Plasti Dip

Karosserie, sonstige Elektrik

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Schlappohr
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Plasti Dip

Beitragvon Schlappohr » 22.11.2013 - 22:10

Guten Abend,
schon seit längerem habe ich darüber gegrübelt wie wohl mein Auto mit schwarzen Felgen aussieht. Photoshop lässt erahnen dass es gut sein könnte, aber...???
Mit der Lackspraydose wollte ich nicht rumpfuschen und Pulverbeschichten ist halt ziemlich endgültig.

Nachdem ich bei der letzten US-Reise in einer Fernsehshow gesehen habe, wie ein komplettes Auto mit Sprühfolie beschichtet wurde (Beispielvideo) habe ich im örtlichen Baumarkt ein Felgenset - bestehend aus 4 Dosen, einem Putztuch und einem Satz Spezialabdeckkarten die zwischen Reifen und Felge gesteckt werden gekauft. Um es gleich zu sagen - die Spezialkarten sind normale Spielkarten mit Plasti Dip - Aufdruck und reichen nur für eine Felge.

Ich habe die Felgen mit montierten Reifen gesprayt - Vorbehandlung nur gründliche Reinigung mit Bremsenreiniger.

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Eine Dose sollte komplett auf eine Felge aufgesprüht werden - bei mir waren es 6 Schichten mit ca 10 bis 15 Minuten Trocknen dazwischen. Etwa ab dem vierten Sprühgang wird es kritisch, weil die normale Spraydosendüse verklebt und verstopft - trotz korrektem Leersprühen (Sprühkopf nach unten). Im glücklichsten Fall verstopft die Düse plötzlich - bei mir fing die Dose an zu spucken und ich zu fluchen :kopfgegenmauer:
Tip: Profisprühaufsatz bei Plasti Dip mitbestellen - ein Fremdprodukt macht wegen der zu geringen Düsenöffnung keinen Sinn

Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Endergebnis - die Oberfläche ist schön mattschwarz und lässt sich optisch am ehesten mit Grauguss vergleichen. Über die Haltbarkeit werde ich berichten. Ein Test auf einem Metallreststück hat gezeigt dass es erwartungsgemäß nicht wirklich kratzfest ist.

Witterungsbedingt gibt es leider nur Bilder von verdreckten Felgen.

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Mein persönliches Fazit - klasse Sache, wenn man mit relativ wenig Geld die Farbe ändern möchte. Das Set kosten 50€, Pulverbeschichten 50€ pro Felge plus Märchensteuer. Je nachdem wie lange das Ganze hält werde ich es wiederholen, oder dann doch pulvern.

Gruß
Florian
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Re: Plasti Dip

Beitragvon Hirvi » 22.11.2013 - 22:43

Hallo Florian.

Danke für den Bericht, schaut gut aus. Schicker Kleinwagen mit schicken Lackschuhen. :super:
Was ist denn jetzt der Unterschied zum lacken? Kann man die Schicht wieder rückstandsfrei entfernen?

Beste Grüße sagt

Volker
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Re: Plasti Dip

Beitragvon Schlappohr » 22.11.2013 - 22:59

Hallo Volker,
völlig vergessen weil für mich ja logisch :oops:
Ja, die Sprühfolie kann man wie eine Gummihaut rückstandslos abziehen. Soll auch Waschstrassenfest sein, was ich noch testen werde.
Grüße
Florian
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Re: Plasti Dip

Beitragvon Hirvi » 23.11.2013 - 07:54

Guten Morgen Florian,

da bin ich echt gespannt drauf. Das ergibt ja ganz neue Gestaltungsmöglichkeiten.

Ein tolles Wochenende wünscht

Volker
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Re: Plasti Dip

Beitragvon unbemerkt » 24.11.2013 - 12:01

Hallo Florian,

da bin ich ja nun fürs Warten reichlich belohnt worden. Hab Dank für den gewissenhaften Bericht. Sechs Schichten klingen mir nach einem recht dicken Auftrag, da bin ich ja gespannt wie der Gummi bei Dir hält, laut Hersteller nimmt ja die Haltekraft mit zunehmender Schichtdicke ab, bzw. steigt die Möglichkeit zum einfachen Abziehen.
Ein Test auf einem Metallreststück hat gezeigt dass es erwartungsgemäß nicht wirklich kratzfest ist.

