Motorproblem 4d5 mit VTG-Lader

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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lotte67890
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Motorproblem 4d5 mit VTG-Lader

Beitrag von lotte67890 »

Servus, ich bin neu hier und auf euer Forum gestoßen weil ich wie so andere auch mit Leistungsverlust zu kämpfen habe... Fahrzeug ist ein Pajero Sport aus 2003 (4D5 Diesel mit 115 PS). Der Wagen hat 150.000 KM auf der Uhr und wurde seit KM 100.000 ausschließlich von mir bewegt, nur Langstrecke und selten über 3000 Umin... Seit ca. 15.000 KM hat er immer wieder Leistungsmangel. Äußern tut sich das in dem der Motor im 1., 2. und manchmal auch im dritten Gang nur bis 3000 U/min dreht, ab da fühlt er sich an wie wenn er gegen eine Wand rennt... Im 4. und 5. Gang kann ich dieses Phänomen nicht nachvollziehen, da dreht er deutlich über die 3000er Marke hinaus. Er hat auch nicht mehr das Drehmoment ab 1500-1600 Umin so wie früher, ich habe das Gefühl dass der Turbo erst so ab ca 2100 Umin einsetzt.
Neulich musste ich ihn ein bisschen über einen steilen Bergpass scheuchen und siehe da kaum wird er "gequält" lief er die nächsten 100 KM wie neu. Motorlauf deutlich ruhiger und drehfreudig wie ein kleiner Benziner. Auch fällt mir auf dass er in den unteren Gängen sehr laut ist, als ob ein großer Ventilator läuft. Die Motorkontrollleuchte war noch nie an. Die Werkstatt in welcher ich bin meint es liegt an dem Verstellmechanismus des Wastegates, aber so wie ich das hier herausgelesen habe hat er ja gar kein Wastegate, sondern es handelt sich bei dem Gestänge um das VTG. In der Tat ist es so dass die Welle welche am Turbolader mit dem Gestänge aus der Unterdruckdose verbunden ist spürbar Spiel hat, ich würde mal auf 1mm oder so tippen... Das ganze klingt generell ein bisschen so wie in den Threads 13433bzw 15364 beschrieben.
Meine Frage hierzu wäre, kann man die Welle reparieren oder brauchts nen neuen Turbo? Weiterhin würde mich interessieren ob wie in thread 15364 der 4D5 Motor auch einen Verstellkolben für den Spritzbeginn der Einspritzpumpe hat, ob dieser das Problem sein könnte und falls ja wie ich an den rankomme?
Und falls jemand einen Tipp bezüglich einer guten Werkstatt zwischen München und Ingolstadt kennt, würde ich mich über einen Hinweis, gerne als PN an mich, freuen.
Ich bin so einigermaßen technisch versiert, scheue mich aber doch so große Reparaturen selbst vorzunehmen...

Herzlichen Dank

Lotte
Zuletzt geändert von lotte67890 am 23.09.2021 - 22:59, insgesamt 1-mal geändert.
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MF
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von MF »

Moin

In der Regel ist die VTG schuld.

Die Turbine kann man ausbauen und "gangbar" machen.

Ein neuer Turbo war aber in den mir bekannten Fällen sinnvoller und wurde, spätestens nach dem Reparaturversuch, dann auch so gemacht.

Die ESP ist elektronisch geregelt.

Da kann es gut sein das auch der Sprizbeginn , aber auf jeden Fall die Einspritzmenge, geregelt wird.

Wie beschrieben, lag das Problem bei anderen Leitgeplagten nie in der ESP, soweit mir bekannt.

Gruß Mario
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von OffRoad-Ranger »

Servus Lotte,

die ESP hat einen Spritsbeginnversteller.

Die Verstellwelle am Turbo ist meines Wissens verschweißt und daher kann die Lagerung derer schlecht repariert werden.

Wie schon erwähnt gibt es kein Wastegate.

Wie jedem anderen auch kann ich dir einen Einbau einer Turbodruckanzeige zur Fehlerortung nur empfehlen.
So sieht man im Bezug auf aktuell fehlender Leistung und entsprechender Gaspedalstellung die Höhe des Druckes.

Der Motor hat einen großen Ventilator, viscogesteuert, zwischen Kühler und Motorblock. Dieser ist bei Betrieb durchaus hörbar.

Als Fehler hatte ich an meinem Motor bereits:
VTG schwergängig, durch Gebrauchtteil getauscht (bei der alten VTG waren die Vernietungen locker, kann repariert werden)
ESP defekt, (Ursache noch nicht ergründet, ESP liegt noch ungeöffnet im Keller)
Vorkammer gelockert und verdreht, dadurch wenig Motorleistung, infolge später gebrochen und Motor nicht mehr angesprungen, in Folge defekter Kolben (Hyundai-Ersatzmotor von Tornau eingebaut)
Aktueller Kilometerstand 315000, (läuft zur Zeit mit geringen Auffälligkeiten, Temperaturerhöhung bei großer Leistungsanforderung sowie ab und zu Motorkontrollampe)

Viele Grüße aus LA
Gruß

OffRoad-Ranger
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lotte67890
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Danke Mario, danke Offroad Ranger! Das hat mir schon mal geholfen... Kann mir noch jemand sagen wo ich den Druck vom Turbolader abgreifen kann?
Der Visco Lüfter ist mir durchaus bekannt, in der Tat ist es aber so dass dieses Geräusch nur auftritt wenn der Motor an die 3000 Umin Mauer rennt... wenn er einen "guten Moment" hat, sprich spielend über die 3000er Marke dreht dann ist weder vorher noch darüber dieses Geräusch zu hören.
Wisst ihr wie ich überprüfen kann ob die Vorkammer locker ist?
Und Spritbeginnversteller, wie kann man diesen überprüfen?

