Pajo vs. Rost

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Re: Getriebeschaden in der Schweiz

Beitragvon unbemerkt » 31.08.2017 - 13:57

Hallo Timo und Beda,

jetzt habe ich zwei Fachleute gerade einmal zu dem Thema "Rahmenschäden" zusammen und will dies ausnutzen.

Ich habe natürlich kaum Ahnung von der Schweißerei, aber war doch im Leben oft mit den Ergebnissen auch über die Zeit konfrontiert.
Mir kommt es so vor, als schädigen Schweißereien den unmittelbar hoch erhitzten Bereich dergestalt, daß später an diesen Übergängen gern Folgeschäden auftreten. Ein einfaches Beispiel mag da jeder Auspuff sein, welcher ja zumeist an den Schweißnähten zuerst aufgibt.

Hinzu kommt für mich gerade bei den Rahmen noch die Tatsache, das bewusst mit Materialelastizitäten (Verwindung) geplant wurde. Ein Flicken wird jedenfalls die Biegekräfte in Formen ändern, welche wohl nur vom absoluten Profi berechenbar sind.

Mit diesen Gedanken im Hinterkopf überkommt mich das Gefühl, daß ein nicht durchgerosteter (vielleicht etwas geschwächter) Rahmen, womöglich einer sauberen Schweißarbeit vorzuziehen sein könnte.

Der Aufwand einen frisch rostgeschützten Rahmen unter eine Karosse zu bauen ist sicher nicht gering, doch so kommt man natürlich an alle Problemzonen. Dabei können dem Altfahrzeug ja auch gleich neue Brems- und Kraftstoffleitungen etc. entstehen.

Im Rahmen einer "Ewighaltbarmachung" eines wirtschaftlichen Totalschadens ist dies bestimmt nicht ganz abwegig und passende Ersatzteilspender (z.B. mit Motorschaden) gibt es ja hin und wieder in guten Zuständen.

Was meint Ihr dazu?

mit Grüßen von Kay, welcher den Herrn Sushi nach den ganzen Umbauten, aus heutiger Sicht, auch immer wieder anhübschen würde.
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Re: Getriebeschaden in der Schweiz

Beitragvon Beda » 31.08.2017 - 14:46

Hay Kay,
da bin ich kein Fachmann.
Korrosionsschäden und Schweißarbeiten gehören schon lange nicht mehr zu unserem Alltag.
Unser Credo ist: Schützen solange es geht. Nicht schweißen solange es geht.
Wenn dieses Thema doch auftaucht, sind hier bei uns die Autos über 15 Jahre alt und haben über 200.000km auf dem Buckel.
Da heißt es dann ab in die Tonne.

Ein Beispiel: Bis heute ungeschweißt.
Bild
http://alleautos.org/index.php?id=galerie
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Re: Getriebeschaden in der Schweiz

Beitragvon Hirvi » 31.08.2017 - 15:53

Servus Kay!

Ich bin ja auch nur Hobbyschrauber. Bei Rusty habe ich den Zustand des Rahmens erst bei der Demontage verschiedener, sicherheitsrelevanten Elemente entdeckt. Im Nachhinein bin ich darüber froh, denn unentdeckt wäre dies aus meiner Sicht deutlich gefährlicher als es jetzt ist. Optisch und auch mit den leichten Schraubenzieher - Hammer - Test wäre das unentdeckt geblieben. Das das Schweißen das umliegende Material schwächt, ist nicht ausgeschlossen, aber nicht zu schweißen, stärkt das Material nun auch nicht und Versiegeln schon garnicht.
Meine Problemstelle kenne ich jetzt und diese werden sorgfältig immer wieder geprüfte und kontrolliert. Wenn ich jetzt einen Rahmen kaufe, muss ich schon sehr genau und gewissenhaft vorgehen diesen auch einschätzen zu können. Meine Stellen wären da von mir nicht entdeckt worden. Peinlich genaue Vorsorge ist wie von Beda erwähnt das Beste, aber werden so gewarteten Fahrzeuge wirklich angeboten? Schweißen ist also die Fortsetzung der Vorsorge mit anderen Mitteln. Ultima Ratio Rex wenn man das so sehen will, absolut zu vermeiden, aber leider manchmal nötig.

Es grüßt

Volker
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Re: Getriebeschaden in der Schweiz

Beitragvon Timo TA93 » 31.08.2017 - 17:10

Moin,

ein gebrochener Rahmen wäre auch für mich das Aus. Da schweiße ich nicht weils ein tragendes Teil ist. Da wäre am vorteilhaftesten sich wenn verfügbar einen Werksneuen zu beschaffen und verzinken zu lassen.
An Karroserieteilen des Galloper kann man aber schon entsprechende Bleche kaufen/anfertigen und einschweißen, danach halt gegen Korrosion schützen. Aufwendig wirds aber wenn die Form nicht plan ist, d.h. jeder Winkel ist ein zusätzlicher Aufwand.
Machen läßt sich schon vieles...
Grüße
Timo TA93

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Re: Getriebeschaden in der Schweiz

Beitragvon unbemerkt » 01.09.2017 - 11:13

Moin allerseits,

und einen herzlichen Dank für Eure Beiträge. Grundsätzlich stimme ich vollends mit Euch überein.

