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 Betreff des Beitrags: Zentralasien 2008 by BUMM: Reisebericht
BeitragVerfasst: 16.11.2008 - 14:08 
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Liebe Forumsgemeinde,

ein grauer, nasser November-Sonntag ist doch genau richtig um einen Reisebericht zu beginnen.

Über die Ukraine könnt Ihr hier schon lesen, deshalb geht es jetzt in Russland weiter.

Freitag, 13.6.2008:
Wir haben einen wunderschönen Lagerplatz am Don gefunden. Es sind noch etwa 50 km bis Wolgograd....

Bild

Wenn Ihr auf das Bild klickt, kommt noch ein Panorama

Samstag, 14.6.2008:
Wolgograd: Großeinkauf im Supermarkt, wo es wirklich ALLES gibt und Besichtigung des Kriegerdenkmals (Mutter Heimat). Das offizielle Hochzeitsfoto wird in Russland häufig am örtlichen Kriegerdenkmal gemacht. Mit gemischten Gefühlen fahren wir weiter an der Wolga entlang nach Süden.

Bild

Bild

Bild

Beim Fahren durch die Wermutsteppe fallen uns an den Bushaltestellen in Gardinen eingehüllte Frauen auf. Beim Anhalten wissen wir auch was sie dazu bewegt: Millionen kleiner Fliegen und Mücken schwirren durch die Luft. Wir finden einen Lagerplatz am steilen Ufer der Wolga. Hier oben geht ein bißchen Wind, aber die Viecher lassen sich nicht vertreiben. Milan entfacht ein Feuer aus Dung, so können wir uns immerhin das Abendessen ohne Fliegen in den Mund schieben. Deshalb geht es am nächsten Morgen auch ohne Frühstück weiter. Einige Tage später haben wir es am Ural / Oral noch einmal mit den Insekten zu tun, diesmal sind auch Bremsen dabei, und wir sind morgens noch schneller weg.

Bild
Am Ufer der Wolga, bei Klick ins Bild noch mehr Wolga.

Demnächst geht es hier weiter

Grüße mit Fernweh
Ulrike


Zuletzt geändert von Ulrike am 23.11.2008 - 14:32, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.11.2008 - 22:39 
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Guten Abend,

die Reise geht weiter:

Sonntag, 15. Juni 2008

Problemlose Einreise nach KAZ östlich von Astrakhan. Neue Grenzstation mit freundlichen Zöllnern. Milan und ich reisen als Fußgänger nur mit dem Pass in der Tasche ein, während Matthias und Beda die ganzen Zollformalitäten und Kontrollen allein über sich ergehen lassen müssen. Wir beide haben Zeit mit einem schweizer L300-Fahrer zu schwätzen, er ist allein unterwegs Richtung Mongolei.

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Gleich hinter der Grenze sehen wir große Kamele, Schildkröten und Steppenadler neben der Straße und passieren kleine Ansiedlungen mit Lehmbauten, wie man sie aus Nordafrika kennt. Wir fragen an einer Tankstelle nach Diesel - njet! Erst wieder in 60km... An einer kleinen Raststätte können wir unsere Wasserkanister auffüllen. Dann geht's zur Nacht in die Steppe. Keine Mücken, keine Fliegen - eine herrliche Nacht!

Montag, 16. Juni 2008

Heute wollen wir ans kaspische Meer. Vorher Tanken und Einkaufen wäre nicht schlecht. Tanken gelingt in einem Hinterhof unweit einer noch im Bau befindlichen Tankstelle.

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Zum Einkaufen klappern wir alle Läden im staubigen Aquistaw ab. Dann suchen wir einen Zugang zum Wasser, enden aber immer im Schilf. Einheimische erklären uns, dass es hier an der Nordseite nirgends zum Wasser ginge.

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Wir sollen es in Damba, südlich von Atiraw versuchen. Spät abends kommen wir nach unsäglichen Kilometern von einem Schlagloch zum nächsten an. Wieder sehen wir nur Schilf und es gibt massenweise Bremsen. Da wir im Blickfeld einer Kaserne stehen, werden unsere Pässe kontrolliert und 2 Bier wechseln den Besitzer.....

Dienstag, 17. Juni 2008

Ohne Frühstück nach Atyrau. Wir suchen ein großes Hotel, um uns registrieren zu lassen. Der entsprechende Beamte ist nicht da, er soll später wieder kommen. Wir gehen Frühstücken. Danach ist immer noch keiner da und die Toiletten funktionieren auch nicht. Das ist eher ungünstig und wir beschließen, das beste Hotel am Platz aufzusuchen. Dort werden wir freundlich empfangen und die nette Dame an der Rezeption erklärt uns, dass wir keine Registration benötigen. Nach Geldwechsel und Erledigung der dringenden Bedürfnisse machen wir noch einen Ausflug zum Supermarkt. Der ist neu und gut sortiert. Während wir zu dritt einkaufen, fragt Matthias draußen einen Taxifahrer, wie man möglichst schnell wieder aus der Stadt raus kommt.
Nächster Halt ist Dossor, hier soll die letzte Tankmöglichkeit für viele 100km sein. Wir bekommen kein Diesel, weil wir keinen Talon besitzen. Das ist eine Art Gutschein. Wir können auch nicht erfahren, wo man so ein Ding bekommt. Aber in Qulsari soll es Diesel geben. Frohen Mutes fahren wir dort hin und erleben, das Gleiche wieder. Der kleine Unterschied ist nur, dass wir jetzt wirklich tanken sollten. Wir beschließen, bei der kleinen Autowerkstatt am Ortseingang nach Diesel zu fragen. Und wir bekommen geholfen: Eine halbe Stunde später steht ein Fass Diesel in der Halle und wir füllen Kanister für Kanister um.
Nach etwa 1,5 Stunden sind wir wieder, auf der Straße nach Bejneu. Sven und Moni haben hier im letzten Jahr die Überreste einer Straße vorgefunden. Wir haben Glück und fahren mal auf nagelneuem Asphalt und mal auf frisch geschobener, sehr staubiger Behelfsstraße.

Bild

Der Tag endet feucht fröhlich mit einem Fässchen Huppendorfer in der Steppe.

Wie wir doch noch das Meer erreichen, könnt Ihr demnächst hier lesen.