Dankeschön!!

L
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von GR3NouILL3 »

Hallo,

greife den Ladedruck doch einfach mit einem T-Stück an der Leitung vom Ladedrucksensor ab. Bei meinem L sitzt er hinter dem LLK an der Spritzwand.

Liebe Grüße
Martin
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lotte67890
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Hmpf, die hier hätte ich anzubieten, die sitzt aber überhalb vom Turbo an der Ansaugbrücke...
!!!Link entfernt da falsches Bild!!!

Und dann habe ich noch entdeckt dass bei Motor aus das VTG nicht in Nullstellung, sprich an der unteren Anschlagschraube anstösst...
VTG null Stellung
Da muss ich wohl doch Mal das basteln anfangen...

Ich habe zwar ein komplettes Handbuch aber das scheint irgendwie von einem anderen Bj zu sein, die sprechen immer vom Motor 4D5, aber wenn ich dass richtig begriffen habe dann ist meiner ein 4D56 EFI, wegen elektronischem Gaspedal und elektronischer ESP... Falls einer also das Werkstatt manual von einem 2003 hat (85KW/115PS) freue ich mich sehr falls er mich daran teilhaben lässt...

So finde ich z.b. auch den Unterdrucktank nirgends im Motorraum, es sei denn er ist auf der Beifahrerseite vor der Spritzwand, da kann ich nicht hinsehen weil ich da eine 2. Batterie verbaut habe und da dass schon wieder 2 Jahre her ist, weiß ich nicht mehr wie es drunter ausschaut...

Lotte
Zuletzt geändert von lotte67890 am 02.10.2021 - 20:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Memo to myself, Ladedrucksensor gefunden (danke Martin), Foto oben ist ja eher irgendeine Unterdruckdose Ansaug/EGR oder so...
Und der Unterdrucktank sitzt wohl tatsächlich unter meiner zweiten Batterie... von unten sieht man ihn..
Zuletzt geändert von lotte67890 am 29.09.2021 - 22:00, insgesamt 1-mal geändert.
GR3NouILL3
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von GR3NouILL3 »

Sehr Gut! Habe mich schon gefragt, was du mit der Unterdruckdose meintest ;)

Schau mal im Parallelthread https://www.4x4travel.org/phpBB3/viewto ... =2&t=16318
Da habe ich eben auch eine Messung von meinem Ladedruck gemacht. Wäre super wenn du mal eine Vergleichsmessung machen könntest!

Liebe Grüße
Martin
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lotte67890
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Danke Martin, Manometer ist bestellt, ich teile die Ergebnisse hier sobald er eingebaut ist...

Lotte
Zuletzt geändert von lotte67890 am 29.09.2021 - 22:01, insgesamt 1-mal geändert.
OffRoad-Ranger
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von OffRoad-Ranger »

Servus,

in meinem L200 kommt das Vakuum direkt von der Pumpe.
Einzig an den Allradsteuerventilen ist ein Speichertank vorhanden, welcher mit einer Rückschlagklappe vom restlichen System bei Motorstillstand getrennt wird.
Gruß

