Fahrzeug zieht nach rechts

Fahrwerk, Antrieb, Lenkung, Bremsen

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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 06.12.2011 - 07:50

Morgen Andreas,
vermutlich läßt sich der Lenkarm nicht versetzt montieren.
Wer weiß es genau?
Du kannst bei entlasteter VA und ohne Servounterstützung mal die Position suchen, in der das Lenkgetriebe das geringste/kein Spiel hat.
Es ist normal, daß das Spiel nach recht und links immer größer wird.
Jetzt müßten die Vorderräder genau geradeaus zeigen.
Noch eine Frage.
In welcher Gangart bist Du denn normalerweise unterwegs?
2H oder 4H?
Hast Du den Unterschied schon getestet?
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon gboelter » 06.12.2011 - 08:10

Dicker1 hat geschrieben:Habe jetzt Radlager rechts und Bremssättel neu.

Wie sahen die alten Radlager denn aus?

Dicker1 hat geschrieben:Auf manchen Streckenabschnitten läuft er gerade aus, und dann zieht er wieder zu einer Seite meist nach rechts.

Hast Du ein Knacken in der Vorderachse, wenn Du auf die Bremse trittst?

Dicker1 hat geschrieben:Kann ich denn damals als ich die Lenkradwelle vom Lenkgetriebe getrennt hatte (um den Klimakompressor zu tauschen ) einen Fehler beim Zusammenbau, oder beim runterhebeln gemacht haben??

Nein, damit kann es nichts zu tun haben.

Gruss
Guenther
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Ich weiss auch nicht woher der Motorschaden kam, aber am Oel kann es nicht gelegen haben, Oel war da kein's drin!
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 06.12.2011 - 08:18

Morgen Andreas,
Dicker1 hat geschrieben:Hallo Beda,
beim Bremsen läuft er gerade aus.
Reifen sind alle gleich und nicht gewechselt worden, und auch nicht ungleich abgefahren. Auch nicht von hinten nach vorne getauscht worden.

Gruß
Andreas

Lese ich richtig,
daß Du noch immer kein Experiment mit vertauschten Vorderreifen gemacht hast?
Unbedingt nachholen!
Auch, wenn Du glaubst, daß die Reifen gleich wären.
Das wäre dann ein typischer Anfängerfehler:
Immer erst nach schweren und teuren Fehler suchen, bevor man an die einfachen Möglichkeiten denkt.
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon gboelter » 06.12.2011 - 09:23

Moin Beda,

Beda hat geschrieben:vermutlich läßt sich der Lenkarm nicht versetzt montieren.
Wer weiß es genau?

ich denke, er meint die Lenksaeule und die ist direkt am Lenkgetriebe angeflanscht.

Gruss

Guenther
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon gboelter » 06.12.2011 - 09:28

Dicker1 hat geschrieben:Auf manchen Streckenabschnitten läuft er gerade aus, und dann zieht er wieder zu einer Seite meist nach rechts.

Der Halbsatz macht mich allerdings sehr stutzig.

Kann es sein, dass da ein Kugelkopf oder ein Achsschenkel ausgeschlagen ist, sich also die Spur eigenmaechtig der Strassenlage anpasst?

Gruss

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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 06.12.2011 - 09:30

Hallo Günther,
Du hast recht:
Dicker1 hat geschrieben:Hallo Zusammen,

.......nachdem ich meinen Klimakompressor getauscht hatte, denn hierzu musste ich um den Klimakompressor aus dem Fahrzeug zu bekommen die Lenkstange vom Lenkgetriebe trennen. Dazu habe ich die Lenkstange mit einem Schraubendreher von der Achse des Lenkgetriebes geknippt. Nach der Reparatur des Klimakompressors habe ich die Lenkung wieder aufgesteckt und gut.

Gruß
Andreas
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Dicker1 » 06.12.2011 - 13:54

Hallo Zusammen,

will mal versuchen alle Fragen zu beantworten.
Häufigste Gangart ist 2H.
Reifen vorne getauscht von rechts nach links und von links nach rechts keine Änderunge, hatte erst das Gefühl er zöge nun nach links das hat sich aber durch meinen SOhn nicht bestätigt.
Beim Bremsen: Einwandfreier geradeauslauf auch bei Lenkrad loslassen. kein ziehen in eine Richtung kein Knacken oder andere Geräusche.
Habe letzten Sommer die komplette Vorderachse neu gelagert. Kugelköpfe oben Traggelenk unten, rechts und links getauscht, Spurstangenköpfe aussen ebenfass getauscht alles neu. Ich kann beim rütteln an den Räder keinerlei Spiel feststellen.
Das Radlager das ich getauscht habe war absolut unauffällig, es war nur geringfügig schwergängig.
Jau ich meine die Lenksäule, die ich vom Lenkgetriebe getrennt hatte.

Für weitere Fragen stehe ich zur Verfügung.

Gruß
Andreas
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 06.12.2011 - 14:19

Hallo Andreas,

was ist mit den Antriebswellen?
Laufen die leicht?
Kennst Du das? viewtopic.php?f=36&t=8591&hilit=nadellager+antriebswelle

Heißt das, ob 2H oder 4H ist völlig Wurst?

Du könntest noch ein Experiment versuchen:

Bild

Du könntest die 5 rechts und links ausbauen.
So könntest Du in 2H mit stehenden Antriebswellen fahren.
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 06.12.2011 - 17:18

Dicker1 hat geschrieben:Hallo Zusammen,
Beim Bremsen: Einwandfreier Geradeauslauf auch bei Lenkrad loslassen. kein ziehen in eine Richtung kein Knacken oder andere Geräusche.
Gruß
Andreas

Hallo Andreas,
diese Aussage deutet darauf hin,
daß nach wie vor ein Problem an der Bremsanlage vorliegt.
Das Stichwort "Infrarotthermometer" ist ja schon gefallen.

Bild

Damit solltest Du eine Bremse, die nicht sauber löst, schnell lokalisiert haben.
Außer Kolben und Führungen kommen auch die Bremsschläuche als Fehlerquelle in Frage.
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Dicker1 » 07.12.2011 - 13:44

Hallo Beda,
werde mich noch mal ans Fahrzeug begeben, Temperaturmesser ist organisiert und die Story mit der Antriebswelle werde ich in diesem Atemzug gleich mit überprüfen. Ohne Antriebswellen eingekoppelt (also ohne Teil 5 ) laufen beide Seiten gleich. per Hand gedreht nicht gefahren.
Werde in den nächsten Tagen nochmals die Vorschläge abarbeiten und mich dann mit Ergebnissen wieder melden.

Ich habe hier auch gelesen und dieses Problem hatte ich auch, das man den ABS Sensor nicht aus seinem Gehäuse bekommt. Ich hatte den Achsschenkel damals auf einem Kantholz zwischengeparkt (daher habe ich auch nicht von der Rückseite geprüft ob da alles i.o. ist), weil ich den Sensor nicht mit Gewalt rausprügeln wollte.

Gibt es hier für eine Lösung??

Danke
Gruß
Andreas
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 07.12.2011 - 14:00

Hallo Andreas,
ja.
2 Varianten.
Entweder Steckverbindung lösen und mit Kabel ausbauen
oder zerstören und ersetzen.

Eine Chance, den Sensor aus dem Achsschenkel zu ziehen,
existiert nur, wenn schon bei der Montage vor Rost geschützt wurde.
Das ist aber keine Galero-Spezialität.
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Dicker1 » 07.12.2011 - 18:01

Hallo Beda,

weiter informationen: Bremsscheibentemperatur nach dem Fahren.
Vorne Rechts : 74 Grad
Vorne Links : 64 Grad
Hinten links : 34 Grad
Hinten rechts: 24 grad

Messwerte Betriebsbremse aus TÜV - Bericht vom 26.10.2011
Betriebsbremse:
Vorne rechts :318 daN
vorne links : 321 daN
hinten rechts: 210 daN
hinten links: 243 daN

Feststellbremse:
rechts : 187 daN
links : 309 daN

bring mich diese Erkenntniss weiter? Hat die Handbremse einen Einfuß auf meine Betriebsbremse?

Gruß
Andreas
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon hapaai » 07.12.2011 - 19:02

Hi Andreas,
gute 300daN hinten links sind schon heftig. Vor allem wenn man bedenkt, dass es eine Trommelbremse ist. Du hast doch vorne auch Doppelzylinderbremsen, oder? Wenn ja, dann wirkt die hintere Trommel(hand)bremse so gut wie die vorderen. Holllla!

Was allerdings gegen die These spricht ist der geringe Temperaturunterschied.
Das kann aber auch sein, weil Du an der Scheibe gemessen hast und nicht an der Trommel.
Aufmachen und reinschauen bringt vielleicht Erleuchtung und Du kannst mal den Staubgrad, Rostgrad und Bremsbackenbelag vergleichen.