Ulrike


Zuletzt geändert von Ulrike am 23.11.2008 - 14:40, insgesamt 2-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 23.11.2008 - 09:54 
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Guten Morgen Gemeinde,
an der Grenze zu Kasachstan hatten wir schon rund 3.500km hinter uns.
Aber alle Mitreisenden hatten das Gefühl, daß hier die eigentliche Reise beginnt.
Spätestens nach der Überquerung des Ural waren sich alle sicher, ab jetzt in Asien zu sein.

Bild

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Beda


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BeitragVerfasst: 30.11.2008 - 18:04 
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Hallo Gemeinde,
jetzt habe ich die komplette Reiseroute fertig:

Bild

Wer es genauer wissen will, kann einfach ins Bild klicken.

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Hallo Ulrike & Beda

vielen Dank für den schönen Reisebericht . Nachdem ich ein wenig
bei DMAX LONG WAY ROUND - EIN WAHRES ABENTEUER gesehen habe
gehört allen die solche Reisen planen und unternehmen mein größter
Respekt !

Gruß Terriblue

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BeitragVerfasst: 02.12.2008 - 09:42 
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terriblue hat geschrieben:
bei DMAX LONG WAY ROUND - EIN WAHRES ABENTEUER


Hallo,

ich wollte es auch anschauen, aber das war ja sowas von bescheuert und reisserisch gemacht, dass ich nach wenigen Minuten Bild mußte.

Grüße
sven

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Reisen ist nicht eine Frage des Könnens,
sondern eine Frage des Wollens.


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BeitragVerfasst: 02.12.2008 - 11:08 
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Sven hat geschrieben:
Hallo,
ich wollte es auch anschauen, aber das war ja sowas von bescheuert und reisserisch gemacht, dass ich nach wenigen Minuten Bild mußte.
Grüße
sven


Hi Sven,
besser finde ich "Long Way Down", da fahren sie 2007 von Schottland nach Südafrika. Abgesehen von der Materialschlacht und dem finanziellen Input ein schöner, aber langer Bericht, auch mit Hintergrund z.B. Genozid in Rhuanda... .
Aber mal ehrlich, ich habe mehr Respekt vor der BUMM-Tour oder von Cologne-Shanghai für €3000.- mit dem Mopped, als vor €xxxxxxx, einem Planungsstab und gesponserten Motorräder aus München... .

Schönen Tag noch,
der Rob

der lieber im Auto wohnt als im Hotel


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BeitragVerfasst: 02.12.2008 - 19:18 
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Hi ,

also ich bezog mich auf die Planung und Durchführung einer solchen
Reise mit dem Haufen Arbeit vorab , Visa , Routenplanung , Material etc. .
Mir ist absolut klar das das Team der " BUMM-Tour " keine 2 Sekräterinnen
zur Verfügung hatte , geschweige denn ein unentliches Sponsoringbudget .
Außerdem fand ich die Aufnahmen der Landschaften , Straßen usw. schon
ganz nett anzusehen zumal Sie das oben berichtete teilweise 1:1
wiederspiegelt . Die PR muß Mann / Frau sich , bei solchen Reportagen ,
einfach wegdenken , sowie " zwischen den Zeilen lesen " .
Nochmals mein Respekt ans " BUMM - Team " und vielen Dank an Ulrike
für all die Mühe uns daran teilhaben zu lassen .

Gruß Terriblue

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BeitragVerfasst: 26.12.2008 - 19:19 
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18.06.-23.06. Beyneu-Beyneu

Hallo Gemeinde!
Nein, wir werden nicht übermütig; aber bis hierhin hat alles so gut geklappt, daß wir uns einen Abstecher ans Kaspische Meer gönnen.

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Beyneu ist die letzte Stadt vor der usbekischen Grenze. Von hier starten wir in Richtung Westen. Dass wir auf der Straße nach Aktau unterwegs sind, erkennen wir an der Breite der Piste und den vielen Lkws, die unterwegs sind.
Schon seit Tagen beobachten wir in der Ferne immer wieder mal kräftige Regenschauer.
Am Morgen nach dem ersten Lager fahren wir auf eine Wetterfront zu, die mit jedem Kilometer bedrohlicher aussieht. Um die Mittagszeit bricht das Unwetter los. Die ganze Landschaft scheint sich aufzulösen. Die Piste folgt einem leichten Gefälle auf den Ort Shetpe zu. Rechts und links der Piste schießen lehmfarbene Wassermassen an uns vorbei auf den Ort zu. Wir können nur zusehen, wie ein ganzer Ort voll Schlamm läuft. Um nicht selbst in Schwierigkeiten zu kommen, wählen wir auf gut Glück eine Straße, die bergauf und aus dem Tal heraus führt. Die Richtung stimmt und wir fahren noch viele Stunden im Wolkenbruch weiter. Gegen Abend erreichen wir das Kaspische Meer und machen uns auf die Suche nach „Zolotye Peski: Der Strand ist malerisch und feinsandig, das Wasser wunderbar sauber, es gibt Cottages zum Übernachten…“ Leider finden wir nichts, was dieser Beschreibung entspricht; aber der Regen hört langsam auf und wir suchen uns eine schöne Stelle direkt am Meer für unser Lager. Es ist kalt, das Meer aufgewühlt, nicht einladend. Schade.
Am nächsten Nachmittag erreichen wir Aktau:
wikipedia hat geschrieben:
Die Stadt entstand wegen ihrer Bedeutung für die Nuklearindustrie als "geschlossene Stadt" Ende der 50er Jahre unter dem Namen Schewtschenko.
Die Ausweitung der Exploration nach Uranerz, Erdöl und anderer Rohstoffe in Westkasachstan sowie der Aufbau eines großen metallurgischen Industriekomplexes in der Region Schewtschenko führte zu Beginn der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts zu einem starken Anstieg der Bevölkerungszahlen durch Zuwanderung in einem ansonsten wegen der klimatischen Bedingungen sehr dünn besiedelten Gebiet.
1973 ging in Schewtschenko auch der erste weltweit in industriellem Maßstab arbeitende schneller Brüter in Betrieb. Der als "BN-350" bezeichnete Reaktor diente der Produktion von Plutonium. Die erzeugte Energie wurde hauptsächlich zur Entsalzung von Meerwasser eingesetzt.
Die privilegierte Stellung der Stadt führte dazu, dass das städtebauliche Konzept und dessen Umsetzung in seiner Gesamtheit sowie im Detail bereits frühzeitig Objekte nationalen und internationalen Fachinteresses und hoher Anerkennung wurden. Das für Schewtschenko zuständige Architekten- und Planerkollektiv gewann 1975 den „Sir-Patrick-Abercrombie“-Preis der internationalen Architektenvereinigung (UIA) sowie im Jahr 1977 den Staatspreis der Sowjetunion
.
Versuch Nummer 2, mit Hilfe des Reiseführers einen schönen Platz zum Übernachten zu finden, scheitert leider auch. Vermutlich ist die Autorin noch nie ohne einheimische Begleitung gereist und auch keine Autofahrerin.
Trotzdem unternehmen wir angeregt durch ihre Beschreibung den Versuch zwei moslemische Kultstätten Schopan Ata und Beket Ata zu besuchen. Unsere Landkarten bringen uns bis Senek. Wasser tanken und Weg erfragen heißen die nächsten Aufgaben. Wir halten bei einem Mann, der den Platz vor seinem Haus aus einem dicken Schlauch wässert. Der Hausherr ist ein erfolgreicher Geschäftsmann in Sachen Erdöl und hilft uns natürlich weiter. Seine 7-12 Kinder zeigen uns den Anfang der Piste und begleiten uns noch ein paar km in die Wüste…..
…..mit ihrem Spielzeug: einem neuwertigen Lada. Immer der Stromleitung nach, heißt es. Das ist gar nicht so einfach. Gegen Abend erreichen wir Schopan Ata ohne große Umwege, aber nach vielen Orientierungspausen.
Etwas zögerlich stellen wir unsere Fahrzeuge ab und werden sofort begrüßt von einem älteren Herrn, der sich verhält, als hätte er uns erwartet. Er weist uns kurz in die mohammedanischen Sauberkeitsvorschriften ein und erklärt uns, dass er uns alles zeigen möchte, dass wir zum Abendessen eingeladen sind, dass wir auch über Nacht bleiben sollen und zum Frühstück.