OffRoad-Ranger
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Also, Manometer ist da und eingebaut. Und siehe da, wann immer der Motor gegen die 3000 Umin "Mauer" rennt ist der Druck zu hoch, nämlich so bei 1,3 Bar und geht auch nicht mehr runter bis man vom Gas geht (Motorkontrollleuchte geht und ging aber noch nie an). Wenn ich gaaaaaaanz langsam im ersten oder zweiten Gang beschleunige dann passiert das nicht, das erklärt auch warum es im dritten Gang selten und im 4. und 5. eher nie passiert.
Wenn ich in den oberen beiden Gängen von ca. 2000 Umin voll beschleunige steigt der Druck von ca. 0,3 Bar auf 1 Bar, bleibt da kurz und fällt dann auf ca 0,8-0,9 Bar ab, wo er dann solange bleibt bis ich vom Gas gehe. Bleibt die Frage woran es liegt.
Aber wie gesagt, aufgefallen ist mir noch dass das VTG Verstellgestänge falsch justiert ist. Anschlag liegt bei Motor aus nicht an der unteren Schraube an und wenn der Motor im Stand läuft dann fehlen nur 1-2 mm bis Vollanschlag... Da werde ich mal die Länge des Gestänges neu justieren. Und bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen dass das Kühlwasserrohr vom Thermostat Richtung Turbolader sich seiner Befestigungsschraube entledigt hat und da das vermutlich schon eine Weile so ist, ist das Teil nun undicht. Weiß jemand ob es die Dichtung einzeln gibt? Die unten am Rohr wo es ins Thermostatgehäuse geht... Ich vermute es ist eine Art Gummipropfen. Und wie genau das heißt? Ich finde es nämlich nirgends im Internet...
Tja und weil ich eh am basteln bin ist mir aufgefallen dass eine der beiden Stabilisator Koppelstangen abgerissen war -> Beide neu und die Außengummilager vom Stabi mit gewechselt, Fahrwerk fühlt sich im Vergleich zu vorher an wie ein 500er Abarth Competitione... Ebenso gewechselt habe ich das seitliche Lager welches das Getriebe mit dem Rahmen verbindet, das bestand noch aus 3 Gummifäden. Schade nur dass der Motor jetzt deutlich mehr Vibrationen auf den Rahmen überträgt... Zumindest vermute ich dass das daher kommt, am T-Stück inkl. Schlauch des Manometers wird es kaum liegen.
Außerdem habe ich noch einen defekten (Unter)Druckschlauch zwischen Differential und Freilaufkupplung ersetzt, somit hat das Blinken der 4WD Kontrollleuchte zu 99% aufgehört, manchmal blinkt es noch kurz, da wird wohl noch ein anderer Schlauch undicht sein...
Und falls noch jemand einen Tipp hat bezüglich der Radsensoren, das ABS Lamperl geht nämlich, wenn man nach ein paar KM Fahrt anhält, an und geht erst wieder aus wenn man entweder auf 4WD umschaltet, allerdings geht die Kontrollleuchte 4WD nicht an, oder das Auto neu startet. Suche ich da eurer Erfahrung nach eher vorne oder eher hinten?

Danke

Lotte
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MF
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von MF »

Moin

Bei der Wapu ist es ein O Ring.

MD050461

Das mit dem Motorlager und der Lenkung ist Pajero/L200/Galloper Alltag.

Wegen der 4WD Anzeige würde ich konsequent alle Unterdruckschläuche tauschen.
Kann auch dein ABS Problem lösen.

Beim Motor bist du ja schon gut vorran. :super:

Gruß Mario
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von OffRoad-Ranger »

lotte67890 hat geschrieben: 01.10.2021 - 02:22...bei der Gelegenheit ist mir aufgefallen dass das Kühlwasserrohr vom Thermostat Richtung Turbolader sich seiner Befestigungsschraube entledigt hat und da das vermutlich schon eine Weile so ist, ist das Teil nun undicht. Weiß jemand ob es die Dichtung einzeln gibt? Die unten am Rohr wo es ins Thermostatgehäuse geht... Ich vermute es ist eine Art Gummipropfen. Und wie genau das heißt? Ich finde es nämlich nirgends im Internet...
Servus,

das ist ein einfacher O-Ring, MD030763, zu finden hier 10199:
https://japancars.ru/index.php?route=ca ... blk_id=120

Am besten beim Mitsudealer vor Ort für geschätzt unter 5€ zu bekommen.

@lotte, falls du an einem persönlichem Treffen interessiert bist:
Wir pflegen einen kleinen regelmäßigen Stammtisch in Landshut/Ergolding, immer Mittwochs 19 Uhr.
ORFFlyer01k.jpg
ORFFlyer01k.jpg (83.94 KiB) 1237 mal betrachtet
ORFFlyer02k.jpg
ORFFlyer02k.jpg (71.21 KiB) 1237 mal betrachtet
Gruß

OffRoad-Ranger
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Beda
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von Beda »

Morgen Lotte,
bitte nicht alles unter einer Überschrift.
Hier geht es um: "Motorproblem 4d5"
Bitte eröffne für neue Fragen ein neues oder wähl ein passendes existierendes Thema.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Sorry Beda, da hast du völlig Recht... jetzt mach ich erstmal den Motor wieder dicht, dann kommt der nächste Schritt...

Cheers

Lotte
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

@Offroad-Ranger, da komme ich gerne mal vorbei... sobald er wieder rennt...
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

So, VTG ausgebaut und et voila, das Gehäuse ist ziemlich korrodiert während die VTG Einheit meines Erachtens bis auf die Auflagefläche ziemlich gut aussieht.

Gehäuse zum Turbolader
Gehäuse zum Auspuff
VTG

DIe "Reibeflächen" werde ich sicher sauber bekommen, aber das ganze Innengehäuse? Meint ihr dass dies störend ist?
Ich habe da ein bisschen Angst dass mir der Dreck/Rost in den Turbolader bröselt... Und den ganze Turbo zerlegen traue ich micht nicht... Abgesehen von der Frage wo das überhaupt herkommt... Da müsste ja jede Menge Feuchtigkeit drin gewesen sein bei dem Rost der sich da angesetzt hat...

Lotte
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Beda
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von Beda »

Hallo Lotte,
Grundlagen der Chemie:
Wenn Du einen Kohlenwasserstoff verbrennst, entsteht CO2 und H2O.
Wenn man den Luftüberschuß beim Diesel vernachlässigt, ungefähr 50/50.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Danke Beda, ich habe mich nur gewundert weil bei den Bildern von Stöpsel im Pickupforum wo er den Ausbau des VTG beschreibt bei ihm nichts von Rost im Gehäuse zu sehen ist...

