Dachzeltheizung

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MF
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Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 03.01.2021 - 18:59

Moin

Ich hab mir eine China Luftstandheizung gekauft.
Da das Thema mit diesen Heizungen im Netz am häufigsten mit dem Synonyme Dachzeltheizung verknüpft ist denke ich es wäre ein geeigneter Titel.

Ich habe mir das Teil als Werkstattheizung angeschafft.
Ich würde es dann aber auch in eine Kiste verbauen, dann kann man doch mal flexibel den Standort wechseln
und sie auch mal auf dem Dachgepäckträger mitführen und dann damit das Auto heizen.
Wo wir dann doch wieder bei dem Schlagwort Dachzeltheizung sind.

Warum auf dem Dachträger?
Da diese Geräte zwar mit einem CE Zeichen bedruckt sind,
aber in Fahrzeugen nicht eingebaut werden dürfen.
Zumindest nicht in D.
Und die gängigen Meinungen im Netz und von Freunden geht auch dahin, daß niemand diesen Heizungen so gut recht über den Weg traut.
Zumindest möchte keiner die Heizung im Auto haben und daneben schlafen.

So nun mal allgemeines.

Ich hab die Heizung für 92€ bei einem chinesischen Händler bestellt der aber aus CZ versendet.
Die Heizung war nach 4 Tagen da.

Bild

Da ist alles bei was man braucht.

Ob man die Qualität ausreichend findet muss man schauen,
aber es kann sofort losgehen.

Einzig der grüne Kraftstoffschlauch. Der ist zu dick. Da sollte man direkt die dünnen 1mm Schläuche für SH benutzen.
Ich habe zwar Testläufe damit gemacht, aber das hätte ich mir schenken können.

Es ist eine Anleitung dabei, wo auch in deutsch erklärt wird.

Bild

Und hier die weiteren Zertifikate und CE Zeichen.

Bild

Bild

Der Kabelbaum ist komplett vorgefertigt.
Alles mit Steckern, nur Plus und Minus muss man noch zur Stromquelle führen.

Bild

Das Display (es gibt verschiedene Varianten) ist leicht bedienbar und die Austattung ist gut.
Es zeigt zB auch die Akkuspannung an.
Zudem kann man natürlich die Wunschtemperatur einstellen.
Man kann aber auch die Lüfter und die Taktparameter der Dosierpumpe beeinflussen.
Es gibt sogar die Funktion die Pumpe allein takten zu lassen um den Diesel vorzufördern wenn die Leitung leergefahren wurde.

Es gibt zwei Zeitschaltuhren mit denen man die Start und die Stopzeit der Heizung vorwählen kann.
Man kann sie natürlich auch manuell laufen lassen und sie regelt dann ab der Wunschtemperatur runter.

Gruß Mario
Zuletzt geändert von MF am 03.01.2021 - 19:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 03.01.2021 - 19:16

Hallo

Ich habe die Heizung erst simpel auf einem Eimer getestet.
Da war der Weg für den Auspuff aus dem Schuppenfenster aber ungünstig.
Daher habe ich das noch mal neu angelegt.

Bild

Für mich war in erster Linie wichtig ob alle funktioniert.

Als nächstes werde ich die Heizung so im Schuppen platzieren das die Abgase durch eine Art Schornstein entweichen können.

Dann geht es an die Suche nach einer geeigneten Behausung für die Heizung.

Im Netz gibt es schon zig Varianten.
Die Unterschiede sind da eher.

Wieviel Geld möchte ich ausgeben.

Eine schöne Alukiste kostet nochmal 65€.
Dann noch diverse Kleinigkeiten für die Anschlüsse.

Am Ende hat man für ca. 200 bis 250€ (100€ Heizung inkl.) eine super Heizungskiste.
Mir ist das grad noch zu viel.

Das nächste Thema bei den Überlegungen.
Die Spannungsversorgung.