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Obwohl klar ist, dass wir nicht zum Verein gehören, werden wir wie alle anderen Pilger behandelt. Einziger Unterschied: Von uns Ungläubigen dürfe man keine Spende annehmen. Von jedem anderen wird eine Spende erwartet, die seiner Leistungsfähigkeit entspricht. Obwohl man uns durch Wölfe, riesige Skorpione und Schlangen bedroht sieht, lässt man uns zum Übernachten in der Steppe ziehen. Am nächsten Morgen werden wir nach dem Frühstück in Richtung Beket Ata entlassen.

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Immer wieder werden wir von „tieffliegenden“ Geländewagen und Allradkleinbussen überholt. Ohne sie hätten wir unser Ziel verfehlt. Beket Ata kommt für kasachische Moslems gleich nach Mekka. Das ist uns aber erst im weiteren Verlauf der Reise klar geworden. Hier ist etwas mehr Trubel und es beginnt auch zu regnen; deshalb halten wir uns nicht lange auf.

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Von hieraus navigieren wir wie auf See einfach nach Norden. Dort verläuft die große Piste vom Hinweg, die wir nur irgendwo treffen müssen. Ein bisschen Zick, ein bisschen Zack und nach einem weiteren Tag sind wir wieder auf der Landkarte. An der Truckerraste Wasser tanken und Wäsche waschen, in Beyneu einkaufen und voll tanken, ein Nachtlager und schon sind wir an der usbekischen Grenze.
Was sagen die Zöllner zu unseren völlig verdreckten Autos? Ist die Reise hier zu Ende?

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Beda


Zuletzt geändert von Beda am 30.12.2008 - 16:11, insgesamt 4-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26.12.2008 - 20:06 
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Hallo Ihr,

ich melde mich aus Usbekistan....
Vorweg sei gesagt Usbekistan ist wirklich eine Reise wert. Auch wenn es mit der Demokratie dort noch nicht so weit her ist, wird uns dieses Land in sehr angenehmer Erinnerung bleiben. An den Grenzen wurden wir korrekt behandelt, korrupte Polizisten trafen wir nicht. Die Menschen sind überaus freundlich, höflich, herzlich, hilfsbereit, interessiert und gastfreundlich. Das Land hat landschaftlich einige Abwechslungen zu bieten, dann natürlich die Seidenstraßenstädte. Außerdem haben uns die herrlichen Basare und das unglaublich leckere Gemüse begeistert. In Usbekistan gibt es die weltbesten Melonen.

Usbekistan 24.Juni – 5.Juli 2008

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Usbekistan empfängt uns mit netten Grenzbeamten und schlechten Straßen. Bis zum Ort Qaraqalpaghistan kämpfen wir uns von einem tiefen Schlagloch zum nächsten. In Qaraqalpaghistan wollen wir versuchen Geld zu tauschen und für ein paar Tage einkaufen. Die Bank hat zu. Eine sehr nette usbekische Englisch-Lehrerin bietet spontan ihre Hilfe an. Usbekische Soum bekommen wir davon nicht, aber mit ihrer Unterstützung können wir auf dem winzigen Markt das Nötigste mit kasachischen Tenge einkaufen. So sind wir für unsere Reise zum Aralsee versorgt. Kurze Zeit später müssen wir an einem Polizeikontrollpunkt anhalten. Die freundlichen Herren zeigen uns, wo wir zum Aralsee in Richtung Kulba-Ustyurt (Komsomolskoje) abbiegen sollen. Ganz einfach immer der Piste entlang der Strommasten folgen. Die Piste ist in sehr gutem Zustand, ein defektes Ventil an einer Wasserleitung liefert uns unerwartet volle Tanks und Duschsäcke.
Kulba-Ustyurt ist ein ziemlich verlassener Ort mit kaputten Gewächshäusern. Bei N44°05’38.7’’ und E58°22’09.4’’ erreichen wir am Abend die Einfahrt zum früheren Seegrund. Der liegt 100-150m tiefer und ist mit Queller, Tamarisken und Strandflieder locker bewachsen.

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Am nächsten Tag wollen wir den See sehen. Dafür fahren wir 60km nach Norden. Vorher gibt es keine Möglichkeit gefahrlos zum Wasser zu gelangen. Wir finden eine recht neue LKW-Piste bis zum Wasser.

