TÜV bei Langzeitreise

Von Auswandern bis Vogelgrippe

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Sven
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TÜV bei Langzeitreise

Beitragvon Sven » 19.02.2008 - 14:02

Hallo,

weis jemand, wie sich das unser Gesetzgeber vorstellt:

1) ich reise mit meinem Auto ins Ausland, bei der Rückkehr ist der TÜV abgelaufen (so passiert bei Rudi, der lettische Zoll hats bemerkt und wollte $100, konnte aber wegdiskutiert werden; bei einer Reisedauer von über 2 Jahren ist der Fall obligatorisch), aber das Auto bleibt angemeldet.

2) Während der Langzeitreise wird das Auto abgemeldet, denn weshalb Steuern und Versicherung in D zahlen, man benutzt weder deutsche Straßen, noch gilt die Versicherung außerhalb Europas (abgesehen von Nordafrika). Kommt man nun zurück nach Europa und man das Auto wieder zulassen möchte, brauchts einen gültigen TÜV.

Ok, könnte mir vorstellen, dass der Gesetzgeber Fall 2 als nicht legal ansieht, aber wenigstens für Fall 1 sollte es doch eine legale Möglichkeit geben, oder?

Grüße
sven
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Beitragvon Matthias » 19.02.2008 - 14:52

Hallo Sven,

nicht so richtig hilfreich, aber doch schon mal ein Ansatz:
http://www.dekra.de/dekra/show.php3?id= ... anguage=de

Gr: M
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Beitragvon Beda » 19.02.2008 - 17:45

Hallo Sven,
Fall 2 ist möglicherweise ganz normal aber mit Exportkennzeichen.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon Sven » 20.02.2008 - 08:44

Hallo Beda,

mit Exportkennzeichen darf man das Land nur verlassen, nicht damit wieder einreisen, aber darum gehts ja eigentlich. Raus kommen ist kein Problem, aber wie wieder rein?

Grüße
sven
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Beitragvon Matthias » 20.02.2008 - 08:53

Hallo Sven,

ich würde mal den TÜV oder die Dekra selbst fragen. Ist vielleicht ganz unterhaltsam.

Grüße
Matti
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Beitragvon Beda » 20.02.2008 - 10:28

Hallo Sven,
unser Dekramann kann den Link fast wortwörtlich zitieren.
Ob man Steuer- und Versicherungskosten sparen kann, müssen andere beantworten.
In der Realität dürfte das aber daran scheitern, daß man z.B. aus Kasachstan nach Gerlingen reisen müßte, um das Fahrzeug abzumelden und bei Eintritt in den Gültigkeitsbereich der grünen Versicherungskarte dieselbe vorzeigen können muß.
Zuletzt geändert von Beda am 20.02.2008 - 10:36, insgesamt 2-mal geändert.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon Sven » 20.02.2008 - 10:30

Hallo,

von so einem Anruf verspreche ich mir nicht viel, aber ich habs probiert :)

1. TÜV, nettes Mädel, hat das Problem erkannt, hat mich beim Weiterverbinden versehentlich aus der Leitung geschossen.

2. TÜV, nettes Mädel, hat das Problem erkannt, hat gemeint, ich solle mal im Internet bei Google schauen ...

Grüße
sven

PS:
Beda hat geschrieben:daß man z.B. aus Kasachstan nach Gerlingen reisen müßte ...

Bekannte schickten ihre Schilder per Post heim, Freunde haben die Karre dann abgemeldet. Nur das Wiederanmelden ohne HU ist das Problem.
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Beitragvon Beda » 20.02.2008 - 10:37

Hallo Sven,
Du bist aber schnell heute.
Da fällt mir doch eine Variante ein:
Ausreisen; Am Heimatort gestohlen melden; Steuer und Versicherung abmelden; ............. ; nach langer erfolgloser Suche das Fahrzeug an der EU-grenze wiederfinden (von den Dieben leider keine Spur).
Diese Variante birgt aber den ein oder anderen kleinen Haken :umnik:
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon Sven » 20.02.2008 - 11:12

Hallo,

noch eine interessante Auskunft erhalten:

so wie Sie das rote Kurzzeitkennzeichen berechtigt, ein Fahrzeug aus Deutschland auszuführen, brauchen Sie halt ein rotes russisches Kurzzeitkennzeichen, um das Fahrzeug von Russland nach Deutschland zu überführen.


