Vorderradantrieb Galloper

Fahrwerk, Antrieb, Lenkung, Bremsen

Moderatoren: Beda, Crazy.max

Benutzeravatar
uwe
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 803
Registriert: 11.10.2002 - 23:20
Wohnort: Neustadt

Vorderradantrieb Galloper

Beitragvon uwe » 07.02.2003 - 16:46

Kurzer Zwischenbericht vom wahrscheinlich einzigen 2WD Galloper dieses Forums:

Wie schon kurz berichtet, hatte sich in Tann mit einem lauten Knacken der Vorderachsantrieb verabschiedet. Kurzer Check zuhause ergab letzte Tage, daß der Flansch der inneren (rechten) Antriebswelle, an dem nach außen hin die Gelenkwelle angeschraubt ist, erhebliches Radialspiel in alle Richtungen hat. Schlußfolgerung: Besagte innere Antriebswelle am äußeren Ende offenbar abgerissen.

Gestern Teile bestellt, heute früh gleich abgeholt und auch gleich einen Termin für den Offenbarungseid vereinbart... :? MMC ruft für die Antriebswelle mit Lager, 2 Dichtungen und 4 Bolzen stolze 425 Teuros auf... AAARRRRGGHHHHH !!!

Heute nachmittag sollte eingebaut werden, die Aktion geriet aber ins Stocken, weil ich keinen Abdrücker für die Kugelgelenke von Spurstange und Achsschenkel hatte.

Ein Freund will mir heute abend noch so ein Werkzeug bringen, mal sehen, vielleicht gehts heute abend noch weiter, ansonsten morgen früh.

Fortsetzung folgt.

Gruß

Uwe
Verdi

Beitragvon Verdi » 07.02.2003 - 16:50

Moin Uwe,

Kopf hoch, wird schon werden :)


Mario
Gast

Re: Vorderradantrieb Galloper

Beitragvon Gast » 07.02.2003 - 16:55

Hallo.

Mach' schön Fotos von dem Gelumpe!

uwe hat geschrieben: MMC ruft für die Antriebswelle mit Lager, 2 Dichtungen und 4 Bolzen stolze 425 Teuros auf... AAARRRRGGHHHHH !!!


Ich empfehle bei der Gelegenheit allen, bei Bedarf erstmal nach gebrauchten Teilen oder alternativen Lieferanten zu suchen. Die MMC-Preise sind meistens Apothekerpreise.

Bsp.: Hauptbremszylinder L300:

- MMC : 280 EUR
- Neuteil, alternativer Lieferant: 190 EUR (+ Versand)
- gebraucht, Allradscheune Trebbin: 50 EUR (+ Versand)


Gruss - kp, der sich über die U-Scheiben zu 21 EUR immer noch ärgert
chrie

Beitragvon chrie » 08.02.2003 - 19:30

Kp

Ob gebrauchte Teile schon immer gut sind? Ich denke bei Lagern solle man schon auf neue zurück greifen, oder was denkst du? ( Verschleiss)

Gruss Chrie
Benutzeravatar
uwe
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 803
Registriert: 11.10.2002 - 23:20
Wohnort: Neustadt

Beitragvon uwe » 08.02.2003 - 21:25

Der (unendlichen????) Geschichte 2. und 3. Teil:

Gestern abend bin ich nochmal zu unserer Halle raus und habe mit dem leihweise erhaltenen Spurstangen-Abdrücker die Spurstange abgedrückt (ja wer hätte DAS gedacht? :roll: ) und auch die Traggelenke der Querlenker getrennt. Mit dem richtigen Werkzeug ging das plötzlich ganz leicht... Sodann die böse, böse kaputte Antriebswelle ausgebaut und siehe da: Sie war gar nicht abgerissen! Vielmehr war die Verzahnung auf der halben Länge (zum Ende der Welle hin) schlichtweg rundgedreht. Diagnose: Aus irgendeinem Grund war die Welle ein paar cm nach außen, also aus dem Differential heraus, gewandert, so daß die Verzahnung nur noch auf ungefähr der halben Länge getragen hat. Selbige hat nun offenbar bei Last sozusagen die Grätsche gemacht. Das Wellenlager war dabei aus seinem Lagersitz herausgerutscht, daher das erhebliche Radialspiel der Welle am äußeren Ende. Zum Schluß noch das Öl aus dem Differential abgelassen, am Magneten der Ablaßschraube reichlich metallischer Abrieb und drei oder vier wirklich kleine Späne, ansonsten auch im Öl nichts besorgniserregendes. Insofern ein noch erfolgreicher Abend, heute früh sollte es weiter gehen.

