Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

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MichaUmDieWelt
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon MichaUmDieWelt » 17.07.2018 - 07:26

Hallo Beda

Ich bin echt erstaunt über die Frage. Für mich sind Sicherheitsgurt und Airbag die allerwichtigsten Teile im Auto. Wenns doch mal passiert will ich ja wieder gesund nach Hause kommen..

Im Moment bin ich aber sowieso total demotiviert, ob ich jemals ein geeignetes Fahrzeug finden werde.
Ich habe im Mitsubishi-Forum nachgefragt und die haben die angebotenen V20 vernichtend beurteilt.

Falls ich überhaupt mal jemals etwas finde, dann werdet ihr es erfahren.

Gruss, Micha
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Matthias
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon Matthias » 17.07.2018 - 08:27

Hallo Micha,

ob das Mitsubishiforum (welches eigentlich?) die richtige Adresse für Fragen rund um die mehrmonatige Fernreise ist, bezweifle ich einfach mal.

Schöne Grüße
Matti
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MF
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon MF » 17.07.2018 - 09:01

Moin

Man findet schon was.

Es braucht aber Zeit.
Oder es braucht mehr Geld,
oder du mußt deine Anforderungen überdenken.

Kaufst du für wenig Geld, mußt du selber schrauben.
Kaufst du für mehr Geld mußt du weniger schrauben.

Anfallende Reparaturen sind in deinen Reiseländern günstiger als in D.

Denk noch mal über den Automaten nach.

Dann kommen wieder mehr Fahrzeuge in die Auswahl.

Gruß Mario
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon Schlappohr » 17.07.2018 - 12:43

Hallo Micha,
ich glaube es ist besser, wenn wir mal ganz vorne anfangen. Zu so einer Reise gehören mehrere Dinge - eines davon ist ganz klar eine gewisse Sturheit oder Unbeeinflussbarkeit. Du willst etwas machen - dann tu es. Fälle Grundsatzentscheidungen und lasse Dir bei Details helfen. Wenn Du schon bei grundsätzlichen Fragen wegen „Meinungen“ von anderen Leuten scheiterst (die selber gar nicht die Reise antreten, aber alles besser wissen) wird das nichts.

Nachgewiesenermaßen kann man die Welt mit einem VW Käfer genauso umrunden wie zu Fuß, mit dem Radl oder mit einem Luxusoffroadfernreisemobil wie Klaus Därr. Nachdem Du Dich in eine Abhängigkeit vom Gefährt begibst ist eine der wichtigsten Sachen Vertrauen und sich wohl zu fühlen. Und um das rauszubekommen musst Du ausprobieren.

Oder Du bist komplett kaltschnäuzig mit ausreichend Vertrauen ins Schicksal unterwegs und kaufst übers Internet ungesehen ein Fahrzeug, schmeisst Matratze, Kühlbox und Kocher rein und fährst einfach mal los ohne irgendwas zu erwarten.

Je länger und je mehr Leute und Meinungen Du Dir anhörst und überdenkst, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit dass Du jemals losfährst.

Der einfachste Weg könnte sein, Dir möglichst schnell eine Vorlage zu suchen (Fahrzeug und Minimalausbau) das nachzustellen und mal drei Wochen noch Polen und Baltikum zu tuckern und Dir anzusehen wie es Dir taugt. Danach baust Du das um, basierend auf Deinen Erfahrungen. Und wenn das Fahrzeug falsch war -> austauschen.

Gruß
Florian
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon Sven » 18.07.2018 - 10:41

Hallo Micha,

ich kann nur unterstreichen, was Florian vor mir geschrieben hat.

Für so eine Reise ist die Auswahl des Reisefahrzeugs wirklich die einfachste Aufgabe, alles geht von Gogo bis Ente.

Viel essentieler sind Fragen wie: was will ich sehen, was will ich erleben, was möchte ich von der Reise, bin ich bereit für so eine Reise. Willst du zum Beispiel Kontakt mit der Bevölkerung des Reiselandes, dann ist die Beherrschung der Landessprache absolut notwendig und das Herumreisen und Schlafen im eigenen Auto völlig kontraproduktiv, dann solltest du lieber als Tramper und Couchsurfer reisen.

Die 2. Fragerunde betrifft dann: Kosten (was kann und was will ich mir leisten), Region/Land, Dauer, Zeit (Klima), Visa, Impfungen/Gesundheitsgefahren (z.B. Malaria), Übernachtungen, Fortbewegung (und erst wenn das entschieden ist kann man eventuell mal über das Reisefahrzeug nachdenken), Besonderheiten (ist z.B. ist das Zielgebiet extrem Mückenverseucht) ...