Hast Du das Reststück ebenso oft beschichtet? Kam also keine Verbindung zum Untergrund zustande? Ich bin nach den etwas oberflächlichen Angaben des Herstellers etwas unsicher, ob ich für einen festen Halt nicht besser anschleifen (wie beim Lackieren) und primern sollte.
Ich habe noch nicht alle Detailvideos des Herstellers (es gibt ja reichlich) durchgesehen und habe leider auch meine liebe Not seinen englischen Ausführungen zu folgen, bin jedoch momentan verwundert, das er z.T. teuerste Autos scheinbar nur wäscht und reinigt bevor er sprayt.

Ich werde bei meinem Test voraussichtlich vorab Primern und mit Spritzpistole arbeiten, da die Schicht in meinem Fall ja optimaler Weise für immer halten soll und die Spraydosen ja doch etwas mehr kosten. So können wir über die Zeit gut quer vergleichen.

Du mußt natürlich dann auch mal die tiefen Spurrinnen auf den Feldwegen nehmen...
Im Gegenzug fahr ich dann immer mal in die Stadt, an den Bordsteinkanten entlang ratschen... :wink:

Der Traum wäre für mich eine feste, leicht nachgiebige Schicht für besonders beanspruchte Stellen, also eigentlich bei meinen Anwendungen für die komplette Karosse. Wenn ich die Rückseite meines gummierten Handys so befühle, glaube ich, das könnte mir gut gefallen. Über Rostschutz, Versiegelung und Haltbarkeit denke ich mal lieber noch nicht nach.

Eine normale Folierung scheidet, wenn ich mir die Autos vom Profi in der Gegend, nach Jahren so ansehe, wegen der schnellen Alterung eher aus.

Gruß von Kay, welcher, seit er einen Tag in einem Maserati-Autohaus arbeiten durfte, große Lust auf einen mattschwarzen oder mattgrauen Fünftürer ohne Chrom und Zierrat hat.
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Re: Plasti Dip

Beitragvon Schlappohr » 24.11.2013 - 17:46

Hallo Kay,
ich glaube ehrlich gesagt nicht an eine mechanische Belastbarkeit - schliesslich ist der Gag an Plasti Dip ja die leichte Entfernbarkeit.

Nachdem der Pathfinder extremen Flugrost über den gesamten Lack hat (man glaubt es kaum) und von einer Tour in den Pyrenäen satte seitliche Schrammen mitgebracht hat (ich kann Dornbüsche einfach nicht ausstehen :twisted: ) wäre das eine finanziell ertragbare Möglichkeit eines neuen Gewandes.

Am liebsten wäre mir ja "Sand"

Bild

aber bei dunklem Untergrund sicherlich keine sooooo clevere Idee. Bleibt mattschwarz - oder Zebra für den früh Afrikabegeisterten
Nachdem ich einer weissen gummiartigen Oberfläche aber nicht traue...wird es dann wohl aus Vernunftgründen mattschwarz

Spannend ist übrigens auch die Geschichte und Anwendung von Barfussläufer Ken Bob Saxton http://barefootrunning.com/?p=2052

Herzliche Grüße
Florian
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Re: Plasti Dip

Beitragvon unbemerkt » 25.11.2013 - 11:00

Moin Florian,

huch, ich dachte ich werde hier für verrückt erklärt, das ich meine Karre "tauchen" will und dann hast Du schon ganz ähnliche Gedanken.

Auf der Herstellerseite wird, auch wenn die Erklärungen zur Verarbeitung sich in engen Grenzen halten, zumindest ein Primer für eine "nicht lösbare" Verbindung und ein Material auf wasserlöslicher Basis zur "entgültigen" Beschichtung angeboten.

Das die Herrschaften sich bei Nutzung des Primers aus jeder Verantwortung stehlen, ist für amerikanische Produkte ja fast schon normal, heißt aber nicht, das es nicht funktioniert.
Ursprünglich kommt das Produkt schließlich aus der Werkzeug und Gerätebeschichtung.