Die Heizung zieht in der ersten Phase gut 10A, später zwischen 4A und 2A.

Soll ein Akku mit in der Box sein? Wenn ja welcher?

Oder ziehe ich ein Kabel zur Bordbatterie? Wenn ja wie und mit welchem Stecker?

Wie mache ich es stationär?
Mit Netzteil? Wenn ja, welches ist gut und günstig? Ein paar Selbstbauer nutzen alte PC Netzteile.

Wieviel Diesel soll da mit in die Kiste?

Wie bekommt man die warme Luft in den Raum oder in's Auto.

Das Display ist ja auch das Raumthermometer. Das sollte auch mit in den Innenraum, damit es komfortabel wird.
Das sollte man auch flexibel anschließen können

Ich denke wir haben hier genug Ideen das noch zu verfeinern.

Anbei noch zwei Video's.

https://drive.google.com/file/d/1DyL6ky ... sp=sharing

https://drive.google.com/file/d/1hS3EGS ... sp=sharing

Man kann da auch gut erkennen, daß man die Heizung auch recht laut ist.
Das möchte man auch so nicht im Auto haben.

Zudem kann man sich noch streiten, warum man des Nachts Sorgen um die Heizung hat wenn sie im Auto eingebaut ist,
aber nicht wenn sie auf dem Auto steht.

Klar wenn Abgase austreten oder Diesel ausläuft ist es außen am Auto nicht so dramatisch.

Wenn das Teil überhitzt und in Brand gerät ist es überall Mist.



Gruß Mario
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon Emu » 04.01.2021 - 01:15

Hallo Mario,

sehr interessantes Thema. Habe mich auch schon viel damit beschäftigt, nachdem ich vor zwei Jahren in Frankreich fast im Dachzelt erfroren bin :lachen:

Wenn du die Heizung in einer Box neben dem Dachzelt anbringst, könntest du den Warmluftschlauch schonmal ins Zelt legen.
Bei Klappzelten sollte das im Bereich der Scharniere sehr gut möglich sein.

Um alternativ den Innenraum des Autos heizen zu können, könntest du z.b. für ein Fenster der hinteren Türen eine Holzplatte anfertigen, die du mit Hilfe des Fensterhebers am oberen Rand einklemmen kannst (Prinzip Nut-Feder).
In die Holzplatte käme noch ein Loch mit einem Stutzen, auf den du den Warmluftschlauch von außen aufstecken könntest. Eine 10cm hohe Platte könnte schon ausreichen.
So wäre das Ganze relativ Luft- & Wasserdicht und einbruchsicher :idee04:

Gruß Florian
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon Borsty » 04.01.2021 - 08:00

Moin Mario
Da kann man nur auf weitere Berichte gespannt sein.
Strom wie Du bemerkt hast brauchen sie für den Start am Meisten, dann muss nur noch Bedienelektronik und Pumpe damit versorgt werden. Bei den Planar die mein Kollege lange und immer noch beim Aufbau verwendet werden ist eine Motorradbatterie mit Ladeerhaltungsgerät und einem Tank aus Flugzeugmodellen am Start. Da die beiden Heizungen später im LKW verbaut werden hat er sich auch genau wie Du eine der China Heizungen bestellt. Allerdings so eine die in einer Kiste mit Allem Pipapo darin verbaut ist. Leider noch nicht ausprobiert, aber daran neugierig Teile begutachtet welche er wetten würde dieselben wie Planar sind. Ich bin sehr gespannt was Du berichten wirst.
Christian hatte auch eine Standheizung um das Dachzelt zu Heizen damals im Anhänger. Glaube die Zuführung war über den Boden im Kopfbereich. War allerdings ein Hartschalenzelt.
Umgekehrt habe ich bei in Fahrzeug verbauten das System wie schon beschrieben verwenden. Platte mit Schlauch an den hinteren Fenstern eingeklemmt und zur Luftzughilfe ein PC Lüfter. Noch was zum Verbrauch an Treibstoff. Der Verbrauch der beiden Planar liegt bei einem Knappen Liter die Stunde Laufzeit bei Vollast.
Ich selber da nur 65mm Luftanschlüsse habe mir auch bei nem Chinaanbieter für sage und schreibe 10 Euro 2 Schläuche, 2 Endstücke fix zum verbauen, drehbaren Köpfen und Y-Verteiler zugelegt zwecks besserer Verteilung im Innenraum. Ich muss ehrlich schreiben die Qualität der Schläuche sind besser als die Originalen der Ebersbächer da 3-Fach und quasi mit Aussenisolierschicht. Je 1,5m lang bis 2m dehnbar. Werden Aussen nicht so heiss wie der Hauptschlauch wo ich schon überlege diesen durch solche zu ersetzen. Wie Du weisst ist auch meine Luft standheizung Aussen montiert.
Bin gespannt auf weitere Inputs.
Gruss Uwe
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 04.01.2021 - 09:32

