Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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freak-tom
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Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon freak-tom » 05.11.2018 - 07:28

Hallo und lieben Gruß an das Forumsteam,

ich habe einige Fragen an Euch, die ich seit geraumer Zeit mit mir herumtrage und würde mich freuen, wenn ich sie nun endlich abgearbeitet bekomme und ihr mir etwas Feedback dazu geben könntet.

Yvonne hatte hier ein Starterproblem angesprochen, welches leider bei mir nicht zutrifft. Insofern musste ein neues Thema her. Im Übrigen ist Mr. Bushi ein Benziner.
In meinem Fall handelt es sich um ein Problem, welches schon seit dem Kauf besteht

1. Motor kalt, startet sofort
2. Motor warm, startet nach 2-5 Versuchen
3. Motor warm, startet selten auch beim 1. Versuch

Bei den mehrfachen Versuchen hört man das Relais immer klicken, nur der Starter dreht nicht. Mein Gefühl ist, dass die Aussetzer sich häufen und habe Bedenken das der Starter irgendwann komplett versagt.

Problembehebung bisher:

1. Kontakte mehrfach gereinigt
2. Die Autobatterie wurde getauscht, keine Verbesserung
3. Neuer stärkerer Startermotor, springt bei warmen Motor gar nicht mehr an
4. Mein Motor wurde kürzlich komplett überholt, keine Veränderung

Hat jemand von Euch eine Idee wonach ich schauen könnte. Wir sind hier alle ratlos. Das schon seit Längerem :nichtgut:
Beste Grüße aus Kanada (nicht weit weg von Yvonne und Thomas)

Thomas
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Re: Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon MF » 05.11.2018 - 07:49

Moin

Wie sieht es mit der Verkabelung aus?

Z.b. an der Polklemme?

Hört sich für mich so an als ob nicht genug Strom ankommt.

Bei Wärme könnte sich etwas (Polklemme, Ringöse) ausdehnen und der Kontakt schwindet.

Hatte ich schon mal mit der Pluspolklemme.

Habt ihr das Kabel zum Starter schon mal ersetzt oder versuchsweise mit einem Überbrückungskabel
ergänzt?

Gruß Mario
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Re: Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon Joe » 05.11.2018 - 11:09

Moin,

da kommt mir doch spontan mein (ansonsten guter) alter Colt in Erinnerung ...

Vom Baujahr her dürften die Elche aus ähnlicher Epoche stammen und dann vermutlich ebenfalls eine über Unterdruck gesteuerte AGR haben? Diese Systeme waren damals nachgerüstet (teils ab Werk) und über Unterdruck angesteuert. Diese Unterdrucksteuerung wurde ins ursprüngliche System integriert, nur dass es damit noch deutlich mehr Schläuche, Ventile und Verbindungen und somit viele potentielle Fehlerquellen gab. Wo darin das große Problem lag? Ganz einfach, die Verstellung des Zündzeitpunktes wurde ebenfalls über den Unterdruck gesteuert und jede kleinste Undichtigkeit, bzw. jeder kleine Fehler im Unterdrucksystem wirkt sich damit dierekt auf die Zündung und damit natürlich auch auf das Startverhalten des Motors aus :?

Ich hatte seinerzeit den gutgemeinten Rat des Werkstattmeisters befolgt und das Auto weggegeben - heute würde ich da wohl selber beigehen und das System überholen und weitmöglichst rückrüsten :wink:

Gruß

Rolf - der hofft, dass Euch das vielleicht ja weiter hilft und zumindest ein weiterer Ansatzpunkt zur Fehlersuche sein dürfte
Galloper 2,5 TCI Exceed kurz, Bj. 2001
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Re: Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon Beda » 05.11.2018 - 16:00

Hallo Thomas,
wenn ich Dich richtig verstehe, dreht der Starter fleissig den Motor, dieser springt aber nicht an.
Habt ihr es mal mit Anschieben oder -ziehen probiert?
Ein Klassiker wäre die halbtote Zündspule.
Die schafft beim Kaltstart und fettem Gemisch einen gerade noch ausreichenden Funken.
Eine gesunde Zündspule sollte ca. 40kV schaffen.
Du merkst schon, daß der Test nicht ganz ungefährlich ist.

Ein schnell ausgedachter Offroadtauglicher Test für ein Fahrzeug und 2 Personen:
Man ziehe an der Zündspule das zentrale Hochspannungskabel ab.
Man schließe ein Starthilfekabel an Masse an und in das andere Ende klemme man z.B. einen Schraubenzieher.
Person 1 hält am isolierten Griff das Schraubenzieherende an den Ausgang der Zündspule.
Jetzt betätigt Person 2 den Starter.
Gleichzeitig versucht 1 einen möglichst langen Funken zu ziehen.
Das muß richtig laut knattern und unter perfekten Bedingungen sollte man bis zu 20mm hinkriegen.
Unter 10mm ist die Zündspule Schrott.
Liebe Kinder nicht nachmachen!
An1: Das Fahrzeug dabei möglichst nicht berühren!
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon 4x4tourer » 05.11.2018 - 19:39

Moin Beda,

freak-tom hat geschrieben:Bei den mehrfachen Versuchen hört man das Relais immer klicken, nur der Starter dreht nicht. Mein Gefühl ist, dass die Aussetzer sich häufen und habe Bedenken das der Starter irgendwann komplett versagt.