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Dazu eine Miniaturdiashow: Aralsee19732006

Wir treffen auf einen Bautrupp mit schwerem Gerät. Was dort gebaut werden soll erfahren wir allerdings nicht. Kurz vor dem Seeufer wird der Tonboden sehr weich und wir lassen die Autos lieber stehen und gehen zu Fuß weiter. Ein Bad im See zeigt, dass das Wasser sehr salzig ist. Die Füße wollen fast nicht unter Wasser gehen und die Badehose ist nachher steif wie ein Brett. Beide Autos verlangen etwas Zuwendung: Matthias findet einen fiesen Drahtstift im Reifen und am Galloper wollen die Fensterheber nicht mehr arbeiten und auch die Armaturentafel bleibt dunkel. Ein ‚Würmchen’ einziehen und eine Sicherung einsetzen und der Fall ist erledigt. Abends trinken wir ein Glas Sekt auf den Aralsee.

Auf der Weiterfahrt nach Süden stoßen wir etwas unerwartet auf eine große Wasserfläche – den Sudach’ye See.
Große Tafeln weisen auf ein Vogelschutzgebiet hin. Wir fahren zum Wasser hinunter, vorbei an der verlassenen Stadt Urga, und sehen u.a. Bienenfresser, Blauwangenspinte und Flamingos. Hübsche Eidechsen huschen zwischen den Steinen umher.

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Wir verbringen einen Nachmittag mit Seeblick. Beim Abendessen verdunkelt sich der Himmel und es stürmt so stark, dass wir ganz schnell alles einpacken und uns mit einem Teller Spaghetti in die Autos zurückziehen. Regen gibt es zum Glück so nahe am Ufer nicht und nach 2 Stunden ist der Spuk vorbei.


Am nächsten Tag geht es weiter nach Qonghirat.

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Bei der Polizeikontrolle werden wir vor allem darüber informiert, dass Deutschland im Finale der EM steht. In Qonghirat halten wir am Basar an. Es findet sich eine Möglichkeit hinter dem Ladentisch etwas Geld zu tauschen. 50 Euro ergeben einen riesigen Berg Soum. Weil es an Wechselgeld mangelt verlassen wir den Basar mit einem riesigen Berg leckerem Gemüse. Bis zur nächsten Diesel-Zapfsäule ist es dann noch ein etwas weiterer Weg, aber dort konnten wir gleichzeitig auch ein bisschen Wäsche waschen.
Nach der trockenen Region Qaraqalpakstan gelangen wir in den Einzugsbereich des Amudarja. Überall gibt es bewässerte Felder, auf denen bis zum späten Abend gearbeitet wird.

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Eine solche Landschaft gibt einfach keine Schlafplätze her. Am Ende nächtigen wir kurz vor Chiwa in einem lauschigen Schulhof. Der Hausmeister ist von unserer Anfrage so überrascht, dass er nicht Nein sagen kann. Am nächsten Morgen bekommen wir Besuch vom Bürgermeister und den Lehrerinnen und Lehrern. Sie interessieren sich für unser Leben im Auto, die Reiseroute und wünschen uns eine gute Weiterreise.
Chiwa ist die nächste Station. Wir wohnen in einem freundlichen B&B nahe der Altstadt. Die Besitzer erledigen die Registrierung für uns, und wir können ihnen unsere Wäsche zum Waschen überlassen. Wir verbringen einen herrlichen Tag in der über 2500 Jahre alten Festungsstadt. Abends sitzen wir glücklich und gut gelaunt mit kühlem Bier im Mondschein auf der Dachterrasse unseres B&B.

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Nächster Halt: Buchara
Die Beschilderung ist schlecht; wir fahren erst mal an der Stadt vorbei und arbeiten uns dann spiralförmig zum Zentrum vor. Wir übernachten im Hotel Asia – ein langweiliger Bau, preisgünstig, kein oder nur wenig heißes Wasser in der Dusche, aber mitten im Zentrum gelegen mit bewachtem Parkplatz. Wir verbringen den Tag mit Essen am Labi-Hauz, Besichtigungen und dem Kauf von Mitbringseln. Auf die Dauer sind wir von den vielen Souvenierhändlern schon ein bisschen genervt. In jeder entweihten Moschee und Medrese befindet sich ein Stand. Danach war der Besuch in der Kalon-Moschee eine richtige Wohltat.

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Wir sitzen lange in den kühlen Arkaden und genießen die Stille.

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Eine Autowäsche ist schon lange überfällig. Am Ortsausgang finden wir eine Autowäscherei.

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Ein Mann ist pro Auto über eine Stunde beschäftigt bis der ganze Matsch aus Mangistaw abgewaschen ist. Zum Glück gibt es gleich nebenan ein Café, wo wir während dessen Tee trinken und leckere Teigtaschen essen.

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Wir fahren nicht gleich weiter nach Samarkand, sondern auf Empfehlung des Lonly Planet Reiseführers ins Nurata-Gebirge:“ This is a great opportunity to interact with the local ethnic Tajiks in their element – and a great way to ward off architecture burnout if you’ve seen one too many medressas...”


Bald geht es weiter
Ulrike


Zuletzt geändert von Ulrike am 26.12.2008 - 23:24, insgesamt 3-mal geändert.

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Liebe Nachbarn,

danke für die Weiterfahrt! Fast nicht mehr zu glauben, daß wir das alles gesehen und erlebt haben. Die Panoramen sind ein Genuß. Das Stitchen klappt ja scheinbar inzwischen ganz hervorragend.
Die Steppenwege auf Mangystau werde ich nie vergessen!

Grüße: Matthias

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Hallo M und M,

für mich bleiben die Steppen-Camps in Mangistau und die herrlichen Sternenhimmel mit Euch unvergessen, ebenso die Reise ins Nurata-Gebirge.

