Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Beda » 02.12.2017 - 16:26

Hallo Matthias,
weil das lose Öl in der Werkstatt nicht alltagstauglich ist,
verwenden wir seit ca. 2 Jahren das:
Bild
Bei uns hier reicht das, wenn man immer, wenn ein Fahrzeug angehoben ist, die Sprühdose zur Hand hat.
Zum Start reicht ein Durchgang nicht für signifikante Effekte.
Derzeit nur palisanderfarben lieferbar.
Dank der leichten Pigmentierung sieht man am nächsten Tag noch, wo man schon war.
Bei farbloser Version sieht man auch nach mehreren Durchgängen nur eine minimale Verfärbung an rostigen Stellen.
Ein Schicht wird nicht aufgebaut.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon unbemerkt » 18.12.2017 - 12:37

Moin Beda,

darf ich also annehmen, daß Du recht positive Erfahrungen auch über etwas längere Zeiträume gesammelt hast?
Wie sind Deine Erfahrungen zur Haltbarkeit im Vergleich zur Anwendung mit dem Eisenoxid?

Ich halte die zusätzliche stärkere Ablösung von Plattenrost bzw. unterwanderten Farbschichten durch die Größenausdehnung bei der oxidative Trocknung inzwischen für einen guten Helfer bei regelmäßiger Anwendung.

Die serienmäßigen Breitstrahldüsen der Spraydosen mit einer Sprührohrverlängerung, wie sie in der Werkstatt gern verwendet wird, umzurüsten ist jedoch eine kleine Herausforderung. Ich rette mich über einen Adapter der Wago Alu-Plus Spritzen.

Da ich für die Anwendung "unter" blätternden Lacken gern wieder eine farblose Variante hätte, habe ich bei Baufix einmal angefragt, ob die Spraydosen wieder angeboten werden sollen.

Baufix-Kundenservice hat geschrieben:Das Teak Pflegeöl farblos als Sprühdose bieten wir aktuell leider nicht in unserem Online-Shop an und es ist auch kein Zeitpunkt absehbar, ab dem dieses Produkt erneut verfügbar sein wird.


Den Preis des Baufix-Sprays können Ballistole und Owatrole jedoch nicht toppen, bzw. fand ich noch nichts Geeigneteres.
Vielleicht hat ja jemand anderes noch einen Tipp bezüglich eines preiswerten Leinölfirnis-Sprays?

mit Grüßen von Kay
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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Beda » 21.12.2017 - 11:08

Hallo Kay,
Rost an Karosserieteilen ist hier bei uns kaum mehr ein Thema.
Bei der werkstattalltäglichen Anwendung geht es in der Hauptsache um Fahrschemel und ab Werk völlig ungeschützte Bauteile wie Verschraubungen, Federbeine, Querlenker etc.
Da stelle ich fest, daß sich der vorhandene Zustand nicht weiter verändert; Nicht mehr und nicht weniger.
Als Baufix nichts liefern konnte, hatten wir mal was von Xyladecor (Vielleicht?): Teuer und unangenehmer Faulgeruch.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Beda » 21.12.2017 - 11:23

Matthias hat geschrieben:Gott zum Gruße!

Hat eigentlich schon mal jemand mit ganz gewöhnlichem Rostschutz-Sprühöl gearbeitet bzw. Erfahrungen gemacht? Das gibt es auch in graphitiert.

Grüße
Matti

Hallo Matthias,
meinst Du Caramba, WD40 & Co.?
Alle diese Universalkriechöle dürfen z.B. in einem Türschloß keinesfalls verharzen und tun das auch nicht.
Das bedeutet aber, daß sie von Spritzwasser schnell abgewaschen werden.
Ich verspreche mir davon kaum einen Korrosionsschutz.
Getestet habe ich es aber nicht.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon 4x4tourer » 21.12.2017 - 14:21

Moinmoin,

ich hab derzeit einen Probewinkel mit einer Mischung aus Leinöl und Seilfett im Spritzwasserbereich draussen liegen. Werde da beizeiten Ergebnisse berichten. Bisher sieht das ganz gut aus.
Warum diese beiden gemischt? Leinöl allein kriecht gut, hält aber nicht so lange, Seilfett bleibt langfristig sitzen und kriegt eine gewisse Oberflächenfestigkeit bei bleibender Elastizität. Somit ist das Leinöl für mich in der Mischung das Zugmittel und das Seilfett die Öberflächenversiegelung. An einem Testwinkel (ca. 40/40 Schenkellänge) nur auf der Waagerechten mit dem Pinsel aufgetragen, zog die Mischung binnen 24 Std. fast zwei Drittel die Senkrechte hinauf. Nach ein paar Tagen war die Oberfläche grifffest abgetrocknet. Der Winkel liegt jetzt seit ca. einem viertel Jahr draussen und bekommt zusätzlich zum normalen Regen auch noch das vom Dach kommenden Spritzwasser ab. Mal sehen wie sich das weiter entwickelt.

