Turbo, oder doch nicht...???

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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go2trip
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Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon go2trip » 23.09.2014 - 16:14

Es ist Zeit für ein neues Thema.
Unser Zebra macht uns wieder mal Sorgen...
Noch nicht lange ist es her und wir hatten riesige Probleme mit der Temperatur und mit dem Kühlerwasser. In Guatemala liessen wir verschiedene Ersatzteile auswechseln und nochmals den Zylinderkopf prüfen. Nach einer Woche in der versifften Werkstatt machten wir uns wieder auf Richtung Mexico. Seitdem verlieren wir zwar kein Kühlerwasser mehr dafür spielt aber die Temperatur-Anzeige verrückt. Ausserdem weist unser Mitsu L300 2,5 Turbo seit ungefähr einem Monat eine extreme Abgasentwicklung auf und hat zudem an Power verloren. Was sich auch geändert hat, ist das Motorengeräusch. Während der Fahrt verändert sich auf einmal der Ton des Motors, dauert einige Minuten an und verschwindet dann wieder. Das Geräusch würde ich wie folgt beschreiben: Es klingt wie bei anderen Autos, wenn sie stehen und der Motor aus ist, der Kühler aber noch läuft. Der Ton ist wesentlich höher als normal, es gleicht einem "Heulen". Wir haben mehrere Mechaniker gefragt woran das liegen könnte. Bis auf einen waren alle der Meinung, dass der Turbo am Arsch sei.
Was meint ihr?
Der Turbo weisst eine extreme Öl-Verschmutzung auf (Foto).
Bild
Mir ist aufgefallen das der Zahnriemen nicht 100% genau eingebaut wurde. Die Differenz zu der Markierung ist etwa um einen Zahn verschoben.
Bild
Könnte das womöglich die Ursache sein?
Kann man einen Turbo reparieren lassen?
Hat jemand eine Idee woran es sonst liegen könnte?
Liebe Grüße

Liebe Grüße
Adi
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Beda
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon Beda » 23.09.2014 - 16:42

Hallo Adi,
als erstes sollten die Steuerzeiten korrigiert werden.
Das könnte schon erhebliche Veränderung bringen.
Verbraucht er Motoröl? Mehr als früher? Welche Farbe haben die Abgase und nach was riechen sie?
Du könntest mal den Ansaugschlauch lösen und vorsichtig mit den Fingern prüfen, ob das Turbinenrad sich locker drehen läßt und/oder Spiel hat.
Du kannst ihn auch mal offen laufen lassen. Aber Vorsicht, daß nichts angesaugt werden kann!
Um die Geräuschentwicklung zu beurteilen, kann man den Motor, wenn er kalt ist, auch ohne Keilriemen laufen lassen.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon wolfischauer » 23.09.2014 - 17:36

Servus Adi,

Bezüglich Öl um den Turbo:

Erfahrungsgemäß sieht mein Turbo am 4D56 genauso aus wie deiner. Überall Öl Rum.

Hat er aber immer schon so und ich denke das ist normal bezüglich der Ölsauerei drumrum.

Trotzdem mal checken wie Beda sagt ob du einen erhöhten Ölverbrauch hast.
Auch ein Auto hat Gefühle... Mein Pajero zeigt es jeden Tag aufs neue...
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon Hirvi » 23.09.2014 - 20:16

Hallo Adi!
go2trip hat geschrieben:Während der Fahrt verändert sich auf einmal der Ton des Motors, dauert einige Minuten an und verschwindet dann wieder. Das Geräusch würde ich wie folgt beschreiben: Es klingt wie bei anderen Autos, wenn sie stehen und der Motor aus ist, der Kühler aber noch läuft. Der Ton ist wesentlich höher als normal, es gleicht einem "Heulen".