Heute vormittag dann das böse Erwachen: Die neue Antriebswelle wollte ums verrecken nicht ins Differential! Hab vor Verzweiflung noch den Deckel vom Differential abgenommen, um von innen die Lage zu peilen. Auf den ersten Blick nichts verdächtiges, aber die Welle wollte und wollte nicht rein. Irgendwann kam ein ganz übler Verdacht. Schiebleh.... Verzeihung... Meßschieber genommen und siehe da: Die neu gekaufte Welle ist im Durchmesser zu groß!!! HEUL, WUT !!! :kopfgegenmauer: :kopfgegenmauer: :kopfgegenmauer:

Gleich noch, kurz vor Feierabend, beim Händler angerufen. Erste Reaktion: "Das kann nicht sein!". Hab den guten Mann letztlich doch davon überzeugt, daß er mir das falsche Teil verkauft hat. War aber nicht seine Schuld, hab ihm bei der Bestellung am PC über die Schulter geschaut; für den Galloper war definitiv nur diese eine Welle mit der betreffenden Bestellnummer angezeigt. Nun müssen wir halt sehen, daß wir am Montag von MMC das richtige Teil bekommen können, heute (Samstag) war dort natürlich niemand mehr... :?

Bilder sind schon ein paar gemacht, nach Ende der Aktion stelle ich sie wieder ins Netz, evtl. können sie noch mit auf die Tann-CD. Hängt ja irgendwie damit zusammen...

Gruß

Uwe

z. Zt. Galloper-Immobilien-Besitzer
Benutzeravatar
uwe
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 803
Registriert: 11.10.2002 - 23:20
Wohnort: Neustadt

Beitragvon uwe » 08.02.2003 - 21:30

chrie hat geschrieben:Ob gebrauchte Teile schon immer gut sind? Ich denke bei Lagern solle man schon auf neue zurück greifen, ...


Bei Lagern und Dichtringen etc. gibts gar keine Diskussion: Neu!!! Allein vom Preis her lohnt sich das schon kaum. Bei, in meinem Fall, Antriebswellen kommt man bei den Neupreisen schon eher ins Grübeln, obwohl auch dabei sicher ein gewisses Risiko ist. Es sei denn, der Verkäufer gibt auf seine Gebrauchtteile Garantie. Aber: Versuch mal, für'n Galloper gebrauchte Teile zu bekommen... Und ob evtl. Teile vom Pajero passen, kann oder will Dir auch niemand verraten.

Gruß

Uwe
Gast

Beitragvon Gast » 09.02.2003 - 08:29

Hallo.

uwe hat geschrieben: Diagnose: Aus irgendeinem Grund war die Welle ein paar cm nach außen, also aus dem Differential heraus, gewandert, so daß die Verzahnung nur noch auf ungefähr der halben Länge getragen hat. Selbige hat nun offenbar bei Last sozusagen die Grätsche gemacht. Das Wellenlager war dabei aus seinem Lagersitz herausgerutscht, daher das erhebliche Radialspiel der Welle am äußeren Ende.


Uwe, und wie sieht eigentlich das Gegenstück der abgedrehten Verzahnung im Diff aus? Alles OK?

@chrie: bei typischen Verschleissteilen natürlich nur Neuteile nehmen. Ich meinte z.B. Achse, Tank oder Kühler.

Grüsse - kp
Benutzeravatar
uwe
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 803
Registriert: 11.10.2002 - 23:20
Wohnort: Neustadt

Beitragvon uwe » 10.02.2003 - 00:04

kp hat geschrieben:Uwe, und wie sieht eigentlich das Gegenstück der abgedrehten Verzahnung im Diff aus? Alles OK?


Ja, sieht wirklich noch gut aus. Von außen wie von innen gesehen keine sichtbaren Beschädigungen.

Gruß

Uwe
Gast

Beitragvon Gast » 10.02.2003 - 08:27

... na dann hat der Klügere nachgegeben ;) ...

Grüsse und viel Erfolg! - kp
Benutzeravatar
Borsty
Administrator
Administrator
Beiträge: 9258
Registriert: 24.06.2002 - 09:10
Wohnort: Home of Emmentaler
Kontaktdaten:

Beitragvon Borsty » 10.02.2003 - 09:16

Hallo Uwe
Ich habe da mal ne Frage. Wie können die Wellen eigentlich nach Aussen rutschen. So wie ich es in Errinnerung beim V20 habe, sind da Anschläge vorhanden und die Welle schiebt höchstens sozusagen im Kugelkäfig oder in der Nabe. Ich kenne es vom Galloper und L040 leider nicht, aber wäre interessant es zu wissen. Von Innen sind sie ja verschraubt, wie ich es lese, aber woher kam das Spiel :?: damit sie halb aus der Verzahnung raus konnte. Ist mir ein Rätsel. Vielleicht sonst noch was locker gewesen :?:
Gruss der Neugierig ist :oops:
BORSTY
Benutzeravatar
Beda
Werkstatt-Mod
Werkstatt-Mod
Beiträge: 11630
Registriert: 19.08.2002 - 21:58
Wohnort: Lalo (Langenlonsheim)
Kontaktdaten:

Beitragvon Beda » 10.02.2003 - 10:23

Hallo zusammen,
erstmal das Bild zum Thema.