Wir erwarten ein "organisiertes" Biosphären-Reservat und hoffen auf die ein oder andere naturkundliche Wanderung.
Wir kommen erst abends am Gebirge an - es sieht vielversprechend aus, allerdings finden wir keinerlei Hinweise auf ein Naturschutzgebiet. Wir fragen verschiedenste Leute, die alle sehr überrascht sind, dass hier bei ihnen ein Biospärenreservat sein soll. Das finden wir wiederum merkwürdig und suchen einen Schlafplatz. Dazu fahren wir durch ein grünes Tal immer weiter bergauf, bis wir die menschlichen Behausungen hinter uns haben und beenden den Tag auf einer maximal abgefressenen Wiese. Beim Bergauffahren wird der Galloper zu heiß - das alte Leiden ist also noch da! und die Sohle der Gasfuß-Sandale löst sich langsam ab...
Am nächsten Morgen wollen wir das Gebirge von Süd nach Nord durchqueren. Da Karte, GPS, Wirklichkeit und Aussagen der Leute nicht übereinstimmen wird es eine staubige Fahrt durch eine karge, überweidete Landschaft. Nur die Blauracken mit ihren Flugkünsten muntern uns auf. Für uns wird es ein harter Tag mit hoher Drehzahl, Klimaanlage und Heizung gleichzeitig. Schließlich erreichen wir die Nordseite. Hier gibt es wieder hübsche Dörfer mit großen Bäumen (Walnuß, Maulbeere und Aprikose), eine nette Frau schenkt uns Äpfel. Auch hier weiß keiner über ein Naturschutzgebiet Bescheid. Fast geben wir auf, als in einem Dorf ein älterer Mann auf uns zu kommt und erzählt, dass im Nachbardorf ein "kleinen Chef" vom Naturschutzgebiet wohne. Also fahren wir nach Oxom zurück und finden ein wirklich schönes Dorf mit einem Bachlauf. Auf den Dächern liegen Früchte zum Trocknen und die Leute haben wunderschöne Gärten. Wir schämen uns für die Staubwolken, die wir mit unseren Autos hinterlassen.

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An einer Wasserstelle halten wir an. Dort stehen einige Männer - auch der "kleine Chef" und sein Sohn. Sie preisen die Qualität des Wassers und laden uns auf der Stelle zum Tee ein. Nach einigem Hin- und Herüberlegen sitzen wir mit der ganzen Familie auf einem Diwan unter einem herrlichen Aprikosenbaum. Wir erfahren, dass die Menschen im Dorf Exil-Tadschijken sind und, dass die Sache mit dem Biospärenreservat leider etwas im Sande verlaufen ist.
Wir werden auch noch für die Nacht eingeladen, aber uns zieht es weiter.
Ob die nächsten Naturschutzgebiete auch so störrisch sind????

Samarkand:
Auf Straßen mit einem Schlagloch am anderen bummeln wir nach Samarkand. In Bahodir`s B&B finden wir samt Autos ein angenehmes Obdach mit sehr leckerem Frühstück. Hier wohnen gerade einige Weltenbummler. Zum Teil sind sie mit dem Fahrrad unterwegs und warten auf Visa für Kirgistan und Tadijkistan. Wie man bei den hiesigen Wegverhältnissen mit dem Fahrrad mit Gepäck fröhlich unterwegs sein kann, wird mir ein Rätsel bleiben.
Wir besichtigen natürlich den Registan. Der sehr sowjetische gestaltete Vorplatz mit müßte dringend mal umgestaltet werden....

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Viele Gebäude waren dem Erdbeben im Jahr 1897 zum Opfer gefallen. Sie wurden erst in den 70iger Jahren wiederaufgebaut.

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Sherdor Medrese

Am nächsten Tag besuchen wir den wunderschönen Basar und kaufen für die nächsten Tage und die Daheimgebliebenen ein. Beda und mich zieht es gegen Abend noch zur Nekropole Shohizinda. Wir sind fast alleine dort und niemand will etwas verkaufen. Vor lauter blau-türkisen Mosaiken weiß man gar nicht wo man zuerst hinschauen soll. Wir sind überwältigt. Außerdem stellt dieser Ort eine Herausforderung für den Fotografen dar, weil alle Gebäude recht eng bei einander stehen..

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Bei den kessen Vögeln auf dem Dach handelt es sich um Hirtenmainas

Nach einer Fahrt durch Gebirgslandschaften verlassen wir Usbekistan bei 38°C über einen kleinen Grenzübergang südlich von Taschkent. Auf der usbekischen Seite eine relativ normale Kontrolle. Der kasachische Kontrollpunkt ist der korrupteste der ganzen Reise. Jeder versucht uns Geld aus der Tasche zu ziehen und alles dauert ewig lange. Die Zollpapiere gibt es nur in kyrillisch. Die Zollbeamten tragen gewohnheitsmäßig ein Ablauflaufdatum in 4 Wochen ein. Dieser Fehler wird uns bei der Ausreise im August einige Stunden kosten...

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Geldwechsel und Ajran am Kinderwagen im Schatten 10m vor dem Schlagbaum


Bald reisen wir weiter
Ulrike


Zuletzt geändert von Ulrike am 08.02.2009 - 17:16, insgesamt 1-mal geändert.

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Hallo,
die Gelegenheit auf einen Text von mir zum Thema: Karten, Straßen, Navigation, hinzuweisen.

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Beda


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So, weiter gehts:

Naturreservat Aksu-Zhabagly: 6.-8. Juli 2008

Wir gelangen über Schymkent nach Zhabagly am nordwestlichen Rand des Tien Shan. Das Wetter ist herrlich, und hier gibt es Bäume und Wiesen. Unser Reiseführer verspricht ein interessantes Naturreservat. Die Verwaltung ist im größten Gebäude des Ortes untergebracht. Es ist Mittagspause und wir müssen warten. In dieser Zeit lernen wir einen der Liebe wegen hier gestrandeten Holländer und seine Frau kennen. Bei ihnen können wir Wasser tanken und sie helfen uns später eine „Eintrittskarte“ für das Reservat zu bekommen. Das war wieder mal nicht so einfach. Man ist einfach überhaupt nicht auf Individualreisende eingestellt und es wird uns ein „Aufpasser“ zugeteilt. Am späten Nachmittag fahren wir hinauf auf 1583m und schlagen unser Lager direkt unterhalb des Schlagbaums auf. Abends gehen wir mit Picknick-Korb an den Rand des Canyons um die Aussicht in die Tiefe auf den Aksu-Fluss und in die Ferne auf den Tien Shan zu genießen. Unser Aufpasser sind rechte Taugenichtse und haben nichts Besseres zu tun als eine Schlange zu fangen und in den Abgrund zu werfen. Nach einer halben Stunde werden wir uninteressant und sie lassen uns allein. Später erfahren wir, dass wir froh sein können sie nicht beim Wildern gesehen zu haben.
Am nächsten Morgen steigen wir auf einem gut ausgetretenen steilen Pfad etwa 300 Höhenmeter zum Wasser hinunter. Zum Glück ist unser Aufpasser zu faul zum Laufen und wir haben den schönen Canyon für uns allein.
Später am Nachmittag wandern wir noch mal am oberen Rand des Canyons entlang. Gerne würden wir Steinböcke zu Gesicht bekommen. Daraus wir leider nichts, dafür entdeckt Matthias auf der anderen Seite einen großen Braunbären für uns. Wir sind begeistert: unser 1. Bär auf freier Wildbahn! Danke Matthias!
Am nächsten Morgen besuchen wir noch einmal den Holländer und füllen unsere Wassertanks auf dann ziehen wir weiter in Richtung Almaty.