So wie du es geschildert hast, würde das eine sehr einsame Reise. Ich bin nur einmal so ähnlich alleine gereist, und das in einem Land dessen Sprache ich beherrschte. Es waren nur 3 Wochen. In denen habe ich mich täglich nur mal mit dem Tankwart unterhalten und das war auf die Dauer schon sehr einsam und die 3 Wochen haben mir echt gereicht. So wie du die Reise geplant hast (ich unterstelle mal zusätzlich die üblichen mangelnden Russischkenntnisse) ist sehr kommunikationsarm und beschränkt sich auf Diskussionen mit korrupten Bullen. Wenn du die Welt bereist muss dir klar sein, dass da draussen keiner auf dich wartet - und wenn doch, dann will er nur dein Bestes, dein Geld.

Wie Florian erwähnte, auch Reisen (wie alles andere im Leben auch) will gelernt sein, d.h. fang klein an und wenn es Spaß macht, dann steigere das Niveau, d.h. Schwierigkeit und Länge. So ziemlich alle die sich lange auf die "große Reise" vorbereitet haben sind nie weggekommen oder sind schon nach kurzer Zeit ernüchtert wieder nach Hause gefahren, weil es da draussen nicht so war wie sie es sich vorgestellt hatten.

Grüße
sven
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon Schlappohr » 18.07.2018 - 11:58

Mahlzeit,

Sven - Danke! Der Hinweis auf die Einsamkeit ist sehr wichtig. Besonders wenn man sich in spärlich besiedelte Regionen aufmacht. Da kann man sich sehr schnell auf den Wecker gehen und ist dankbar wenn wenigstens das Hörbuch mit einem redet. (Das war damals in den USA der Grund warum ich mit Steven King Hörbüchern angefangen habe, weil die 40-50 Stunden lang sind :mrgreen:

Sprachkennnisse sind sehr wichtig wenn man tiefer eindringen und etwas lernen möchte und das ist ja in der Regel der Grund warum man so eine Reise macht, oder? Sonst kann man auch mit anderer Leute Reiseberichte daheim bleiben.
Ich finde es sehr spannend mich ohne Sprachkenntnisse ab und zu verständigen zu müssen - da macht man hinterher jeden Fussgängerzonen-Pantomimen platt - aber ich habe leider auch schon sehr oft hinterher gelernt, dass zwei Straßen weiter ein wunderbares Erlebnis gewartet hätte...

Auch auf die Gefahr hin mich zu wiederholen - probier es mal aus. Anfangs vielleicht eine Schönwetter-Region und dann mal asl nächstes eine Woche mit Sch*'#%-Wetter. Dann weisst Du schon mal viel mehr

Herzliche Grüße
Florian
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon MichaUmDieWelt » 23.07.2018 - 09:42

Hallo ihr Lieben!

Vielen Dank für eure Ratschläge. Ich sehe, dass ihr es wirklich ehrlich mit mir meint und mir sehr weiterhelfen wollt.

Was ihr sagt ist richtig. Wenn man alles perfekt machen will, dann kommt man nie los. Und wenn ich Leute frage, die dieses Auto als grösstes Hobby vergöttern (bei http://www.mitsu-szene.de), dann ist klar, dass sie eher den Anspruch haben, ein perfektes Modell statt eines tauglichen Reisemobiles zu finden.

Ich möchte noch etwas zu der Einsamkeit schreiben. Ich habe auch viel darüber nachgedacht.
Eine Idee war einen Hund mitzunehmen. Einmal für mich, als Reisepartner, aber auch als Kontaktmittel zur Bevölkerung.
Letztendlich habe ich das wieder verworfen, weil das kein Grund ist sich ein Tier zuzulegen und es auch ein Leben nach der Reise gibt.

Ich bin trotzdem zuversichtlich nicht zu vereinsamen. Das Auto ist Mittel der Wahl um mich von Ort zu Ort zu bewegen. Da ich aber unendlich viel Zeit habe, möchte ich dort verweilen. Inzwischen ist es nicht mehr schwer über Internet Kontakt zur Bevölkerung aufzunehmen. z.B. Couchsurfer kann dir an fast jedem Ort der Welt Menschen vermitteln, die dir einen Schlafplatz, oder einfach nur eine Stadtführung anbieten.
Von daher bin ich zuversichtlich immer soviel Kontakt zu haben wie ich mir wünsche.
Und wenn ich dann doch mal die Natur und Einsamkeit geniessen möchte, dann kann ich mit einem 4x4 auch mal rausfahren.
So war bisher der Plan und ich hoffe, dass es auch annähernd so klappen wird.
Meine Russischkenntnisse halten sich in Grenzen, aber ich bin dran die Sprache zu erlernen. Also keine Sorge Sven :)

Mario, das mit der Automatik überlege ich mir wirklich nochmal. Allein schon wegen des Mehrverbrauches. Unbestritten ist allerdings, dass sie beim Pajero wirklich kaum mal kaputtzugehen zu scheint, was man von einer normalen Kupplung eher nicht sagen kann.