Lotte
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lotte67890
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Also, zuerst einmal herzlichen Dank für die hilfreichen Ratschläge. :respekt:
Wie geschrieben habe ich die VTG Einheit ausgebaut, gereinigt und den Gehäusedeckel innen entrostet. Gestern eingebaut, 300 KM "Probefahrt" gemacht und die 3000 Umin Mauer ist weg. Der Motor dreht mühelos weiter. Am Manometer sehe ich nun wenn ich Vollgas gebe unabhängig von der Drehzahl wie der Druck sauber auf knapp 1 Bar ansteigt und sich dann bei ca. 0,8 Bar einpendelt.
Von daher erstmal alles gut!
Was mir aber nach wie vor auffällt ist dass ein deutlicher Kraftschub erst bei ca. 2100 Umin anfängt. Wie ist das bei euch? Ich mag mich erinnern dass ich als ich das Auto bekommen habe der Motor ab ca. 1500-1600 Umin kräftig zu ziehen begann. Einspritzpumpe? Ventile? Kommt daher auch der etwas rauere Motorlauf, welcher angefangen hat es als ich die Aufhängung hinten am Getriebe erneuert habe, kann aber auch eine ganz andere Ursache haben...

Merci

Lotte
Zuletzt geändert von lotte67890 am 10.10.2021 - 19:24, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von MF »

Moin

Das klingt aber normal.

Die non VTG Lader sind auch erst im Bereich um die 2000 U/min da.

Also das max Drehmoment liegt erst ab 2000 an.

Motor 2.5 TD
Motortyp 4D56
Powertrain 4WD
Getriebe 5 MANUAL
Hubraum (cm³) 2477
Kraftstoff Diesel
Leistung

Max. Leistung (kW / PS @ min-1) 85 / 115 @ 4.000
Max. Drehmoment (Nm @ min-1) 240 @ 2.000


Gruß Mario
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von Beda »

Hallo Lotte,
in unserem Galloper hatte ich vor der Totaloperation einen VTG-Lader ohne weitere Änderungen verbaut.
Der ging ab ca. 1400 1/min richtig brachial zu Werke völlig anders als der Originale.
Ich schätze, daß die Grundeinstellung der Verstellung nicht passt oder die Verstellung nicht arbeitet.
Wenn obenraus die Leistung normal ist, vermute ich kein Problem der Einspritzung.

Bei rauem Motorlauf und Vibrationen kommt mir sofort ein gerissener Nebenwellenzahnriemen in den Sinn.
Der kann mit etwas Pech in den großen geraten und gewaltiges Kleinholz verursachen.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Danke Beda, dann werde ich mir die Anleitung vom Flo mal zu Gemüte führen. Ich bin mir sicher dass die Verstellung generell funktioniert, da wenn Motor aus liegt der VTG Hebel an der unteren Stellschraube an und wenn Motor an steht er kurz vor der oberen Stellschraube. Weiterhin hat sich sowohl das Problem mit der 3000 Umin Begrenzung als auch das Ruckeln zwischen 1800 und 2200 Umin erledigt.
Wegen dem Nebenwellenzahnriemen, der sitzt wo? Auch unter der Zahnriemenabdeckung und wird im Manual als Zahnriemen B bezeichnet? Kann ich den sehen wenn ich nur die obere Zahnriemenabdeckung demontiere?

Ich kann suchen was ich will aber ich finde kein Manual auf deutsch für den 4D56. English schön und gut aber bei KFZ english was über die Formel1 Berichterstattung hinausgeht bin ich raus...

L
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von MF »

Moin
lotte67890 hat geschrieben: 12.10.2021 - 01:03
Wegen dem Nebenwellenzahnriemen, der sitzt wo? Auch unter der Zahnriemenabdeckung und wird im Manual als Zahnriemen B bezeichnet? Kann ich den sehen wenn ich nur die obere Zahnriemenabdeckung demontiere?
Ja. Und idealerweise sieht es nicht so aus.

Bild

lotte67890 hat geschrieben: 12.10.2021 - 01:03
Ich kann suchen was ich will aber ich finde kein Manual auf deutsch für den 4D56. English schön und gut aber bei KFZ english was über die Formel1 Berichterstattung hinausgeht bin ich raus...
Doch da findet man was im Netz.

Hier zB da kommt weiter hinten auch der Teil mit der Stufe III , das bezeichnet die 115 PS Variante des 4D56.

Gruß Mario
Galloper 2.5 Exceed
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Danke Mario! Ich poste sobald ich Ergebnisse habe...