Ich habe vor etwa 20 Jahren schon mit einem ähnlichen Produkt (ich glaube Noxyde und Dacfill von Mattes - heute rust-oleum.eu) zur Beschichtung von Dächern und Wellasbest zu tun gehabt, mit welchem ich auch einmal einen Pajerorahmen mit durchwachsenen Erfolgen, allerdings lustlos gestrichen habe.

Problem bei den Materialien scheint mir nur die Haftung zu sein ohne Primer bzw. mit den wasserlöslichen Produkten ist die Anwendung nicht einfach.
Das ist aber mit meinem Rostschutzölen nicht anders, die verbeißen sich auch nur in Rost und nicht auf Lack.

Sand sieht auch sehr schön aus, erinnert mich aber immer an afrikanisches Militär.
Bei der Farbänderung zum Originalfarbton, sehe ich am ehesten Probleme an Türen etc. Gerade bei den folierten Fahrzeugen stört mich immer, wenn die Originalfarbe bei geöffneten Türen hervorschaut und stark variiert. In der Hinsicht hättest Du mit dem Mattschwarz wohl Recht.

Bei interessanten Hinweisen bezüglich Anwendungen, Vorbereitung und Verarbeitung kannst Du wenig auf mich hoffen. Da bin ich eher auf Deine Hilfe angewiesen. Mein verstehendes Hören der amerikanischen Beiträge klappt sehr spärlich und erfordert große Anstrengung und geht bis hin zur abschnittsweisen Kapitulation der grauen Zellen. :kopfgegenmauer:
Ach, hätte ich doch in der Schule nur besser aufgepasst. :hammerschlag:

Gruß von Kay
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Re: Plasti Dip

Beitragvon Schlappohr » 25.11.2013 - 21:35

Lieber Kay,
ich glaube nicht, dass uns irgendwer für verrückt hält. Ich könnte mir eher vorstellen dass uns klammheimlich einige Mitglieder sehr interessiert beobachten.
Irgendwie könnte es wohl auf den grossen Vergleichstest rauslaufen - möglichst für immer beschichtet vs. möglichst lange, aber entfernbar ?
Was die amerikanischen Filmchen angeht lasse ich mir in den Weihnachtsferien mal was einfallen.
Dippige Grüße
Florian
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Re: Plasti Dip

Beitragvon 4x4tourer » 26.11.2013 - 17:54

Moin ihr von Hagens Gesellen,

soso, nun werden auch schon Autos "Plastiniert" :hammerschlag:

Aber ganz ehrlich....ich oute mich dann mal als einer derer, die heimlich um die Garagenecke schielen und beobachten, was ihr da hübsches neues treibt!

Die Farbe meines Elches konnte ich mir beim Kauf ja nicht groß aussuchen und somit hab ich bisher mit hellblau vorlieb genommen. Der Wunschgedanke was sandfarbenes oder schwarz-graumattes draus zu machen, schwebt schon länger bei mir im Kopf rum. Allerdings, und da wird du Kay mir wohl recht geben, ist der hellblaue Lack einfach zu gut und schade, um ihn einfach stumpf überzulacken. Mit abziehbaren Plastidipp wäre das ja mal ne tolle Sache und wahrscheinlich günstiger als folieren lassen. Lacken kann ich selber.

Einzigst nachdenklich stimmt mich der Gedanke noch mehr Plastikmüll zu produzieren, wenn man´s wieder abzieht. Seit ich so den ein und anderen Bericht über die Plastikverschmutzung unseres schönen Planeten gesehen hab, hat mir das echt zu denken gegeben und ich versuche seit dem irgendwie weniger Plastik zu konsumieren. Allerdings ist das in der vollverplasteten heutigen Zeit nicht so einfach. Wie vieles, wird einem sowas ja immer erst bewußt, wenn man mit der Nase draufgestupst wird. Soweit aber nur am Rande.

