Wohnkabine auf Galloper

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Joe
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Joe » 13.09.2018 - 12:33

Hallo Jeppi

Jeppi hat geschrieben:... nicht soooo sehr überzeugt, da einige Teile doch gerne abplatzen (Nach etwa 1-2 Jahren).


vermutlich hast Du am Disco, genau wie wir am Löppel, vorhandenen Rost nicht vorher entfernt, sondern einfach drüber gejaucht(?) Dann ist es absolut normal, dass sich Stellen lösen können, wenn Blattrost vollständig durchwandert wurde. Bei unserem konnte man dies sehr gut nachvollziehen, als ich die Unterbodenplatten abgenommen hatte, denn da klebte einiges an Rostplacken dran und auf der Gegenseite konnte man unterm Leiterrahmen gut erkennen, wie diese Bereiche vom Fluidfilm durchwandert wurden.

Vermutlich hätte ich den Permafilm einige Tage trocknen lassen sollen, bevor ich die Platten einfach unter die noch feuchte Beschichtung geschraubt hatte :hammerschlag:

Diesmal werde ich die Platten erst kurz vorm Winter wieder montieren, damit sie nicht wieder ankleben. Matthias meinte auch, dass man bei Fahrzeugen, welche bereits Anrostungen aufweisen, die ersten Jahre jährlich prüfen und nachbehandeln sollte, bis sich das Ganze stabilisiert hat. Irgendwann ist dann aber Ruhe. Allerdings spart diese Variante der Konservierung ja auch jede Menge Arbeit in Form von Entrosten, Umwandeln, Grundieren, mehrschichtigem Auftragen, etc. - und schließlich kann das Zeug ja nicht zaubern. Außerdem sind die Nachbehandlungen kostenlos - von einem ordentlichen und angemessenen Trinkgeld natürlich abgesehen - und kosten mich halt nur die Anfahrt zu seiner Werkstatt :wink:

zur Bodenplatte:
Ohne mich mit der Materie wirklich auszukennen, würde ich wohl zumindest Querstreben in den Rahmen einbringen und nicht nur die Platte als Verschraubungspunkt nutzen. Ist auch nur so ein Bachgefühl, aber eine kältebrückenfrei eingeklebte Platte wäre mir lieber, als eine durchbohrte

Gruß Rolf
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terriblue
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon terriblue » 13.09.2018 - 16:33

Hallo Jeppi,

hier
viewtopic.php?f=5&t=13318&hilit=rosti
findest du meine Vorgehensweise zur Rostvorsorge und zur Unterkonstruktion.

Gruß Arno
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 13.09.2018 - 16:48

Moin!
MF hat geschrieben:Moin
Ich mache mir eher Gedanken, das die Siebdruckplatte durchbiegt.
Welche Stärke wolltest du nochmal nehmen?
Gruß Mario


21mm Siebdruck sollte es wahrscheinlich für den Boden werden. Dass die durchbiegt denke ich eher nicht, zumal die ja auch vom Alu-Rahmengerüst eingefasst wird.

Die Idee mit den Querstreben finde ich ganz gut. So könnte ich zumindest über die sechs Verschraubungspunkte jeweils eine Querstrebe setzen und die Bodenplatte daran befestigen... Dem TÜV würde eine direkt Verschraubung an die Karosserielager reichen (so wie es bei Anhängern und LKW-Ladeflächen gemacht wird).
Damit würde man auch verhindern, dass sich Dreck unter den Querstreben sammelt und die Holzplatte anscheuert..

Mal sehen.

Heute hab ich die Löcher geschweißt und den Rahmen mit Owatrol Öl eingepinselt, insgesamt drei Durchgänge. Geht super schön zu verarbeiten. Die Tage kommt die Lieferung mit Fluid Film A. Es ist jetzt doch A geworden und nicht AS-R, weil der Rahmen innen einfach so viel Dreck hat, den man so gar nicht richtig rausbekommt. Das A kann diesen Dreck viel besser unterwandern, weil es dünnflüssiger ist und eine bessere Kriechwirkung hat. Nachteil: Es ist auch schneller wieder raus (Herstellerangabe: 4 Jahre).