Lotte
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Also, der Zahnriemen B sieht gut aus, ob er an der richtigen Position sitzt kann ich aber nicht feststellen solange ich nicht alles bis zur unteren Zahnriemenabdeckung demontiere... Ich gehe aber auch davon aus dass der Hauptzahnriemen richtig positioniert ist (bzw. die Wellen) da er sonst nicht Tempo 140 mit montiertem Dachzelt erreichen würde.
Des weiteren habe ich noch eine ausgiebige Diskussion mit Florian per PN geführt an welcher ich euch gerne Teilhaben lassen will:
Lotte hat geschrieben:Servus Flo, du hast in dem Thread Pajero Classic 4D56 EFI. Kein Durchzug... geschrieben dass bei dir der Spritzbeginn-Verstellkolben festgehangen ist. Konntest du den selber wieder gängig machen oder hat dass der Boschdienst/Werkstatt erledigt? Ich kämpfe nämlich mit einem ähnlichen Problem... siehe auch Motorproblem... Und falls du mir den Boschdienst/Werkstatt nennen kannst würde ich mich über diesen Tip freuen. Danke Lotte
Flo hat geschrieben:Grüß Dich, der Boschdienst https://www.boschcarservice.com/de/de/w ... nterHauser hat mir dringend geraten, das Pumpengehäuse sicherheitshalber zu erneuern, da das alte möglicherweise eingelaufen sei. Die erkennbare Ursache für das Hängen sei aber Schmutz im Rücklauf gewesen. Sie konnten ein baugleiches für ca. 500 Euro auftreiben, das von Bosch hätte doppelt so viel gekostet. Der Preis ist m.E. völlig verrückt für ein Gussteil mit etwas Feinbearbeitung, aber ohne den Ersatz wollten sie mir keine Garantie geben. Das alte Gehäuse hat keine erkennbaren Einlauf- oder Fressspuren, hätte ich die Pumpe repariert, hätte ich es weiterverwendet. Von den Preisen abgesehen (-; kann ich die Werkstatt empfehlen. Freundliche Leute, die sich wirklich Zeit nehmen, ein Problem zu finden. An Deiner Stelle würde ich wahrscheinlich die Pumpe erst mal nicht ganz zerlegen, sondern nur die Deckel vom Verstellkolben abnehmen, um zu schauen, ob die Rücklaufbohrung verstopft ist. Das hätte mir wohl deutlich günstiger helfen können.
Gute Fahrt
vom Florian
Lotte hat geschrieben:Dankeschön Florian! Darf ich noch fragen welchen Motor du genau hast? 115 oder 133 PS? Auch mit elektronisch gesteuerter Einspritzpumpe? L
Flo hat geschrieben:Freilich. Das ist der ungetunte mit 115 PS. Ich hätte lieber die alte mechanisch/pneumatisch gesteuerte Einspritzung als dieses Mechatronikmonster. Leider war die Pumpe, die ich gebraucht kaufte, defekt und wir wollten in den Urlaub mit dem Auto. So kam es zu dieser teuren Reparatur ... Ob Dein Verstellkolben hängt, kannst Du übrigens ganz einfach testen: Du brauchst nur das Steuerventil vom Stom zu nehmen, während der Motor im Leerlauf läuft. (Stecker ist unter der Pumpe, Du musst ihn vor dem Test erstmal "gängig" machen). Wenn der Motor dann hässlich nagelt, ist es nicht der Kolben. Alles Gute vom Florian
Lotte hat geschrieben:Servus Florian, also ich habe mal unter die Haube und so weit es geht auch unter die ESP geschaut aber da sind ja eine ganze Menge Stecker und da ich leider kein aktuelles Manual für elektromechanische ESP habe weiß ich leider nicht welchen Stecker du meinst. Ich habe hier zwei Links mit Fotos auf denen alle 6 Stecker zu sehen sind, wenn du mir da nochmals aushelfen könntest welcher es sein soll wäre das super!
Foto1
Foto2
