Jeep Grand Cherokee GEN II (WJ)

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Jeep Grand Cherokee GEN II (WJ)

Beitragvon Borsty » 09.11.2016 - 06:47

Hi Zusammen
Wie ihr ja wisst, besitzen wir noch einen Grand Cherokee aus 2002. Um den zu erhalten hatte ich mich mal den 2-3 kleinen Rostbeulchen bei den Hintertüren in der Rundung und Radlauf gewidmet. Leider war es beidseitig so, sah aber nicht so schlimm aus. Naja, die Beulchen waren eben dann unter der intakten Farbe Löcher. Da mir dann mein Missgeschick in die Quere kam, wurde er zum Onkel Karosseriespengler gebracht der beide Seiten repariert hat. Kostenpunkt um die 2000 Euro. Zum Glück nicht mein Geld.
Vor 3 Wochen also ca. 5 Monate nach der Reparatur half ich Corinne kurz mal da sich der Türgummi mit der Türe verheiratet fühlte und sich daran festhielt. War ne kleine Sache und mit Silikonspray die Gummis behandelt. Ich entdeckte dort wieder Bläschen. Diesmal zum Karosseriemeister der auch die Kunden VW Busse meines Kollegen und Mechaniker versorgt. Naja, Urteil, wieder durchgerostet. Also Offerte, machen lassen. Preis in etwa gleich wie beim Anderen. Jetzt ist es 8 Tage her das der Granny wieder bei uns steht und ach ja, er hat wieder Bläschen aus den Wasser tritt :shock: . Mann, er hatte die Radläufe bis zur ersten Rundung ausgeschnitten und neue Bleche angefertigt und eingesetzt wie auch die jetzt zugänglichen Hohlräume mit Rostumwandler sowie Wachs behandelt. Wie kommt es schon wieder zu Blasen unter der Farbe. Wir sind logischerweise wieder hin und er hat dann die Blase weggeschnitten. Hmm, kein Rost aber es hat die Farbe weggedrück und es war Wasser. Er holte eine grosse Lupe und guckte nach. Ein Stecknadelstich grosses Mikrolöchlein im Blech. Aber wie kommt das Wasser rein? Radhäuser usw. sind absolut in Ordnung und Alles wurde geschweisst und behandelt. Vorgestern Radikalkur auf Garantie.
Er hat die Einstiegsrundungen auf beiden Seiten komplett vom Türriegel bis runter zur Schwelle vom Radlauf bis rein zur Türdichtung weggeschnitten.
Darunter kam so stinknormal aussehender Bauschaum zum Vorschein der komplett durchnässt war. Von oben bis runter zum Schweller. Der Schweller hat so hübsche Nichtsnutzige Plastkabdeckungen die angeklipst sind. Die hinteren Bohrungen gehen direkt zu diesem Schaum welcher absoluter Blödsinn ist. Dort tritt Wasser ein und der Schaum saugt sich das hoch bis ganz nach oben. Da er nur an den Radläufen war und nicht weiter Innen geschnitten hatte blieb der unentdeckt. Er hat nur gemeint, kein Wunder das es beim schweissen dauer extrem rauchte.
Ich kriegt dann die Aufgabe für beide Seiten genau diese Teile beim Schrotti zu holen. Ich sah das auch dort Alles voller Schaum war. Naja, er trennt es ja komplett raus und kann dann den Schaum an den Blechen die benutzt werden entfernen und bei unserem Granny wird er auch Alles rausholen.
Fakt ist, um irgendwelchen Beulen beim Einstieg vorzubeugen da Doppelwandig und eventuell etwas Dämmung zu erhalten wird bei der 2ten Generation Granny dort Bauschaum reingedrückt. Dieser zieht natürlich die Feuchtigkeit an. Hat man durch eine beschädigte Kunststoffniete beim Schweller noch mehr Wassereintritt oder wie es bei uns war an den Radläufen Rost, dann geht das sofort viel weiter als man denkt. Also wenn sich jemand überlegt einen Granny der 2ten Generation zu kaufen, dann Augen auf bei den Radläufen. Sind da kleinste Mängel, dann Finger weg.
Anbei noch 2 Bilder welchen Bereich es betrifft. Bilder wie es bei und aussieht folgen dann noch.
Die Radläufe sind durch die Form sozusagen fast abgetrennt vom Hohlraum mit dem Schaum, die Ursache von Rost ist dort eher fehlende Behandlung der Doppelkante ins Radhaus und dann Steinschläge usw.
Da es nicht komplett sein Schuld war konnten wir uns darauf einigen das wir wenigstens die Teile und Arbeit vom Autoverwerter übernehmen da es ja nicht unbedingt sein Fehler ist. Den Rest will er aber unbedingt auf seine Kappe nehmen. Hut ab sage ich da nur.

