Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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Re: Kleine Motorenkunde L300

Beitragvon Beda » 20.01.2010 - 11:56

Hallo Johannes,
genau so ist das.
Ich kann es nur schätzen, aber alleine VW, ohne Audi, Seat und Skoda hat vielleicht 6 bis 8x soviele Motorkennbuchstaben wie Mitsubishi.
Sicher identifizieren lassen sich Mitsubishis nur über die Fahrgestellnummer.
Daher auch das heldenhafte Angebot von Bernd.
Das ist nämlich echte Detektivarbeit.
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Re: Kleine Motorenkunde L300

Beitragvon luzivee » 20.01.2010 - 12:08

Na ganz großes Kino!!!

Und wer indentifiziert das ganze dann?
Und was bekommt man denn dann raus?
Ne Seriennummer vom Motor???
Und wie vergleicht man dann ob zwei Motoren gleich sind ?

Oder kann man das wirklich nur über einzelne Ersatzteilnummer machen?

Was ich dann wirklich toll finde, denn auf meinem Zylinderkopf habe ich gestern keine gefunden.


Sorry für die ganzen dummen Fragen, aber so richtig begeistert bin ich gerade nicht!
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Re: Kleine Motorenkunde L300

Beitragvon Beda » 20.01.2010 - 12:39

Hallo Johannes,
Du hast weder ein VAG-Auto, noch einen Mercedes.
Bei uns stehen nur in Ausnahmefällen mal ET-Nummern auf dem Bauteil.
Das Angebot von Bernd bedeutet, daß er für Dich über die Fahrgestellnummern klären würde, ob z.B. die Motorblöcke die gleiche Ersatzteilnummer haben. Sind die Nummern nicht gleich, bedeutet das noch lange nicht, daß das nicht passen könnte. Die nächste Frage, die er nicht klären kann, wäre dann: Sind die Fahrzeuge im Originalzustand?

Damit sind dann höchstwahrscheinlich unsere Möglichkeiten erschöpft und es gelten wieder meine Tipps vom Anfang:
Beda hat geschrieben:Hallo Johannes,

Bild

http://www.ersatzteile-autoteile.eu/ind ... -2-4i.html
http://www.picardzucht.de/aindex.html
Diese Anbieter sind als seriös bekannt.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 21.01.2010 - 16:16

Ja Beda,

so weit so verstanden. Ich bin eigentlich auch erstmal so weit, das ich Alles zusammen habe.
Das ganze "gemotze" war auch ehr allgemein gehalten!
Also ist das so, dass man bei einem Mitsu, bei dem man nicht weiß was der vorbesitzer gemacht hat immer wenn man teile kauft die katze im sack kauft.

Ich denke, ich kann damit leben und das war jetzt bestimmt nicht bös gemeint.

Auch danke an den BM nochmal, er hat wirklich geholfen.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon Beda » 21.01.2010 - 16:36

luzivee hat geschrieben:Ja Beda,

....... bei dem man nicht weiß was der vorbesitzer gemacht hat immer ....

Hallo Johannes,
wilde Umbauereien sind bei Japanern seltene Ausnahmen.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 27.01.2010 - 13:41

So.

Ich kann berichten, das es in kleinen Schritten vorwärts geht.

Ich hab mir jetzt schon mal einen "neuen" Zylinderkopf besorgt.

Bild

Jetzt werde ich erstmal Prüfung schreiben und danach werde ich mal nachschauen ob das alles so wie erhofft passt.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon ballonpilot » 27.01.2010 - 15:58

Hallo Johannes !

Die Option mit dem Motor aus dem "Gartenbau-L300" war wohl nichts ?
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 27.01.2010 - 18:35

Naja,

ich sag mal so,

wenn ich einen Motor mit gleicher Laufleistung und nem Auto ringsrum (=mehr ersatzteile) für 500€ weniger haben kann, dann mach ich das doch mal. Ich meine, wenn alles nicht klappt kann man ja immer noch weiter suchen.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 20.03.2010 - 20:57

Hallo,

so nun beenden wir den theoretischen Teil und kommen zum praktischen Teil.
Also nur noch mal zur Erinnerung.
Ich habe mit nen EX DRK L300 mit verzogenem Zylinderkopf geleistet.
Diesen dann mit Hänger nach Hause geholt. Und als Ersatzteilspender habe ich mir dann einen komplett fahrtüchtigen Mitsubischi Galant (Bj 88) interne bezeichnung A16, ASN 388 geholt. Und diesen dann auch auf eigener Achse durch halb Deutschland gefahren.

Da es nun wieder ein wenig wärmer ist, habe ich mal mit Schrauben begonnen.
Also fix den Motor aus dem Karren rausgehoben.