Ein bisschen technisches Bedenken hätte ich bei dem Plastidip in kritischen Bereichen. Wenn da irgendwo von hinterwärts Feuchtigkeit unterwandert, kann da wohl nix wegatmen.
Die andersrumgedrehte Frage wäre, wie verhält es sich auf bereits oberflächlichem Rost. Schließt es den so ein, dass er keine Luft zum weitergammeln mehr bekommt? Dann wärs ja klasse. Und wie sieht es aus, wenn mal was ausgebessert werden muß? Einfach die schadhafte Stelle nachpinseln / spritzen? Anlacken und Übergang auspolieren wie bei Lack wird da ja wohl nicht gehen. Wie wird die Oberfläche langfristig gepflegt / gesäubert? Einfach nur mit Wasser abwaschen oder mit Pflegemittelchen wie Amorall auffrischen? UV-Beständigkeit wird bestimmt auch noch spannend bei dem Zeugs.

So....nun wollt ich eigentlich nur kurz mein schielendes Auge beichten und hab nun doch wieder mehr geschrieben...

Interessierte Grüße
Dirk
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Re: Plasti Dip

Beitragvon unbemerkt » 27.11.2013 - 10:32

Hallo allerseits,

Schlappohr hat geschrieben:Was die amerikanischen Filmchen angeht lasse ich mir in den Weihnachtsferien mal was einfallen.

Ich wäre keinesfalls undankbar noch irgendwelche Andeutungen bezüglich Untergrundvorbehandlung und Materialverarbeitung zu bekommen.
Auf unseren Vergleich bin ich auch gespannt, wobei ich an meinem Testwagen nur eine halbe Felge grundieren werde. Schließlich ist schon eine andere Felge handgestupft, neben zwei normal Pistolenlackierten. Was tut man nicht alles für die Wissenschaft.... :hammerschlag:

@Dirk: Schön das Du bei unserem Projekt schon einmal im Geiste dabei bist. Beim Frührjahrsworkshop, wenn er denn eine feste Einrichtung werden sollte, können wir das Thema dann wohl schon auf den Plan bringen.

Die Korrosionschutzproblematik scheint mir tatsächlich das größte Fragezeichen zu werden. So weiß ich z.B. zwar inzwischen relativ sicher, daß meine Roststagnierflüssigkeit funktioniert, jedoch noch nicht wie diese "übergummiert" reagiert, wenn sie sich überhaupt gummieren lässt.
Ich befürchte in diesem Zusammenhang das meine diversen Unterfahr- und Getriebeschutzbleche zukünftig komplett für solche Tests herhalten müssen. Dies ist mir jedoch lieber, als an der Fahrertür zu probieren.

Gruß von Kay, welcher sich jetzt endlich eine Profidruckbecherpistole zugelegt hat.

PS: zu Deinem Plastikmüllgedanken sage ich mal nur soviel. Das Material könnte immerhin dazu gut sein die Neuproduktion eines Autos zu "verhindern" bzw. deutlich zu verzögern, da Du durch den Werterhalt Deines Autos, dem Neuwagenmarkt durch die Lappen gehst. Dadurch werden Unmengen Ressourcen und Energie gespart, wenngleich auch Arbeitsplätze in der Neuwagenproduktion vernichtet.
Zumindest fördern ja solche wie Du und ich zumindest den Einzelhandel und Arbeitsplätze im Antik- und Trödelmarkt..... :extremlached:
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Re: Plasti Dip

Beitragvon Schlappohr » 27.11.2013 - 13:10

Hallo Dirk und Kay,
neben Kays Werterhaltungsthese (die zumindest beim Lack eher etwas..."fragwürdig" ist) gibt es aber auch noch andere Aspekte. ich zitiere mal Wikipedia:

Wiki ohne starke Männer hat geschrieben:Aus Polyurethan werden Matratzen, Schuhsohlen, Dichtungen, Schläuche, Fußböden, Dämmstoffe, Lacke, Klebstoffe, Dichtstoffe, Skier, Autositze, Laufbahnen in Stadien, Armaturenbretter, Vergussmassen, latexfreie Kondome (Präservative), Gussboden und vieles mehr hergestellt.