So wie Du den Fehler beschreibst, würde ich auch auf Steuerzeiten / Einspritzung tippen. Hieraus abgeleitet = hohe Verbrennungstemperaturen.
Dein Visko macht wahrscheinlich genau das, was er soll: Bei hoher Motortemperatur Gas geben und beim Abkühlen runter fahren, was das Heulen erklären würde.
Die Visko-Problematik ist hier nun zur genüge diskutiert, meinen habe ich getestet, indem ich ihn vor dem Motorstart mit einem Heißluftföhn auf Temperatur gebracht habe, dann ist beim Starten echt Sturm im Motorraum. Das bekomme ich übrigens beim normalen Betrieb nicht hin.
Die Fotos vom Zahnriemen deuten schon auf sowas hin, und Leistungsverlust mit Abgasfahne auch.
Ich gehe solche Probleme immer von einfach zu schwer an. Zuerst würde ich mal schauen, ob die Lüftung für das Geräusch sorgt, dann den Zahnriemen behandeln und dann über den Turbolader nachdenken.

Soweit viel Erfolg wünscht

Volker
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon go2trip » 23.09.2014 - 22:10

Hallo Zusammen
Erst mal ein herzliches Dankeschön aus Mexico für die schnellen Antworten.

Zuerst zu Beda:
als erstes sollten die Steuerzeiten korrigiert werden.
Der Einbau vom Zahnriemen ist echt kompliziert, da muss wohl ein Profi hin. Mal schauen ob wir einen finden.
Verbraucht er Motoröl? Mehr als früher?
Seit Guatemala braucht er mehr Öl als früher.
Welche Farbe haben die Abgase und nach was riechen sie?
Hierzu ein kleiner Gruss aus Mexico (siehe Video).
https://picasaweb.google.com/lh/photo/x4fQwqWajNb9M4Z-AKQGR6zZBuLEYAEN3HjUaIc_yVM?feat=directlink
Im Video ist das Abgas eher bläulich, wenn wir aber fahren und der Motor mehr Leistung bringen muss, dann kommt schwarz.
Du könntest mal den Ansaugschlauch lösen und vorsichtig mit den Fingern prüfen, ob das Turbinenrad sich locker drehen läßt und/oder Spiel hat.
Das Rad lässt sich ganz einfach drehen und hat ganz wenig Spiel.

Nun zu Wolfischer:
Bezüglich Öl um den Turbo:
Erfahrungsgemäß sieht mein Turbo am 4D56 genauso aus wie deiner. Überall Öl Rum.
Hat er aber immer schon so und ich denke das ist normal bezüglich der Ölsauerei drumrum.

Wenn ich den Schlauch abschraube, ist da im Turbo auch Öl (siehe Foto) und die Mechaniker hier in Mexico sagen, der sollte trocken sein und nicht ölig. Daher meinen alle, das der Turbo defekt sei.

BildBild

Ist das normal, oder nicht?

und noch zu Hirvi:
Ich gehe solche Probleme immer von einfach zu schwer an. Zuerst würde ich mal schauen, ob die Lüftung für das Geräusch sorgt, dann den Zahnriemen behandeln und dann über den Turbolader nachdenken.
Merkwürdig an dem Geräusch ist, dass es kommt und geht wie es will. Wenn es da ist, verändert sich die Temperatur Anzeige nicht, es kommt auch wenn die Temperatur gerade mal normal ist, wenn wir langsam unterwegs sind, es kann aber auch auftauchen, wenn die Temperatur wieder einmal in der Mitte ist und wir mit 80 km/h fahren.
Wenn es irgendwie möglich ist, versuche ich es mal aufzunehmen.
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon Beda » 24.09.2014 - 06:58

Hallo Adi,
ich bin optimistisch.
Mit etwas Glück löst sich das ganze Syndrom auf, sobald die Steuerzeiten stimmen.
Die Abgase sehen nach unverbranntem Diesel aus. Riechen die auch so?
Der erhöhte Ölverbrauch könnte sich auch wieder normalisieren.