Bild

Dann als er draußen war ging das vergleichen los.
Eigentlich sollten sich ja die Motoren von Hecktrieblern (L300) und Fronttrieblern (Galant) in ein paar kleinen Angüssen unterscheiden.
Bild

Bild

also bin ich auf die suche gegangen.

Leider, oder besser, zum Glück konnte ich keine Unterschiede am gesammten Motorblock finden.
Allerdings ist im Galant eine andere Ölwanne verbaut.
Wie ich hier irgend wo schon mal gelesen habe, könnte das ein Problem dar stellen.

Danach hab ich mal um den Zustand des Motors einschätzen zu können den Krümmer abgebaut und bekam das hier zu sehen.

Bild

Was meint ihr ist da los.

Ich würde das so sehen. Da der Motor ja bis kurz vor dem Einbau noch gelaufen ist, muss das Öl ja danach runter gelaufen sein. Also würde ich denken das die Ventilschaftdichtungen hin sind.

Und da ich eh jetzt eine Zylinderkopfdichtung und neue Ventielschaftdichtungen hier habe, werde ich wohl morgen den Kopf vom Motor reißen.

Ich bin mir nur noch nicht ganz sicher, ob ich den originalen Motor (120tkm) im L300 lasse oder den dann kompletten Motor aus dem Galant (211tkm) einbaue.

So weit so gut, morgen gehts dann weiter.
Zuletzt geändert von luzivee am 04.08.2010 - 10:49, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 23.03.2010 - 08:43

Und weiter gehts im Text.
Also ich kann jetzt schon mal einige Sachen aus dem Galant nenne die nicht in den L passen.
Anders sind:
Ansaugkrümmer
ABgaskrümmer
Ventildeckel (anderes Design, aber gleiche Form, und die Kurbelgehäuseentlüftung liegt wo anders)
Nockenwelle (bin ich mir nicht 100%ig sicher, aber die haben verschiedene Bezeichnungen, die vom Galant sieht so aus als ob die früher und länger öffnen würde, hatte aber keine zeit das genauer nach zu Messen)
Motorhalter (allerderdings sind alle nötigen angüsse für die Halter des L vorhanden)
Einspritzung (anderes Rail, die Düsen könnten allerdings passen)


Auf zum nächsten Thema:
Der/das Jetvalve.
Beide von mir zur Brust genommenen Motoren haben eine kastrierte Variante davon.
Bei uns in Eu scheint das nicht ganz so wichtig gewesen zu sein, so das wir keine Düse haben die das Gemisch in rotation versetzt.

Bild

Wir scheinen einen "echten" 3 Ventilmotor zu haben. Man sieht das wirklich spielige "Jet Valve".
Die Luft kommt durch zwei Löcher die oberhalb der eigentlichen Einlasskanäle enden.
Es kann sein das das am allgemein total versifften Zustand des Motor gelegen hat, aber die Dinger waren total zu geschmoddert. Es hat etlichen Aufwand bedarft die Ventile, die Ventilschäfte und die "Ansaugkanälchen" sauber zu bekommen.
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Fremd-Motor im L300 ??

Beitragvon zwo.achta » 20.07.2012 - 10:46

Hallo,

Nachdem unsere Mitzi eine neue Kopfdichtung mit geplantem und abgedrücktem Kopf bekommen hat, ist immer noch Abgas im Kühlsystem und erhöhter Wasserverbrauch (1l/100km) ist auch feststellbar. War nichts festzustellen, aber Kopf scheint einen Haarriss zu haben. Zwar nur im kalten zustand, aber so kanns nicht bleiben. ;-(

Hat jemand schonmal Alternativ-Motoren im L300 verbaut? Meine Überlegung bisher:

- Andere Mitsubishi-Motoren? Hab mal was von dem 16V Galant-Motor gelesen? Bleibt das leidige Getriebeproblem...

- 2.5l 5-Zylinder Diesel ausm Benz - am Besten gleich mit Automatik aus Spenderfahrzeug - L300 Verteilergetriebe anflanschen -fertig. Platz ist genug
vorhanden...

- BMW M21 oder M51 Diesel mit Automatikgetriebe (dürfte längenmäßig sehr knapp werden)


Viele Grüße
zwo.achta
MB 639...
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 06.01.2019 - 14:17

Hallo zusammen,

nach vielen Jahren möchte ich diesen Fred mal wieder ausgraben. In der letzten Zeit habe ich mich aus verschiedenen Gründen in die Materie der Mitsubishi Motoren eingelesen. Da ich mir vorstellen könnte das dieses Thema den Ein oder Anderen interessieren könnte, wollte ich euch an meinem neugewonnenen Wissen teilhaben lassen.

