Vorderradantrieb Galloper

Fahrwerk, Antrieb, Lenkung, Bremsen

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Beitragvon uwe » 18.01.2004 - 13:06

Beda hat geschrieben:...Das Planetenrad im Differential ist völlig unversehrt. Aber die gelieferte Welle MB 39 39 12 ist in der Verzahnung rund 2mm schlanker. ...


Hört sich an, als wenn wie seinerzeit bei mir das falsche Teil geliefert wurde, nur diesmal genau umgekehrt?

Gruß

Uwe
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Beitragvon Gast » 18.01.2004 - 21:20

Hallo.

Oh Leute, sowas macht mich wieder mal echt sauer, auf die "Fachwerkstatt". Der Beda merkt es und zieht die Handbremse, aber wie oft hat man schon in ähnlicher Manier etwas weniger aufmerksamen Kunden teuren Schrott verkauft? Sorry, das musste jetzt sein...

@Beda: na dann alles nur halb so wild? Hoffentlich! Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ein falsch montierte FLN die Ursache für Deinen bzw. Uwes Defekt sein kann*. Und offensichlich ist Euch die Ursache immer noch nicht klar?

P.S. Sollten irgendwelche manuelle FLNs übrig sein, auch die Standard-AVM, so bitte bei mir melden.


Grüsse und Gut Schraub! - kp

___
*es gibt jedoch viele Sachen im Universum, die ich mir nicht vorstellen kann, die aber so sind, wie sie sind ;)
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Beda
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Beitragvon Beda » 23.01.2004 - 17:03

Beda hat geschrieben:
Beda hat geschrieben:hallo Borsty,
der axiale Ausgleich ist im inneren Wellengelenk.
Da die Einheit Gelenk/Manschette ja wasser/luftdicht ist, könnte eine Zugkraft übertragen werden, wenn durch einen unglücklichen Zusammenbau im Gelenk Unterdruck entstehen kann.
Vorsicht, reine Theorie!
Tatsächlich vermute ich einen Montagefehler ab Werk.

Hallo zusammen,
nochmal ganz deutlich:
Ich glaube, wenn alles korrekt montiert ist, sollten theoretisch mögliche Unterdrücke ohne Bedeutung sein.
Die Haltekraft des Federringes sollte allemal größer sein. Deshalb rate ich allen und mir selbst, das von Uwe ermittelte Mass: 33,4mm nach zu prüfen.
@uwe,
vielleicht läßt sich mit Hilfe Deiner tollen Beschreibung manche unnötige Baustelle vermeiden :super:

Hallo liebe Gemeinde,
ließ sich in meinem Fall scheinbar nicht vermeiden. :?

Bild

Die Haltekraft des Federringes reicht ganz knapp um das Eigengewicht der Welle zu halten. Auch bei meinen Wellen war auf den Manschetten Unterdruck. Dann braucht es vermutlich nur noch einen kleinen Impuls, damit sich die Welle auf den Weg in Richtung der Zugkraft, die die Manschette ausübt, macht. Das Ergebnis sieht dann so aus:


Bild

Der Ring ist gebrochen, weil -bitte nicht nachmachen!- ich die beschädigte Welle mit dem beschädigten Ring versuchsweise in das Differential eingeführt habe. Dabei hat sich die ganze Geschichte im Diff. verhakt. Der Rückweg erforderte dann rohe Gewalt:

Bild

Wie oben schon von Uwe festgestellt, gibt es Wellen mit unterschiedlichem Durchmesser. An der Verzahnung gemessen ca. 27mm Durchmesser bis Fahrgestellnummer 400.000 und ab 400.000 mit ca. 29mm. Verriet mir mein Mitsuhändler nach seiner Anfrage bei Hyundai-Korea. Das ist im EPC nicht erkennbar.
Diese Aussage bitte mit Vorsicht verwenden! Ohne Gewähr!

Bild
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Beitragvon Beda » 23.01.2004 - 17:19

Beda hat geschrieben:Hallo zusammen,
Das Planetenrad im Differential ist völlig unversehrt.


Bild
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Beitragvon Crazy.max » 23.01.2004 - 18:28

Hallo Beda

Diese Problem hatte Ich bei meiner Trialsuzi auch . Ich habe damals den vermackten Teil der Antriebswellenverzahnung mit einer Diamantfeile wieder saubergefeilt .und dann mit einem neuen dickeren Ring (Material+0,2mm) wieder eingesetzt, da Ich der meinung war , das 75% der Verzahnung noch tragen können. Es hat geklappt und funzte ohne Probs . Allerdings hatte die Suzi Starrachsen und Ausgeschlagene Drehlager der Gelenkkugel waren schuld an der Misere . Da ist die Drehkugel mit Welle und allem nach aussen gewandert und irgentwann war die Verzahnung so wenig , das sie von Ihrem Recht auf Ableben gebrauch gemacht hatte.
Meinst Du , das deine Welle im Notfall noch funktionieren könnte ?