Soll ich jetzt erwähnen dass 2010 in Deutschland 214 Millionen Kondome verkauft wurden? Ne....guckt lieber auf die Schuhe:

Nach Deutschland werden jährlich 537 Millionen Paar Schuhe importiert. Im Inland produzierten 80 Unternehmen 26 Millionen Paar


Und ernsthaft überdenkenswert ist diese Aussage:

Laut dem Umweltbundesamt werden in Deutschland pro Kopf und Jahr 65 Plastiktüten verbraucht. Bundesweit führt das zu einer Nutzung von 5,3 Milliarden Plastiktüten im Jahr oder 10.000 Tüten pro Minute. Deutschland gehört neben Italien, Spanien und Großbritannien zu den absoluten Spitzenreitern beim Plastiktütenverbrauch. Allein in Berlin werden jährlich 227 Millionen neue Plastiktüten genutzt. Auf diese Weise entstehen jährlich 1,3 Kilogramm Verpackungsmüll pro Einwohner.

Quelle

Ich denke es macht viel mehr Sinn diese Dinger zu bekämpfen....

Grüße
Florian
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Re: Plasti Dip

Beitragvon unbemerkt » 27.11.2013 - 14:13

Hallo allerseits,

und Dank an Florian. Jetzt habe ich ein gutes Gewissen mein Plasti Dip kaufen zu dürfen, denn ich fahre seit ca. 15 Jahren mit den großen Metro-Kisten einkaufen und benötige so keine Plastetüten mehr. Die Kisten passen trotzdem nicht schön ein die Einkaufswagen diverser Discounter.... dafür aber in mein Auto. :coolman:

Gruß von Kay
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Re: Plasti Dip

Beitragvon 4x4tourer » 28.11.2013 - 10:41

Moinmoin werte Plastinierer,

mir ist schon klar, dass es tausend andere Dinge gibt die unendlichen Plastemüll erzeugen und das der Werterhalt eines alten Fahrzeugs deutlich besser die Resourcen schont als ein neues zu produzieren. Deswegen fahr ich meinen Kleenen nun auch schon 14 Jahre und hab mir einen durchgerotteten aber mit wenigen Km als Teileträger in die Scheune gestellt. Die Ersatzteile werden langsam rarer, weils ne seltenere Ausführung ist und der bei Kauf schon auf der auslaufenden Liste stand. Die Kisten wurden damals in England gebaut und kamen neu schon mit dem ersten Rost. Nach 1,5 Jahren rumärgern mit dem Hersteller hab ich aufgegeben, die Kiste selber mit Rostumwandler und Konservierung beackert und nun werd ich, sodenn ich mal bei nem Händler vorfahr um mal ein Teil anzufragen, oft schräg angeguckt, weil das Teil noch läuft. Auch beim Tüv hab ich schon zu hören gekriegt, dass er für sein Alter ausserordentlich gut da steht und der Freundliche beim einfahren sich innerlich eigentlich schon aufs Löcher durchstoßen vorbereitet hatte ;-) Wenn ich dann sehe, dass die Kiste mit 6-6,5 L Diesel auskommt und mir die Verbräuche der neueren Autos anschau, seh ich absolut keinen Sinn mir nen neuen anzuschaffen. Zumal ich vom Nutzwert meiner Kiste auch nach 14 Jahren immer noch angetan bin. Leider hat die Industrie und Politik uns in der Vergangenheit ja hahnebüchen die alten Kisten mit Umweltgründen madig machen wollen und straft es mit der bösen roten Plakette auch sichtbar. Aber ich da sag ich mal nix weiter zu....wer sich ernsthaft damit beschäftigt, weiß wie Banane deren Argumente sind und auch keine wissenschaftlichen Gegenbeweise dagegen ankommen! :evil: :evil: :evil: :kopfgegenmauer:
Von dem ganzen elektronischen Schwachsinn und der immer mehr nur noch auf ganze Baugruppen ausgerichteten Ersatzteiltauschmöglichkeit in den neueren Kisten will ich auch erst gar nicht anfangen. Für mich nur ein Grund mehr meine alten Kisten weiter zufahren!!