Moin

@Florian: Ja, so ,mit der Platte und den Eingängen ins Dachzelt, das sind die gängigen Lösungen.

Bei diesem Thema kann man eigentlich nichts mehr wirklich dazu erfinden.

Die Kisten werden kommerziell von einigen Ausrüstungshändlern vertrieben,
da mit oder ohne Akku.

Die Selbstbauerszene, besonders die enorm große der Dachzeltcamper, hat schon so fast alles probiert mit den Luftheizungen.
Also, diverse Varianten welche Kiste man nimmt, welche Anschlüsse die Kiste hat und welchen Weg die warme Luft ins Auto oder Zelt nimmt.

Da gibt es auch viele Wege. Wie oben beschrieben mit diversen "Fensteradaptern" oder es werden gleich ganze Scheiben gegen Platten getauscht.
Das wäre vielleicht auch eher mein Weg da so eine Kiste bei mir über dem Laderaum stehen würde.

Es gibt aber auch Leute die gleich direkt durch Autodach gehen.
Muss auch nicht schlecht sein.

Ohne Werbung machen zu wollen hier mal ein paar Video's aus Youtube.

Kommerzielle Variante.
https://www.youtube.com/watch?v=a-Tmsz6r2o0

Hier eine Selbstbaulösung vergleichbar einfach.
https://www.youtube.com/watch?v=qauK_rSoXPo

Hier selbstbau und sehr gut gelöst und erklärt. (wer hat`s erfunden.... :wink: )
https://www.youtube.com/watch?v=lyxn5zwF37c

Hier noch ein Link zu den Dachzeltnomaden.
Da ist auch viel erklärt.

https://dachzeltnomaden.com/2020/10/04/ ... en-winter/

Ich werde meine Heizung die Tage erstmal relativ fix im Schuppen platzieren und mir dann eine günstige Kiste suchen.

Gruß Mario
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon 4x4tourer » 04.01.2021 - 11:52