Bild

Wenn ich alles richtig verstanden habe, geht es um die Welle 32072. Diese Welle scheint mir nur durch den Ring 32022 fixiert zu sein. Das ist im PKW-bereich gängige Praxis und macht -richtig zusammengebaut- auch keine Probleme.
Zuletzt geändert von Beda am 12.12.2008 - 16:47, insgesamt 3-mal geändert.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Benutzeravatar
Borsty
Administrator
Administrator
Beiträge: 9258
Registriert: 24.06.2002 - 09:10
Wohnort: Home of Emmentaler
Kontaktdaten:

Beitragvon Borsty » 10.02.2003 - 10:29

@Beda
Sehe ich das auf der Zeichnung richtig. Dort wo das R ist, ist es im Diff. mit den Kegelrädern verbunden?
Da ist ja "nur" ein Sicherungsring zu sehen.
Gruss
BORSTY
Benutzeravatar
Beda
Werkstatt-Mod
Werkstatt-Mod
Beiträge: 11630
Registriert: 19.08.2002 - 21:58
Wohnort: Lalo (Langenlonsheim)
Kontaktdaten:

Beitragvon Beda » 10.02.2003 - 17:47

Borsty hat geschrieben:@Beda
Sehe ich das auf der Zeichnung richtig. Dort wo das R ist, ist es im Diff. mit den Kegelrädern verbunden?
Da ist ja "nur" ein Sicherungsring zu sehen.
Gruss

Hallo Borsty,
genau so ist das.
@admis,
leider tauchen editierte Beiträge nicht wieder als Neue auf; so geht vermutlich manches Feintuning unter und wird nicht mehr wahrgenommen. Bei mir kommt das ziemlich oft vor, daß ich Beiträge später nochmal nachbesser.
Dieser Beitrag darf nach 2-3 Tagen gelöscht werden.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
Benutzeravatar
Borsty
Administrator
Administrator
Beiträge: 9258
Registriert: 24.06.2002 - 09:10
Wohnort: Home of Emmentaler
Kontaktdaten:

Beitragvon Borsty » 10.02.2003 - 21:22

Beda hat geschrieben:@admis,
leider tauchen editierte Beiträge nicht wieder als Neue auf; so geht vermutlich manches Feintuning unter und wird nicht mehr wahrgenommen. Bei mir kommt das ziemlich oft vor, daß ich Beiträge später nochmal nachbesser.
Dieser Beitrag darf nach 2-3 Tagen gelöscht werden.

Hi Beda
Das ist Normal so. Wenn Du die Zeit vom Nachbessern anschaust, überschneidet es sich mit meinem Posting. Wenn es nur verändert wird, wird es nicht als Neu angezeigt. Besser ist halt nochmals nachdoppeln und ein weitere mal schreiben. Jetzt habe ich es auch erst gesehen, dass es editiert wurde.
Danke noch für die Ausführung. Im Klartext wie ich es gelernt habe und immer noch mache ist, das die Sicherungsringe vom ausstanzen immer eine runde Seite haben und eine scharfe Seite. Also sit es nach mir korrekt, wenn der Zug nach Innen geht, der Sicherungsring mit der scharfen Seite nach Aussen schauen muss. Wir haben bei den Kolbenbolzen z.B immer beide Seiten aus dickeren Sicherungsringen so nachgeschliffen, damit beidseits eine scharfe Kante entsteht und immer so genau wie möglich oder nötig von der Dicke her.
Vielleicht ein Tip wenn jemand mal so ein Ring in den Händen hält. Schaut es Euch mal an.
Gruss und Danke
BORSTY
Benutzeravatar
uwe
Mitglied
Mitglied
Beiträge: 803
Registriert: 11.10.2002 - 23:20
Wohnort: Neustadt

Beitragvon uwe » 10.02.2003 - 23:35

Beda hat geschrieben:Wenn ich alles richtig verstanden habe, geht es um die Welle 32072. Diese Welle scheint mir nur durch den Ring 32022 fixiert zu sein.


Ja, genau so ist es. Wie die Welle nun nach außen rutschen konnte, ist mir absolut unerklärlich. Na auf jeden Fall ist es passiert.

Der Sicherungsring ist bei der alten (kaputten) wie bei der neuen Welle von rundem Querschnitt, sozusagen wie ein zum Ring gebogener Draht.

Die neue (nicht passende) Welle habe ich heute zusammen mit der originalen Welle zum Händler zurückgebracht, ich soll morgen Mittag mal wieder anrufen, in der Hoffnung neue Auskunft zu bekommen.

Fortsetzung folgt. :wink:

Gruß

Uwe

Zurück zu „Unter dem Auto“

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast