Vorderradantrieb Galloper

Fahrwerk, Antrieb, Lenkung, Bremsen

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Beitragvon Borsty » 11.02.2003 - 08:16

Hallo uwe
Auf der Zeichnung sieht man es leider nicht. Ist die Welle durch das Kegelrad hindurch und so fixiert oder ist im Kegelrad auch eine Nut in die der Ring passt?
Ich weiss, Fragen über Fragen, aber mich interessiert was dabei überlegt wurde und wieso es so gemacht ist.
Gruss
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Beitragvon Beda » 11.02.2003 - 10:30

Hallo Borsty,
hier kann man dazu nichts erkennen. Aber die Welle soll ja eine definierte Position haben und nicht etwa an die Welle der Diff.-räder stoßen; deshalb ist das übliche eine relativ flache Nut im Zahnrad, in der der Federring aufspringen kann. Die Kräfte, die dieser Ring aufnehmen muß, sind ja -ähnlich wie bei einer Kolbenbolzensicherung- theoretisch = 0 und solange an der Radaufhängung oder Antriebswelle alles im vom Konstrukteur vorgesehenen Bereich ist und korrekt montiert ist, sollte es keine Probleme geben. Falls aber z.B. durch Höherlegen Zugkräfte auftreten können, sind Probleme vorprogrammiert.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon Borsty » 11.02.2003 - 10:50

@Beda
Danke für die Ausführung. Bleibt nur ein Gedanke: Wo kann sich das Spiel respektive wo schiebt es sich dann Auseinander oder Ineinander im Gelände. Die Höherlegung hat da ja im Prinzip nichts damit zu tun. Dafür sind ja die Bumper da, welche die Winkel stabilisiert und so behält wie es sein muss.
Ist mir dennoch immer noch Rätselhaft wie das passieren kann. Es dürfte ja theoretisch gar nicht. Ausser, es wäre eine Scheibe oder was nicht montiert worden sein und dadurch wurde an der Welle beim anziehen aussen gezogen. Ich kann es mir nur so vorstellen.
@uwe Ist eigentlich jedes Teil sonst vorhanden?
Gruss
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Beitragvon Beda » 11.02.2003 - 13:17

hallo Borsty,
der axiale Ausgleich ist im inneren Wellengelenk.
Da die Einheit Gelenk/Manschette ja wasser/luftdicht ist, könnte eine Zugkraft übertragen werden, wenn durch einen unglücklichen Zusammenbau im Gelenk Unterdruck entstehen kann.
Vorsicht, reine Theorie!
Tatsächlich vermute ich einen Montagefehler ab Werk.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon Borsty » 11.02.2003 - 14:23

@Beda
Zu diesem Endergebniss komme ich auch so allmählich. Die Kugelgelenke oder Kybernetikgelenke, ich glaube so sagt man ihnen, haben einen nicht so grossen Winkel, aber es wird mit den Bumpers begrenzt. Schieben kann sich da auch nicht viel und die Theorie könnte stimmen :wink: . Es hat zwar ganz kleine Entlüftungslöcher in der Manschette, aber die sind schnell mal mit Fett oder Dreck zu.
Na warten wir mal ab was uwe noch dazu sagen kann. :wink:
Gruss
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Beitragvon uwe » 11.02.2003 - 19:24

Tja, was soll ich da noch groß zu sagen, Beda hat ja alles erstklassig erklärt. Aber noch zum konkreten Fall: Es sind in der Tat alle Teile vorhanden, die laut Bucheli Anleitung vorhanden sein müssen. Die Gelenkwelle als solche hat meiner Meinung nach kein außergewöhnliches Spiel, in welche Richtung auch immer.

Im Kegelrad im Differential ist keine Nut für den Ring, die Verzahnung der Welle geht soweit rein daß der Ring nach innen durchsteckt.

Was die Höherlegung betrifft, sehe ich eigentlich keine so großen Probleme, treten doch bei Fahrt im Gelände wesentlich stärkere Bewegungen (Ein- und Ausfedern) auf (?), ob nun mit oder ohne Höherlegung.

Hatte vorhin noch beim Händler angerufen, wie's weitergeht. Der sagte mir, in der Fertigung bei Hyundai wurde die Welle irgendwann geändert, wovon Mitsubishi allerdings nicht informiert worden sei.