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Almaty und Umgebung: 10.-15. Juli 2008

Nach einer kühlen Nacht im Gebirge dichter Verkehr in Richtung Almaty. Trotzdem finden wir unseren Anlaufpunkt, den ACBK (Association for the Conservation of Biodiversity of Kazakhstan) ohne Mühe. Man haust in einem netten Hinterhof mit einer kleinen Grünanlage und es gibt wider Erwarten Parkplätze. Wir lernen eine internationale Gruppe kennen, die gerade dabei ist auf engstem Raum bei 36°C drinnen wie draußen einen wichtigen Abschlussbericht zu schreiben. Trotzdem nimmt man sich Zeit für uns. Das Beste ist, dass sie die Registrierung für uns erledigen, mit den richtigen Leuten in Öskemen telefonieren, dass wir Permits für die Altairegion bekommen, und wir 2 Nächte an Ort und Stelle biwakieren und die Toiletten benutzen können. All diese Hilfen sind Gold wert und wir sind sehr dankbar dafür. Wir bekommen einen Haufen Infos über ihre Arbeit und die Schwierigkeiten in Kasachstan ein vernünftiges Naturschutzsystem und ein Bewusstsein dafür zu schaffen. Da können wir mit unseren Erfahrungen aus dem Aksu-Reservat und aus Usbekistan schon gut mitreden. Mit Hilfe des ACBK wurde vor wenigen Tagen das Tengiz-Gebiet bei Qorghaljin, westlich von Astana zum UNESCO-Schutzgebiet ernannt. Im Haus arbeitet außer dem ACBK noch eine Frauengruppe. Sie erhalten das traditionelle Filzhandwerk und stellen schöne Schuhe und andere Kleidungsstücke her.
Am nächsten Tag erkunden wir die Stadt per Straßenbahn, Bus und zu Fuß. Almaty ist eine grüne Stadt mit vielen Bäumen und Parks. So werden viele Bausünden unsichtbar. Wir besichtigen die orthodoxe Auferstehungskathedrale (Holzkirche), das Kriegerdenkmal und das Staatsmuseum. Zwischendurch statten wir dem Grünen Basar (das Gebäude ist außen grün) und der modernen, eher leblosen Fußgängerzone einen Besuch ab.

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Auf unserer Wanderung stellen wir fest, dass es in dieser Stadt wahnsinnig viele nagelneue, große Geländewagen gibt. So viele haben wir noch an keinem anderen Ort der Welt auf einmal gesehen.
Abends lernen wir Edda Schlagerkennen. Sie kommt aus der Lausitz und lebt seit einiger Zeit als freie Journalistin in Almaty. Sie möchte einen Bericht über unsere Reise zur Sonnenfinisternis schreiben.
Wochenende: Uns zieht es in die Berge. Erst ein Großeinkauf und ein Kaffee mit Michael vom ACBK und seiner Familie, dann verlassen wir die Stadt nach Süden. Wir wollen zum großen Almatiner See und zu den Kosmosstationen. Objekte der Begierde sind der Himalaya-Ibisschnabel, das Himalaya-Königshuhn und das Purpurhähnchen. Am Schlagbaum zahlen wir Eintritt für das Naturschutzgebiet und tanken frisches Bergwasser. Dann geht es zügig bergauf. Nach einigen Zwangspausen wegen Überhitzung erreichen wir am Nachmittag die obere Kosmosstation – 3345m. Der Wind ist frisch, wir beobachten Königshühner, Bartgeier und Murmeltiere. Auf den Bergwiesen blühen Enzian, Edelweiß, Habichtskraut, Storchenschnäbel und Steinbrech. Abends will das Essen nicht so richtig gar werden, außerdem ist es ziemlich windig und ganz schön kalt, so dass wir sehr früh in die Schlafsäcke kriechen. Zur Entschädigung gab es einen tollen Sonnenuntergang.

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klick, wg. Panorama!

Wanderung auf den Almatiner Peak: Nach etwa 300 Höhenmetern geht uns langsam die Luft aus. Wir stellen fest, dass wir an so große Höhen nicht gewöhnt sind… Aber es gibt Steinböcke zu sehen! Weil es wieder so kalt ist, brechen wir unser Hochlager ab und verbringen die Nacht in der Nähe der unteren Kosmosstation auf etwa 2600m Höhe. Hier ist weniger Wind und wir bleiben 2 Nächte. Die Kosmosstationen sind fast verlassen und dem Zerfall überlassen. Das Purpurhähnchen konnten wir nicht sicher ausfindig machen – es scheint um diese Jahreszeit eher grau zu sein. Dafür gab es einige andere nette Vögel.

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Am nächsten Tag wollen wir Edda noch mal treffen und fahren langsam wieder ins Tal. Vorher halten wir am Stausee, der erschreckend wenig Wasser hat, um nach dem Himalaya-Ibisschnabel zu sehen. Matthias findet sofort einen, und wir können ihn gemütlich durch das Spektiv beobachten. Wir freuen uns, den sehr seltenen Bewohner dieser Region gesehen zu haben. Dann geht es weiter bergab ins brütend heiße Almaty. Die Leute vom ACBK stöhnen über die Hitze und können kaum glauben, dass es im Gebirge so kalt ist.
Die nächste Nacht verbringen wir bei Pelikanen und Kiebitzen mit Blick auf den weißen Tien Shan am Sorbulak-See, etwa 50km nordwestlich von Almaty. Wir finden interessante Vegetation vor: Wermut, Cannabis und ein paar Bäume. Parkranger meinten, wir sollten unsere Umgebung lieber nicht rauchen und nicht länger als 1 Nacht bleiben. Der Abend hat noch eine Überraschung für uns: Kurz nach dem Essen kommt es starker Sturm auf. Mit vereinten Kräften sammeln wir die fast trockene Wäsche ein, retten die Markise und klappen unser Aufstelldach wieder zu – das war gar nicht so einfach. Nach 3 Stunden wird es ruhiger und auch wir können schlafen gehen.

