einen sehr guten Eindruck. Sie wirken sehr massiv und wertig, so daß man den Eindruck gewinnt die 275 kg mittige Last sind wirklich realistisch und geprüft, wobei ich das Titan natürlich nicht erkenne.

Dieses Gefühl hatte ich jedoch auch schon beim meinem Anruf im Werk. Die Leute dort reden nicht einfach los und lassen nichts nach draußen was nicht geprüft wäre.

Zur Bastelei komme ich leider erst später, da ich heute einer Partyeinladung folgen muß und morgen auch noch Räder zu tauschen und andere Sachen zu machen sind, aber ich werde mich bemühen.

mit Grüßen von Kay, welcher zu viel Majoran an seine Käsesuppe gemacht haben soll, tzz, tzz, tzz :achselzuck:
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Re: Schublade für wollmilcheierlegenden ReiseArbeitsAlltagsw

Beitragvon unbemerkt » 09.05.2015 - 13:40

Moin die Heckausgezogenen,

gestern konnte ich noch schnell vor dem Wochenendeinkauf die massiven Titanschienen montieren, wobei der Auszug nun 85 cm heraus fährt und die neuen Schienen bei etwa 10 cm Breite rund 20 mm hoch aufbauen.
Um weniger Dreck in die Linearkugellager zu bekommen und um die massiven (dicksten) Bauteile dort zu haben wo ich sie benötige (draußen im Auszug) habe ich die Schienen quasi doppelt falsch herum montiert. Nun kommst es ja eh nicht mehr darauf an. :hammerschlag:

Bild

Dabei ist ein neues Problem zu Tage getreten. Die massiven Schienen sind zur Montage nicht demontierbar (zumindest habe ich keinen Öffner gefunden) und müssen erst an der dicken Seite montiert werden und im Anschluss an der dünnen Schiene.

Da ich falsch herum gebastelt habe und kaum gerade Referenzpunkte im Auto habe (Innenkotflügel verjüngen nach hinten) musste ich die kleine Schiene am Boden montieren (vorerst zur Probe nur mit 16 mm Holzschräubchen und Unterlegscheibchen bei der 9mm Platte).

Bild

Danach wurde die Platte aufgelegt, ausgezogen, vermessen, schöngeschoben und draußen angeschraubt.

Die hintersten der Schraubenlöcher an der massiven Schiene zur Platte sind so aber schon von der Stoßstange bzw. Kofferaumkante verdeckt und die kleine Schiene muß erst noch einmal gelöst werden um richtig zu befestigen.

Dies alles kommt aber später wenn ich ein wenig Erfahrung gesammelt habe. Die ca. 50 kg Einkaufskisten konnten schon einmal schön eingestapelt werden und man kann Herrn Sushi schön über den Vollauszug in die Federn drücken.

Bild

Draufsetzen würde ich mich bei den paar Winzigholzschräubchen (später wird in Hülsen durchgeschraubt) noch nicht.
Wohlgemerkt habe ich dabei jedoch keine Befürchtungen um die Schienen wobei anzumerken ist, daß die äußerste dicke Schiene noch in Höhe der letzten Befestigung der Kleinsten im Auto ist und über die genannte Messingleiste die Knicklast abtragen würde. Auch die popelige 9mm Platte ist nun nicht mehr zu dünn.... :mrgreen:

Soweit und mit einem Augenzwinkern in Andreas Richtung grüßt der Kay

PS: Dein Projekt klappt mit seitlich montierten einzelnen Schienen mit Sicherheit.

PPS: Der aufmerksame Bildbetrachter bekommt bei so langem Auszug und der Vorstellung der direkt darüber stehenden Kofferaumdachklappe schon eine Idee, was dem Bastler danach so in den Kopf kommt.... :extremlached:
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