testende Grüße Dirk
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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Timo TA93 » 21.12.2017 - 16:27

Moin,

in DDR-Zeiten war Graphit (als Fett oder Öl) recht weit verbreitet ...
Grüße
Timo TA93

Der immer für "Oberförster Pudlich" gehalten wird...
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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Joe » 21.12.2017 - 17:00

Moin Matti,

nachdem unser Galloper im Sommer eine Behandlung mit FluidFilm bekam, bin ich davon echt begeistert. Der Unterboden wird dabei erst einmal vollflächig dünn mit einer Sprühdose eingesprüht. Das löst einerseits den alten U-Bodenschutz an, macht diesen wieder elastisch und dringt schnell tief in alle Ritzen und Risse ein. Hohlräume, Risse und Falze sollten natürlich satter eingesprüht werden. Das Ganze ergibt dann die Basis für die weitere Behandlung. Je nach Bezugsquelle und Menge kosten die Dosen ab ca. 8,00 bis 10,00 €. Losen Rost oder gar abblätternden U-Bodenschutz vorher abbürsten oder abkratzen. Beim Löppel wurden zusätzlich noch der Rahmen und alle Hohlräume mit Fluidfilm behandelt - hier natürlich nicht per Sprühdose sondern mit der Druckbecherpistole und Hohlraumsonden. Wenn man das nicht hat, kann man die Hohlräume aber auch mit der Dose behandeln. Dafür gibt es für kleines Geld eine 60 cm lange Sprühkopfverlängerung mit 3-strahl Rundumdüse. Das wird zwar vermutlich nicht ganz so lange halten, wie eine proffessionelle Anwendung, macht aber nicht soo viel Arbeit, dass man es nicht alle paar Jahre wiederholen könnte :wink:

FluidFilm allein ist natürlich kein Dauerhafter Schutz und muss daher regelmäßig wiederholt werden, oder besser, mit Permafilm geschützt werden. Der Galloper wurde ja direkt von einem Mitarbeiter des Herstellers behandelt. Er meint, die schwarze Version ist deutlich langlebiger und besser, als die transparente. Für eine noch bessere Elastizität und Haltbarkeit mischt er selber immer noch etwas Fluidfilm in den Permafilm mit rein - nach inzwischen 3 Monaten ist das ganze zwar nicht mehr leicht klebrig wie anfangs, aber immer noch extrem weich, elastisch aber widerstandsfähig. Permafilm gibt es allerdings nicht aus der Dose und der Profi wird hierbei sicherlich nicht ohne Grund seine Atemschutzmaske aufgesetzt haben, die er zuvor beim Fluidfilm nicht trug :wink:

Ein weiteres Produkt aus gleichem Hause ist MultiFilm. Diesen werde ich wohl im Frühjahr an der stark rostigen AHK und am Ersatzradhalter testen und dann, wenn gewünscht, von den Ergebnissen berichten. MultiFilm wurde mir bei der Konservierung des Löppels für diesen Zweck empfohlen, da auch hier nur "grob" entrostet werden muss und der Porenrost, ohne weitere Behandlung, dranbleiben kann. Vermutlich ist das Produkt vergleichbar, mit dem von Arno am Terius eingesetzten TimeMax Produkt :wink:

Rostgeschützte Grüße von Rolf
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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Matthias » 21.12.2017 - 17:30

Danke Rolf und die Anderen!

Mit Sprühöl meinte ich z.B. sowas: http://www.ambratec.de/nass-spruehoel/ Es gibt offenbar x Hersteller. Ob das alles das Gleiche ist?

Die Kombination von Fluidfilm und Permafilm klingt ganz vertrauenerweckend. Werde ich mal mit der Werkstatt besprechen. Dort steht der Noisy gerade noch, nachdem eine ganze Menge Blech besonders in die Radkästen geschweißt wurde. Da ich ihn im Moment nicht brauche, wird er wohl noch ein wenig dort bleiben, zumal unsere Straßen seit Wochen wieder kräftig gesalzen sind.

