Zahnriemen Ausgleichswelle weglassen? 4D56 bzw. D4BH-Motor

Motor, Motorelektrik, Gasumbau

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Beda
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Zahnriemen Ausgleichswelle weglassen? 4D56 bzw. D4BH-Motor

Beitragvon Beda » 20.10.2007 - 14:42

Hallo Gemeinde,
auf der Suche nach einer Ölquelle mußte ich feststellen, daß die Umlenkrolle des kleinen Zahnriemens nach 30.000km schon sehr rauh läuft.
Kann man die und den kleinen Zahnriemen ungestraft weglassen?
Fallen einem beim Fahren dann die Zähne aus?
Zuletzt geändert von Beda am 10.12.2007 - 11:06, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Beitragvon pcasterix » 20.10.2007 - 16:50

Hallo Beda,

wenn die Ausgleichswelle keine weitere Funktion erfüllt würde ich es einfach ausprobieren.
Bei mir hat die linke Ausgleichswelle damals im hinteren Lager gefressen und einen ordentlichen Folgeschaden angerichtet ( Motorgehäuse ).

Dieses Risiko wäre wenn die Welle nicht mehr mitläuft damit auch aus der Welt.
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Beitragvon Sven » 23.10.2007 - 10:26

Hallole,

bei mir war mal der kleine Zahnriemen gerissen. Keine Ahnung wie lange, aber ich hatte nix bemerkt. Ebenso konnte ich keinen Unterschied feststellen, als die Ausgleichswellen wieder angetrieben waren. Aber irgendeinen Sinn haben sie vielleicht ja doch ...

Grüße
sven
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Beitragvon L040 » 23.10.2007 - 12:18

Moin,

der Sinn der Ausgleichswellen soll ja ein ruhigerer Motorlauf sein, da sie gegenläufig arbeiten. Vielleicht kann ja ein Motorenspezialist (nicht von Mitsubishi) etwas dazu sagen. Ich persönlich bin nicht dafür, an einem funktionierenden Motor etwas zu ändern/wegzulassen, obwohl das Weglassen keine anderen Auswirkungen haben dürfte.
Viele Grüße
Helmut
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Beitragvon Reto » 23.10.2007 - 12:46

Sven hat geschrieben:bei mir war mal der kleine Zahnriemen gerissen. Keine Ahnung wie lange, aber ich hatte nix bemerkt. Ebenso konnte ich keinen Unterschied feststellen, als die Ausgleichswellen wieder angetrieben waren......


Hallo Leute

in etwas dasselbe hat meine Hyundai-Garage mir auch gesagt. Bei mir war dies mal ein Diskussionspunkt, weil ich festgestellt hatte, dass bei 90000km nur der grosse Zahnriemen getauscht wurde. Man sagte mir dann, der kleine Riemen werde erst bei 180000km gewechselt. Auf die Frage der Rissgefahr hat man mir gesagt, die sei nicht so tragisch. Sie hätten schon Motoren ohne kleine Riemen betrieben und keine Unterschiede bemerkt. Ich habe aber ehrlich gesagt schon meine Zweifel. Vieleicht merkt man dies von aussen schon nicht, aber die Kräfte innerhalb des Motorblocks, speziell die Lagerbelastung dürften schon grösser sein. Auch (oder gerade eben) die Japaner bauen nichts unnötiges ein. Ich könnte mir gut vorstellen, dass der Motor später, vieleicht nach 50000km oder so dann plötzlich andere Probleme, zB aufgrund von erhöhtem Verschleiss, machen könnte.

Ich hatte doch in den letzten Jahren den Eindruck bekommen, dass das Aggregat nicht so robust ist, wie wir uns dies wünschen würden. Der Motor ist gut wenn man ihn gut behandelt, von daher rate ich von diesem Experiment als langfristige Betriebsform ab.

Gruss, Reto
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Beitragvon motorang » 23.10.2007 - 13:59

Reto hat geschrieben:Man sagte mir dann, der kleine Riemen werde erst bei 180000km gewechselt. Auf die Frage der Rissgefahr hat man mir gesagt, die sei nicht so tragisch.


Das ist ein starkes Stück! Es hat schon ausreichend dokumentierte Fälle gegeben wo es diesen unwichtigen Riemen zerrissen hat, und der (oder ein Stück von ihm) dann den Steuerriemen ins Verderben gerissen hat. Das geringste was in so einem Fall passiert ist dass der Motor dann sehr schlecht läuft (1-2 Zähne verhobener Riemen), ebenso kann es aber ein paar Kipphebel abreissen.