Und dann ist erstmal Schluss mit Rost!

Und heute ist auch Schluss. Da muss jetzt erstmal alles trocknen.

Liebe Grüße!
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Joe » 13.09.2018 - 16:57

Moin,

Jeppi hat geschrieben:Damit würde man auch verhindern, dass sich Dreck unter den Querstreben sammelt und die Holzplatte anscheuert..


dagegen dürfte beispielsweise Sikaflex ´ne gute und dauerhafte Lösung sein :wink:

Gruß Rolf
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 13.09.2018 - 18:02

Moin
Stimmt, könnte man so machen! Sikaflex haftet allerdings nicht dauerhaft auf der Phenolharzschicht. Die möchte ich da ungerne abschleifen - aber man kann es ja dennoch aufsetzen. Muss ja nicht haften, sondern nur "puffern", da ich die Platte ohnehin durchbolzen muss.
Danke für den Tipp!
Lg
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 14.09.2018 - 20:29

Moin Leute!

Heute ist wenig passiert, habe mir in Hamburg auf den Caravantagen ein paar Ideen für den Innenausbau gesammelt. Der ist ja leider noch weit entfernt..

Nochmal zur Unterrahmenkonstruktion:

Ich habe mir heute die Karosserieaufnahmen nochmal angesehen. Die Platte einfach so aufsetzen wird nichts, da die Aufnahmen (inkl. Gummi) zu niedrig sind. So müssten diese insgesamt 30mm höher, damit die Holzplatte nicht auf dem Tank und anderen Strukturen aufliegt.
Also werde ich einen kleinen Rahmen bauen, der aus insgesamt drei Querstreben und zwei Längsstreben besteht und vorne direkt an dem Rahmen zwischen den B-Säulen anflanscht: entweder geschweißt oder geschraubt.
Stahlprofile dafür habe ich heute bestellt.

Ich könnte natürlich auch einfach ein paar Karosseriescheiben stapeln, um auf 3cm zu kommen. Ist mir aber irgendwie zu pfuschig.

Karosserielager bestelle ich auch neue - in den USA bei fourgreen. Wenn jemand dort noch Teile braucht (sehr sehr günstig), bei mir melden. Dann kann man sich die Frachtkosten über den großen See teilen.

Liebe Grüße!
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon MF » 14.09.2018 - 20:58

Moin

Das tönt gut.
Auch die Verbindung zur B Säule.

So hätte ich es auch gemacht.

Gruss Mario
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 20.09.2018 - 19:29

So, es gibt mal wieder News!
Zuerst etwas für die Augen:
Bild

Die Grundierung ist drauf. Ich habe nach dem Owatrol jetzt doch das Ovagrundol genommen und werde danach den Chassislack O.H. auftragen... Das sind Produkte von dem Korrosionsschutzdepot (oder werden zumindest dort vertrieben). Nach langem Überlegen zusammen mit der Beratung von den Leuten (kann ich sehr empfehlen), haben wir uns jetzt dafür entschieden. Nach wie vor kommt anschließend Fluid Film in die Holme.

Ja... Der Rahmen an der B-Säule... Meine Güte, was für eine Arbeit. Ich werde meine 0,0°-Toleranz nicht hinbekommen. Ich habe gestern mal alles angeklemmt und gezeichnet. So habe ich wahrscheinlich auf der einen Seite des Zwischenrahmens eine 0,3°-Neigung, auf der anderen tatsächlich 0,0°. Besser werde ich es nicht hinbekommen, das ist dann halt so. Dann muss die Klebeschicht zwischen Rahmen und Kabinenwand eben etwas dicker sein. Habe keine Lust mehr, mich damit weiterhin zu befassen. Am Wochenende kommt da der Rahmen rein und gut ist. Sonst komme ich nie voran.

Kennt jemand Dichtschnüre? Ich hatte überlegt, den Rahmen evtl gar nicht zu verkleben, sondern wie geplant nur in den Zwischenrahmen (der, der am Wochenende kommt) zu schrauben. Statt einer Schicht Sikaflex könnte man ja auch eine Dichtschnur einfach dazwischensetzen, die im Karosseriebau verwendet wird.
Siehe Link: DICHTSCHNUR

Damit wäre es möglich, die Kabine bei Bedarf einfacher wieder abzusetzen (bsp. Tankausbau, Rahmenrevision, sonstiges).