Der 2,4l Otto-Motor der in den meisten Benzin-Elchen verbaut ist hört auf den schönen Namen 4G64 oder auch auf G64B.
Der Motor gehört zu der Sirius Motorenfamilie. Und als Nachfolger dieser Motorenfamilie kann die Hyundai Theta Motorenfamilie angesehen werden. Diese hat andere Bohrungs- und Hubmaße. Allerdings habe ich gelesen, dass die Zylinderköpfe auf 4G6x Motoren passen sollten.
Wie ich auf diversen amerikanischen und australischen Seiten lesen konnte gibt es in der 4G6x Familie viele Bauteile gibt, die zwischen den einzelnen Motoren der unterschiedlichen Hubraumklassen gleich, oder untereinander passend sind.

Da für uns hier, Motoren unter 2 Liter Hubraum nicht wirklich interessant sind, habe ich mich mit diesen auch nicht weiter im Detail beschäftigt.
Die Bezeichnung 4G64 gilt als solche nur für das Kubelgehäuse. Kurbelwellen, Zylinderkopf usw. können dabei komplett unterscheiden. Für Mitsubishi Motoren gilt: Das erste Zeichen im Namen steht für die Anzahl der Zylinder. Das zweite Zeichen gibt an ob es sich um einen Benzin (gasoline) oder einen Dieselmotor handelt. Das dritte Zeichen bezeichnet die Motorenfamilie (in unserem Fall G=Sirius) und das letzte Zeichen steht für den Hubraum. Gelegentlich gibt es ausnahmen von dieser Regel (z.B. G64B) dabei wird das erste Zeichen weggelassen und nach dem "vierten" Zeichen kommt noch ein zusätzliche 5tes hinzu. Beispielsweise ein "B" für zweite Generation oder "T" für Turbomotoren.
Leider ist diese Bezeichnung nicht die ganze Wahrheit. Auch wenn zwei Motoren mit dem gleichen Namen bezeichnet werden heißt das nicht das diese auch gegeneinander austauschbar sind.

Meines Wissenstands nach gibt es folgende Varianten:

-Motoren mit einer 6 Loch-Kurbelwelle (Schwungradseitig)
-Motoren mit einer 7 Loch-Kurbelwelle (Schwungradseitig)

Weiter hin muss man diese Varianten noch aufteilen, in Motoren die für einen Längseinbau oder einen Quereinbau verwendet wurden.
Motoren für einen Längseinbau haben eine etwas andere Gußform für den Getriebebefestigung (wideblock) als die Quereinbauten (narrowblock). Leider sind diese beiden Bauformen des Kurbelgehäuses untereinander nicht austauschbar. Hier kann man grob den Unterschied erkennen,hier gibt es noch ein besseres Bild.

Von Begin der Produktion an bis ca. Mitte 1993 wurden alle Kurbelwellen mit 6 Löchern für die Schwungscheibe produziert. Dabei ist anzumerken, dass alle KW-Hauptlager die gleiche Größe haben.
Nach Mitte 1993 erhielten die Kurbelwellen 7 Löcher und die einzelnen Hauptlager erhielten speziefisch ausgemessene Lagerschalen mit weniger Spiel. Auch die Breite der Hauptlagerzapfen änderte sich im vergleich zur 6 Loch KW. Somit ist es nicht möglich die Blöcke und Wellen untereinander zu tauschen.
Ein weiterer, aber für uns unbedeutender, Unterschied hängt mit den verwendeten Köpfen zusammen. Motoren mit 16v Zylinderköpfen erhielten "gebrückte"/zusammenhängende Hauptlagerblöcke. Alle anderen Motoren hatten einzelne.

Die Motorblöcke wurden je nach Anwendung, Ventilanzahl, Leistungsstufe mit unterschiedlichen Kolben ausgestattet.

Auf die Motorblöcke wurden je nach Bedarf unterschiedliche Zylinderköpfe aufgesetzt.

An dieser Stelle muss noch angemerkt werden, dass Mitsubishi 1996, auf Grund von Kosteneinsparungen, eine Getriebewelle bei Quereinbauten eingespart hat, was dazu geführt hat das die Motoren "andersherum" eingebaut wurden. Vorher saß der Motor in Fahrtrichtung links, nach 1996 rechts. Im Zuge dieser Änderung wurden auch die Zylinderköpfe "gedreht", da weiterhin der Krümmer in Fahrtrichtung vorne sitzen sollte. Natürlich wurden die Köpfe nicht wirklich gedreht sondern nur die Seite an denen die Einlass- und Außlassventile saßen, getauscht.
Interessant ist, das ich bei meinen "Nachforschungen" festgestellt habe das diese Änderung nicht auf den L400 (Otto) zuzutreffen scheint.

Interessant für Elchfahrer sollte die Tatsache sein, dass die Zylinderköpfe zwischen den 2,0l-Motoren (4G63) und den 2,4l-Motoren (4G64) mit kleinen Anpassungen getauscht werden können. Gerade da die 2,4l Zylinderköpfe des Elchs anfällig zu sein scheinen.