Um den Fehler zu korrigieren, muß der Zahnriemen nicht ausgebaut werden.
Es müßte reichen, die obere Abdeckung auszubauen und die Spannrolle in entspannter Postion zu fixieren. Beda_Zahnriemen_4d56.pdf
viewtopic.php?f=31&t=4754&start=0

Stehen beide Markierungen gleich versetzt?
Dann gibt es noch eine 2. Möglichkeit, die deutlich hässlicher ist:
Eine lose und ausgeschlagene Riemenscheibe.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon unbemerkt » 24.09.2014 - 08:15

Moin Adi und die Turbogeladenen,

ich würde mich des Bedas Meinung dringend anschließen.

Beda hat geschrieben:als erstes sollten die Steuerzeiten korrigiert werden.
Das könnte schon erhebliche Veränderung bringen.


Beda hat geschrieben:Mit etwas Glück löst sich das ganze Syndrom auf, sobald die Steuerzeiten stimmen.
Die Abgase sehen nach unverbranntem Diesel aus. Riechen die auch so?


Auch ich hatte schon das Phänomen bei einem 4D56 mit Turbo, daß es zu überlauten turbinenartigen Geräuschen kam, weil die Abgasseite des Turbos z.B. durch falsche Steuerzeiten stark verrußt war. Nachdem die Steuerzeiten durch Nachstellen der Zahnriemenscheiben besser passten, brannte sich der Turbo wieder selbst frei und unterließ die lauten Geräusche wieder.

Wenn das Lager der Turbowelle an der Ölkühlung undicht wird, ist eher immermit schwarzem Rauch im betriebswarmen Zustand des Auspuffes zu rechnen, nicht nur unter großer Last.

go2trip hat geschrieben:Der Turbo weisst eine extreme Öl-Verschmutzung auf


Ich kann gerade nicht nachschauen an welcher Stelle die Kurbelgehäuseentlüftung beim L300 in die Luftansaugung geführt wird. Die Verdreckung und Verölung ist z.B. beim L200 jedoch enorm und leider bauartbedingt normal.

Schlussendlich würde ich unabhängig vom Geräusch als Erstes die Steuerzeiten in Ordnung bringen lassen. Unabhängig von weniger Leistung und schwarzen Wolken können da ja noch die bösen anderen bekannten Folgen eintreten.
Wie schon von Beda erwähnt, stellt sich hier nur die Frage ob der Zahnriemen beim letzten Werkstattbesuch nur schlecht aufgelegt wurde oder sich aus anderen Gründen verstellt hat. Habt Ihr das Problem seit den letzten Zahnriemenarbeiten oder eher später?

Möglichkeiten wären hier, wie erwähnt, eine unrund laufende Kurbelwellenscheibe (Welle ausgeschlagen, Mutter locker oder Scheibe mit Gummifüllung defekt) oder ein defektes Lager einer Rolle (könnte auch Geräusche machen) oder ein lockerer Zahnriemen usw.

Hier sollte jemand nachsehen, welcher mit solchen Problemen schon öfter konfrontiert wurde.

Mit Daumen drückenden Grüßen von Kay, welcher zukünftig auf großen Reisen einen Zahnriemensatz nebst neu gelagerten Rollen, Simmeringen und Wasserpumpe dabei haben wird....
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon Dieter » 24.09.2014 - 18:07

Guten Abend aus Leipzig ,
bis ich die Kurbelgehäuseentlüftung von der luftansaugung weggenommen habe sahen meine Turbolader inkl. der ladeluftkühler auch so ölversaut aus ...
Viele Grüße an alle hier im Forum von dieter
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon go2trip » 24.09.2014 - 23:37

Trotz Regen haben wir es gewagt uns dem Problem zu stellen.

Erst mal zu Dieter:
Wie ich das verstehe, ist es normal mit dem Öl im Turbo.


Nach mühsamer Arbeit passen wieder alle Markierungen.