Einer sitzt noch ganz oben, aber da du unten geschrieben hast gehe ich davon aus dass es dieser nicht ist. Herzlichen Dank Lotte
Flo hat geschrieben:Servus, Bild 2 zeigt das elektrische Abstellventil. Welche Stecker auf Bild 1 zuständig sind, kann ich nicht sagen, bei meinem hängt das alles völlig ungeordnet in der Luft. (Der Vorbesitzer hat mal den Motor wechseln lassen und die Werkstatt war in der Lage, die Ölwanne nur mit vier der 25 Schrauben zu befestigen. Dass sie die Kabel überhaupt wieder richtig gesteckt haben, grenzt so gesehen an ein Wunder ... (-; ) Aber das Steuerventil liegt unten an der Einspritzpumpe und ist das einzige Bauteil, zu dem Kabel führen. Mit einem Spiegel und einer Lampe sollten sich die Kabel finden lassen. MfG vom flo
Lotte hat geschrieben:Dankeschön Florian, vorweg, ich finde es sehr nett von dir dass du mir so bereitwillig Auskunft gibst. Du darfst aber gerne auch jederzeit sagen wenn es dir "zu viel" wird! Ich habe den Stecker gefunden, wenn der Ladeluftkühler beiseite geschoben ist dann kann man Ihn per Hand ertasten und der Stecker ging gut ab. In der Tat ändert sich dann etwas, ich habe es mit "kaltem" Motor gemacht, da nagelt er ja so oder so ein bisschen, aber es hat sich mit Stecker ab definitv, wenn auch nicht "so schlimm", verschlimmert. Ich habe in einem anderen Post von dir eine Anleitung gefunden wie man die Anschlagschrauben des VTG justiert, Änderungen merke ich schon, aber nicht so gravierend wie ich es mir erwartet hätte. Es bleibt dabei dass der Motor erst ab ca. 2100 Umin ordentlich Schub entwickelt. Nachdem ich dann auch noch festgestellt habe dass das VTG Gestänge am Luftschlauch zum Ladeluftkühler anschägt, habe ich diesen "anders" befestigt so dass da jetzt ausreichend Luft vorhanden ist. Auch dass hat ein bisschen eine Verbesserung gebracht. Wird die untere Anschlagschraube so eingestellt dass, bei Motor aus, ich sie soweit rausdrehe bis ein kleiner Spalt sichtbar ist und dann soweit wieder rein bis sie anschlägt? Weil momentan ist sie so eingestellt dass ich sie ca. 1-2 Umdrehungen raus drehen könnte bis ein Spalt entsteht ... Und wenn ich die obere Schraube rausdrehe läuft er zwar besser (Druck geht kurzfristig bis 1 Bar), dann allerdings ist der Spalt zur oberen Schraube im Leerlauf bei mehreren Millimetern... Darf das sein? Mehr als 1,1 Bar kurzfristig kann ich aber bei Schraube raus oder rein nicht messen, dann merke ich aber auch dass der Druck zu weit runterregelt und er ein Loch beim weiter beschleunigen hat. Motorkontrollleuchte ging noch nie an. Momentan kann ich mir noch folgendes vorstellen:
1. Ventile verstellt.
2. Gestänge VTG Längeneinstellung.
3. Doch der Verstell-Kolben in der ESP aber vielleicht hängt er nur ein "bisschen", bzw. die Leitung ist nur ein bisschen verdreckt.
4. Dieselfilter, ist zwar unwahrscheinlich weil dann dürfte er oben raus mangels Sprit eine deutlich geringere Höchstgeschwindigkeit haben.
5. Sieb in der ESP habe ich geckecked, da ist keines, also kann es auch nicht verdreckt sein.
6. Es gibt anscheinend noch einen Filter irgendwo hinten beim Tank, der wurde zumindest die letzten 50.000KM nicht gewechselt/gereinigt? Der könnte dann ähnliche Auswirkungen haben wie eine verdreckte Rücklaufleitung/Bohrung.
Vermutlich komme ich über kurz oder lang nicht an dem Boschdienst oder einer anderen qualifizierten Werkstatt vorbei...