Aber mal was anderes. Nur so aus dem Bauch raus.
Hast Du schon mal die Höhe gemessen, also von Nabemitte(damit werden Reifen/Luftdruckabweichungen ausgeschlossen) bis zur Radlaufkante? Vorne und hinten?
Sind die links/rechst gleich?
Hattest du mal was an den Stoßdämpfern gemacht? Oder mal den Panhardstab nicht unter Last angezogen? Wenn Du überhaupt einen hast....?

Schöne Grüße, Walter
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon berny » 07.12.2011 - 19:45

Hallo Andreas,

wie und wo warst Du denn unterwegs vor der Temperatur-Messung? In Deinem Fall willst Du ja herausfinden, ob bei gelösten Bremsen rechts eine höhere Temperatur auftritt als links. Das klappt meiner Meinung nach nur, wenn Du eine Strecke von einigen Kilometern mit gemäßigtem Tempo (damit Du nicht bremsen musst) auf der BAB fährst und dann auf einen Parkplatz herausfährst, ohne großartig zu bremsen. Erwärmung beim Bremsen verfälscht das Ergebnis.

Als ich den Patrol bekommen habe zog er auch nach rechts. Also ab zur Achsvermessung. Danach gab es kaum eine Veränderung, es war eher etwas schlechter. Also nochmal hin, dieses Mal einen Termin gemacht, an dem ein bestimmter Mechaniker Zeit hatte. Seitdem läuft das Auto gerade.
Was ich sagen will? Wurde die Achsvermessung bei Dir immer von der gleichen Person durchgeführt?

Hat sich Deine Annahme, zieht mal nach rechts, mal nach links bestätigt?

Gruß
Ingo
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Re: Fahrzeug zieht nach rechts

Beitragvon Beda » 07.12.2011 - 20:58

Hallo Andreas,
diese Messwerte helfen leider nicht weiter.
Was wir bräuchten sind die Rollwerte.
Hier etwas Lesestoff dazu:
viewtopic.php?f=36&t=4141&p=40223&hilit=rollwert#p40223
Beda hat geschrieben:Hallo zusammen,

Bild

......und ein paar Erläuterungen dazu:
Datum:
Dieser Tester stammt noch aus dem Zeitalter des kostbaren Speicherplatzes :lol:
VA max:
Viel wichtiger als die absoluten Bremskräfte ist die Abweichung r <=>l.
Bis ca. 10% sind bei einer Scheibenbremse tolerierbar. Trommelbremse notfalls bis 20%. TÜV &Co. tolerieren 25%.
Die absoluten Werte hängen auch sehr stark von Wetter, Reifen und Prüfstandrolle ab.
VA unr:
Unrundheit heißt Bremskraftschwankungen bei definierter konstanter Pedalstellung.
Eine gepflegte Scheibenbremse sollte in der Regel 0.00kN und je nach Fahrzeug, Achskonstruktion etc. bis ca. 0.15kN maximal aufweisen. Unrundheiten spürt man auch in der Lenkung u/o. im Pedal durch zittern und pulsieren. Sensible Menschen nehmen auch wahr, daß das Fahrzeug nicht mehr exakt am geplanten Punkt anhält.
VA roll:
Der obige Rollwert paßt zu einem sehr großen Rad mit sehr flexiblem Profil. Hier Cooper Discoverer M+S mit offener Nabe. Bei einem kleinen Pkw würden solche Werte schon auf feste Bremsklötze u.ä. hindeuten.
HA max:
Im Prüfstand können hier die Werte fast so hoch wie vorne sein, da die dynamische Achslastverschiebung ja fehlt.
HA unr:
An der HA und besonders bei Trommelbremsen können auch höhere Unrundheiten toleriert werden. Bei unseren Autos vielleicht bis 0.35kN
HA roll:
Die mitlaufende Achse erzeugt natürlich höhere Rollwiderstände. Diffbremsen führen schon bei kleinen Abweichungen der beiden Reifen zu großen Messfehlern.
Feststellbremse:
2% ist natürlich wie aus dem Lehrbuch und selten messbar. Bei der §29-Prüfung ist aber die Summe bzw. die prozentuale Abbremsung (mindestens 15%, falls die Blockiergrenze nicht erreicht wird) entscheidend.

Schlaue Bremsprüfstände errechnen die Abbremsung mit Hilfe des eingegebenen Gewichts.

Warum druckende "schlaue" Bremsprüfstände bei den Prüforganisationen nicht Standard sind kann ich auch nur erahnen :?
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