Moinmoin,

ich schließe mich hier mal an. Hatte mit Mario schon kurz per PN im Vorfeld dieses Freds geschrieben und find es gut, dass es nun eine größere Runde erreicht.
Das Interesse an den Chinakrachern ist wohl nicht ohne. Bevor ich wußte, dass Mario sich so ein Teilchen zugelegt hat, hab ich mich auch schon mehrfach damit beschäftigt. Ein Bekannter der grade seinen T4 ausbaut, hat mich gestern abend noch auf so ein Teil angesprochen. Er plant ebenfalls den Kistenbau, also nur wahlweisen Betrieb. Bei mir steht genau diese Varainte auch auf dem Plan. Ich nutze meine Fahrzeuge überwiegend im Sommer und da brauch ich keine SH. Im Frühjahr oder Herbst, können die Nächte aber schon mal recht frisch sein, da wäre so ein Lösung, das Teil bei Bedarf einpacken und nutzen zu können prima. Und dann natürlich sowohl in dem einen wie auch dem anderen Fahrzeug. Die bereits erwähnte Lösung mit Klemmbrett / Klemmblech im Fenster, wäre auch meine Option. Ich hab mir für Abgasausführung der Kühlbox im L auch schon so was gebaut. (Nur für den Gebrauch wenn ich mit Gas kühle). Was raus gut geht, sollte rein also auch kein Problem sein. Beim L könnte ich in das bereits vorhandene Blech sicher einfach nur eine zweite Öffnung mit entsprechend passendem Stopfen setzen. Dachträger sind auf beiden Fahrzeugen schon drauf.
Auf dem SAT hab ich diese Lösung erstmals an einem Caddy gesehen. Der hatte das Teil am Beifahrerfenster eingeklemmt und die Heizung auf einem Seitenwinkel gleich da dran stehen. Hat den Vorteil eines kurzen Weges von aussen nach innen und somit möglichst wenig Wärmeverlust auf dem Aussenweg.
Stromversorgung würde ich eine normale 12V Stecker-Versorgung übers Bordnetz und die Zweitbatterie wählen. Die ist eh vorhanden. Eine eigene im Kasten würde wieder zusätzliche Kosten und Gewicht ins Spiel bringen und die will ja auch regelmäßig geladen werden.
Ach ja, apropo Kiste. Auf dem Caddy war das Teil einfach auf ein Brett geschraubt und dann eine selbstgebaute Blechhaube (vorn und hinten offen) drüber. Wäre dann wohl eine Lowbudgetlösung die auch zu funktionieren scheint. Ansonsten wären alte Muntionskisten auch eine Lösung, aber deutlich schwere als eine Alubox. Dazu muss so eine Alubox ja nicht unbedingt neu sein, wenn man eh Löcher reinschneiden will, Da findet sich doch sicher auch was gebrauchtes.

Alternativ sind die Dinger ja auch schon fertig eingebaut, wie auf dem von Mario geposteten Anleitungsbuch zu sehen, für ich meine um die 150.-€ zu finden. Das Teil so auf ein Brett geschraubt und eine Blechhutze drüber, und dann ist das doch schon fast fertig.

Soviel mal von mir zu den Gedanken.

erwärmende Grüße DD
L300....der bessere Bulli! ;-p
------------------------------------------------------------
L300 Bj.90 2.4L Benziner
Dangel 4x4-Berlingo Bj.08 1.6L Hdi Diesel
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 04.01.2021 - 13:15

Moin

Gehen eine ungeschützte Kiste spricht für mich der Transport.
Für mich macht es nur Sinn wenn ich die Kiste bei Wind und Wetter und natürlich während der Fahrt
auf dem Dach habe.

Am Zielort möchte ich dann nur noch maximal den Warmluftschlauch die Stromversorgung und das Display anstöpseln und gut.

Daher müßte meine Kiste, wie bei vielen anderen auch, Kiste und Anschlüsse Schlagregenfest sein.

Zumindest der Warmluftausgang und die Abgasöffnung sollten aus der Kiste führen.
Für Display und 12V Zuleitung kann man auch etwas simples machen.

Und klar. Ich halte auch ausschau nach gebrauchten Kisten.
Auch eine Stahlkiste würde ich nicht scheuen. So viel mehr an Kilos ist dann auch nicht.



Gruß Mario
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon unbemerkt » 05.01.2021 - 15:23

Moin Mario,

bei etwa gleicher Heizung in meinem Besitz, treiben mich ja ganz ähnliche Gedanken um. Ob ich in der nächsten Zeit aber Gelegenheit finde quasi nebenher zu bauen, kann ich noch nicht absehen.

Hier aber schon einmal meine bisherigen Gedanken zu dem Thema.

Um die Heizkiste möglichst universell zu halten, überlege ich nur das Nötigste "einzupacken", z.B. eine separate Batterie/Tank-Kiste dazu zu stellen. Auch habe ich einen Bundeswehrkanister mit Dieselabzweiganschluss.