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Zwischen Tien Shan und Altai: 16.- 25.Juli 2008
Durch das Siebenstromland zum Sasyköl, ans Nordufer des Balchash-Sees, zu den Sibinsker Seen nach Öskemen


Wir haben am 24. Juli einen Termin in Öskemen, um unsere Permits für die Altairegion in Empfang zu nehmen.
Wir fahren erstmal am Ille-Fluss nach Norden. Der Ille kommt aus dem Tien Shan und mündet deltaartig in den Balchashsee. Das Wasser hat Badequalität und Temperatur.

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der Ort Kasachastan! und noch ein klick für`s Panorama

Auf allen Karten ist bei Aqköl eine Piste nach Osten eingezeichnet. Sie ist leider nicht auffindbar und wir fahren am anderen Ufer wieder ein gutes Stück nach Süden. Dann überqueren wir ein kleines, karges und nur sehr dünn besiedeltes Gebirge in Richtung Osten. Die wenigen Bewohner sind sehr herzlich und wollen uns bei der Frage nach Trinkwasser gleich zu einem "Wässerchen" einladen. In dieser Gegend nimmt eine plötzliche Böe bei der Mittagspause die Markise hoch und wirft sie über das Auto. Markise kaputt, keine weiteren Schäden oder gar Verletzte. Zum Glück haben Matthias und Milan ein großes Tarp dabei, das fortan Schatten spendet.

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Bei Taldyqorghan erreichen wir die große Straße nach Norden. Wir befinden uns am Fuße der Gebirgskette, die Kasachstan von China trennt. An ihr reisen wir entlang zum Sasyköl. Hier gönnen wir uns einen Autofreien Sonntag und sitzen faul im Schatten. Es ist windstill, der See ist sehr flach und trüb und lädt nicht zum Baden ein.

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Von hier aus ist es auf der Karte nicht weit zum Nordufer des Balchashsees. Weil wir noch viel Zeit haben brechen wir am nächsten Tag dorthin auf. Bis Aqtoghay ist die Straße trotz vieler Schlaglöcher passabel und es gibt fast einen Verkehr. Im Städtchen, das eindeutig schon bessere Tage hatte, kreuzen sich diverse Eisenbahnlinien. Was die Straßen anbelangt, hat man das Gefühl am Ende der Welt angekommen zu sein. Wir quälen uns über staubige Pisten und müssen noch eine Furt über den Fluss finden – dabei wird es Abend, bis wir den Strand des Balchashsees erreichen. Immerhin kann man hier schwimmen gehen. Zum Abend kommen gemeinerweise viele, viele Stechmücken und wir halten es nicht lange draußen aus.

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Allmählich kommen wir ins Altai-Vorland und suchen ein weiteres Nachtlager. Die Gegend an den Sibinsker Seen, 60 km südlich von Öskemen, soll schön sein und zum Verweilen einladen. Wir biegen von der Hauptstraße nach rechts ab und schlängeln uns über eine schöne kleine Straße durch die Berge aus Granit. Hier sehen wir den sog. Matratzen- bzw. Wollsackgranit: Die Steinplatten sehen aus wie übereinander gestapelte Matratzen. Die Seen sind glasklar und werden aus unterirdischen Quellen gespeist. Von Weitem sah alles ganz toll aus. Aus der Nähe betrachtet schrecken uns riesige Müllhaufen, in denen Schwarzmilane stochern, herumfliegendes Klopapier und unverschämte, alkoholisierte Gestalten, die für eine Übernachtung 500 Tenge pro Person verlangten erheblich ab. Kurz vor dem Dunkelwerden fand sich ein guter Platz in einem Bachtal auf der anderen Straßenseite.
24.Juli Öskemen: morgens Regen, später Sonne, aber nicht ganz so warm. Termin wegen der Permits im Kirov-Park am späten Nachmittag. Wir gehen einkaufen und vergammeln den Tag am Kriegerdenkmal am Ufer des Irtysch und im Kirov-Park. Um 18.30 Uhr hören wir, dass es mit den Permits heute nichts mehr wird, aber morgen gegen 15.00Uhr sollen sie auf jeden Fall fertig sein. Wir fahren schnell noch ein paar Kilometer in die Berge und braten im Dunkeln fettes Hammelfleisch…
Am Morgen spülen, Wasser zapfen, Gurken geschenkt bekommen und dann ein Telefonanruf: die Permits sind schon fertig und sie kosten weniger als erwartet. Wir fahren gleich zum verabredeten Treffpunkt, dann noch schnell zum Supermarkt und Tanken und ab in den Altai…

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Es grüßt Euch Ulrike, die jetzt alle Bilder eingebaut hat.


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BeitragVerfasst: 10.02.2009 - 18:16 
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Altaj und JertisebeneÖskemen-Öskemen


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Hallo zusammen,

jetzt trennen uns nur noch ein paar Tage und Km von unserem Ziel und Wendepunkt.
Völlig ungewohnt für uns schlängelt sich die Straße durch die Ausläufer des Altai-Gebirges. Es geht rauf und runter. Alles ist grün. Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht. Zwischendurch folgen wir dem Ufer des Buchtarma-Stausees durch schrottreife Fischindustrie und Sonnenblumenfelder. Am nächsten Tag geht es nach einer Mittagspause am Stausee tatsächlich in die Berge.

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Wir fahren genau nach Osten über einen kleinen Paß und hinab in das Buchtarmatal. Jetzt sind wir wirklich im Gebirge und es ist Zeit für das nächste Nachtlager zu sorgen. Der Österreicher Weg wurde nach dem 1. Weltkrieg von Kriegsgefangenen aus Österreich-Ungarn erbaut. Er verbindet das Buchtarmatal über einen Pass von über 2000m Höhe mit dem Markakolsee. Er stellt einen Teil unserer geplanten Runde dar und wird in der Regel als sehr schwierig befahrbar beschrieben. Außerdem soll es von ihm aus einen wunderbaren Blick nach Norden auf die Belukha den höchsten Berg des Altai geben. Die zuhause ermittelten Koordinaten stimmen tatsächlich und schon geht es steil aber völlig problemlos bergauf. In einer Serpentine schlagen wir für 2 Tage unser Lager auf. Endlich mal zu Fuß gehen.