Aber trotz Plastiniererei find ich´s gut, dass ihr auch ebenfalls ein Auge gegen unnötiges Plastik habt. Ich hoffe das sich das mal weiter ausbreitet und irgendwann wieder besser wird. Ein Plastiktütenverbot oder entsprechende Preisgestaltung dafür wäre schon mal ein Anfang. Wenn die Tüte statt ein paar Cents in Zukunft einfach 1,50.- kosten würde und der resultierende Überschuß nachweislich für Umweltprojekte eingesetzt würde, würde sich so manch einer überlegen, ob er mal eben ne Tüte mehr kauft oder lieber ne Kiste oder Tasche von zuhaus aus mitnimmt. Ich hab grundsätzlich ne Klappkiste im Auto. Die ist zwar auch aus Kunststoff, aber dafür hält die auch ewig.

soviel nun mal wieder aus meinem Senftöpfchen :wink:

Gruß Dirk
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Re: Plasti Dip

Beitragvon unbemerkt » 28.11.2013 - 11:19

Moin Dirk aus dem Senftöpfchen,

Du vergaßest, zu erwähnen wer der "kleene Kleene" ist, andere Forenmitglieder könnten denken Du hast Deinen kleenen L200 dank meiner "Leistungszuwachsfrötzeleien" nun kurzfristig von den 12 ? Litern auf 6 Liter zugedreht um noch mehr zu entschleunigen. :wink:

Hatte ich schon erwähnt das mein 1B40er Hatz nur 2 Liter Vielzweckbrennstoff zum Mähen des großen Gartens benötigt? Die neuen Hatz gibt es auch für grüne Plaketten, vielleicht sollten wir doch beim Frühjahrsworkshop am L200 ....?

Über die blöde Elektronik-"Verbesserung" ärgere ich mich gerade fast täglich.
Meine guten alten L200 und K90 haben ja noch die einfache, logische und fast unkaputtbare Heizungslüftungssteuerung - "Du willst warm - Du kriegst warm".
Im Augenblick fahre ich jedoch mal wieder den L200 eines Freundes aus dem Jahr 2002 mit der elektronischen Heizlüftautomatik mit Funktionsanzeige und es ist fast unmöglich einfach mal "schnell viel warm" zu machen.

Fünfmal drücken um die passende Düse auszuwählen, acht mal drücken um die volle Gebläsekraft zu haben und gefühlte 20 mal drücken um die Temperatur in 0,5 Grad Schritten auf höchstmögliche 32 Grad anzuheben. Dann muß glaube ich noch die Automatik abgeschalten werden und es dürfen keine zwei Düsen betrieben werden um einmal z.B. einfach nur heiße Luft in den Fußraum zu bekommen. Während der Prozedur habe ich eigentlich überhaupt nicht mehr auf die Straße gesehen und vom Verkehr wenig mitbekommen. Irgendwann fahre ich noch rechts raus zum Heizung einregeln und fünf Minuten später wieder raus um erneut 40x auf verschiedene Köpfe zu drücken. An Reparaturen des Systems denke ich lieber nicht. :kopfgegenmauer:

Im Vergleich bei meinen Autos: Heizungs- Lüfter- und Düsenregler zum rechten Anschlag bringen. Ich bin gar nicht sicher ob meine Augen da noch kurz hinsehen müssen. :super:

Da lobe ich mir die Oldis. :respekt:

Gruß von Kay
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Re: Plasti Dip

Beitragvon unbemerkt » 23.01.2014 - 18:59

unbemerkt grüßt nett und hat geschrieben:Moin Florian,....Bei interessanten Hinweisen bezüglich Anwendungen, Vorbereitung und Verarbeitung kannst Du wenig auf mich hoffen. Da bin ich eher auf Deine Hilfe angewiesen. Mein verstehendes Hören der amerikanischen Beiträge klappt sehr spärlich und erfordert große Anstrengung und geht bis hin zur abschnittsweisen Kapitulation der grauen Zellen.


Schlappohr bietet großzügig Hilfe an und hat geschrieben:Was die amerikanischen Filmchen angeht lasse ich mir in den Weihnachtsferien mal was einfallen.


unbemerkt kann nicht mehr warten, wird schon wieder aufmüpfig und hat geschrieben:Ja, ist denn jetzt schon Weihnachten?

Ich würde wegen plötzlichem Reichtum und Zeitnot gern eine Bestellung auslösen, rufe den deutschen Händler aber noch einmal zum Thema an.


unbemerkt geht in sich, vearbschiedet sich brav und hat geschrieben:Bild
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