Für die Dach- oder Unterbodenkiste stehen bei mir deshalb auf der Liste:

- oben dicht, unten Ablaufloch
- Platz für Kabel, Dieselschlauch und evtl. auch den Heizschlauch bei Transport
- Kabelausgänge regenwasserdicht unter Deckel nur bei Nutzung
- Innenboden der Kiste leicht erhöht für Auspuffausgang unten, sowie Weiterführung zur Seite durch den Abgasschlauch (evtl. Winkelstück im Übergang für kleinen Winkel und kleine Standfüße für etwas Bodenabstand)
- haltbarer Lüfterschlauch um 1,5 bis 2 Meter mit einfacher Anschlussmöglichkeit z.B. an HT-Rohrstutzen zwecks preiswerter Abdeckelung etc.
- Netzteil mit 220 Volt Zuleitung in Kiste, so daß Stromkabel nur bei Betrieb unter dem Deckel ausgeführt werden.

Meine Kiste soll also eher das Zubehör für den Transport schlucken können und einfach verstaubar sein. Solche Extras wie Zusatzbatterie und den Tank (bzw. Kanister) hat man ja auch in heizungsloser Zeit oft dabei.

Wenn die Kiste ohne Kanister leicht genug wird, kann ein einfaches Zurrschienenhaltesystem übernommen werden.
Bild

Unabhängig davon werde ich versuchen die Heizungslüftung an mein Innenraumheizungssystem anzuschließen um die normalen Lüfterdüsen nutzen zu können und nicht an den Autofenstern basteln zu müssen. Wozu habe ich all die schön verstellbaren Innenraumdüsen im KFZ bzw. soll meine Heizung halbwegs unabhängig vom Fahrzeugtyp bleiben, denn wer weiß was kommt.... :wink:

Inwieweit der Ventilator der Heizung dazu genügt oder ich einen leiseren großen PC-Lüfter (siehe auch die Kühlkistenersatzlüfter der Mobicool) dazu nutzen kann, will ausprobiert sein.

mit Grüßen von Kay

PS: Falls Du auf der Arbeitsheimfahrt Lust hast, gern... :handy:
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon unbemerkt » 06.01.2021 - 16:51

Moin Mario,

nach etwas Gründeln bei den Profiheizungsbauern scheint mir die Frage nach Frisch- oder Umluftverlegung nicht ganz fehl am Platze.

tigerexped.de hat geschrieben:Die Ansaugung der Raumluft (nicht zu verwechseln mit der Verbrennungsluft) sollte immer im zu beheizenden Raum erfolgen, aus mehreren Gründen. Der Wichtigste: Draußen weiß man nicht, was man ansaugt und was man sich ins Fahrzeug holt. Im schlimmsten Fall bei drehendem Wind sein eigenes Heizungsabgas oder aber ein marokkanischer Sandsturm oder fieser Novembernebel. Außerdem arbeitet die Heizung weitaus effizienter und auch leiser, wenn sie die einmal erwärmte Raumluft auf Temperatur hält, anstatt ständig kalte Außenluft aufheizen zu müssen. Zur Frischluftversorgung sollten daher lieber Fenster oder Luken leicht geöffnet werden. Auf diese Weise entweicht auch gleich Feuchtigkeit und Kondensat.
Bitte nicht verwechseln: Man verbraucht und verbrennt damit keinen Sauerstoff im Fahrzeug, die Ansaugung für den Verbrennungsmotor der Heizung ist draußen. Es geht hier ums Umwälzen der Raumluft.


Die Effektivität dürfte durch einen zweiten "isolierten" Schlauch wesentlich steigen. Ich würde wenigstens einige Versuche mit einem Anschluß an die Fahrzeugentlüftung machen, um Unterschiede zu ermitteln.
Zugegebener Maßen denke ich dabei auch an ein paar unangenehm kalte Nächte in libyschen Sandstürmen.

mit Grüßen von Kay
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 07.01.2021 - 09:47

Moin

Das mit der Umluft macht Sinn.