Hier einpaar Filme:

Film eins zeigt euch die Abgasentwicklung nach unserer Arbeit.
https://picasaweb.google.com/113109100637745912161/MitsuL300?authkey=Gv1sRgCM7jxv6x-OGWgAE#6062763437012763986
Ist schon besser, wir werden sehen wenn unser Zebra wieder Leistung bringen muss. Im Moment sind wir noch ein par Tage einquartiert.

Film zwei – wie der Motor läuft
https://picasaweb.google.com/113109100637745912161/MitsuL300?authkey=Gv1sRgCM7jxv6x-OGWgAE#6062763277839758082

Film drei – wie der Zahnriemen gespannt ist
https://picasaweb.google.com/113109100637745912161/MitsuL300?authkey=Gv1sRgCM7jxv6x-OGWgAE#6062763095121522370

Ich hab das Gefühl, dass er zu wenig gespannt ist, aber mehr geht einfach nicht....

Was meint ihr?
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon Beda » 25.09.2014 - 08:16

Morgen Adi,
für mich sieht das gut aus.
Nicht unter Spannung aber auch nicht locker.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon unbemerkt » 25.09.2014 - 11:21

Moin allerseits,

go2trip hat geschrieben:Erst mal zu Dieter:
Wie ich das verstehe, ist es normal mit dem Öl im Turbo.


Ja, es gibt einen Schlauch vom Ventildeckel zur Ansaugung, durch welchen die Öldämpfe aus dem Kurbelwellengehäuse über den Nockenwellenraum in den Ansaugtrakt geleitet werden.

Bei "modernen" Motorvarianten wird zusätzlich noch ein Teil des Abgases des Verbrennungsprozeßes aus dem Auspuff in die Ansaugleitung umgeleitet, um die Schadstoffe im Abgasstrom zu reduzieren. :kopfgegenmauer:

Beide mehr oder weniger "fragwürdigen Verschönbesserungen" haben wir den Umweltschutzbemühungen diverser Regierungen zu verdanken.

Da mein Dieselmotor ohne Abgasrückführung (AGR) ca. einen Liter Diesel auf 100 km weniger verbrauchte und dieser Diesel damit auch nicht schadstoffhaltig verbrannt wurde, verstehe ich nunmehr die Schadstoff- und Umweltschutzwelt nicht mehr habe aber entsprechend reagiert.

Aber zurück zum Thema.

Gefühlt, aber man kann dies nach Betrachten eines Videos schlecht beurteilen, hätte ich den Riemen vielleicht ein winziges Fitzelchen mehr gespannt. Nach meiner Erfahrung muß man bei manchen Motormodellen auch einmal ein kleines Hebelchen zum Spannen der Rolle zu Hilfe nehmen. Aber das wird schon passen.

Der Beda könnte ja eventuell, wenn vorhanden noch ein Messbild zur Spannung des Riemens aus dem berühmten Wartungsprogramm einstellen. Aber ich bin eigentlich kein Freund der Riemenspannungs- und Drehmomentmesserei.

Viel wichtiger scheint mir die Frage, ob nunmehr nach "Freifahren" des Turbos das Geräusch wieder auftritt.
Habt Ihr die Rollen und Lager noch einmal prüfen können, oder die Andruckrolle nur gelockert und den Riemen einen Zahn weiter geschubst?

Mit Grüßen und guten Wünschen von Kay

PS: @Dieter von nebenan, würdest Du mir verraten welches System Du zur Ableitung der Bloby-Gase verwendest? Ich bin mit der Kondesatbildung noch recht unzufrieden und habe große Furcht vor eventuellen Frostschäden.
Bitte schreib mir gern die Antwort auch in diesem Beitrag um hier keine Unordnung zu schaffen.
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon Beda » 25.09.2014 - 12:57

unbemerkt hat geschrieben:Moin allerseits,
der Beda könnte ja eventuell, wenn vorhanden noch ein Messbild zur Spannung des Riemens aus dem berühmten Wartungsprogramm einstellen. Aber ich bin eigentlich kein Freund der Riemenspannungs- und Drehmomentmesserei.