Morgen soll nun die richtige Welle geliefert werden.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Borsty » 11.02.2003 - 20:42

Hallo uwe
Kannst Du da nichts machen wegen Konstruktionsfehler, dass es etwas billiger wird :?
Wenn das Ganze nur an einem runden Sicherungsring hängt, bin ich nicht gross verwundert das sowas passieren kann. Zum Glück ist nicht alles in die Brüche gegangen. Wenn ja die Wellen geändert wurden, sollte es eigentlich auch gemeldet worden sein. Grundlos wird da normalerweise nichts geändert.
Warten wir mal ab bis es soweit ist und Du sie in den Händen hältst, dann sieht man sicher mehr.
Bei mir wirft sich nur die Frage noch auf, ob die Galloper alle früher oder später ein Problem damit haben und ab welchem Jahrgang die Wellen geändert wurden. Ist sicher auch was für unsere Forumsmitglieder die Galloper haben. :wink:
Die Höherlegung habe ich ja schon erwähnt hat im Prinzip kein Einfluss darauf. Die Federwege sind begrenzt. Es kann nur was passieren wenn man die Anschläge ändert.
Gruss
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Beitragvon uwe » 11.02.2003 - 21:34

Borsty hat geschrieben:...und ab welchem Jahrgang die Wellen geändert wurden. ...


Da frage ich noch mal nach.

Gruß

Uwe
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Beitragvon Beda » 12.02.2003 - 19:05

Hallo Uwe,
ich habe gerade darüber nachgedacht, ob es eine einfache Möglichkeit gibt zu prüfen, ob die Welle richtig montiert ist. Dazu wäre es hilfreich, wenn Du nach erfolgter Schraubung den Abstand zwischen den Schraubenköpfen von 32 191 und 32 012 messen und veröffentlichen würdest.
Zuletzt geändert von Beda am 12.02.2003 - 21:48, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon uwe » 12.02.2003 - 19:23

Das will ich gerne machen. Hab heute mittag die richtige Welle bekommen, nachher gehts raus zum Einbauen.

Gruß

Uwe
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Beitragvon uwe » 15.02.2003 - 13:33

So, er "gallopiert" wieder! :super: Mittwoch abend gegen Mitternacht war's soweit, der Zusammenbau war doch nicht ganz so reibungslos wie erhofft, letztendlich aber erfolgreich.

Einzelheiten und Bilder folgen noch.

Gruß

Uwe
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Beitragvon uwe » 23.02.2003 - 21:27

Hab nun mal meine kleine Reparaturgeschichte ins Netz gestellt :compufreak: :

http://home.arcor.de/zweitakt/galloper/knack.htm

Ich bitte um wohlgefällige Kommentare, ob ich's in der Form an kp für die Tann-CD schicken kann :dreifragen:

@ Beda: Im inneren Wellengelenk war in der Tat Unterdruck in der Gummimanschette.

@ Borsty: Den genauen Zeitpunkt der Änderung in der Fertigung der Antriebswelle konnte man mir nicht nennen.

Gruß

Uwe
Hendrik

Beitragvon Hendrik » 23.02.2003 - 23:23

Hallo Uwe,

wow, das ist eine Aktiom. Sieht fast so aus, wie wenn ich
beim Niva das Getriebe demontiere.

Ich habe gestern Nacht bei meinem ersten Rallye-Versuch
mit der rollenden Einbauküche auch mal sehr intensiv
die Federung getestet ...

Sollte man irgendetwas gegen Unterdruck in den Manschetten tun können?

Ich würde gern noch öfter schadenfrei offroaden können...

Gruß

HEndrik
Zuletzt geändert von Hendrik am 23.02.2003 - 23:50, insgesamt 1-mal geändert.
mani325

Knack

Beitragvon mani325 » 23.02.2003 - 23:42

Hallo Uwe

Da hast Du Dich ja ganz schön ins Zeug gelegt! Aber Deinen ausführlichen Bericht find ich Klasse. Ich hoffe nur, dass mir das am meinem Pajero nicht passiert...

Herzlich willkomen bei den 4-Rad-Betriebenen! :lol:

Gruss Steff
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Beitragvon Borsty » 24.02.2003 - 09:24

Hallo uwe
Superbericht muss ich sagen. Du hast am Schluss wegen der Entlüftungslöcher geschreiben. Ich habe bei mir ja sogenannte Austauschmanschetten drin die überall passen. Da sind erstens mehr Falten vorhanden und eben 1 kleines Loch drin. Das ist anscheinend bei Originalen nichts bedacht worden. Einziger Nachteil von diesen Manschetten ist, dass wenn die Welle wirklich mal richtig warm ist kann es sein das man in der Felge Fettspuren sieht. Man schaut sich natürlich dann sofort an ob ein Riss drin ist. Ahh :idea: , die Marke der Manschetten, da stand damals Spidan-Universalmanschetten drauf. Es gibt sie in versch. Durchmessern. Also Welle und Gelenk. Einzig die Befestigung ist ein gefummel. da wäre eine Spezialzange notwendig. Ich habe sie dann nur mit Draht befestigt.
Gruss und Danke für den ausführlichen Bericht :super:
BORSTY

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