Bild Bild

Gruss Uwe
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Re: Jeep Grand Cherokee GEN II (WJ)

Beitragvon unbemerkt » 09.11.2016 - 12:35

Moin Uwe,

hab einen Dank für Deine sehr gewissenhafte Fehlstellenbeschreibung. Ähnlich wie bei den von mir immer wieder gern ins Feld geführten uralten Holzbalkone in alpinen Bereichen, zeigt sich einmal mehr, daß Wasser wenig Schaden anrichtet, wenn denn eine Trocknung stattfinden kann, aber um so schädlicher wird, wenn diese Trocknung nicht möglich ist.

Wenigstens bin ich in meiner Überzeugung gestärkt, daß die ewig gleichmäßig feucht gehaltenen Stellen, wie auch mit Sand oder Schlamm aufgefüllte Rahmenteile, oder die nach unten gezogenen "Wassertaschen" in den vorderen Motorhaubenkanten die größten Übertäter für die allmähliche Zersetzung unserer Lieblinge sind.

Für die ganz speziellen Hohlräume will ich zukünftig testweise auf eine "Verdrängung" der Feuchtigkeit durch die hitzestabilste Mike Sander Fettung setzen. Bei senkrechten und offenen, bereits angerosteten Teilen bleibe ich beim möglichst regelmäßigen Rostschutz mit Leinölfirnis, Terpentinöl und Eisenglimmer.

Mein zwischenzeitlich, leise angedachter Plan, Hohlräume wie z.B. in den oberen A, B, C, usw. Säulen mit geeignetem Dämmstoff zu füllen ist jedenfalls vom Tisch und auch die teilweise Innendämmung des Fahrzeuges werde ich mit Argusaugen betrachten.

Jedenfalls betreibe ich in den letzten Jahren verstärkt die Klimaanlage auch im Winter, um auftretende hohe Luftfeuchtigkeit und Kondensatbildung schnellstmöglich abzustellen.

mit Grüßen von Kay, welcher so gern ein Wegwerf-Winterauto betreiben würde....

PS: Auch bei meinem Sport sind an eben diese Stellen die ersten Blasenbildungen sichtbar, nur wurde der Bauschaum hier durch nahezu unerreichbaren Sand und Schlamm in den Ritzen ersetzt.
Ich brauche keine Uhr. Ich habe Zeit. (ein Berber, als ich ihm meine Uhr feilbot)

in Bearbeitung: Pajero V43W 3.0 V6 V24,
in Nutzung: Pajero Sport K96W 3.0 V6,
im Angebot: L200 Triton V6 3.0 RHD, Explorer-Kabine
in Sammlung: Pajero L141G 3.0 V6, GFK-Kompressor-Pajero L042G 2,6
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Re: Jeep Grand Cherokee GEN II (WJ)

Beitragvon Borsty » 10.11.2016 - 05:35

Hi Kay
Das war bei meinem Pajero auch das Problem das ich Jahrelang bekämpft habe bis dann eben dauernd mechanische Probleme dazu kamen.
Also Wer mit Bauschaum oder ähnlichem Zeuchs werkelt baut sich garantiert ein Rostnest ein. Ich behaupte hier soagr das bei jedem Granny dieser Baureihe der Rost dort nagt. Ich habe unterdessen 3 Stück die zum Verkauf bei uns in der Nähe rumstehen angeschaut und sah auch dort diese Farbbläschen was sehr stark darauf hindeutet.
Die geholten Teile vom Verwerter hat er mich angerufen und mitgeteilt das nach dem Sandstrahlen auch feine Poren auffielen. Also ist das Blech in dieses Bereich nicht die beste Qualität. Aber da man es jetzt so hat, kann man dem Vorbeugend entgegenwirken. Von Innen sei übrigens nicht einmal Grundierung drauf gewesen sondern nur blankes Blech. Leider habe ich diese 2 Schritte verpasst als er sie vorbereitete, aber er hat es mir telefonisch mitgeteilt. User Granny wird erst nach dem 16enten vom "Teiletausch" zurück sein. Er will sich da wirklich Zeit lassen mit den Vorbehandlungen bevor er diese Löcher wieder zumacht. Ganzer Schwellerbereich abfilmen und kontrollieren wie auch die zwei Verstärkungen im Boden die genau von dieser Stelle weggehen. So ne Art Kastenbleche zu denen auch ein Origianlloch führt und die Feuchtigkeit auch dort rüber konnte.
Gruss Uwe
BORSTY

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