Schöne Grüße
Matti
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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon unbemerkt » 22.12.2017 - 07:28

Moin allerseits,

Fluidfilm und Permafilm sind gewiß vernünftige Produkte und als Rostschutz prima anwendbar.

Nach meinen eigenen Versuchen mit dem Fluidfilm tendiere ich jedoch dazu das Mittel eher zur schnellen Rostschutzfetterei, z.B. beim Fügen von Blechteilen mit einzuarbeiten. Will sagen, das Material trocknet nicht durch und bleibt fettig bzw. leicht abreibbar. Vor sechs Monaten habe ich den Tankdeckelbereich eingesprüht und bin nun nicht mehr zufrieden. Obwohl der gesamte Bereich noch vollkommen klebrig ist gingen die Roststellen weiter. Mit der versprochenen Kriechfähigkeit bin ich nicht zufrieden .

Bild

Der Vorteil des Leinölfirnis mit zusätzlichen Sikkativen, so angewendet von Beda und mir in Form des Holzöles von Baufix, ist aus meiner Sicht das tiefere Eindringen in Hohlräume und damit Unterwandern von Rost und angelösten Farbschichten sowie die Trocknung durch Oxidation mit elastischer Schichtbildung.

Die Firnis-Sprühdosen verwenden wir nur, weil die große Holzöl-Firnismischung mit dem Eisenglimmer nicht länger haltbar bleibt und die Druckbecherpistole nicht ständig zur Hand sein kann und abends gereinigt werden soll. Sozusagen die schnelle Lösung für Zwischendurch mit lediglich der Einschränkung der Farbpigmente (Nachteil an Übergängen zur Karosse).

@ Beda, hab Dank für Deine Ausführungen. Ich werde auch nicht mehr weiter nach Ersatz zum Baufix-Hartholzölspray suchen. Die Preise sind aber auch wirklich klasse.

@ Dirk, wenn Du mit dem Leinöl natürlich bleiben willst, kannst Du die Aushärtung besser durch Aufkochen erzielen, und Dir Dein Firnis quasi selbst herstellen. Die Kunst an der Leinölerei ist nur den besten Mittelweg zwischen Kriechfähigkeit und Antrocknung zu finden. Beachte auch immer die Preise des Leinöls im Vergleich zum Baufix-Holzöl.

Ein Holzbastlich hat das Thema schön auf den Punkt gebracht:

rolfrost.de hat geschrieben:Im Allgemeinen wird unter dem Begriff "Leinöl-Firnis" ein Leinöl verstanden, dem Sikkative (Trocknungsmittel) zugesetzt worden sind. Diese Trockenmittel sind zumeist Schwermetallsalze oder -Oxide. Sikkative wirken katalytisch beschleunigend auf den Trocknungsprozess von Leinöl, verbessern die Sauerstoffaufnahme und führen dazu, dass sich bereits nach einem Tag eine harte Firnis bildet.

Das Hinzufügen von Sikkativen erfolgte früher dadurch, dass das Leinöl auf etwa 220°C gebracht und mehrere Stunden auf dieser Temperatur gehalten wurde. Dadurch wurde es dickflüssiger als natives Leinöl, was beim kalten Verstreichen jedoch dazu führt, dass das Öl weniger gut ins Holz eindringt.

Zum Verbessern des "In-das-Holz-Eindringen" von angedicktem Leinöl, kann dieses mit einem geeignetem Lösungsmittel verdünnt werden, zum Beispiel mit Balsamterpentin oder Testbenzin im Verhältnis 1:1, solche Mischungen werden auch als Halböl bezeichnet.


Hier bleibt nur anzumerken das Testbenzin und Balsamterpentinöl nicht vergleichbar sind, weil Testbenzin bei der Trocknung verdunstet und damit neue "Rosträume" schafft.

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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon luzivee » 19.02.2018 - 22:35

Hallo,

ich habe diesen Fred interessiert gelesen und habe mich weitestgehend überzeugen lassen.
Einige Fragen will ich aber trotzdem stellen.

Gibt es schon Ergebnisse zu den begonnenen Langzeitversuchen?

Welchen Effekt/Wirkungsweise haben die Eisenmenninge genau? (möglich das ich den entsprechenden Link überlesen habe) Ich habe keine Erklärung gefunden, auch mit Tante Googel nicht. Klar, das Totschlagargument, das wurde schon immer so gemacht, da kann es nicht schlecht sein. :?
Beim Zusetzen von Eisenmennigen geht ja der Vorteil der Transparenz verloren. Oder? Wo genau würdet ihr die unterschiedlichen Einsatzgebiete von "Panzerlack" und Holzöl sehen?
So weit ich das Verstanden habe hält Panzerlack länger als reines Öl, aber eben auch nicht ewig. Der Eifelturm ist, genau wie die Golden Gate Bridge, ja ein Dauersanierungsfall. (Will sagen es wird ständig der Lack ausgebessert). Wielange hält der Lack den Erfahrunge nach?

