Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Beitragvon guido » 28.11.2018 - 21:36

Servus zusammen,

es hat meinen 3,5er erwischt. Bei nur knapp 180.000Km hab ich nen Pleuellagerschaden.
Wenn der Motor kalt ist, ist noch Ruhe. Kommt er auf Betriebstemperatur und ich komme in den Teillastbereich klappert es.
Auch bei Drehzahlen über 4000.

Jetzt steht ja eine größere Aktion an. Ohne den Motor auszubauen komm ich ja nicht von unten an die Kurbelwelle ran.
So und nun die große Frage....wenn der einmal raus ist. Dann nur die Ölwanne ab und die defekte Schale tauschen?
Den ganzen Motor machen.....
Mit wieviel Euro muss ich denn ca. rechnen?

Danke für eure Tips.

VG
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Re: Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Beitragvon Beda » 28.11.2018 - 22:10

Hallo Guido,
wenn der Motor "obenherum" unauffällig war, würde ich bei der Laufleistung noch keinen Komplettneuaufbau planen.
Ist die Kurbelwelle unbeschädigt, würde ich sie nur neu lagern.
Eine Erklärung für den Schaden würde ich aber schon suchen.
Eine neue Ölpumpe wäre noch naheliegend.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Beitragvon unbemerkt » 29.11.2018 - 10:56

Moin Guido,

mein Beileid. Du kämst gut von unten ran, ich habe beim kleinen Bruder (6G72) die Lagerschalen geprüft (etwas runter scrollen).

Bild

Aus meiner Sicht sind eher die äußeren Umstände für oder gegen eine Motorentnahme maßgebend (Werkstattplatz, Selbstschrauber etc.). Ich hatte zu keiner Zeit Probleme an den Motor im V20 zu kommen, hatte aber auch Platz auf der Grube und kam so immer oben und unten zeitgleich gut an alle Teile. In Ermangelung eines "Motordrehspießes" stellte sich die Frage kaum. Auch die Bestellzeit für Ersatzteile ist bei der Planung der "Stehzeit" wichtig.

Unbedingt würde ich suchen, bis ich den Grund für den Schaden finde - Ölpumpe vermessen (man erkennt leicht wann verschlissen) und alle Ölleitungen und Kühlflüssigkeitswege kontrollieren. Weiter unten in meinem Beitrag findest Du Gedanken zum Pleullagertausch auch am 6G74 sowie einen Link zu Prüfstreifen welche ich verwenden würde.

Da die ersten Dichtungsringe oft vor dem dritten Zahnriemen undicht werden, würde ich alle Simmeringe und O-Ringe am Motor tauschen. Bei mir war unter anderem der O-Ring an der Ölpumpe hart und undicht.

Bild

Alle Ersatzdichtungen aus dem "normalen" Fachhandel habe ich versucht in meinem Beitrag zu beschreiben. Vermutlich wirst Du einen großen Teil auch am 6G74 verwenden können - die Zeit für Ausbau, Vermessung und Bestellung, wie oben beschrieben, vorausgesetzt.

Ich drücke Dir die Daumen, bin notfalls über Festnetz erreichbar.

@ Beda, wie prüfst Du neben den Lagerschalen auf eine "unbeschädigte" Kurbelwelle?
Die Ölpumpe besteht neben den zwei Stahlrädern (auf Kurbelwelle) nur aus den Gehäusedeckeln. Hast Du Erfahrungen mit Schäden, welche nicht in Schleifspuren sichtbar bzw. messbar wären?

Das Überdruckventil fällt mir gerade noch als Prüfpunkt ein.

mit Grüßen von Kay

PS: @ Guido, hast Du eine Öldruckanzeige an Board und was sagt diese?
Bitte schicke uns Bilder vom offenen System.
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Re: Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Beitragvon guido » 29.11.2018 - 11:20

Hallo Kay,

sehe ich das richtig, dass Du die Ölwanne ohne Motorausbau oder Ausbau der Vorderachse nach unten abgenommen hast?

Zeit spielt keine so große Rolle. Hab ja noch nen V20 zum fahren.

VG Guido
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Re: Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Beitragvon Beda » 29.11.2018 - 11:42

unbemerkt hat geschrieben:@ Beda, wie prüfst Du neben den Lagerschalen auf eine "unbeschädigte" Kurbelwelle?

Hay Kay,
einfach optisch.
Ist die Oberfläche makellos, hat bisher das Maß auch immer gestimmt.
Ist die Oberfläche beschädigt, gibt es keine schnelle Lösung.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Pleuellagerschaden 6G74 - 3,5

Beitragvon unbemerkt » 29.11.2018 - 13:41

Hallo,

@Beda, Danke für den Hinweis. Noch Ideen zur Ölpumpe? Diese scheint mir zu simpel um Fehler nicht zu finden...

Bild

@ Guido, die Ölwanne ist zweiteilig und geht dadurch halbwegs raus. Nur die Ansaugung der Pumpe (Filter in der Wanne) muß zwischendurch demontiert werden, was ziemlich krumme Finger und Steckschlüssel benötigt.

Ich hatte beim Pajero den Querträger draußen, die Achse gleichmäßig abgesenkt und etwas tiefer auf Blöcke abgelegt.

Das Ölsieb mit dem Ansaugtrichter befindet sich bei der geteilten Ölwanne unter dem oberen Teil, in welchem auch noch ein Schwallblech den Zugang einschränkt. Man muß also den Trichter mit Sieb oberhalb der Wanne am Motorblock ab- und anschrauben bevor man an die obere Wanne ganz dran kommt. Wann man das Silikon dann anbringt ohne es zu verschmieren.... :kopfgegenmauer:

Wenn Du Deine Ölwanne ab hast, kontrolliere auch die Öffnung hinter dem Ölstabschutzblech, daß dort der Zugang zum Ölreservat frei ist.

Wie man die obere Ölwanne mit Silikon versieht und die Ölansaugung in der angehängten Wanne anschraubt kann ich nicht erklären, eigentlich geschieht aber alles gleichzeitig.
So konnte ich aber den sonst schlecht erreichbaren Motorträger und die untere Ölwanne auch gleich anstreichen.

Bild

Zur Bastelei verwendete ich V20-eigenen und die fahrzeugunabhängigen Motorhandbücher.

mit Grüßen von Kay
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