Das gibt aber dann mehr Geraffel bei der Ksitenlösung.

Bei einem im Fahrzeugeinbau gut lösbar, aber auf dem Dach?

Da wäre dann der zweite Schlauch die Lösung.

Grundsätzlich "beissen" sich bei der Kistenlösung wohl die beste Effizienz der Heizung mit der Flexibilität eines solchen Systems.

Man wird Kompromisse machen, beim Handling und bei der Effektivität.

Ich werde die Heizung ja mehr im Schuppen nutzen.
Da sauge ich die warme Luft an.

Auf's Auto kommt sie (stand heute) knapp 5 mal im Jahr in der Übergangszeit.

Ich würde für mich keine Umluft planen,
jedoch das Thema mit den angesaugten Abgasen etwas mehr in den Fokus rücken.

Gruß Mario
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon Borsty » 08.01.2021 - 16:38

Hallo Luftheizer
Also da bin ich nicht ganz der Meinung das die Heizung ins Fahrzeug muss da ich selber die Heizung Aussen unter dem Fahrzeug installiert habe. Vorallem bei einem kleinen Raum ist das absolut vernachlässigbar.
Anderseits muss man eben gut gucken das sich die Ansaugung und Abgase nicht kreuzen können. Ich habe Fahrerseitig am Heck die Abgase und die Ansaugung der Luftzufuhr für Heizung sowie Luftzufuhr für Verbrennung rechts und das ziemlich hoch am Unterboden. Muss man halt auch bei Wasserdurchfahrten mehr als 60cm gucken. Sollte sich der Wind mal wirklich so einstellen das man etwas riechen würde habe ich 1m etwas grösseres Auspuffrohr dabei das ich benutze um es noch weiter wegzuleiten. Ich habe es so gemacht weil die Heizung im Innenraum wenn er klein ist unerträglich laut ist und das die Umluft zwar schneller warm wird, aber die Heizung dadurch nur extrem kurze Laufzeit hat was schädlich für sie ist. Sie ist zwar Innen etwas leiser, man muss aber auch gut Schallabsorbieren. Meist ist die Pumpe besser hörbar. Da die Luftheizungen über eine Lüftungsfunktion verfügen nützt diese bei innenrauminstallation leider nichts mehr da die angesaugte Luft ja gleich warm ist wie im Fahrzeug. Dazu kommt das bei leicht geöffneten Fenstern nicht frische Luft hereinkommt, sondern die warme Luft im Innenraum da rausdrückt. Man erzeugt sogar einen leichten Überdruck in beiden Fällen ob Aussen oder Innen und dadurch wird die Luft nicht unbedingt frischer. Feuchtigkeit ist so oder so ein Thema bei den Scheiben. Lässt sich kaum vermeiden wenn der Temperaturunterschied hoch ist. Ich denke ob Innen oder Aussen kann man weitläufig diskutieren. Ich bin jedenfalls mit meiner Lösung mehr zufrieden als wie bei der Testphase im Innenraum. Wie geschrieben. Je nach Grösse des Innenraumes. Beim LKW Aufbau ist die Heizung auch Innen geplant und möglichst weit weg vom Bett, aber Ansaugung auch Aussen.
Just my two Cents
Gruss Uwe
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 08.01.2021 - 17:22

Moin

Danke für deinen Erfahrungsbericht Uwe.

Du bist der Einzige den ich bisher kenne der das so gemacht hat,
daher bin ich gespannt und interessiert wie es bei dir läuft.

Hast du ein Bild von der Halterung und Position?

Wie gesagt, da Chinaheizung ist ein legaler Weg die Heizung fest mit dem Auto zu verbinden nicht gegeben.