Soweit ich das bislang übersehen kann, gibt es folgende Köpfe:

4G63-SOHC-8v
4G63-SOHC-16v
4G63-DOHC-16v

4G64-SOHC-8v (mit Jet Valve)
4G64-SOHC-8v ohne Jet Valve
4G64-DOHC-16V GDI
4G64-DOHC-16V MPI

Offensichtlich gibt es diese Köpfe auch noch mit unterschiedlichen Brennräumen und daraus folgenden Vedichtungsverhältnissen sowie unterschiedlichen Kanalgrößen. Genaueres kann man hier nachlesen.
Wichtiger für uns zu wissen ist es, dass die Ansaug- und Abgaskanäle sowie die Befestigungsbohrungen bei gleicher Ventilanzahl gleich sind. So das man wohl Krümmer oder Ansaugkrümmer von einem 4G63 auf einen 4G64 setzten kann und umgedreht. In der Tunerscene eröffnet das ettliche Möglichkeiten.

Wie man seinen 4G64 Block vorbereiten muss um einen 4G63 Kopf nutzen zu können, kann man hier sehen.


Gruß Johannes
Zuletzt geändert von luzivee am 13.01.2019 - 13:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon luzivee » 13.01.2019 - 12:53

Hallo zusammen,

zur Klärung der Motivationslage. Nach dem ich diesen Sommer ca 2000km mit großem Bootsanhänger und 6Passagieren auf deutschen Autobahnen verbrachte und auch das regelmäßige Fahren durch das hiesige Mittelgebirgen nicht wirklich spaß macht, kam in mir mal wieder der Wunsch auf den Elch zu ertüchtigen. Dabei wollte ich den Aufwand in Grenzen halten. Ich habe mit an die massig verfügbaren Galants mit GDI erinnert und angefangen ein wenig nachzuforschen. Ein weiterer Anlass war, dass ich wissen wollte, ob der Motor den ich vor gut 10 Jahren aus einem 88er Galant augebaut habe, im Elch verwendbar ist.
Dabei bin ich zu den oben aufgeführten Erkentnissen gelangt.

Eine davon ist, das der GDI sich aus zwei Gründen nicht wirklich für den Elch eignet.
1.) Der Motorblock ist ein "narrowblock" und im Elch (sollte) ein "wideblock" verbaut sein.
2.) Der Zylinderkopf ist "gedreht" so dass, selbst wenn dieser in den Elch verpflanzt wird, der Krümmer auf den "falschen" Seite nach unten führen würde.

Anschließend habe ich versucht herauszufinden in welchen Fahrzeugen der 4G64 Motor verbaut wurde und ob diese dann auch für den Elch nutzbar sind.

4G64.JPG
4G64.JPG (141.12 KiB) 139 mal betrachtet


Als "Abfallprodukt" bekommt man, für den Fall das man einen "neuen"/Austausch- Motor sucht, eine Übersicht bei welchen Fahrzeugen man suchen kann.

Für den Elch nutzbar, wenn man den ganzen Motor (inkl Motorblock) tauschen will wäre dann nur noch:

4G64-L300 Plug and Play.JPG
4G64-L300 Plug and Play.JPG (77.55 KiB) 146 mal betrachtet

Wobei ich anmerken möchte dass es höchstwahrscheinlich notwendig wird die ECU und ggf weiter Anbauteile anzupassen wenn man einen 16v Motor wählt. Was auf ein größeres Projekt hinauslaufen würde.

Für diejenigen, die "nur" einen "neuen" Zylinderkopf brauchen sind dann diese Fahrzeuge interessant:

4G64-Kopf.JPG
4G64-Kopf.JPG (54.63 KiB) 139 mal betrachtet

Leider ist die Auswahl, egal wie man es betrachtet, sehr gering. Die meisten potentiellen Spenderfahrzeuge sind in D (EU) selten bis sehr selten und in den meisten Fällen auch noch unverhältnismäßig teuer.

Für die Daten übernehme ich keinerlei Garantie auf Korrektheit und Vollständigkeit. Allerdings bis ich für jeden Hinweis oder Mithilfe dankbar und werde dies Listen entsprechend updaten.

Ich hoffe dem ein oder anderen L300 Fahrer eine kleine Hilfe geben zu können.
Für mich sieht es leider nicht so aus, dass es keine sinnvolle Möglichkeit gibt den Elch mit vertretbaren Aufwand zu ertüchtigen.

Gruß Johannes
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Re: Kleine Motorenkunde L300 4x4 Benziner

Beitragvon 4x4tourer » 15.01.2019 - 06:27

Moinmoin Johannes,

herzlichen Dank für diese ausführliche Recherche! :prost: :super:

Gruß Dirk
L300....der bessere Bulli! ;-p
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