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Unser Ziel ist aber noch weiter östlich. Um tatsächlich eine totale Sonnenfinsternis zu erleben, ist das auch notwendig. In Öskemen wurde uns der Jazjowojesee am Fuß der Belukha empfohlen. Den genauen Zeitpunkt am 01.08. konnte niemand nennen, aber die Dauer von 90 Sekunden. Auf der Fahrt dorthin interessiert sich niemand für unsere Dokumente und Stempel. Ein Lagerplatz für die nächsten Tage ist schnell gefunden. Am nächsten Tag können Uda&Belrike es nicht sein lassen und machen alleine einen Offroadausflug, der sie noch weiter nach Osten führt. Bei 86°32'33.92"E stoßen wir auf die reißende Buchtarma. Daß es paar km flussabwärts eine Brücke gibt, verrät uns leider niemand. Aber der Rückweg auf den eigenen Spuren ist abenteuerlich genug.

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Die Zeit bis zur Sonnenfinsternis vertreiben wir uns mit faul sein, schwimmen gehen, den Körper kleinen wilden Tieren zum Zerstechen auslegen, Vögel beobachten etc. Ein Experiment von Milan im Bergwandern bleibt im dichten brusthohen Bewuchs stecken.

Endlich! Der 01.08.08. Geplant ist nach der Sonnenfinsternis ein Eclipsebrunch mit Sekt und Lachs. Vorsichtshalber frühstücken wir aber erstmal normal. Strahlender Sonnenschein, sonst tut sich nichts. Mittag: weiterhin blauer Himmel und Sonnenschein. 15.00Uhr: dito. Kaffeetrinken! 15.30Uhr: Es bewölkt sich zunehmend. Welch ein Graus! 16.00Uhr: Endlich die erste Berührung der Mondscheibe mit der Sonne. 16.50Uhr: 100%ige Überdeckung. Es ist als hätte jemand das Licht ausgeschaltet. Nach 90sec schaltet er wieder ein. Leider hat er alle stechenden Plagegeister geweckt. 18.00Uhr: Die Sonnenfinsternis ist vorbei. Endlich dürfen wir brunchen. 19.00Uhr: Sonnenuntergang, bewölkt.
Wir sind tief beeindruckt.

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Leider etwas verwackelt. An der oberen Kante ist ein Stern zu sehen.

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Nachdem dieser Termin abgehakt ist, kann endlich der Urlaub anfangen. Habe ich das etwas schon mal geschrieben? Am nächsten Tag fahren wir hinab in das Buchtarmatal. Machen ein paar Einkäufe und nehmen den Österreicher Weg in Angriff. Vorher lassen wir dank unserer makellosen Dokumente noch 2 Parkwächter mit offenen Mündern zurück. Das erste Stück kennen wir ja schon. Auch der weitere Verlauf ist konzentriert aber problemlos befahrbar. Bei nassem Wetter und höherem Wasserstand sähe manches anders aus.

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Etwas abseits haben wir ein idyllisches aber kaltes Nachtlager. Es gibt Frost. Morgens können wir junge Schwarzstörche beim aufwärmen beobachten.

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Um die Mittagszeit erreichen wir Urunchajka am See Markakol. Ein überraschend properer Ort mit Tankstelle und Einkaufsmöglichkeit.

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Dank Dagmar Schreiber verfügen wir über eine Karte der Region 1:1.000.000 von 2006. Dort ist ein Weg rund um den See eingezeichnet. Wir versuchen es gegen den Uhrzeigersinn und haben einen sehr kurzweiligen Ausflug. Gegen Abend und nach ca. 1/10 der Strecke drehen wir um und richten unser Nachtlager ein. Dabei passiert es Ulrike, daß sie einen Stein so kunstvoll überfährt, daß dieser unserem Tank die Ablassschraube herausschlägt. Welch ein Glück, daß wir dies sofort bemerken. 2 Stunden später bin ich gut mit Diesel getränkt und die Schraube wieder drin und dicht. Den Verlust schätzen wir auf 30l.

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Mitten im Gestrüpp ist Matthias über diese frischen Spuren gestolpert.
Bitte weiter atmen!

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Wir verlassen die Berge in Richtung der chinesischen Grenze. Wie erwartet, robuste Zaunanlagen an denen wir viele km entlang fahren. Ein seltsames Gefühl. Aber auf diesen Anblick waren wir nicht vorbereitet.

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Nach ein paar 100km und einer Übernachtung erreichen wir den Zaysansee. Gespeist wird er vom schwarzen Yertis, der mit dem Namen Ertish He in China entspringt.
Der Irtysch (4.248 km) bildet zusammen mit dem Unterlauf des Ob (1.162 Kilometer) einen der längsten Flussläufe der Erde, den Irtysch–Ob, der insgesamt 5.410 Kilometer Länge aufweist.

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Der Zaysansee geht über in den Buchtarminsker oder Buchtarma Staussee. Diesen überqueren wir mit einer Fähre. Daß diese diverse Pirouetten drehen mußte, um trotz Ruderausfall das andere Ufer zu erreichen, verschweige ich lieber. Der letzte Teil dieser Runde führt durch eine wildromantische Landschaft mit Wollsackgranit und engen Tälern. Und schon sind wir wieder in Өскемен bzw. Усть-Каменогорск.

Was habe ich vergessen?
Die Altairegion hat im Schamanismus zentrale Bedeutung.
Diese Runde -ein Sahnestück unserer Reise- wird auch von einheimischen Reiseveranstaltern angeboten. Typische einsetzte Fahrzeuge: Mitsubishi Delica 4x4

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Für das Reisen in Grenznähe sind viele Genehmigungen und Stempel erforderlich; ohne Vorbereitung klappt das nicht.
Die Versorgung mit Kraftstoff und Lebensmitteln war problemlos möglich.

_________________
aus dem vollen Galloppppppppppp

Beda


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