Anders anscheinend in den UK.

https://www.youtube.com/watch?fbclid=Iw ... e=youtu.be


Ich bleibe derweil bei meinem Plan das in eine Stahlkiste zu verbauen und der Hauptaugenmerk liegt auf Werkstattheizung, weniger auf Fahrzeugheizung.

Gruß Mario
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon Borsty » 09.01.2021 - 07:24

Hallo Mario
Wäre auch bei uns kein Problem diese Heizung fix zu installieren. Bestehen keine Vorschriften diesbezüglich. Ist auch gerade so beim Aufbau mit Gas-Durchlauferhitzer.
Ich gucke meine Bilder durch wo man es sehen könnte. Ansonsten mache ich dann Welche. Im Prinzip ist sie auf dem Träger wo ehemals das Reserverad mit der Winde hing. Da war gerade genug Platz am Träger die Löcher für Auspuff und Ansaug zu machen sowie ist immer noch 20mm Platz zwischen Rahmen und Kofferraumblech wegen etwaigen Verwindungen. Saugseitig ist an beiden Schläuchen ein Gitternetz dran damit nicht Mäuse, Wespen oder sonst etwas sich häuslich niederlassen kann.
Im Prinzip stellt sich der Aufbau wie in eine Kiste dar nur das ich Diesel und Strom am Fahrzeug fix habe. Durchgang ins Fahrzeug ist ein Schottanschluss (Wanddurchführung) für den Heizschlauch. Bild ähnlich Aussenseitig Schlauch eingeführt und zusätzlich geklebt und im Innenraum gesteckt mit Schlauchschelle. Schlauch ist bis zum hinteren Fussbereich dort mit Y Stück aufgeteilt. Geht dann weiter neben dem Fahrersitz bis nach der B-Säule. Das andere Ende durch den hinteren Fussraum bis nach der Mitte.Dort verteilt sich die Warmluft unter dem Einbau vorallem heizt es die Unterseite auf wo dann der Wassertank drin sitzt. Der andere Schlauch setzt die Warmluft in den Fahrerfussraum frei. Ich kann die Düse auch nach oben richten je nachdem ob ich noch die Umluft des LC einschalte. Die Umluft saugt er im Fussraum an. Benutze ich meist um die Frontscheibe dann zu entfeuchten. Der einzige Ort der eben Feuchtigkeit bildet sobald ich Isomatten benutzen muss. Also eigentlich erst schon gegen 0°C. Leider geht das nur bei eingeschalteter Zündung aber in Planung ist schon lange über den zusätzlichen Ausgang am Regler/Temperaturfühler die Lüftung via Relais ab Zusatzbatterie anzusteuern und mit Strom zu versorgen. Vorbereitungsarbeiten sind gemacht. Fehlt nur noch die Geduld die Bedieneinheit zu untersuchen wo was ran muss. Das ist etwas kompliziert da es eine Einheit bildet. Lust zum Schemata lesen fehlte auch jedesmal :roll:
Gucke und schiebe Bilder oder mehr Infos nach.
Gruss Uwe
BORSTY
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon Stefan » 09.01.2021 - 19:44

unbemerkt hat geschrieben:Moin Mario,



tigerexped.de hat geschrieben:Die Ansaugung der Raumluft (nicht zu verwechseln mit der Verbrennungsluft) sollte immer im zu beheizenden Raum erfolgen, aus mehreren Gründen. Der Wichtigste: Draußen weiß man nicht, was man ansaugt und was man sich ins Fahrzeug holt. Im schlimmsten Fall bei drehendem Wind sein eigenes Heizungsabgas oder aber ein marokkanischer Sandsturm oder fieser Novembernebel. Außerdem arbeitet die Heizung weitaus effizienter und auch leiser, wenn sie die einmal erwärmte Raumluft auf Temperatur hält, anstatt ständig kalte Außenluft aufheizen zu müssen. Zur Frischluftversorgung sollten daher lieber Fenster oder Luken leicht geöffnet werden. Auf diese Weise entweicht auch gleich Feuchtigkeit und Kondensat.
Bitte nicht verwechseln: Man verbraucht und verbrennt damit keinen Sauerstoff im Fahrzeug, die Ansaugung für den Verbrennungsmotor der Heizung ist draußen. Es geht hier ums Umwälzen der Raumluft.