Das sind so wieder meine Gedanken im Moment.

Liebe Grüße!
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 22.09.2018 - 18:25

Moin Leute! Heute habe ich die Plane mal wieder runtergenommen, um den Zwischenrahmen anzufertigen. Der muss ja zwingend plan sein (keine Verwindung in sich), damit die Kabine nachher auch gut dort angeflanscht werden kann. Also Obacht beim Schweißen und noch mehr Obacht beim Ausmessen... Und das, wo an dem Auto nirgendwo ein Referenzmaß auch nur ansatzweise da ist.
Den Rahmen hatte ich vorab zeichnen wollen und dann schön auf dem Schweißtisch ganz penibel und ordentlich zusammenschweißen wollen. Aber das geht wirklich absolut nicht... Also die Stahlprofile Stück für Stück am lebenenden Objekt ausmessen und auf Maß zuschneiden.
Lange Arbeit, kurzer Sinn: Zwischenrahmen ist fertig, hat aber leider etwa 0,3° Toleranz an manchen Ecken. Sieht man nicht. Verwindung hat er keine, so wie ich es unbedingt wollte.
Bild
Da sieht man, wie man den Rahmen wirklich von unten aufbauen muss...
Bild
Dort oben in der Ecke kann ich einen schönen Kraftschluss mit der B-Säule schweißen. Dort wird auch die hauptsächliche Kraftübertragung zwischen Kabine und Karosserie sein, weil es der entfernteste Punkt von dem Chassis ist und dort die Hebelwirkung am größten ist.
Bild
Bild
Die Nähte mussten weggeschliffen werden, weil dort ja die Dichtfläche zwischen Kabine und Karosserie sein wird. Dafür haben aber konsequent alle Nähte eine Kehle bekommen, um eine schöne Wurzel zu garantieren.

Später kommt noch eine Querstrebe auf Höhe des Kabinenbodens in den Rahmen. Eventuell aber auch ein L-Profil, um den Boden besser zu stützen. Mal sehen.

Lg!
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon MF » 23.09.2018 - 09:07

Moin

Du haust hier Fachwörter raus. :wink:

Ich finde die Schweissnaht sieht gut aus. :super:
Wo du noch die Wurzel ziehst sehe ich nich. :grin:

Du hast ja etwas vom Spriegel gekappt.
Das wird dann mit verschweist oder?

Gruß Mario
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 23.09.2018 - 20:38

Genau, der Spriegel wird dann mit dem Rahmen verschweißt. Wäre für die Stabilität wahrscheinlich nicht nötig, aber da ist halt auch die Befestigung für den Dachhimmel und die Innenraumleuchte dran. Vorher wird der Dachhimmel aber noch neu bezogen. Der sieht so ekelhaft aus gerade...

Hier noch ein neues Bildchen mit neuem Chassislack: Jetzt ist der Bock voll und ganz gegen Rost geschützt. Zumindest dort hinten wird die nächsten paar Jahre Ruhe sein. Vorne war der Rahmen ja noch in Ordnung. Sind vorne eigentlich viele Probleme bekannt?


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LG
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 26.09.2018 - 14:42

Moin
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Mehr Arbeit, als gedacht... Aber es hat geklappt. Alles drin, alles plan, kein signifikanter Verzug. :prost:

Brantho Korrux haftet übrigens hervorragend. Auch auf den Fingern :umnik:

Liebe Grüße :mrgreen:
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon MF » 26.09.2018 - 18:38

Moin

Das sieht gut aus :super:

Ist das jetzt wieder Owatrol Grund?

Gruß Mario
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 26.09.2018 - 18:41

Moin Mario,
danke dir nochmal für die Pinsel!!

Das ist jetzt Brantho Korrux Nitrofest. Soll wohl besser mit 1K-Lacken überlackierbar sein. Beim Owatrol Grund ist das irgendwie etwas problematischer.

Lg
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Re: Wohnkabine auf Galloper

Beitragvon Jeppi » 29.09.2018 - 22:30

Bild
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