Ich sehe schon, daß ich meine "Problemstelle" irgendwann einmal zeigen muß, um konkretere Meinungen zu bekommen.
Es handelt sich dabei um einen Kastenrahmen welcher im unteren Bereich doppelt überdeckt ist.
In diese Überdeckung ist Wasser eingedrungen und es kam zu einer beginnenden Durchrostung, bisher jedoch ohne großen Lochfraß. Lediglich die uneben werdende Außenfarbe verrät den Schaden. Bei einer Probebohrung mußte ich dabei trotzdem noch arbeiten aber der Blattrost ist nicht zu leugnen.
Die Seitenteile des Kastens und auch die Kanten bzw. Übergänge in den unteren Bereich an den Seiten sind noch stabil und kaum rostig. Ich erwarte in diesem Zustand noch keinerlei Folgeschäden oder Bewegungen bzw. gar Risse bei normaler Nutzung. Eine abdeckende Schweißarbeit könnte hier aber beinahe ausschließlich kosmetischen Zwecken dienen und würde die Korrosion eher verschlimmern.

Speziell nach meiner Offenlegung würde ein Prüfer die Stelle aber nun finden, wenn ich nicht wieder neu "verstecke" bzw. anstreiche.
Nun bin ich hin- und hergerissen wie groß ich den kurzfristigen Aufwand betreiben soll. Fetten und beobachten ist meine Mindestwahl. Für die Zukunft ist eigentlich ein besser erhaltener Rahmen mit dreifachem Anstrich und Fettfüllung angedacht.

Da ich in den letzten Jahren und durch mein neues Hobby aber die Fahrzeuge öfter wechsle und auch nicht weiß, welcher Generalbefehl zur Fahrzeugwahl als nächstes von meiner Regierung kommt, würde ich die Problemstellung gern noch in den nächsten TÜV-Zeitraum verschieben um Anhängerfahrten zu vermeiden.

Sobald ich aussagefähige Bilder zeigen kann, werde ich dies tun.

mit Grüßen von Kay

PS: Ob ich den Beda wohl bitten dürfte, die letzten fünf Beiträge in eine neue Beitragskette unter der Überschrift "beginnende Rahmenschäden an Pajero und Co." oder ähnlich abzutrennen? Ich glaube hier entstehen noch einige Beiträge....
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Re: Getriebeschaden in der Schweiz

Beitragvon MF » 01.09.2017 - 11:39

Moin

Timo TA93 hat geschrieben: Er ist mir als ein ebenso netter Mensch wie der Mario in Erscheinung getreten.


Nun mach den Beda mal nicht schlecht. :haue02:

Aber danke für die Blumen :wink: .

Ich glaube du und Kay ihr seit auch vom selben Schlag.
Erhalten bis nichts mehr geht und dann noch als was neues weiterverwenden. :super:

Ist ja eigentlich eine super Einstellung.

Nüchtern betrachtet, so gehe ich da dann doch hin und wieder ran, sollte man absteigen wenn das Pferd tot ist. :roll:

Aber wann das der Fall ist kann natürlich variieren.

Zum Rahmenschweißen hab ich auch so meine Erfahrungen.
Das sollten wir wirklich in einem extra Thread angehen.

Obwohl es ja schon solche gibt.

Gruß Mario
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Re: Pajo vs. Rost

Beitragvon Beda » 01.09.2017 - 13:06

Hallo zusammen,
ist es so recht?
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Re: Pajo vs. Rost

Beitragvon Timo TA93 » 01.09.2017 - 14:59

Moin,

war erst überrascht ob der Abtrennung der letzten Beiträge ... nun aber die Brille geputzt und den Überblick gefunden.

@Mario, ich mach den Beda nicht schlecht :kopfgegenmauer: Er hat als Werkstattchef auf seine Weise ja Recht. Und ich sehe eben die Möglichkeit Otto zu reparieren statt schnöd zu ersetzen.

@Kay, ich glaube wir sollten uns mal treffen und ein Auge drauf werfen. Anschließend können wir uns ja bei einem Stück lecker Kuchen hinsetzen und eine Betriebsversammlung veranstalten :coffee:
Grüße
Timo TA93

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Re: Pajo vs. Rost

Beitragvon unbemerkt » 01.09.2017 - 15:18

Hallo allerseits,

und eine Dank an Beda.

@ Timo, das können wir gern tun. Dieses Wochenende bin ich zwar an der Elbe, aber nicht so sehr in Richtung Königstein sondern in Mühlberg.

mit Grüßen von Kay, welcher sich jetzt zu einer Roadbooktour verabschiedet, bei welcher er einen gemeinem Kontrollpunkt mit der Püppi betreuen muß. :mrgreen:
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Re: Pajo vs. Rost

Beitragvon Timo TA93 » 01.09.2017 - 16:20

Hallo Kay,

ich meinte ja nicht gleich dieses WE :coolman:
Du bist ja vieell :huepfen: schneller als ich :duck:

Machen wir wenn Otto wieder aus eigener Kraft läuft. Roadbooktour, da könnt ich doch neidisch werden mein lieber Kay. Am 9. September wollt ich auch an einer teilnehmen und versuchen in die Top5 zu kommen :kopfgegenmauer:

Nun verabschiede ich mich erstmal bis nach dem GIGA-Event bei unseren tschechischen Nachbarn. Da hat sich :fahren: (Mitfahrgelegenheit) aufgetan ... bin dann mal :duck:
Grüße
Timo TA93

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