"Geräuschanalyse" L300

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Mr. SvomF
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"Geräuschanalyse" L300

Beitragvon Mr. SvomF » 02.06.2019 - 20:09

Moin zusammen,

nachdem ich mit meinem L300 nun die ersten paar Kilometer runter habe, tauchen einige Geräusche, die ich als nicht ganz normal einordne, durchaus regelmäßig aus. Vielleicht kann ja der ein oder andere von euch einen heißen Tipp geben.
Am linken Vorderrad tritt ein quietschen auf, das offenbar abhängig von der Drehzahl der Räder ist. Meine Vermutung wäre, dass das vielleicht mit dem Radlager oder der Freilaufnabe zusammenhängt. Gibt es da bekannte Schwächen? Zur Freilaufnabe habe ich bislang eigentlich noch nichts schlechtes gehört. Noch andere Ideen, was das sein könnte?
Am rechten Vorderrad bzw. an der Aufhängung ist ebenfalls ein quietschen zu hören, dieses tritt eher auf, wenn ich über unebene Straßen, Kopfsteinpflaster etc. fahre. Teilweise ist auch ein leichtes Schlagen zu vernehmen. Auch hier wäre meine erste Vermutung, dass das Radlager ein Problem hat. Die Werkstatt, in der ich den Bus zum Zahnriemenwechsel hatte, merkte ebenfalls das Spiel der Lager an. Woher das Quietschen kommt, kann ich leider nicht so recht verorten. Ggf. Traggelenke oder sowas? Hatte jemand mal was ähnliches?

Und jetzt noch die ganz unkonventionelle Frage: Hat jemand im Hamburger Raum mit gutem Gehör mal Zeit und Lust, eine Runde mitzufahren, um die Geräusche live zu hören? Ein Bierchen geht natürlich auf mich :-)

Vielen Dank im Voraus,

Alex
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MF
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Re: "Geräuschanalyse" L300

Beitragvon MF » 02.06.2019 - 20:36

Moin

Naben sind schon eine Möglichkeit.

Hast du manuelle oder automatische?

Radlager Traggelenke, alles möglich.

Wir können mal eine Runde drehen.

Entweder du kommst Richtung Lübeck oder wir Treffen uns nach Feierabend Nähe Kreuz Ost.

Gruß Mario
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Re: "Geräuschanalyse" L300

Beitragvon onkel_uhu » 02.06.2019 - 20:55

Hallo Alex,

Quietschen und/oder Klappern, abhängig von der Geschwindigkeit hatte ich damals auch an meinem L300. Immer nur beim Fahren. Sonst nix zu finden. Hat mich wahnsinnig gemacht. Es waren am Ende einfach nur die Plastik-Abdeckkappen auf den Naben, die nicht mehr fest genug geklemmt haben. :hammerschlag: Vielleicht ist es ja so etwas einfaches ...

Gruss, Sylvio.
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Re: "Geräuschanalyse" L300

Beitragvon motorang » 03.06.2019 - 06:43

Hi,
auch mal an den Querstabilisator (Verbindungsbügel der beiden Achsträger) denken. Oder an ein nicht gut festgeschraubtes Motorschutzblech.

Wenn es mit der Radumdrehung quitscht schleift wahrscheinlich die Bremse. Das ist ein übliches Leiden, wenn der Bremskolben nicht mehr gut gängig ist oder die Belagsträger in den Führungen klemmen. Geht das Quitschen weg sobald man ganz leicht auf die Bremse tritt?

Klopfen kann auch vom Reifen kommen, wenn ein Teil des Profils hohl liegt. Testweise Reifen tauschen (vorne/hinten) hilft bei der Diagnose.
Wenn die Werkstatt ein zu lockeres Radlager diagnostiziert, würd ich da allerdings zuerst angreifen. Tut nicht gut und wird teuer, geht auch nicht durch ignorieren weg. Die Freilaufnabe muss dafür eh runter, dann kann man da drin auch gleich schmieren.

Die originalen Traggelenke lassen sich übrigens abschmieren (Schmiernippel), bei den Nachrüstteilen muss man manchmal etwas mit Spritze und Schraubenzieher fummeln um Fett nachzudosieren.

Gryße!
Andreas, der motorang
L300 4WD Technik-FAQ unter motorang.com/L300
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Beda
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Re: "Geräuschanalyse" L300

Beitragvon Beda » 03.06.2019 - 07:26

Hallo Alex,
Radlager können für Geräusche verantwortlich sein.
Brummen, mahlen, knirschen, knacken ... So in der Art.
Für Quietschen ob drehzahlabhängig oder nicht, sind sie eher nicht verantwortlich.
Da sind die passenden Punkte schon angesprochen.
Wenn das geklärt ist, solltest Du aber auch der Radlagerung etwas gutes tun und sie einstellen soweit möglich.
Einer meiner ersten Beiträge:
Beda hat geschrieben:Hallo zusammen,
Bild
@Borsty,
deine Methode paßt auf nicht angetriebene Achsen.
@alf,
ich habe es zwar noch nie an einem Mitsu gesehen aber............
zerlegen bis du am Ring 517AF bist; Schrauben 12310 entfernen; Ring 517AF entfernen; jetzt bei freigehobenem Rad am Ring 517AI einstellen; sollte sich ohne Kraftaufwand spielfrei einstellen lassen (Vorsicht: Wenn das Spiel lange zu groß war, ist der Lagerzapfen oval. Dann ist nur in Querrichtung spielfreies Einstellen möglich und hochkant bleibt Spiel spürbar); Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge.
Also: Spielfrei aber ohne Vorspannung :!:

viewtopic.php?f=36&t=1330&p=10672&hilit=radlager+einstell%2A#p10672
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: "Geräuschanalyse" L300

Beitragvon Mr. SvomF » 05.06.2019 - 23:20

Moin Moin zusammen,

vielen, vielen Dank für die umfangreiche Erstdiagnose, ihr seid wirklich großartig! Ich werde mich am nächsten Bastelwochenende, leider erst das nach Pfingsten mit den Infos mal auf die Suche begeben, anschließend komme ich dann aber vielleicht gern noch auf dein Angebot zurück, Mario. Ich komme gern mal Richtung Lübeck, vielen Dank auch dafür.

Sobald diese ganzen "Vorschäden" behoben sind, kann ich dann hoffentlich auch vernünftig mit dem Ausbau beginnnen, dann kann ich dem Forum mal was "zurückgeben" :-)

Gute Nacht, ihr hört bestimmt bald wieder von mir ;)

Alex

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