So einfach ist die Lösung und reduziert sich nun halt nur noch auf das Problemchen ein rotes russisches Kurzzeitkennzeichen für ein deutsches Fahrzeug zu organisieren und dem Zoll klar zu machen, dass das Fahrzeug ja eigentlich deutsch ist ...

Ich persönlich habe für das Problem ja eine Lösung, aber die obige Frage tauchte in einem anderen Forum auf und ist ja eigentlich grundsätzlicher Natur.
http://www.weltreise-forum.info/cgi-bin ... 1203265792

Grüße
sven
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Beitragvon Sven » 20.02.2008 - 13:06

Noch eine interessante Frage in Bezug zu abgelaufener HU im Ausland:

Kann ich im Ausland eigentlich legal bestraft werden, wenn meine HU in D abgelaufen ist?

Grüße
sven
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Beitragvon Beda » 20.02.2008 - 14:37

Aus deutscher Sicht: Nein.
Andererseits dürfen die Ausländer Gesetze machen, wie sie wollen.
Z.B. bei Reisepässen wird ja regelmäßig eine Reserve an Laufzeit verlangt. Zu recht?
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Beitragvon Booner » 20.02.2008 - 19:27

Hei,

wird in anderen Ländern nicht ein angemeldetes Fahrzeug gefordert?
Klar kann man pauschal wohl nicht sagen...
Ich kenns halt von Booten im Ausland. Da muss man meist auch ne Anmeldung/Registrierung vorweisen.


Grüße,

Tom
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Beitragvon Sven » 21.02.2008 - 08:30

Hallo,

angemeldet eigentlich ja ... aber wer weis schon hinter den 7 Bergen, wie eine deutsche Zulassung/Nummernschild wirklich aussieht ...

In der EU sollte das Auto schon angemeldet sein, aber wie sieht es da mit der TÜV-Pflicht aus?

Grüße
sven
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creator

Beitragvon creator » 21.02.2008 - 12:20

Hi;
Ich finde ja, dass das ein sehr interessantes Problem ist. Zu dem Thema HU und AU fiele mir nur ein, dass ein Auto seine Betriebberechtigung verliert wenn die Plakette abgelaufen ist. Zumindest in Deutschland im öffentlichen Straßenverkehr - also wäre es auch überall woanders nicht mehr zugelassen wenn die Zulassung in D verfällt, andere Sache: es gibt ja auch ausländische Kennzeichen ohne Plaketten(meine ich mich zu erinnen gesehen zu haben :roll: ) - Was machen die???
Grüße
Basho/creator
Ingo-K

Beitragvon Ingo-K » 21.02.2008 - 17:55

Moin!
Eine offizielle Lösung gibt es für diese Probleme nicht. So ist es mir jedenfalls vor 2 Jahren gesagt worden. Damals waren mehrere Fahrzeuge und Anhänger von uns länger in Skandinavien unterwegs.
Was ich damals so halboffiziell erfahren habe:
- ganz Vorsichtige fragen bei Ihrer Versicherung nach, haben wir aber besser nicht gemacht.
- das Fahrzeug ist in technisch einwandfreiem Zustand halten. Bei Baufahrzeugen zwar nicht ganz so einfach, aber wir haben die nach spätestens 6 Monaten in die Werkstatt gegeben.
- nach der Einreise wird direkt die nächstgelegene HU-Stelle angesteuert (Dekra, Tüv, GTÜ)

Eine Alternative für mehrere Fahrzeuge kann auch ein freundlicher Prüfer sein. Also den Prüfer in den Flieger setzen und die Prüfung vor Ort machen lassen. Alle beteiligten müssen sich aber einig sein, das die Prüfung offiziell in Stadt X in Deutschland stattgefunden hat.

Gruß Ingo

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