Dieser Absatz wird total gerne auf jeder Werbeveranstaltung zum Dieselheizungseinbau von den Tiger jünglingen geprädigt.

Klingt leider so,das es scheinbar machbar ist, die Abgase welche in 2 Meter hinten unter der Kabine ausströmen vorne wieder anzusaugen, nach innen einzublasen, sodass ich sterbe...

Bei einer "Heizkiste" mag das ja funktionieren, wenn Abgasleitung und Raumluftansaugung zusammen enden. Theoretisch.
Bei allen anderen Lösungen wälzt man sich nur seinen eigenen Mief um statt die verbrauchte Luft durch Außenluftansaugung rauszudrücken.

Denkt man etwas weiter, dürften die Fahrzeughersteller die Lufteinlässe für Frischluft auch nicht vor die Windschutzscheibe bauen. Ich sauge dann ja die Abgase vom Vordermann direkt ein!


Zu den Kisten: i

Ich finde 250 EUR Gesamtkosten jetzt nicht viel, dann nagelt sich man eine Siebdruckplattenkiste zusammen, die kleine 44Ah Autobatterie gibt es in neu für dünnes. Das müsste m.E. alles in die Box für die Autarkie.



Gruß Stefan
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Re: Dachzeltheizung

Beitragvon MF » 09.01.2021 - 19:58

Moin

@Uwe: Da hast du ja viele Sachen berücksichtigt . :super:

@Stefan: Du kannst ja auch aus der Praxis berichten und hast den klassischen im Auto-Einbau, prima :super:
Ja, das mit der Umluft ist wohl nicht so einfach zu entscheiden,
jedenfalls beim Festeinbau.

Bei den Galleros würde sich wahrscheinlich der Topf der Heckheizung für einen "Unterflur" Einbau anbieten.
Zumindest ich hab die max. zwei mal im Jahr an.

Nur noch das Problem mit der CE Geschichte bei den "Chinaböllern"

Für mich kommt die Anschaffung , zB einer Autoterm2D für 500€, derzeit nicht in Frage, da ich das Geld für diesen Luxus nicht ausgeben möchte.


Ja, 250-300€ sind grundsätzlich nicht zu viel für eine Dachzeltheizung wenn man es warm haben will im Auto.
Ich bin da kein Maßstab da ich eine andere Kostennutzenrechnung habe.

Mit der Batterie bin ich auch noch am hadern.
Aktuell läuft meine Heizung an einer 75AH Varta die mal in meinem Golf drin war.

Da ich ja Lust hätte die Kiste auch mal im Stall oder neben der Hebebühne laufen zu lassen wäre ein Akku direkt mitzuführen auch eine praktische Sache.
Oder wie Kay es andenkt die Geschichte in Modulen zu unterteilen. Heizung, Akku und Kraftstoff in je ein Modul.

Hat alles seinen Reiz und jeder legt auf jenes oder welches mehr oder weniger Wert.

Heute hab ich meine Werkstattheizung mal fast 2 Stunden laufen lassen.
Sie ist zwar immer noch relativ improvisiert aufgestellt, aber der Abgasstrang nach außen ist fast perfekt.

Für meinen gedämmten Schuppen mit 12m² Grundfläche und knapp 2.5m Höhe lief die Heizung 20min in Vollast um von 3° auf 10° aufzuheizen.
Die 10° sind schon etwas früher erreicht, die Heizung regelt aber erst ab 11° runter.
Sie blieb dann den Rest der Zeit entspannt auf niedrigster Stuf/Taktung und hielt die Temperatur.

Gruß Mario
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