Hi,
viele vorgeschriebene Messverfahren werden durch ein Einsatz von "dressierten Affen" ohne jegliches Fingerspitzengefühl erzwungen.
Aber dazu zählen wir ja nicht.
Ein Beispiel: viewtopic.php?f=36&t=1330&hilit=radlager&start=0

Der Zahnriemen sollte nicht unter Spannung stehen und eine minimale Lose haben.
Er sollte sich max. um 90° verdrehen lassen.

Bild
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon bm » 25.09.2014 - 14:29

Tach zusammen.

Inspirierte Geister und dressierte Affen,
liebe Grobmotoriker.

So Filmbilder können täuschen,aber mir wäre
die Riemenspannung,so ein wenig,zu luschig.
5 mm,mit Zeigefinger sehen anders aus.

Wenn man nach Anleitung vorgeht,kann beim Riemenspannen
eigentlich nix schief gehen.

6.Markierungen auf Nockenwellenrad,Gehäuse ausrichten.
7.Riemenspanner lösen bis die Feder spannen kann.
9.Die Kurbelwelle (an der Kurbelwelle) um zwei Zähne des Nockenellenrades
im Uhrzeigersinn drehen und in dieser Position festhalten.
(der Riemen ist jetzt auf Spannrollenseite Zug entlastet)
10.Spannschraube A, (der Spannrolle) festziehen
11.Spannschraube B, (der Spannrolle) festziehen

Halt immer sehen,daß der Eigendrall von Nockenwelle und Einspritzpumpe,
die Riemenspannung nicht verfälscht.

Gruß Bernd


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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon go2trip » 25.09.2014 - 15:40

Ein Hola aus Mexico

Erst einmal danke für die Antworten. Aber jetzt stehe ich in der Luft :roll:

bm sagt:
"Wenn man nach Anleitung vorgeht,kann beim Riemenspannen
eigentlich nix schief gehen."

Aber vor unserer Abreise hatte ich überhaupt keine Ahnung von Autos :achselzuck:

"9.Die Kurbelwelle (an der Kurbelwelle) um zwei Zähne des Nockenellenrades
im Uhrzeigersinn drehen und in dieser Position festhalten.
(der Riemen ist jetzt auf Spannrollenseite Zug entlastet)"

Bild

Das Kurbelwellenrad (oder wie sich das Teil auch nennt) steht auf "T" - RICHTIG?

Bild

Das Nockenwellenrad ist genau bei der Markierung (altes Bild, Markierung nicht beachten). Wenn ich jetzt ja das Rad um Zwei Zähne nach Rechts drehe, stimmt ja die Markierung nicht mehr, oder?

Also ich verstehe nur noch Bahnhof :hammerschlag:
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Re: Turbo, oder doch nicht...???

Beitragvon bm » 25.09.2014 - 16:16

Hallo

Mal wieder ist mir gelungen alle Klarheiten zu beseitigen.

Also es geht hier um das Riemenspannen,
nach korrektem Auflegen des Zahnriemens.

Durch dieses Vorgehen,wie beschrieben,soll der Einfluß des Eigendralls,
von Nockenwelle und Einspritzpumpe,
(hat man beim Zahnriemenauflegen ja bemerkt,die wollen ja immer
in die eine oder andere Richtung,nur nicht wo man sie hin haben will)
verhindert werden.
Der Zahnriemen hat nun eine gewisse Vorspannung,
während der "lose Trumm",also zwischen Kurbelwellenrad und Nockenwellenrad,
dann wirklich unbelastet ist und die Spannfeder kann ihre Arbeit machen.

Nicht mehr und nicht weniger.
Zug bleibt stehen,Bahnhof fährt ab.


Gruß Bernd


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