Olaf - der sich wundert , das es überhaupt möglich ist soviel Seitenspiel in die Vorderachse zu bekommen
ich bin Olaf und ich mag Umarmungen
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Beitragvon Beda » 26.02.2004 - 13:50

Hallo zusammen,
:evil: nach rund 3000km und knapp 2 Monaten hatte ich heute morgen das Gefühl, solche Geräusche und Popometeranzeigen schon mal gehabt zu haben.
Und tatsächlich Schadensbild scheinbar genau wie gehabt. :evil:
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Hendrik

Beitragvon Hendrik » 26.02.2004 - 15:10

.. Mooooment - echt?
Nach Erfurt-Trial einsatz uns so - heute schon wieder rausgerutscht?
(Hmm, du hast die Aisin-Manu-FLN drauf - der Einfluss der Naben
war aber schon früher ausgeschlossen und du hattest den Unterdruck aus
den Manscheteen verbannt) - Was nehmen wir nun als potenzielle Ursache??

Fragt sich Hendrik
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Beitragvon Beda » 26.02.2004 - 15:16

Hendrik hat geschrieben:.. Mooooment - echt?
Nach Erfurt-Trial einsatz uns so - heute schon wieder rausgerutscht?
(Hmm, du hast die Aisin-Manu-FLN drauf - der Einfluss der Naben
war aber schon früher ausgeschlossen und du hattest den Unterdruck aus
den Manscheteen verbannt) - Was nehmen wir nun als potenzielle Ursache??

Fragt sich Hendrik

Hallo Hendrik,
gute Frage. Keine Antwort :(
Spiel in der Nabe mit Messuhr am Wellenstumpf gemessen 0,5 mm.
Verzahnungen im Diff. weiterhin makellos.
Also nagelneue Welle mit Loctite Quickmetal montieren. Mehr geht nicht.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Hendrik

Beitragvon Hendrik » 26.02.2004 - 15:31

Beda hat geschrieben:[
Also nagelneue Welle mit Loctite Quickmetal montieren. Mehr geht nicht.


Doch: Lagersitz für das Stützlager irgendwie seitlich anbohren (zwei Durchgangsbohrungen
so schräg durch, dass ein durchgeschobener Draht o.ä. den in den Lagersitz
ragt),
einen Schlitz in den Aussenring des Lagers einflexen und
da einen auf Formschluss passenden Sicherungsstift einschlagen - einfach und
sicher, oder?

(Kann man auch zweimal machen zu Sicherheit)

Gruß

Hendrik
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Beitragvon Crazy.max » 26.02.2004 - 16:19

Hallo Hendrik

Leider kannst Du den Lagersitz nicht so ohne weiteres anbohren - der ist nämlich gehärtet . geht nur mit Diamantbohrer und viel Zeit und Ruhe . Hmm Zur weiteren Überlegung - besteht die Möglichkeit , das sich Im Differenzial Überdruck aufbaut ? Entlüftung verschlossen , verstopft , oder bei Hochlegung derselben Schlauch abgeknickt ? Des weiteren , sind die 3000 km ja nicht im 4WD Modus zusammengekommen , oder ? Was ist denn mit der Überlegung " Welle zu kurz "? Oder die Überlegung Radaufhängungen zu weit weg vom Diff ? Ihr könnt Mich ja nun erschlagen , aber solche Sachen hab Ich alle schonmal gehabt , bzw gesehen , gerade wenn "rummanipuliert " :wink: worden ist .
@ Beda - hast Du schonmal versucht die Welle mit einem "stärkeren " Sicherungsring zu montieren ? Vielleicht gehört der Ring ja zu der dünneren Welle ? Mittlerweile ist ja bei unsren Autos nix mehr unmöglich .Weil der Ring auf deinem Foto sieht reichlich Schlapp aus . Beim Subaru und bei der Suzi musste Ich damals den Hammer und einen Abziehring benutzen um die Wellen aus dem Diff zu bekommen .

Olaf - der hier wieder mit großen Interesse den Ausgang erwartet
ich bin Olaf und ich mag Umarmungen
Hendrik

Beitragvon Hendrik » 26.02.2004 - 16:30

Hallo Olaf,

meinst du echt, dass dieser Lagersitz in der Verlängerungs-Hülse
(ich rede nicht vom Lageraussenring, sondern
von dieser Runden Bohrung, in die der Lageraussenring eingesetzt ist!)
gehärtet ist? Im Getriebe sind auch keine Lagersitze gehäret und bei diesem
Verlängerungsteil kann ich mir das ehrlicherweise auch nicht vorstellen.