Motor dreht dabei nicht, weil der Starter schon nicht dreht.

Ein ähnliches Problem kenne ich von meinem Benziner auch. Manchmal springt er auf Schlag an, dann wiederum erst nach mehrfachen Versuchen. Dabei ist ebenfalls jedesmal das Klicken des Relais zu hören, aber der Starter rückt nicht raus. Ich hatte anfangs den Starte selbst, bzw. den Magnetschalter in Verdacht. Hab dann aber mehrere Starter durchgetauscht und keine große Veränderung bekommen. Neue Batterie etc. hat ebenfalls nix verbessert, Kontakte gecheckt etc. alles ohne Erfolg. Beim den Startversuchen habe ich
1. das Gefühl, wenn ich den Schlüssel komplett zurückdrehe und nicht nur das kurze Stück zum Wiederstarten, dann hab ich oft mehr Glück. Daher beschleicht mich schon eine Weile das Gefühl, es könnte am Zündschloss liegen.
2. auch versucht, wenn er nicht wollte, den Wagen bei eingelegtem Gang ein wenig rollen zu lassen, bzw. auch schon mal versucht mit eingelegtem Gang den Wagen ein bisschen im Getriebe zu schubsen. Nur soweit das der Gang am Getriebe greift und die Schwungscheibe einen Ticken dreht. Dann ließ er sich plötzlich starten.

Du kannst das ja mal selbst nachtesten.

Da ich mittlerweile das Problem kenne und damit leben gelernt hab, hab ich das bisher (auch mangels Zeit) noch nicht weiter verfolgt. Ich probier halt ein paar mal und dann kommt er in der Regel ja auch.

durchstartende Grüße Dirk
L300....der bessere Bulli! ;-p
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Re: Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon Beda » 05.11.2018 - 21:11

Na gut!
Hi,
das kommt davon, wenn man etwas nur überfliegt.
Ich würde zwischen Starter und Batterie mit Starthilfekabeln zusätzlich Masse und Plus anklemmen.
Dann je nach Platzverhältnissen mit einem Hilfskabel oder direkt am Starter den Steuerkontakt bestromen.
Dreht er jetzt, weißt Du, wo Du suchen mußt.
Dreht er nicht, weißt Du, daß etwas mit deiner Theorie nicht stimmt.
Dann würde ich zusätzlich mit einem 2. Fahrzeug mit laufendem Motor Starthilfe geben.
Dreht er jetzt, hast Du ein Problem mit Batterie und/oder Ladekreis.
Dreht er nicht, stimmt etwas mit dem Starter nicht.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: Starterprobleme L300, Benzin, 4G64

Beitragvon Bishop » 07.11.2018 - 23:11

Hab mir mal genau alles Durchgelesen und Durchgedacht.
Natürlich hab ich mit diversen Modelbezogene wewechen im allgemeinen nicht so viel Erfahrung wie die alten Hasen hier aber so wie das Problem sich darstellte liegt es Definitiv an der Elektrik!

Das mit der Zündspule kann stimmen was ich aber nicht glaube. Da diese den kalten Motor ja sofort startet. Wenn diese ein Problem hätte würde die beim kalten Motor die gleichen Probleme machen wie bei warmen Motor.

Ich persönlich vermute dass irgend ein Kabel der Komponenten die am Start mitwirken, höchstwarscheinlich die Kabel vom/zum Starter oder an den gegenstellen dieser Kabel, an den Anschlüssen die Isolierung beschädigt/undicht geworden ist.

Dadurch können diese Kabel wegen der Kapillarwirkung dann Wasser ziehen. Das Kupfer beginnt dann nicht sichtbar unter der Isolierung zu korodieren.

Durch diese Korrossion kann genau dieses Fehlerbild entstehen!

1. Die Korrossion erhöht den Wiederstandswert eines Kabels enorm. Dafür reicht im kalten Zustand die Stromspannung anscheinend gerade noch.

2. Der Wiederstandswert des Kabels erhöht sich durch wärme noch einmal um einiges.
Was aber auch heißen muss das dieser Anschluss oder dieses, an den Anschlüssen bereits korrodierte, Kabel irgendwo and sehr warmen/heißen Teilen im Motorraum vorbeilaufen muss.

Hab dies schon mal selbst erlebt.
Das heißt jetzt nicht das es unbedingt das sein muss aber es is zumindest eine überprüfung wert! Aber meiner Meinung nach liegt der Fehler ganz sicher in der Elektrik.
Hoffe konnte vielleicht etwas helfen

Lg Bishop

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