Also nochmal Danke, dass ihr mir so mit eurem Wissen zur Seite steht.
Ich denke ich werde mir jetzt einen Kompromiss suchen. Ein Auto, bei dem ich ein gutes Gefühl habe und dann schlage ich zu. Und selbst wenn es schief geht... vor allem kostet es einen dann halt Geld. Und das sollte nicht der wichtigste Beweggrund sein.

Gruss, Micha
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon MF » 23.07.2018 - 11:51

Moin Micha

Ich würde den Automat auch als "Ewigläufer" einschätzen.

Aber auch eine Kupplung hält lange , kann aber auch ggf. von jedem "Dorfschmied" :wink: gewechselt werden.

Wenn du Nur wenig in D fährst und dann gleich Richtung Osten aufbrichst,
kann man die ein oder andere Reparatur ja auch haltbar, aber nicht direkt TÜV konform ausführen.

Wenn ich von anderen Reisenden lese, wie deren Fahrzeuge in den Reiseländern repariert wurden.
Es hält manchmal nur 50 KM aber auch häufiger die ganze Reise.
Nur beim TÜV würde mal wohl einen Mangel dafür bekommen.

Du wirst sicher was finden, du scheinst ja auch noch etwas Zeit zu haben?

Gruß Mario
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon Sven » 24.07.2018 - 12:44

Hallo Micha,

gut dass du die Idee mit dem Hund schon verworfen hast, denn Hunde sind nicht überall so ein Kontaktmittel wie in Deutschland sondern in vielen Ländern halt Strassenköter.

Automatik oder Schalter, ich hab ja neuerdings beides als L040 und ich bin überrascht, dass der Automatik offensichtlich nicht messbar mehr Sprit braucht. Lediglich im Falle eines Anlasserproblems kann man den Automatik halt nicht anschieben oder anschleppen (oder kennt da jemand einen Trick?).

Neben couchsurfing ist http://www.workaway.info eine tolle Plattform um mit Einheimischen in Kontakt zu kommen, insbesondere, wenn man viel Zeit hat.

Russisch kann man lernen, klar ganz einfach ist es nicht. Aber es gibt viele schwerer zu erlernende Sprachen, arabisch, chinesisch ...

Über den Winter würde ich mir nochmal Gedanken machen.

Grüßle
sven

PS: bei den Zeiträumen die du reisen möchtest, könnte es Zollprobleme mit dem Auto geben.
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Re: Welcher Offroader für die grosse Reise? Entscheidung muss endlich her! Pajero V20 oder V60?

Beitragvon M1009 » 30.07.2018 - 11:31

Sven hat geschrieben:Nissan gibts in Zentralasien/Russland kaum bis gar nicht.


Das stimmt so nicht mehr unbedingt fuer Russland. Seit Renault-Nissan bei Avto-VAZ eingestiegen ist, gibt es in jeder Grossstadt und in den meisten mittleren Staedten Nissan/Renault Haendler. Problem ist, das die Offiziellen mit Fahrzeugen aelter 10 Jahre schwer tun. Oelwechsel, Bremsen, Fehlersuche nur beschraenkt sich auf das Auslesen der Steuergeraete.

Betreff Teile gibt es jedoch ein Meer an Ersatzteilhaendlern. Auf Lager findest Du seltenst etwas (Filter, Verschleissteile, Riemen mal ausgenommen), je Naeher der Haendler jedoch an einer Grossstadt (>1Mill.) ist, umso hoeher ist die Chance, schnell an Teile zu kommen.

Kleines Beispiel.... Bi-Turbo fuer einen Amarok. Bei einem VW Dealer 14 Tage, Lieferung aus DE. Beim Teiledealer "um die Ecke", 2 Tage, Express-Lieferung aus Moskau.

Noch eine Besonderheit. In RUS gilt (fast immer) Vorkasse. D.h. vor Bestellung mit dem Lieferanten klaeren, was passiert, wenn das Teil nicht passen sollte.

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