Gruß

Hendrik,
der sich diese Lösung so gedacht hat, weil esr das schon
an anderer Stelle mal realisert hat (Idee kommt übrigens
von der Tachoritzelwechselstelle in der Aluhülse)
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Beitragvon Crazy.max » 26.02.2004 - 16:39

Hi Hendrik

Hab wohl Öl auf der Brille gehat - ein Lagersitz ist eigentlich nie gehärtet :oops: Ich dachte an den Lagerring :? - Nein Du hast recht , aber ist es nicht so das Die Welle rausrutscht , oder macht sich das komplette Teil vom Acker ? Aber selbst wenn das so klappt - was soll der Ring denn da halten ? Die Welle bietet ja keinerlei Stelle wo man eine Nut-oder Federähnliche Form hat das der Stift da greifen kann . Damit die Welle Nicht aus dem Diff kommt ist nur dieser komische Ring , und der sollte in der Verzahnungshülse einrasten ( Was er aber wohl nicht richtig tut ) - deshalb meine Idee mit dem dickeren Ring .

Olaf - der ehrlich gesagt Hendriks Idee nicht verstanden hat :cry:

Ps - Hast Du meine Pm bekommen , Hendrik ?
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Hendrik

Beitragvon Hendrik » 26.02.2004 - 16:54

Hallo Olaf,

ok, ich versuchs nochmal:

Vergleichbares Beispiel ist die Befestigung des Tachoritzels mit Welle in der
Alu-Hülse, die man dann ins Getriebe setzt.

Ein Lagersitz besitzt 2 Tangenzialbohrungen, die so
ausgeführt sind, dass ein durch diese beiden Bohrungen gesteckter
Metallstab in den Lagersitz teilweise hineinragt.

Übertrieben gesagt, entsteht aus dem runden "O" des Lagersitzes
ein "D", also an einer Seite eine Abflachung (die der durchgesteckte
Metallstift selbst bildet).

Wenn man am Lageraussenring an der Aussenseite eine passende
Nut anbringt (klaro, dass Lageraussenring gehärtet ist und diese
Nut nur mit einer Flex oder Schleifscheibe realisiert werden kann)
und die Montagereihenfolge:

Lager in Lagersitz, ausrichten, und dann Metallstift durch Lagersitz und Nut führen

einhält, kann das Lager nicht mehr herauswandern.

Momentanes Problem ist doch, dass das Lager keinelei Axialfixierung hat,
und diese könnte man diesem Vorgehen erreichen.

Konnte ich mich jetzt verständlich ausdrücken?

Viele Grüße

Hendrik
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Beitragvon Crazy.max » 26.02.2004 - 17:17

Hallo Hendrik

Haste gut erklärt und Ich habs auch verstanden , wenn wir das nun so machen bleibt das Lager in dem Stützrohr . Da Ich Pessimist bin sag Ich nun - dann rutscht die Welle aus dem Lager .
Nicht sauer sein - aber Ich glaube , das es Zwei Möglichkeiten gibt :
1. Die Welle sitzt stramm ( Presspassung H7 ) im Lager - das Lager ist nun gegen verrutschen im Stützrohr gesichert - sollte nun alles funktionieren - bedeutet aber: Das Lager ist vorher wandern gegangen und das sollte man sehen und die Kräfte können nicht klein sein ( Unterdruck Theorie Ade genauso wie meine Überdrucktheorie ) - in verbindung mit zuviel Spiel auf dem Stützrohrlagersitz.
2. Die Welle sitzt nicht stramm im Lager - dann rutscht sie im Lager und der Stift nutzt nichts .Könnte dann aber ein falsches Lager verbaut sein ( Falsche Passung /zuviel Spiel ) .
Ansonsten - wie gesagt mal den Fehler beim Ring suchen - könnte echt der falsche sein .
aber wie dem auch sein - Ich hoffe , das es nicht allzuteuer und bald für immer behoben ist .

Olaf - der sich freut weils im schwarzen Pott nun ziemlich weiß ist
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Hendrik

Beitragvon Hendrik » 26.02.2004 - 17:23

Hi Olaf,

Fall 1 ist es sicher, dann das Lager ist immer mit der
Welle aus der Hülse gekommen. -> siehe Uwes und Bedas Fotos.
Allerdings gibt es dort keeinen Sicherungsring oder so, offensichtlich
reine Presspassung.

Die Logik mit dem Ring ist verständlich. Vielleicht hat es da
Chargenprobleme. - Aber Imho sollte die Kraft gar nicht
erst auf die Welle und das Diff treffen, sondern spätestens im Stützlager
abgefangen werden, oder?

Gruß

Hendrik

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