Was mir jetzt noch wirklich fehlt ist eine leinölbasierte Dichtmasse. Gerade an Falzen tritt ja gerne Rost auf. Oft ist es aber nicht möglich den Rost restlos zu beseitigen, womit ein Versiegeln der Falze mit z.B. Karosseriedichtmasse nur beschränkten Sinn und Haltbarkeit hat. Die Entfernung der Dichtung und anschließendes Behandeln mit einem Leinölprodukt erscheint mir aus Korrosionsschutzsicht sinnvoll, allerdings geht damit einhergehend die Dichtfunktion verloren, was oft entsprechende Nachteile mit sich bringt. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen das Karossierdichtmasse aud leinölbenetzen Oberflächen hält. Habt ihr da evtl schon eine vorgehensweise:

Das wärs fürs erste.
Gruß Johannes (derhoftnichtallzuvieledummefragengestelltzuhaben)

P.S. anbei noch ein Foto zur Verdeutlichung der Kriechfähigkeit von Leinöl.
Das zu sehende Belch wurde von unten mit Leinölfirnes (mittel Saugbecherpistole) benetzt. Das Loch auf dem Bild ist in Realität ca. Stecknadelkopfgroß. Direkt nach der Behandlung war auf der im Bild abgebildeten Seite kein Öl zu sehen. Im verlauf von ca. 1-2 Tagen saugte sich das Öl langsam durch das Loch und in den umgebenden Rost.
IMG_1129.JPG
IMG_1129.JPG (1.29 MiB) 504 mal betrachtet
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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon Beda » 20.02.2018 - 10:13

Morgen Johannes,
allen deinen Überlegungen folge ich.
Aber Antworten habe ich leider keine.
Außer, daß historische Stahlkonstruktionen aus historischen Stählen bestehen, die in der Regel wenig korrosionsanfällig sind.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Jugend forscht: Unterbodenschutz Leinölfirnis & Eisenglimmer

Beitragvon unbemerkt » 20.02.2018 - 12:31

Hallo Johannes,

um Himmels Willen, frag immer weiter. Wie alle lernen nur durch Fragen und Antworten.

Die genaue Wirkweise des Leinölfirnis ist wissenschaftlich noch ebensowenig vollständig erklärt wie die der Bleimenigge bzw. Eisenmennige. Die These der opfernden Metalle funktioniert jedenfalls nicht, das ist klar.

Die Trocknung durch Oxydation hält jedenfalls noch einige Geheimnisse bereit. Ich hatte mich hier schon einmal darin vertieft.

Momentan tendiere ich dazu die Menge des Glimmers wieder etwas zu reduzieren um "durchsichtiger" und glänzender zu arbeiten. Testbenzine oder andere flüchtige Verdünner versuche ich ganz zu unterbinden und verwende eher mehr Terpentinöl um die Kriechfähigkeit zu unterstützen.

Versuche mit Titandioxid (Weiß) sind geplant um die Arbeitsfläche "Unterboden" heller zu machen und Kontraste zu neu beginnendem Rost hervorzuheben.

Zur Absicherung an Falzen und Blechfügungen tendiere ich momentan dazu nach mehrmaliger Rostschutzbehandlung mit härteren Fetten "Sanders harte Mischung" eine Sicherheit aufzulegen. Dies betrifft neu montierte Teile und Hohlräume an welche ich so schnell nicht wieder heran will.

Um Gummiteile wie Faltenbälge etwas zu schützen, sprühe ich diese vor der Leinölfirnisbehandlung satt mit Silikonöl ein um eine vorherige Sättigung zu erreichen. Das Holzöl legt sich dann zwar darüber, Verschlechterungen an Gummis konnte ich so aber noch nicht ausmachen.

Für Blechfalze mit schon etwas angehobenem Lack wie an Fenstern neben den Gummis, überlege ich mit reinen Fetten eine dauernde Kriechmöglichkeit bei Wasserabschluss, durch vollfüllen der Fuge zu versuchen. Ich befürchte bei einer Leinölfirnisbehandlung ein Abheben des Lackes. Ideen dazu wären aber auch willkommen.

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