Ha, noch was, kann es sein dass ich unten raus zu wenig Wumms habe weil die untere Anschlagsschraube zu weit herausgedreht ist (Lamellen zu weit offen), sprich er zu wenig Druck im Turbo aufbaut weil das VTG zu weit offen ist? Das würde erklären warum ich mit der oberen Schraube das Problem im unteren Drehzahlbereich nicht lösen kann weil diese nur den Maximaldruck aber nicht den Grunddruck regelt...

Quatsch, nicht mit der unteren Anschlagsschraube sondern mit der Länge des Gestänge regelt man den Grunddruck (Lamellenstellung)! Sehe ich das richtig?

Lothar der für heute mit dem Denken aufhört...
LG Lotte
Flo hat geschrieben:Ja, da bist Du doch schon einen ganzen Schritt vorangekommen! Du scheinst zu wissen, was Du tust und kannst herumprobieren. Voraussetzung ist in jedem Fall ein korrektes Ventilspiel (zum Glück auch die einfachste aller Übungen). Der Verstellkolben in der VEP scheint frei zu sein (halb hängend halte ich für unwahrscheinlich), eine weitere Voraussetzung für die Suche am VTG. Dessen Grundeinstellung hätte ich erst einmal gelassen, denn die ist ja ab Werk sehr akkurat mit einem Durchflussmessgerät dynamisch eingestellt. Wenn der Lader den Druck zu spät aufbaut oder zu wenig oder ihn zu lange hält, liegt es fast immer daran, dass etwas hängt. Das von Dir beschriebene Verhalten ist allerdings typisch: der Ladedruck wird erst einmal bis maximal 1,1 bar geregelt und von dort dann herunter auf 1 bis 0,8 bar. Dass der Druckaufbau zu spät kommt, sollte – genau – daran liegen, dass die Lamellen in Grundstellung zu weit offen stehen. Zu weit geschlossen gibt es theoretisch auch, dann wäre der Luftstrom zu stark gebremst und der Motor raucht erst mal kräftig beim Tritt aufs Pedal bevor er anzieht, wie er sollte. Abstände zu den Anschlagschrauben im Leerlauf müssen sein, denn dazwischen muss ja geregelt werden. Bei stehendem Motor hingegen soll das Gestänge mit leichtem Druck an der einen Schraube anliegen. Verstopfte Filter oder Siebe (egal wo) kannst Du ausschließen, wenn er bei höheren Drehzahlen die gewohnte Leistung bringt. Bitte beachte, dass Ferndiagnosen schwierig sind. Zudem frage ich mich, warum Du das Forum nicht an unserer Diskussion teilhaben lässt. Solche Plattformen sollen doch gerade dazu dienen, dass sich auch andere an Problemlösungen beteiligen oder daraus lernen können. (-; Mit freundlichem Gruß vom Florian
Lotte hat geschrieben:Hallo Florian, danke für deine ausführliche Beschreibung, ich denke so langsam kreisen wir das Problem ein. Ich habe nun die Anschlagschrauben anhand eines Fotos welches ich davor gemacht habe wieder so wie ursprünglich eingestellt, +/- 1/2 Umdrehung. Und ich habe die Längeneinstellung des Unterdruckgestänges so angepasst dass das Loch des Gestänges ganz leicht auf den Nippel rutscht und nicht wie bisher das VTG Richtung mit "leichter Spannung" gegen die untere Anschlagschraube drückt, die Stange ist jetzt also kürzer eingestellt. Der Erfolg lässt aber nach wie vor zu wünschen übrig, mehr oder weniger keine Veränderung. Was mir noch auffällt ist dass ich ein "Turboloch" bei 2500 Umin habe, das sehe ich auch am Manometer, da geht der Druck auf 0,5-06 BAR zurück und steigt dann wieder auf 0,7-0,8. Du hattest in einem deiner Posts beschrieben wie der Druck aussehen soll: viewtopic.php?p=181217#p181217 hat geschrieben: Optimal ist ein möglichst früher Druckanstieg. Du solltest bei rund 2000/min etwa 0,4 bar ablesen und bei 3000 dann den vollen Druck (etwa 0,8 bis 0,9 bar) haben.
Bei mir liegt der volle Druck schon ab 1500-1800 Umin an. Und trotzdem hat er unten heraus zu wenig Wumms. Wäre es denn denkbar dass ich generell zu viel Druck habe und deswegen die Einspritzmenge gedrosselt wird? Falls nicht gehe ich davon aus, da sich bei all dem hin und her einstellen des VTG relativ wenig an der Drehmomentkurve ändert, dass es eine ganz andere Ursache hat. Auch auffällig ist dass der Spritverbrauch nach dem gängig machen des VTG hoch gegangen ist, da muss ich nochmals genauer drauf achten, denn da der Motor nun viel leichter hochdreht hat sich mein Drehzahlniveau doch etwas nach oben geschoben. Bisher bin ich im 5. Gang max. 3000 Umin gefahren, wenn ich nicht darauf achte rutsche ich nun aus versehen immer bis 3250-3500 Umin hoch... Das könnte den Verbrauch von jetzt ca. 11,5 L/KM welcher vorher bei 10,7 L/KM war erklären. Ich werde mir jetzt mal das Ventilspiel vornehmen und dann wieder berichten. Zu deiner Frage warum ich das Forum nicht teilhaben lasse, das mache ich sehr gerne, aber ich würde mich nicht trauen deine Kommentare ohne Erlaubnis zu posten. Von daher wenn es für dich Ok ist dann stelle ich sie ins Forum. Dankeschön Lotte
Flo hat geschrieben:Grüß Dich Lotte, Du kannst die ganze Diskussion öffentlich führen. Ich habe nichts zu verbergen (-; Dass der Druck so früh kommt, halte ich für ungewöhnlich nach allem, was ich weiß. Dass die Steuerung den Sprit dem Druck nachführt, wie es ja bei der früheren pneumatischen Regelung ohne Steuergerät der Fall ist, glaube ich nicht. Selbst, wenn Du den Lader vollkommen falsch steuerst und gar kein Druck kommt, qualmt er tiefschwarz. Das Steuergerät ist also schon ziemlich dämlich. Sollte der Druck für längere Zeit zu hoch steigen, geht er in den Notlauf, dann aber mit drastischer Leistungseinbuße und Kontrollampe im Tacho. Wenn Dein Verbrauch leer und vernünftig gefahren über 10 Litern liegt, ist etwas im Argen: unserer braucht 12 Liter mit einer Tischer-Kabine (Beladung von 850 kg und drei Meter hoch). Dann fährst Du fast immer Drehzahlen zwischen 2500 und 3100/min, damit sich überhaupt etwas bewegt ... Leer sind es zwischen acht und neun Litern. Ventilspiel sollte sich nicht so stark auswirken, ist aber trotzdem wirklich wichtig. Herzlichen Gruß vom Florian
Ich mag mich erinnern dass das Auto ohne Dachträger, Zusatzscheinwerfer und Zelt so ca. 9,5 L/100KM verbraucht hat, von daher denke ich dass mit dem ganzen Geraffel auf dem Dach der Verbrauch einigermaßen Ok sein sollte. Qualmen tut er nie, und da ich nur Landstraße/Autobahn fahre ist die Geschwindigkeit meist im Bereich zwischen 80-120 KM/h, also ca. bei 2500-3500 Umin.
Ich werde mir das mit dem Druckaufbau nochmals bei einer Probefahrt genau anschauen. Und VTG möchte ich als Fehlerquelle fast ausschließen, als ich es gereinigt, wieder eingebaut und alles zugeschraubt habe ging es so leicht dass ich es extra nochmals zerlegt habe um sicherzustellen dass alles am richtigen Platz sitzt.
Was habt ihr denn für einen Druck im Leerlauf? Auch 0 BAR? Oder müsste er da schon etwas Druck aufbauen?