Mein Fazit:

- Entweder ALLE Riemen regelmäßig (und gleichzeitig) wechseln, oder

- Ausgleichriemen weglassen.

Zu Letzterem hab ich aber irgendwo gelesen, dass über die Ausgleichswelle noch irgendwas anderes Im Motor mit angetrieben wird. Glaube ich. War im englischen oder australischen Forum ...

Gryße!
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Beitragvon Beda » 26.10.2007 - 22:22

Hallo zusammen,
auf dem Weg zum Zahnarzt bin ich heute das erste etwas längere Stück ohne Riemen gefahren.
Die Zähne fallen zwar nicht aus, aber ich spüre deutliche Vibrationen und einen rauheren Motorlauf.
Vor allem unter 2500 U/min.
@Andreas,
das trifft beim 4G64 zu.
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Beitragvon Beda » 04.11.2007 - 17:41

Hallo Gemeinde,
jetzt ist er wieder in den vorgesehenen Zustand versetzt. Auch in dieser Richtung spüre ich einen deutlichen Unterschied. Die neue Spannrolle von Ruville hat eine Lagerung, die mir haltbarer vorkommt, als die ausgebaute. Den Hersteller weiß ich leider nicht mehr.

PS: Diagnose nach Autopsie: Mangelschmierung.
Zuletzt geändert von Beda am 09.11.2007 - 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda
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Beitragvon Bernd » 05.11.2007 - 10:00

Hallo,

mir hat's mal den Zahnriemen für die Ausgleichswelle zerfetzt. Nach ein paar hundert km "wurschtelte" sich der abgerissene Zahnriemen unter den anderen, dass dieser 1-2 Zähne übersprang und der Motor stehenblieb. Vorher hatte ich aufgrund der fehlenden Ausgleichswellen bei bestimmten Umdrehungen Vibrationen (mehr oder weniger stark). Sympatisch fühlte sich das aber nicht an.

http://www.4x4travel.org/phpBB3/viewtopic.php?t=5341&postdays=0&postorder=asc&highlight=zahnriemen&start=15

ciao,
Bernd
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Beitragvon motorang » 05.11.2007 - 11:08

Bernd hat geschrieben:Nach ein paar hundert km ...


8O

wie jetzt - Du hast gewusst dass der Riemen ab ist und ihn dort liegenlassen wo er war?

Gryße!
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Beitragvon Bernd » 05.11.2007 - 11:27

motorang hat geschrieben:wie jetzt - Du hast gewusst dass der Riemen ab ist und ihn dort liegenlassen wo er war?


Zu dem Zeitpunkt habe ich noch nicht gewusst, dass er gerissen war. Woher sollte man das auch wissen? Leider gibt es für gerissene Ausgleichswellenriemen noch kein Lämpchen am Armaturenbrett. Ich spürte lediglich bei bestimmten Drehzahlen Vibrationen. Aber das ist bei so einem Traktor auch mal zwischendurch normal. Z.B. wenn 2kg Dreck in der Felge klebt, etc.

Letztendlich war es aber die einzige logische Erklärung für den Motorstillstand, dass eben dieser Riemen meinen Hauptzahnriemen einen Streich gespielt hat.

ciao,
Bernd
Dufti

Beitragvon Dufti » 09.12.2007 - 23:12

Die andere Ausgleichswelle treibt die Ölpumpe an. So ist es auch beim 4G63. Man kann die Ausgleichswellen stillegen. Allerdings ist es bei der, die die Pumpe antreibt etwas schwieriger. Für den 4G63 gibts es einen sog. Elimination Kit. Obs den auch für den 4G56 gibt, weiß ich nich. Ich fänds aber auch eher unsinnig sie zu entfernen. Die Laufkultur leidet, vor allem wenn der Motor nicht dafür aufbereitet ist. Stichwort gewuchtete Kurbelwelle.
Die Wellen stillzulegen lohnt sich nur, wenn man das Drehzahlband weit nach oben verlegen will.
Für den Ottonormalverbraucher lohnt es sich nicht.
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Beitragvon Beda » 09.12.2007 - 23:41

Ja herzlich willkommen, mein Lieber!
Was Du hier schreibst ist zwar fett aber falsch.
Trotz dieses Fehlstarts habe ich den Eindruck, daß Du noch einiges Wissenswertes beizutragen hast.
Ich will Dir wirklich nicht den Wind aus den Segeln nehmen, aber unsere Forumsregeln solltest Du dir schon mal ansehen.

Beda, gerade mit ca. 50% Privatmeinung und ca. 50% Moderation unterwegs.
Grüße vom Galloperflüsterer ohne Galloper

Beda

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