Merci

Lotte
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lotte67890
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Sodele, ich habe Mal ein Video gemacht wo man sieht wie sich der Druck in Abhängigkeit zur Drehzahl aufbaut:
Drehzahl>Druck
Der Manometer ist unten rechts im Bild, der maximal Druck liegt bei ca 1,0-1,1 Bar
Was man natütlich nicht sieht ist wie sich der Motor anfühlt, ich weiß nur dass es schon deutlich "besser" war. Ab Sekunde 9 im Video gebe ich im 5. Gang Vollgas. Generell finde ich dass das sehr sauber aussieht, abgesehen bei ca. 2750 Umin, da sieht man wie der Druck nochmals kurz abfällt.

Ich freue mich über Vorschläge wie ich den Durchzug von unten raus wieder bekomme...

Danke

L
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von GR3NouILL3 »

also ich kann jetzt nur im Vergleich zu meinem sprechen. Allgemein habe ich das Gefühl, dass sich der Druck zu langsam aufbaut. Eventuell hier das Regelgestänge ein wenig verkürzen. Im Leerlauf habe ich auch 0 bar. Bei konstanter mittlerer Fahrt 0,5 bar und beim Beschleunigen 1 bar. Nur beim Beschleunigen baut er den Druck schneller auf.

Ansonsten kannst du mal die Einspritzdüsen raus holen, aufschrauben und komplett reinigen. Habe ich bei meinem gemacht und würde so aussehen:
20190927_095423.jpg
Ist ziemlich einfach. Nur beim zusammen bauen unbedingt alle Gewinde mit Teflonband abdichten und überall NEUE Kupferringe verwenden! Grade beim Rücklauf. Musste alles ungelogen 4(!) mal wieder öffnen weil wieder undicht ;)

Zusätzlich fällt mir noch folgender Thread ein: viewtopic.php?f=2&t=8202&p=196920#p196920
eventuell hast du solch ein Sieb in der Pumpe und es ist verstopft.

Liebe Grüße
Martin
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von lotte67890 »

Danke Martin! Das Sieb habe ich bereits gesucht, da ist keines. Ob ich mich traue die Einspritzdüsen zu reinigen weiß ich noch nicht. Was hattest du denn für ein Phänomen dass du sie gereinigt hast? Und bei wieviel Umin spürst du dass er richtig Schub entwickelt?

Ventile habe ich mittlerweile eingestellt, im kalten Zustand auf lockere 0,2mm. Ein Großteil der Ventile hatte ein Spiel von deutlich über 0,25mm im kalten Zustand.

Und ganz hinten links neben dem Ventildeckel sitzen noch zwei Unterdruckschläuche und der eine war geknickt. Ich habe beide ersetzt und schwupps hatte ich bis zu 1,3 BAR Turbodruck (+0,2 BAR mehr), es sei denn der Druckzuwachs kommt durch das Ventile einstellen. Das Gestänge habe ich nun wieder so eingestellt wie es ursprünglich war, der max Druck ist nun bei 1 BAR, Dauer-Höchstdruck ca. 0,7-0,8 BAR, nach wie vor fällt der Druck bei ca. 2700 Umin auf 0,5-0,6 ab, geht dann aber wieder auf 0,7-0,8 hoch. Der Schub fängt nun bei ca. 1700-1800 Umin an, aber immer noch nicht so wie ich es in Erinnerung habe...

Lotte
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Re: Motorproblem 4d5

Beitrag von kasimodo »

Ob ich mich traue die Einspritzdüsen zu reinigen weiß ich noch nicht.
Hallo Lotte,
ohne Grundkenntnisse und dem passenden Werkzeug (Prüfpumpe mit Manometer) würde ich die Finger davon lassen.
Ich war schon sehr erstaunt wie ich im Beitrag von Martin über seine Aktion gelesen habe. Auch vom Hinweis zum Teflonband. :shock:

Ohne Prüfeinrichtung kannst du nach dem Zusammenbau nicht feststellen ob der Druck stimmt bei dem die Düsen öffnen. Der Unterschied von wenigen Nm beim Verschrauben vom Düsenstock kann den Wert ändern. Den Einspritzzustand (Kegel Zerstäubung) kann man am Prüfgerät auch besser beurteilen.
Unbenannt.JPG
Unbenannt.JPG (14 KiB) 620 mal betrachtet
Auch ich hatte versucht durch reinigen meine Einspritzdüsen noch zu retten. Aber die Düsenseinsätze (Spitzen) waren schon Schrott.
Ich hatte das passende Werkzeug und hab auch ausgiebige Erfahrungen - habe mal in jungen Jahren sehr viel Zeit in einer Werkstatt für Einspritzpumpe verbracht. :mrgreen:
Gruß Gernot
L300 4WD / 2,5TD / lang+hoch+LSD / OME
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Allradantrieb bedeutet, daß man dort steckenbleibt, wo der Abschleppwagen nicht hinkommt...
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